Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel



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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Endlich



Die weißkristallinen Spuren heute morgen auf Dächern und Wiesen dürften die letzten Versuche des uneinsichtigen Winters gewesen sein, nochmal einen Fuß in die Tür des Frühlings zu bekommen.




Nun bleibt diese für den kalten Spielverderber hoffentlich für lange lange Zeit verschlossen.




Mit Sorge dachte ich die letzten Tage an die vielen armen Vögelchen, die teilweise schon brüten, und hoffte sehr, dass ihre kleinen Bruthöhlen und Nester wind-und-wetterfest sind.




Immerhin konnte ich an den vergangenen zwei Wochenenden ein paar wenige Wolkenlücken nutzen und mich an den zarten Spuren des Frühlings erfreuen.




Gut haben einige Pflanzen und jungen Blätter daran getan, sich noch nicht so weit hervorzuwagen.




Aber ich denke, jetzt können sie endlich ihre Köpfchen bedenkenlos aus Erde und Holz schieben.




Mit einem lieben Gruß wünsche ich Euch viele schöne Frühlingsmomente der blühenden, zwitschernden und summenden Art!



Morgentau 29.04.2016, 13.52| (9/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Trauer

Wenn ich erlebe, wie sehr M. unter dem Verlust ihres Vaters leidet, brechen auch bei mir sofort alte Wunden wieder auf.


Wenn einem zum ersten Mal bewusst wird, dass man die geliebte Stimme nie wieder wird hören, das Gesicht nie wieder wird lächeln sehen können und all die vielen vertrauten Gesten für immer erloschen sind, dann kann man sich nicht vorstellen, wie man das ertragen oder von nun an damit leben soll.


Es dauert lange, bis man endlich begreift, dass das Telefon nicht mehr klingeln, sich der Schlüssel nicht mehr im Schloss drehen wird und all die gewohnten Alltagsszenen aus dem Bild verschwinden, die einem so vertraut und aus dem Leben nicht wegzudenken waren. 


Jetzt muss man lernen, ohne sie zu leben. Für einen selbst hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen, auch wenn man in dem Moment gar nicht daran denken mag und kann, weil man das Gefühl hat, mit gestorben zu sein. Ein Teil ist es ganz sicher.


Aber man wird lernen, wie Erinnerungen Schmerzen lindern können, denn am Schluss zählt nur eines: die gemeinsame Zeit!


Ich bin für dich da, liebe M.

Morgentau 27.04.2016, 10.29| PL | einsortiert in: Nachgedacht

Für M.

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich geh in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Ihr glaubt mich tot, doch daß die Welt ich tröste,
leb ich mit tausend Seelen dort,
an diesem wunderbaren Ort,
im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort,
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste.


Michelangelo



Morgentau 26.04.2016, 19.04| PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

(Übel)Launisch

zeigt sich der April bei uns momentan. So würde es jedenfalls so manch einer sehen und meinen.

Mir gefällt er so, das macht ihn aus, ist sein Charakter.




Mal Sonnenschein und Wärme. Da zeigt er, dass er auch so kann wie Juni oder Juli, und wenn es ihm gefällt, pustet und schifft er durch die Landschaft und macht einen auf Herbst.

Soll er doch. Sein Ruf eilt ihm voraus. Mich freut sogar, dass es endlich mal so ist, wie es sein sollte. Jeder weiß, dass er sich gern mit fremden Federn schmückt. Also passt es doch bis jetzt. Obwohl ich ihn besser nicht vor dem Mai loben sollte. 





Darf man ihm trauen? Noch ist nicht aller Aprilwochen Monatsende.

Wie dem auch sei, ich finde den Regen gerade wunderbar. Das findet auch die Landschaft, die noch immer unter der langen nahrungskargen Zeit zu leiden hat. Für die ist der Regen ein wahrer Segen. Deshalb freut es mich. Nur deshalb. Und weil ich nachts so schön schlafen kann, wenn frische Luft ins Zimmer strömt und ich dem leisen Rauschen lauschen kann, bis ich davon wieder einschlafe ...





