Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel



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Morgentau
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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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So wild

wie dieses Jahr ging mein Garten noch nie in den Winter. Ich hab das Gefühl, dieses Jahr ist an jedem noch so winzigen pflanzenlebensfreundlichen Platz irgendwas gewachsen. An den unmöglichsten Orten, sogar auf einer alten Katzendecke, die neben einem Holzstapel lag. Irgendwie ist sie nass geworden und prompt hat sich darauf irgendwas ausgesät. Echt lustig.
Der Efeu rankt wie verrückt und in den Staudenbeeten wächst munter und wild all das, was die meisten Gärtner zur Verzweiflung bringen würde. Aber so lange dabei keiner zu dick aufträgt und andere verdrängt, darf er gern bleiben. Sollte ich mich irgendwann wie Dornröschen im 99. Jahr ihres Zauberschlafes fühlen, kann ich immer noch Tabula rasa machen.
Noch bleibt der Zugang zu den wichtigen Ein- und Ausgängen gewahrt - um anderes diesbezüglich muss ich mich nicht sorgen. Nichtsdestotrotz hab ich heute wenigstens das Gröbste von den verblühten Pflanzen zurückgeschnitten.
Jetzt freu ich mich auf mein Abendbrot: frisches Gemüse vom Bauern mit frischen Bäckerbrot und Tee mit Minze.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Abend!

Morgentau 24.10.2014, 17.59 | (8/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Drei Buntspechte

auf Nachbars Pflaumenbaum. Ich traute meinen Augen nicht. Wie nett ist das denn?
Leider konnte ich kein Foto machen wegen des Fliegengitters im Fenster. Wie sehr da das Fotografenherz blutet, könnt ihr euch sicher vorstellen.
Inzwischen schimmert der blaue Himmel durch den Nebel. Eigentlich ein Tag, um Richtung Berge zu fahren ... oder auf die Alb ... oder oder ... seufz. Aber man kann nicht alles haben. Außerdem hatte ich ihn ja schon, meinen wunderbaren Herbsttag im Allgäu, von dem ich ja auch noch berichten wollte. Manno, warum vergeht nur die Zeit sooo schnell? Nein, das ist keine Frage ...



So zeigte sich der junge Tag kurz vor dem Ziel. Am liebsten wär ich gleich dort geblieben. Unterwegs sieht man immer die schönsten Höfe und Häuschen, Wiesen, Weiden und einladende Wäldchen und Seen. Überall könnte ich anhalten und einfach nur die Weite und Herrlichkeit dieser wunderbaren Landschaft genießen ...



Wenn nur die Fahrerei nicht wäre.

Genug geplaudert. Jetzt muss ich mich anderen Dingen zuwenden.

Ich wünsche euch einen guten Tag und freundlichen Start ins Wochenende.
Genießt euer Geschenk und geht sorgfältig mit diesen 60 wunderbaren Minuten um!

Morgentau 24.10.2014, 10.24 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Erwartungshaltungen

Auch das war ein Thema. Dass es immer besser ist, nichts oder nichts in überhobenem Maße von anderen Menschen zu erwarten. Ja, am besten gar nichts, meinte er. Jeder Mensch tickt anders und Reaktionen zu erwarten, die dann nicht erfüllt werden, lenkt in die falsche Richtung, macht unzufrieden, traurig oder schadet gar der Seele. Die Enttäuschung schmerzt oder blockiert vielleicht sogar, den Blick auf andere, schöne Dinge zu richten. Erwartungshaltungen zu haben, lenkt unser Augenmerk und unsere Energie auf Dinge, die uns nichts bringen. Vergebliche Investitionen sind das. So sehe ich das jedenfalls. Wenn ich merke, dass der schöne runde Apfel, in den ich mit Herzenslust beißen möchte, viel zu hart ist, dann lass ich doch auch von ihm ab, bevor ich mir die Zähne daran ausbeiße, oder? (und greif zur Banane ;-)

Schön ist ein ausgewogenes Geben und Nehmen. Wer dies erfährt, hat großes Glück. Das kann dann passieren, wenn sich Seelenverwandte begegnen. Die wissen, wie der andere tickt, was er erwartet, sich wünscht, braucht ... und handeln danach im Idealfall. Das, was sie an Kraft, Interesse und Fürsorge investieren, bekommen sie genauso zurück. Das ist schön, sehr schön sogar. Aber leider entwickelt sich nicht jede Begegnung zur Freundschaft und nach Seelenverwandten suchen manche ihr ganzes Leben.
Da ist die Familie mit ihren vielen Mitgliedern, da sind Nachbarn und Kollegen, mit denen man auch möglichst klarkommen möchte. Und hier ist genau der Punkt: Lernen, die Menschen so anzunehmen, wie sie sind, nichts von ihnen erwarten, aber sich selbst schützen. Sich möglichst distanzieren von denen, die einem gar nicht gut tun. Wo es gar keine gemeinsamen Nenner gibt, sollte man sich wohl besser aus dem Weg gehen, soweit möglich ...

Morgentau 24.10.2014, 09.06 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Eigentlich

hab ich noch keine Lust, ins Bett zu gehen. Mich vor die Glotze zu setzen, gleich gar nicht. Zum Lesen fehlt meinen Augen die Kraft und meinem Kopf die Konzentrationsfähigkeit zu dieser späten Stunde.
Also schreib ich noch ein wenig. Ja, dazu habe ich grad Lust. Muss ja keiner lesen, kann ja auch einfach mal so meine Gedanken rausschreiben ... mach ich eh am liebsten.

Wie ruhig es zu dieser Zeit wird. Plötzlich versiegen die oftmals so nervigen Alltagsgeräusche. Als hätte sie der oder das Gully zusammen mit dem Regenwasser verschluckt. Gluck ... gluck und weg sind sie. Welch eine Wohltat. Deshalb mag ich diese Abendstunden. Die Menschen sind in der Stadt oder sitzen vor ihren TV-Geräten und ringsherum verstummt die Unruhe des Tages. Himmlisch.

Interessant war das Seminar gestern. Besonders die Entspannungsübungen. Obwohl es mir nicht leicht fiel, loszulassen. Zu viele störende Nebengeräusche. Als ich mich auf mein "Sonnengeflecht" konzentrieren wollte, knurrte meine Magen. Das wars dann ... lach.
Dennoch hat es mir innerlich gut getan, bestätigt zu bekommen, dass ich so einiges doch ganz richtig mache.

Und wie wichtig Humor ist - auch das hat der Dipl.-Psychologe betont. Viele Menschen nehmen alles so bierernst, sind schnell beleidigt und vergrämt, nachtragend. Sie können oft nicht akzeptieren, dass es Dinge gibt, die nunmal sind, wie sie sind. Was nützt dieses permanente Ärgern über bestimmte Personen, wenn man sie ja doch niemals wird ändern können. Auch seinen Chef kann man nicht umpolen. Zum Glück hab ich es gut mit meiner Chefin getroffen. Das ist wirklich wahres Glück, das ich zu schätzen weiss.

Ruhiger werden, gelassener. Vielen gelingt das nicht mehr. Das finde ich so schlimm. Ich reagiere ja auch sehr emotional, bin schnell aufgeregt oder zutiefst betroffen, wenn es mich persönlich betrifft. Aber dann hilft mir Reden, Schreiben oder manchmal auch eine Nacht drüber schlafen. Ich fühl mich nicht wohl, wenn meine Seele aus dem Gleichgewicht gerät. Das muss sich schnell ändern, sonst falle ich ein Loch. Deshalb versuche ich alles, mein Gleichgewicht wiederzufinden. Dabei hilft mir auch, nicht nachtragend zu sein, den ersten Schritt zu gehen, dem anderen die Hand zu reichen. Liegt der Fehler bei mir, möchte ich ihn ausbügeln.
Meistens gelingt mir das auch. Harmoniesüchtig zu sein, ist glaub nicht das Schlechteste.

Und nicht alles bierernst zu nehmen, auf die Goldwaage zu legen oder sich immer wieder mit den gleichen Problemen zu befassen. Entweder Schwamm drüber oder etwas dagegen unternehmen, aber nicht hundertmal in die gleiche Kerbe schlagen. Manche Menschen können einen damit zum Wahnsinn treiben ... lach. Ja, echt. Was mich immer veranlasst, in mich selbst zu gehen und zu überlegen, ob und wobei ich vielleicht auch so handle und wie ich dies ablegen kann.
Auch so ein Punkt - sich öfter mal an die eigene Nase zu fassen ...

Howgh, Frau Neunmalklug hat gesprochen. Und nun gehts ins Bett ... oder doch noch nicht?

Morgentau 23.10.2014, 21.55 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Keine Sorge

das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Das hat mir der Herbst heute ins Ohr geflüstert. Von wegen, "Die goldenen Tage sind gezählt" ... oder gar noch schlimmere Aussagen.
Nein, nein, das soll es noch nicht gewesen sein, auch wenn es mir heute ordentlich den Allerwertesten abgefroren und überall die Baumkleider zerfleddert hat.
Umso schöner ist es doch zu Hause, gell? Mit der Gewissheit, dass der Tempsturz keinen Wintereinbruch bedeutet, kann ich die Gemütlichkeit durchaus sehr genießen.



Ach, ich hätte gut Lust, noch ein Weilchen mit euch zu plaudern, aber jetzt muss ich erstmal in die Küche. Vielleicht schau ich später nochmal vorbei. Es ist grad so gemütlich hier.
Die Heizung aufgedreht, die Kuschelhose übergezogen und neben mir ein Tässchen mit ... ach, das ist ja schon leer ... ;-)

Morgentau 23.10.2014, 16.02 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Die Nacht der fliegenden Nasen

haben wir gottseidank unbeschadet überstanden. Nun liegen sie überall auf den Gehwegen und Vordächern. Diejenigen allerdings, die auf Wiesen landeten, erkennt man nicht so ohne weiteres. Das passiert erst im nächsten Frühjahr, wenn sich die kleinen Möchtegern-Ahornbäumchen wieder überall zwischen den Gräsern aus der Erde schieben.



Auch sonst liegt nun allerhand Laub auf Wegen und Wiesen. Von den Robusten, die noch tapfer durchhalten, bekommen einige wieder ganz wunderbare Farben. Ich mag das so sehr. Hoffentlich scheint auch bald wieder die Sonne, damit sie vor ihrem letzten Tanz noch einmal richtig leuchten können.



Ich kann es gar nicht glauben, dass sich auch der Oktober schon wieder seinem Ende neigt. Mir ist noch gar nicht nach Weihnachten und der Jahreswechsel liegt gefühlt auch noch in weiter Ferne. Wie trügerisch diese Gefühle sind, sehe ich jeden Tag an den Themen, für die bei uns schon fleißig Artikel geschrieben und gestaltet werden. Es ist schon verrückt ... aber imgrunde nichts Neues. Daran gewöhnen werde ich mich wohl niemals.

Morgentau 23.10.2014, 14.55 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte | Tags: Laub, Herbst, Morgenstimmung,

Schon toll

per animiertem Regenradar mitverfolgen zu können, wie die Wetterfront auf einen zukommt. Und da kommt einiges auf uns zu, wie ich sehen kann. Trotzdem ist es mir nachts wesentlich lieber als tagsüber. Es hat etwas Behagliches, wenn man im Bett liegt und hört, wie der Sturm ums Haus pfeift und die Regentropfen gegen die Fensterscheiben drückt.
Natürlich darf er dabei nicht übertreiben, und spätestens, wenn der Berufsverkehr einsetzt, sollte der Spuk ein Ende haben.
Aber wie es so ist mit dieser Art Wünsche, richtet sich der Wettergott selten danach.



Eigentlich wollte ich nicht schon wieder übers Wetter reden, andererseits finde ich es schön, wenn es einen Grund dazu gibt. Alles ist besser als wochenlange Nebelsuppe, was wir ja auch oftmals haben zu dieser Jahreszeit.

Das traumhafte Wetter am Wochenende habe ich jedenfalls sehr genossen ...



Wollt ihr wissen, wohin der Weg aus dem Nebel führte?

Richtung Albtrauf ... Hohenzollern ...



Morgen bin ich auf einem Seminar und komme erst spät zurück, da werde ich vermutlich nicht hier vorbei schauen können.
Nur zur Info, damit ihr nicht denkt, es hat mich weggepustet.

Winkewinke!

Morgentau 21.10.2014, 19.32 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte | Tags: Hohenzollern, Albtrauf, Wald, Efeu, Herbststimmung, Wandern, Unwetter, Wolken,

Gestern Abend

sah ich einen von den Nachbarn, wie er mit einem Laubbläser das Laub von seinem Gehweg auf die Straße blies. Was ich in dem Moment dachte, können sich alle denken, die mich ein wenig kennen. Ich hasse diese Geräte.
Heute ist schon wieder einer mit Laubbläser unterwegs. Ein großer kräftiger Typ mit einem riesigen Gerät. Zum Glück hat der aber keinen Motor ... ;-)



Ich komm später nochmal vorbei ... bis denne!

Morgentau 21.10.2014, 16.39 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Es riecht

wie im Sommer ... und das kam so:
Während wir uns den frisch gestampften Kartoffelbrei löffelweise in den Mund schoben und fast gleichzeitig bemerkten, wie warm es doch heute noch einmal war, wurde es plötzlich kuhranzendunkel. Ja, da staunten wir nicht schlecht, denn plötzlich begann es zu gewittern. Es schüttete, was das Zeug hielt. Kaum war der Spuk vorbei, öffnete ich das Fenster und nahm sofort diesen Sinneseindruck wahr. Wundervoll, dieser Geruch ... ich liebe ihn.
Inzwischen ist es invariabel dunkel. Naja, zumindest bis morgen früh. Hoffe ich doch.



Danke für eure lieben Kommentare, über die ich mich sehr freue. Leider hinke ich mit den Antworten in letzter Zeit ein wenig hinterher. Manchmal geht es halt ganz locker zeitgleich, andermal aus den unterschiedlichsten Gründen leider nicht. Aber ich bemühe mich und versuche es auf jeden Fall auch weiterhin, euch darauf zu antworten.
Das betrifft auch meine Kommentare bei euch. Seid mir bitte nicht bös, wenn es nicht immer gleich möglich ist. Auf jeden Fall schau ich immer bei euch vorbei. Ich muss doch auf dem Laufenden bleiben.



Ich wünsch euch eine gute Nacht und dass euch der Sturm nicht aus dem Bett hebt.
Aber der soll ja erst im Laufe des morgigen Tages über uns hereinbrechen, vorallem im Westen und Süden. Hoffentlich nicht zu arg. Ich fürchte, dass der die restlichen Blätter von den Bäumen holen wird ... oh, oh.
Also, passt auf euch auf!

Morgentau 20.10.2014, 20.01 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte | Tags: Regen, Gewitter, Wetter, Herbst, Apfelbaum, Sturm,