Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Herzensangelegenheiten

So schön

auch so ein kleiner Urlaub in den Bergen ist, so liebe ich auch meine unmittelbare Umgebung. Eigentlich hatte ich immer Glück in meinem Leben, dass die Natur dazu gehören durfte, ja sogar einen Großteil ausmachte. Obwohl ich in einer Großstadt aufwuchs, habe ich schon als Kind viel Zeit auf dem Land und in den Wäldern verbracht. Dafür bin ich meinen Eltern und meiner Großmutter von ganzem Herzen dankbar. Wenn meine Großmutter wüsste, wie oft und gern ich an die Zeit denke, die wir gemeinsam in der Natur verbracht haben, sie würde sich freuen.



Meine Eltern haben es ja noch mitbekommen, denn auch meinen Kindern konnte ich diese Liebe vermitteln. Oder wir haben es einfach alle im Blut. Nicht jeden kann man dafür begeistern, das muss schon auch von Innen kommen.



Die Wege meiner Kindheit werde ich niemals vergessen. Das Sternmühlental … die Augustusburg und so viele schöne Plätze in der näheren Umgebung, deren Wälder wir oft durchstreiften.



Als Kind macht man sich keine Gedanken über das, was die Eltern planen und entscheiden, man geht den Weg halt mit. Ebenso gut hätten wir jeden Sonntag auf dem Sportplatz verbringen können oder selbst aktiv bei Sport und Spiel sein können in einem Verein oder was auch immer. Ein völlig anderes Leben. Wie gesagt, ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht. Aber jetzt im Nachhinein bin ich von Herzen froh, dass es die Liebe zur Natur war, die meine Kindheit prägte. Etwas Schöneres kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Und ganz so unsportlich waren und sind wir ja auch nicht. Wandern und Schwimmen … für mich ideale Betätigungen … hihi.



Jedenfalls bin ich froh und dankbar, dass sich diese Liebe wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen hat. Noch immer lebe ich an einem wunderbaren Ort voller Natur ringsherum, so dass ich meine Leidenschaft jederzeit ausleben kann. Abends noch über das „Land gehen“… ich liebe es.



Die Fotos im heutigen Eintrag entstanden bei so einem Abendspaziergang. Es muss nicht immer der Wald sein. Gerade jetzt im Sommer macht es soviel Spaß, zwischen Felder und Wiesen zu spazieren, entlang von alten Obstbäumen und reifen Kornfeldern. Die Lerche trällert ihr Abendlied … in der Wiese zirpen die Grillen und aus den goldgelben Weizenfeldern dringt ein leisen Knacken.




Auch dieser Mirabellenbaum stand auf unserem Weg. Alle Früchte waren noch grün, bis auf diese eine, die unbedingt hervorstechen wollte. Oder wollte sie die erste sein, die verdrückt wird? War sie am Ende gar lebensmüde? Hihi … wer weiß. Vielleicht hat sie auch nur etwas Unanständiges gesehen, dass sie so rot anlief. Oder sie wollte ihren „Anhängern“ zeigen, wie man es macht …




So viele unglaubliche Dinge gibt es immer wieder zu entdecken. Da draußen wird mir einfach niemals langweilig.



Morgentau 18.07.2019, 22.06 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Sommerabend

Spürt ihr`s, verzaubert ist die Luft.
Es strömt ein honigsüßer Duft
aus hunderttausend Lindenblüten.

Gold färbt das Abendlicht die Felder,
es fließt bis an den Rand der Wälder
und bringt die Landschaft zum Ermüden.

Rückzug und Stille allerorten,
ein heißer Tag schließt seine Pforten
und ich mit meiner Seele Frieden.

(C) Morgentau 


Morgentau 14.07.2019, 20.15 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Am Abend

war die Atmosphäre besonders schön. So sind wir immer noch ein paar Schritte gegangen, bevor die Sonne hinter dem Berg in ihr Nachtlager sank.




Oftmals tauchte sie Wald und Berge kurz davor in ein wunderbar rotgoldenes Licht.