Tagsüber erfreu ich mich an den vielen Stimmchen um mich herum.

Ob im Garten, auf den Feldern oder in den Wäldern … aus allen Richtungen kann ich sie hören, die Pflänzchen und Pflanzen aller Art, wie sie vor Freude kichern.


Ich finde das so ansteckend. Über die Woche muss man schon genau hinhören, da werden die Stimmchen oft übertönt, aber sonntags z.B., da hör ich sie sogar durchs Fenster.





Mir ist nur vor den schneide-, mäh-, rupf- und zupfwütigen Menschen bange, die das viele Grün offensichtlich nicht (v)ertragen. Regelrecht panisch reagieren manche, wenn die, für sie üblichen Normlängen überschritten sind. Dann haben sie nichts eiligeres zu tun, als mit schwerem Geschütz gegen die übermütigen Schnellwachser anzukämpfen.






Ich freu mich jedenfalls auf ganz ganz viel Grün und Gelb ... Rot ... Blau ... und garantiere jedem in meinem Garten, der andere nicht belästigt oder ärgert, ein langes langes Leben.





Danke für eure freundlichen Worte zu meinen letzten Eintrag und die Zeit, die ihr euch für euren lieben Besuch genommen habt.


Ein lieber Gruß zurück und euch allen eine freundliche Woche!




Morgentau 18.04.2016, 06.46| (12/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Frühlingsgrüße

Überall kann man sie jetzt finden: die ersten Spuren des jungen Frühlings.



Ich bin ihnen gefolgt, hab ein paar davon eingesammelt und euch mitgebracht.



Jetzt beginnt wieder die schönste Entdeckungsreise des Jahres.
Jeden Tag gibt es neues zu entdecken, auch wenn uns so manches bekannt und vertraut vorkommt, weil wir es noch aus den Jahren davor kennen.



Es ist also im Grunde auch ein Wiedersehen, obwohl all die Blüten zum ersten und einzigen Mal für uns erblühen werden, wie in jedem Jahr. Leider nur für kurze Zeit.
Ergreift die Chance, (auch) dieses Jahr dabei zu sein. Zögert nicht. Niemand weiß, wie viele es noch sein werden.



Genießt den Frühling und jeden schönen Moment, der euch vergönnt ist. Zaubermomente.
Sie sind kostbarer als so Vieles, das ihr vielleicht dafür haltet.
Und glaubt mir, ihr irrt euch, wenn ihr meint, dass euch das Empfinden dafür fehlt.
Es ist ganz sicher vorhanden, wird nur von anderen Dingen verschüttet. Welche das sind, müsst ihr selbst herausfinden.



Lauscht dem verliebten Gesang der Vögelchen, dem lebenslustigen Gesumm von Bienchen, Hummeln und allen anderen Kleinflügelwesen, beobachtet sie, schaut ihnen zu ... und achtet auf all die großen und kleiner Wunder, die da draußen auf ihre Entdeckung warten. Ich wünsche es euch von Herzen, dass ihr das Verlangen, aber auch die Möglichkeit dazu habt.



Willkommen ist er aller Orten,
sein zartes Grün und Sonnenschein.
Ein jeder öffnet seine Pforten
lässt ihn nur allzu gern herein.

Die mitgebrachten schönen Gaben
verteilt er freundlich übers Land.
Auch DU kannst dich daran erlaben,
dein Lächeln ist dafür das Pfand.

Veilchen, Tulpe, Anemone -
welch Glück, wenn alles wieder blüht.
Selbst im Wald ist es nicht ohne,
was jetzt mit Moos und Farn geschieht.

Du, lieber Frühling, deine Anmut
berührt so tief, nimmt jeden Schmerz.
Tust Landschaft, Mensch und Tier so gut
und öffnest wieder jedes Herz.

(C) Morgentau



Spuren vergangenen und neuen Lebens.

Morgentau 13.04.2016, 20.01| (11/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten