Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel



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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Freitagabend

Endlich Ruhe um mich herum. Kein Rasenmäher mehr, kein Betonmischer, Bagger, Kran, keine Kreissäge und auch kein undefinierbares anderes lärmendes Geräusch mehr. Welch Wohltat, welch herrliche Stille.
Warum bin ich nur so lärmempfindlich? Kommt es mir nur so vor oder nehmen die extremen Geräusche immer mehr zu?
Muss das herrlich gewesen sein in Zeiten von Sense, Heugabel und Pferdegespann.

Zudem bin ich heute wieder mit heftigen Kopfschmerzen aufgewacht. Klaro - Kälte. Auf der Alb sogar Minusgrade, dazu kalter Wind - Gift für mich. Trotzdem war der Tag ganz okay. Meine Arbeit hat mir wie immer Freude gemacht und am späten Nachmittag hab ich meinen wilden Garten gezähmt. Aber keine Sorge, nur ganz leicht, denn ich mag das Wilde, lass auch Brennnesseln wachsen für die Schmetterlinge. Durch den vielen Regen ist alles wie verrückt gewachsen. Ich hab noch nie zuvor in meinem Leben so riesige Löwenzahnblätter gesehen. Die Hasen hätten ihre Freude daran. Herrlich sind die Margariten. Ich liebe sie. Fotos folgen!

Erschöpft fühl ich mich und endlos müde. Das Wetter schlaucht mich einfach. Aber jetzt hab ich paar Tage frei und kann morgens auch mal liegen bleiben. Allein das tut schon gut.
Ich mag es einfach, Zeit zu haben. Hihi, wer nicht?

Ein schöner Abend. Wenn ich nicht so müde wäre, würde ich wieder an den Waldrand gehen, wie gestern ...



Was für eine phantastische Stimmung, gell? Dennoch ist es kein typischer Maiabend ... so vom Gefühl her, dafür ist es einfach zu frisch.

Genug für heute ... ich freu mich auf mein Bett, bis morgen wieder, wenn ihr mögt!

Morgentau 22.05.2015, 20.10| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel

Perlschrift

Die meisten verstehen nur die Frakturschrift im Buche der Schöpfung

und übersehen die kleine Perlschrift auf Wiesenblumen und Schmetterlingsflügeln.


Adalbert Stifter



Morgentau 21.05.2015, 19.15| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Tropf ... tropf ... tropf

Nein, nein, das kommt nicht von der verstopften Dachrinne ... und es regnet auch nicht mehr. Das, was da tropft, ist mein Zahn, denn es gibt eines meiner Lieblingsessen heute: Grüne Glitscher
Einen großen Topf Kartoffeln hab ich schon geschält, jetzt gehts ans Reiben ...

Gehört habt ihr sicher schon, dass Pippi heute 70 geworden ist. Aber eigentlich wird sie für immer jung bleiben.

Ich muss wieder in die Küche ... mein Magen knurrt wie ein Grizzly.

Morgentau 21.05.2015, 16.01| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Friedliche Koexistenz

Morgentau 20.05.2015, 19.37| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht | Tags: Wald, Bäume, Himmel, Grün, Frühling, Idyll, Frieden,

Ich gebs ja zu

beim Kochen schau ich gern in Kochbücher oder lass mir gar von Herrn Knurr helfen. Aber das I-Tüpfelchen bekommen solche Speisen dann doch von mir. Ein Klecks Sahne, ein Schuss Rotwein, ein Löffelchen Meerrettich oder Crème fraiche ... Kräuter ... Senf ... Tomatenmark ... Essig ... Zucker ... Kümmel ... und und und. Die Auswahl ist ja grenzenlos.
Ich mag es, einem Gericht die eigene Note zu verleihen ... sozusagen à la Morgentau.

Morgentau 20.05.2015, 18.06| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Endlich

hab ich meine Fotos auf einer externen Festplatte gesichert. Nun kommen noch ein paar wichtige Daten dran, aber nicht mehr heute.
Der Lärm und der Landregen haben sich auch gelegt und mein Kopf ist noch immer frei.
Das wollte ich nur mal erwähnt haben, damit nicht der Eindruck entsteht, ich sei in letzter Zeit nur am Rummosern.

Eigentlich genügt es schon, wenn ich den Kopf frei habe. Wer unter häufigen Schmerzen leidet, weiß, wie froh und dankbar man ist, wenn man schmerzfrei ist.
Dann ist der Grundstein gelegt, mich zufrieden zu fühlen, sofern nix Negatives aus anderen Richtungen einfliesst oder ich nicht grad im großen Jammertal hocke. Doch das zählt nicht, in dem Fall verhalte ich mich eh lieber mucksmäuschenstill.

Aber in aller Regel brauch ich in diesen Tagen nur hinauszuschauen. Selbst Dauerregen hat nicht die Kraft wie in der dunklen Jahreszeit. Wenn ich sehe, wie herrlich es überall grünt, wie gesund und voll die Wiesen, Blümchen und Blätter an den Bäumen aussehen, dann möchte ich die Zeit anhalten. Ich liebe den Fröhling ... ähm Frühling.
Schon gut, ja, ich wiederhole mich, aber vielleicht liest ja jemand, der`s noch nicht weiß ...

Genug geschwallt (auch typisch nach Kopfschmerztagen) ... nun werde ich mich in die Küche begeben und meinen Bauerntopf kochen ... bye bye!

Morgentau 20.05.2015, 16.34| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Es ist gar nicht so

das Baggerschaufelgeklapper. Seltsamerweise hör ich die gar nicht oder nur hintergründig. Aber dieser fiese Dauerton, den der Motor auslöst, der den Baggerarm und -körper in Bewegung hält und durch Wände und geschlossene Fenster dauerdringt, der geht mir tierisch auf den Wecker.

Nein, heute habe ich keine Kopfschmerzen, aber was nicht ist ...

Habs schon mit Musik versucht, aber dieser penetrante Ton drängt sich dazwischen - das geht also gar nicht.
Ohrstöpsel geht nicht, da hör ich mein Blut rauschen und hab immer das Gefühl, einen Hilfeschrei oder sonstwas Lebenswichtiges zu überhören.

Wird also Zeit, dass ich hier die Fliege mache.

Morgentau 20.05.2015, 10.56| (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel

Kopfwehtag

Auch deshalb hab ich mich heute im Bus hinter der Rückenlehne des Sitzes vor mir geduckt, als ich eine spezielle Nachbarin einsteigen sah.
Vorsichtshalber in der Handtasche wühlen, bis sie außerhalb meiner Reichweite ein Plätzchen gefunden hat, und hoffen, dass sie mich nicht doch noch entdeckt. Aber dann könnte ich schnell die Augen schließen und ein Busfahrnickerchen vortäuschen.

Obwohl das jene, äußerst gesprächsfreudige Dame sicher nicht zurückgehalten hätte, mir freundlich-derb die Schulter zu tätscheln und ein "Frau Nachbarin, ... wie schön, Sie mal wieder zu treffen, ....... oh, hab ich Sie jetzt geweckt?" ... mitten ins müde, kopfschmerzverzerrte Gesicht zu schmettern, während sie es sich neben mir gemütlich machen würde, noch bevor sich ihre Parfümwolke hätte dazusetzen können.

Dann unbemerkt ihre Spucke unterhalb meines linken Auges wegzuwischen und dabei auch noch freundlich zu versichern, dass dem natüüürlich nicht so ist, wär mir heute echt der Anstrengung zuviel gewesen. Das kann man doch verstehen, oder?

Morgentau 19.05.2015, 19.01| (10/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Schmerzlich

Eingehüllt

im goldenen Abendmantel des Frühlings will ich nicht glauben, was uns Wettervorhersagen und Barometer ankündigen.
"Ab Mittwoch Gastspiel des Winters" war nur einer von den grusligen Schlagtexten, die mir kalt ins Auge stachen.
Polarluft, Dauerregen ... nööö jetzt, oder?

Morgentau 18.05.2015, 20.06| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Unsagbar schwer

fiel mir das Aufstehen heute morgen. Manno, zu schnell gewöhne ich mich an einen anderen Rythmus an freien Tagen. Aber was hilft es ... geht ja nicht nur mir so ... da müssen wir durch ... gääääääähn.
Kommt gut in die neue Woche ... und viel Glück auf eurem Weg!

Morgentau 18.05.2015, 06.45| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Neulich abends im Wald

erlebte ich (m)ein ganz spezielles blaues Wunder.

Es dämmerte schon und dementsprechend schwach war auch das Licht im dichten Wald.

Plötzlich sah ich zwischen jungen Bäumchen etwas hellblau leuchten.
Es schien fast surreal in diesem Moment, schließlich ist es eher ungewöhnlich, dass mitten im Wald etwas breitflächig so hellbau leuchtet.
Ja, es war ein richtiges Leuchten ... in diesem dämmrigen Waldstück, das mich neugierig machte.

Und doch spürte ich bereits einen Zorn in mir, glaubte ich doch, jemand habe sich dort eines Müllsackes oder irgendeiner blauen Folie entledigt. Eine andere Erklärung hatte ich auf die Schnelle nicht.

Doch als ich näher trat, erkannte ich, dass es sich um einen kleinen Teppich aus Vergissmeinnichtpflänzchen handelt.

Nun hüpfte mein Herz höher vor Freude, denn so etwas Schönes hatte ich noch nie zuvor gesehen - nicht an so einem Ort.

Als hätten ihn kleine Zauberwesen, Elfen oder Waldgeistlein dort abgelegt ... für ein Fest in der Nacht, vielleicht, weil sie nicht mehr damit rechneten, dass zu dieser Zeit noch Menschen vorbeikommen würden. Wer weiß ...



Die Fotos sind leider nicht von besonderer Qualität, aber wie ich schon sagte, es dämmerte bereits. So musste ich sie ein klein wenig aufhellen, damit es erkennbar ist.

Aber ich denke, ihr könnt es euch vorstellen, wie wundervoll das aussah und wie tief mich dieser Anblick berührte ...



Hab ich euch schon gesagt, wie sehr ich "Begegnungen" dieser Art liebe?

Morgentau 17.05.2015, 13.02| (12/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten | Tags: Wald, Vergissmeinnicht, Wunder, Natur, Blau, Begegnung, Seele, Glück, Leben, Abendstimmung,

So dankbar

bin ich für die Möglichkeit, Augenblicke im Bild festzuhalten.
Mag sein, dass die meisten Menschen schnell und viel erfassen können. Ich brauch immer etwas länger, muss meinen Blick ruhen lassen oder auch Texte mehrmals lesen, bis es hängen bleibt, bis ich es im Gesamten "erfasse". (Ja, das war in der Schulzeit manchmal mein Problem ... seufz, ich geb`s ja zu.)

Selbst beim Hören von Musik fällt mir auf, dass ich an Tagen, an denen ich die innerliche Ruhe dazu habe, auch viel mehr aufnehmen kann, mich Melodien tiefer, manchmal sogar emotional heftigst berühren, ich dann auch viel mehr Details wahrnehme, die mein Ohr sonst "verschluckt" oder den Zugang zu meiner Seele gar nicht erst finden.
Das ist wohl auch der Grund, dass mich äußere Einflüsse so leicht stören. Vorallem natürlich Lärm, grelles Licht, Hektik etc.
Soviel Wunderbares wird dabei übersehen und überhört oder von groben Unzuträglichkeiten überdeckt.

Ich brauch Ruhe und Zeit für die Dinge, die mich interessieren, weil mir ein oberflächlicher Blick, ein flüchtiges Hinhören nicht genügen, wenn es darum geht, dies mit all meinen Sinnen wirklich wahrzunehmen.
Womit ich wieder beim Fotografieren bin. Da ich sehr detailverliebt bin, aber unmöglich allem, was mich interessiert, die Aufmerksamkeit schenken kann, wie ich möchte, bin ich so dankbar, die heutigen Techniken nutzen zu können, mein Verlangen und meine Neugier zu stillen.

In einem einzigen Bild können so viele schöne Impressionen versteckt sein. Sogar ganze Geschichten. So vieles, was man auf den ersten Blick gar nicht erfassen konnte oder schnell vergessen wäre. Durch das Festhalten einer Szene ist das möglich.

Ja, ich liebe es, zu fotografieren.
Zugeben muss ich allerdings auch, dass ich es manchmal ein wenig ... nunja, ein ganz ... ganz klein wenig damit übertreibe ...

Morgentau 17.05.2015, 08.23| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel