Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel



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Morgentau
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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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BLW
Viel Spass mit all den neuen Features der aktuellen Version

Die BLW´s
23.2.2013-15:29

Erst dachte ich,

ich pack das heute nicht mehr, auf alle Kommentare zu antworten, denn irgendwie bin ich total groggy und nicht mehr ganz klar im Kopf. Aber ich hatte mich so über eure lieben Gedanken gefreut, dass ich sie einfach nicht so unbeachtet stehen lassen konnte.
Nun fühle ich mich wohler und kann beruhigt in mein Bett hüpfen ... gute Nacht, ihr Lieben!


Morgentau 31.07.2014, 21.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte | Tags: Maisfeld, Sommer, Himmel, Wolken,

Ihr seid so lieb

Das muss ich gleich erstmal los werden, bevor ich mich umziehe. Natürlich musste ich gleich an den Rechner und schauen, ob es jemanden gibt, der mich versteht in diesen Dingen.
Es gibt da einige in meinem Umfeld, denen könnte ich das nicht erzählen. Die würden denken, ich hab sie nicht mehr alle. Aber das denken die sowieso ...
Ist mir auch egal ... und erzählen tu ichs schon zweimal nicht. Geht ja auch niemanden was an.
Aber hier auf meinem Blog, da war mir einfach danach. Wie neulich schon. Ihr habt immer soviel Verständnis für mich, das ist so schön. Danke, vielen Dank dafür! Das tut echt gut.

Auch wenn es bald fünf Jahre sind, ich lass mich nicht drängen. Warum auch? Das Haus ist eh so voll Erinnerung. Überall findet man seine Handschrift ... in den Möbeln, Wänden, Böden, in jeder Fliesenfuge ... in Büchern, ach, in jedem Raum.
Er ist noch überall. Und doch komme ich damit besser klar, freue mich sogar über das Lesezeichen, das noch immer in seinen Büchern steckt, über Zettel, die ich finde, Skizzen, Dinge aus seiner Kindheit oder die in faszinierten, wie ein Sextant, seine Taschenmesser, mit denen er vor keiner noch so diffizilen Reparatur zurückschreckte, und die unzähligen Spuren, die er hinterlassen hat.

Aber bei den Klamotten, da ist es irgendwie anders. Die trug er auf der Haut, die durften ihm ganz ganz nah sein, waren wie seine zweite Haut. Darin hab ich ihn umarmt, damit hat er mit uns am Tisch gesessen, gearbeitet, das gehörte zu ihm.
Vielleicht versteht ihr auch hier, wie ich es meine.
Eure Idee ist schön, die gefällt mir. Eine Strickjacke von ihm hatte ich schon damals an, gleich danach, sie roch noch nach ihm. Ich hab sie nie gewaschen ...

Auch mit Fotos und Filmen hab ich noch ein Problem. Aber das kommt immer auf den Moment an, an denen ich sie betrachte. Manchmal geht es, andermal ist es die Hölle.
Aber es wird, es wird schon. Außerdem ist er sowieso in meiner Nähe ... und wird denken, wann räumt die endlich mal die Klamotten fort? ;-)

Morgentau 31.07.2014, 15.11 | (5/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Ich kanns noch immer nicht

Heute hab ich es wieder versucht. Wenigstens seine Kleidung wollte ich endlich aus den Schränken räumen. Aber kaum öffne ich die Tür und seh all seine Hemden, Pullover, T-Shirts etc. etc., kommt mir das große Heulen.
Ich seh ihn noch vor mir, als er dies und jenes trug, sein liebes Lächeln ... und all das eben, was ich so sehr an ihm mochte. Seine ganze Art, dieses geduldige, sanfte Wesen ... seine vielen Begabungen, sein Wissen ... unsere Gespräche ... seine Wärme ...
Er fehlt mir so sehr.
Deshalb geht es einfach nicht. Es tut einfach noch so verdammt weh. Und nein, jemand anderen lass ich da auch nicht ran. Der Tag wird schon noch kommen, wo ich mich überwinden kann.

Morgentau 30.07.2014, 20.29 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Schmerzlich

Ein Lärm und ein Gewusel

in der Stadt. Ich frag mich immer wieder, wie das andere aushalten, wie sie das machen, dass sie offenbar eine unsichtbare Glocke um sich haben, die sie vor dem Gefühl schützt, dies alles nicht mehr auszuhalten. Warum fühlen die sich wohl in diesem Knäuel aus Krach und Tumult? Was macht sie so resistent gegen diesen Zirkus?

Lärm, den man ertragen muss, Menschenmengen und Situationen, auf die man eingehen muss, wenn man noch alle seine Sinne hat.
Teilweise bizarre Bilder, die man eigentlich nicht sehen möchte, Gerüche, die man besser nicht wahrnehmen sollte, Situationen, denen man nicht ausweichen kann.
Gedränge, Gekreische, Geschiebe und dieser schreckliche Geräuschpegel.

Es tut mir so leid, liebe friedliebende, ruhesuchende Seele da in meinem Innern, ich kann dich nicht schützen. Wir beide, wir müssen da durch, ob wir wollen oder nicht.
Es ist ja nie für lange ... halte durch, dann führe ich dich wieder dorthin, wo du dich wohlfühlst ...



Ab morgen dürfte es eh ruhiger werden, weil endlich auch hier die Ferien beginnen. Zumindest in den Bussen und Bahnen und vielleicht ja auch in der Stadt.
Selbst, wenn ich es nicht wüsste, hätte ich es geahnt. Ich seh es in den angstvollen, panischen Blicken vieler vieler Mütter ... ;-)



Nichtsdestotrotz ... schöne FERIEN !!!

Morgentau 30.07.2014, 16.14 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel | Tags: Baggersee, Ferien, Lärm, Seele, Ruhe, Psyche, Nerven, Sehnsucht, Birke,

Ruhetag

Ja, am Himmel ist heute Ruhetag. Zumindest hier bei uns. Er hat sich ausgetobt. Seine schwachen Wolkenärmchen hängen matt herunter. Schlaf ruhig ein Weilchen da oben, wir genießen die kühle Luft und können mal gut durchlüften.

Ein wenig Trauer macht sich hier dennoch breit. Wenn ein großes Nachbarhaus mit Scheune abgerissen wird, das zum Leben gehörte wie der tägliche Blick in den Himmel, dann ist das wie Sterben. Es muss nicht immer ein Mensch sein, auch wenn Bäume sterben oder eben dieses alte Haus, dann blutet das Herz. Nie wieder wird es dort stehen. Nie wieder werden Kinder in dem Hof spielen, nie wieder wird es weihnachtlich geschmückt sein, werden Fahrräder dort stehen ... Schwalben nisten ... Kartoffeln zum Verkauf angeboten. Nie wieder. Ein Stück Vergangenheit ausgelöscht. Es bleiben nur die Erinnerungen ...

Morgentau 30.07.2014, 08.53 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Kontaktscheu

Das Loblied auf den Sommer gestern hätte ich wohl besser unterdrückt. Oder zumindest mein Verlangen, ihn knuddeln zu wollen. Das hat er wohl in den falschen Hals bekommen oder aber, er ist einfach nur kontaktscheu und schüchtern und mochte die Anmache nicht.
Jedenfalls habe ich keine Ahnung, was ihn derart in Rage gebracht hat, dass er - nachdem er sich tagsüber hier so lieb und freundlich zeigte - wie ein wildgewordener Stier über das Land gerast ist. Ein Blitzlichtgewitter, wie es sicher nicht mal zur Fußball-WM durch das Stadion fegte, und der erhoffte lieblich vor sich hinplätschernde Landregen kam als jähzorniger Wutregen aus den nächtlichen Wolken. Puuuh, war das heftig. Donner wie Kanoneneinschläge, nee, ein erquickendes Sommergewitter stelle ich mir anders vor.



Ja, eher so, wie am Sonntag am Baggersee, als eine leise unheimliche Stimmung aufkam, als sich der Himmel dunkel färbte und ein sanftes Grollen für ein leichtes Kribbeln sorgte. Ganz so, wie ich es mag. Sanft eben, aber nicht so vulgär wie vergangene Nacht.
Nein, lieber Sommer, das mag ich gar nicht. Schäm dich, so aggressiv daher zu kommen. Reicht es denn nicht, dass sich die Menschen nicht zu benehmen wissen? Oder willst du ihnen damit den Spiegel vorhalten? Okay, aber lass es bitte nicht auch noch an den Unschuldigen aus. Mit diesem ewigen Problem haben wir schon genug zu kämpfen.

Morgentau 29.07.2014, 14.42 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte | Tags: Unwetter, Gewitter, Sturm, Natur, Baggersee, Sommer, Blitz, Donner,

Wenn der Sommer

so ist, wie heute, dann möchte ich ihn ständig umarmen. Ich liebe ihn, ich liebe es. Angenehme, annehmbare Wärme, gut gelaunter Wind, der meine erhitzten Wangen zärtlich streichelt und kühlt, und vorallem die lustige weiße Schafherde, die über die blaue Himmelswiese flitzt. Das ist Sommer, wie ich ihn mag. Wenn er einen richtig guten Tag hat, freundlich und nett zu uns ist und sich auch sonst zu benehmen weiss, dann könnte ich ihn verknuddeln ...



Was nicht so schön ist, ist der ewige Baulärm um uns herum. Ständig wird irgendwas aufgegraben, abgegraben, weggerissen, zugeschoben, aufgeladen, hin- und hertransportiert etc. etc. ... und alles mit einem Höllenlärm, riesigen Lkws und Maschinen. Die letzten schönen Grünflächen verschwinden, mit ihnen wunderbare alte Bäume, nur damit Mensch schöne große Häuser bauen kann, in die er sich dann verschanzen kann, weil draußen die Luft verseucht ist von den vielen Abgasen aus hunderten Motoren ... :(

Morgentau 28.07.2014, 14.19 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Ganz schön geladen

bin ich ... natürlich nicht. Nein, mir geht es gut. Aber der Himmel, sprich die Luft, die hat es derzeit echt in sich. Die ist wirklich ganz schön geladen. Feucht und schwer legt sie sich über das Land, formt die höchsten und dicksten Wolkentürme und entlädt sich überall dort, wo es ihr gerade gefällt, als heftiges Gewitter.
Hier bei uns sah es heute auch mehrmals ganz danach aus. Da braute sich ordentlich was zusammen und draußen begann ein hektisches Hin und Her, weil alles schnell nach Hause wollte. Aber wie so oft, ist es genau dann, wenn es am schlimmsten aussieht, am Ende doch nur eine super Show. Dafür kann so ein Blitz aus - scheinbar - heiterem Himmel umso giftiger sein. Man kann sich seiner Sache also niemals sicher sein und sollte in diesen Tagen wirklich öfter mal den Blick nach oben lenken, wenn man draußen unterwegs ist.
Als die Gewitterzelle an uns vorbeigezogen war, haben wir uns auch noch ein wenig an den Baggersee gewagt. Nein, nicht ins Wasser, das war mir dann doch zu riskant, aber ein paar Schritte um den See herum.
Mein Lieblingsfoto davon habe ich euch mitgebracht. Alle anderen gibt es dann so nach und nach, falls mir nicht wieder was dazwischen kommt, wie imgrunde jedes Mal ... hihi.



Es gibt so Fotos, in die verliebe ich mich auf den ersten Blick. Das ist so eines ...

Morgentau 27.07.2014, 20.19 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte | Tags: Wetter, Gewitter, Sonntag, Baggersee, Spaziergang, Idyll, Sommer,

Mal richtig ausgeschlafen

fühle ich mich heute. Das konnte ich schon lange nicht mehr von mir behaupten. Aber letzte Nacht, als draußen der Regen ganz leise vor sich hinplätscherte und ein kühler Wind in das Schlafzimmer strömte, da konnte ich wunderbar schlafen. So kam es, dass ich auch nicht gleich aus dem Bett sprang, als ich erwachte. Schließlich ist Sonntag. Noch einmal ins Traumland zurück - das ist so wunderbar wohltuend. Obwohl ich dann von wirren Träumen heimgesucht wurde. Die Verarbeitungszentren meines Großhirns hatten wohl Frühschicht.
Von Krisengebieten und (wieder einmal) einem total maroden Haus, in dem meine Eltern lebten und zu dem ich keinen Zugang mehr fand vor lauter Schuttbergen ... puuuh, schrecklich. Aber alles ist gut. Inzwischen lugt sogar die Sonne zwischen den grauen Wolken hervor. Ich wünsch euch einen schönen Sonntag!


Morgentau 27.07.2014, 10.54 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Der Sommer

macht eine Pause. Zumindest hier. Wie ist es bei euch? Naja, halb Deutschland scheint eh unterwegs zu sein. Vermutlich Richtung Urlaub, wenn man die Staumeldungen hört. Der Wahnsinn. Ich kann es mir heute beim besten Willen nicht mehr vorstellen, wie wir das damals, vor mehr als 20 Jahren, geschafft haben, in unserem uralten, klapprigen Mercedes, vollgestopft mit Klamotten, Campingausrüstung und 4 Kindern auf der Rückbank ... quer durch das chaotische Lyon Richtung Meer bis kurz vor die spanische Grenze zum Campingplatz zu fahren. Alles bei gefühlten 40 Grad im Wageninneren, ohne Klimaanlage.

Waren wir total verrückt oder standen wir eh schon so unter Strom, dass wir stressresistenter waren als heute oder eben einfach nur jünger? Ich kann es mir echt nicht vorstellen, möchte aber behaupten, dass wir schon um einiges belastbarer waren als früher. Und sicher nicht nur wir. Man musste sich schon noch mehr anstrengen für so eine "besondere Auszeit" und war auch gewillt und motiviert genug, dafür Strapazen inkauf zu nehmen.
Allein schon, dass die Kinder - 12 Stunden eingepresst wie die Sardinen in der Dose - dies ohne Murren ertragen haben, lässt mich heute noch an ein Wunder glauben. Aber es war ein solches Erlebnis auch für sie, dass die Aussicht darauf wohl genügend Endorphine ausgeschüttet haben muss, dass sie weder die Enge noch die Hitze gespürt haben. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Wenn ich die alten Fotos heute sehe ... ihre glücklichen, strahlenden Gesichter ... diese Tage voll Farben, Licht und Zauber, dann erscheint mir selbst das damit verbundene Chaos, unser mageres Budget, das uns so oft in die Bedrängnis zwang, als abenteuerlich.
Es musste so sein. Ich habe heute - im Nachhinein betrachtet - das Gefühl, dass genau dieses "Erkämpfen" das Salz in der Suppe im Meer war.
Nichts stelle ich mir langweiliger vor, als ein Leben, das auf einem silbernen Tablett serviert wird. Nein, danke! Aber danke für all die wundervollen Erinnerungen.


Morgentau 26.07.2014, 13.33 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten | Tags: Erinnerungen, Kindheit, Urlaub, Frankreich, Meer, Camping,