Leider kann man es auf Fotos nur bedingt wiedergeben, und auf den kleinen hier sowieso.




Aber vielleicht könnt ihr es ahnen.




Jeden Abend war es ein bisschen anders. An einem Abend türmten sich Gewitterwolken …




an einem anderen zog ein Regenband durch und hinterließ dabei einen Regenbogen …




Mein Herzklopfen nahm kein Ende. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich diese Momente genossen habe, wie oft mir fast die Tränen kamen, so glücklich und wohl fühlte ich mich in jenem Augenblick, so sehr berührte mich das alles … ich hätte ihn festhalten mögen für trübe Zeiten. 

Dieses besondere Licht ... die Stille ... das Zirpen der Grillen ... wie in einer anderen Welt.

Und das war sie auch ... eine friedliche, sanftmütige Welt.



Morgentau 24.06.2019, 21.12 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Sechs wunderbare Tage (und Nächte)

liegen hinter mir, von denen ich noch lange zehren werde.

Natur pur und absolute Ruhe … für manche mag das langweilig klingen, für mich war es das Paradies.



Schon oft hatte ich davon gehört, wie wunderschön das Montafon sein soll. Mein Sohn verbrachte dort im Winter ein paar Tage und war so begeistert, dass er die Gegend unbedingt auch im grünen Kleid kennenlernen und - zu meinem großen Glück - auch mir zeigen wollte. Urlaub im Silbertal, das klingt nach einer gemütlichen Zeit mit schönen Spaziergängen. 

Aber so war es nicht, denn wir haben ordentliche Touren gemacht.



Dabei ging es teilweise ganz schön den Berg rauf, so dass ich echt ins Schwitzen kam. Da macht sich die faule Zeit vom Winter eben bemerkbar. Man spürt einfach, dass man total aus der Übung und nicht mehr die Jüngste ist. Aber Ausdauer habe ich noch. Weite Strecken sind kein Thema für mich. Allerdings für meine Füße, denn die fühlten sich nicht so wohl in den neuen Wanderschuhen, obwohl ich zunächst super darin laufen konnte. Aber am dritten Tag, nach ein paar Stunden Marsch durch den Wald und den ziemlich steilen Abstieg ins Tal, da spürte ich heftige Schmerzen. Vor allem am linken Zehenballen, wo ich einen leichten Hallux valgus habe, rieb dieser an den Schuhen, bis sich die Haut löste. Zum Glück hatte ich vorsorglich Pflaster eingepackt, denn es blutete schon.



Leider ging es von da an nicht mehr so flott, aber zum Glück war unsere Unterkunft so schön, dass ich den Tag dort auch genossen habe. Mein Sohn ist dann allein losgezogen und hat die Gunst der Stunde genutzt und ist auf den Gipfel hochgewandert. Das hätte ich eh in 100 Jahren nicht gepackt. Insofern war alles okay. Auch der Wetterumschwung sorgte dafür, dass ich meinen Fuß schonen konnte.

Leider muckt er noch immer. Werde heute mal in die Apotheke gehen und fragen, ob es dafür eine Salbe gibt. Ist halt ne blöde Stelle, da reibt jeder Schuh, auch Sandalen.

Aber zuhause laufe ich dann ohne Latschen herum. Wird schon wieder.



Jedenfalls gibt es ne Menge zu erzählen und vor allem auch zu zeigen. Werde dann nicht mehr so viele Worte verlieren wie jetzt … lasst einfach die Bilder auf euch wirken. 


Aber jetzt startet erstmal gut in die heiße Woche. Es ist kurz nach Sieben und ich schwitze jetzt schon ... puh.

Morgentau 24.06.2019, 07.34 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Vom Kommen und Gehen

Man kann den Frühling im Jahre nicht festhalten, aber man kann jung bleiben in der Seele bis an sein Ende, wenn man die Liebe lebendig erhält in seinem Herzen für die Menschen, die der Liebe würdig sind, und das Auge offen behält für das Schöne, Große, Gute und Wahre.


Fanny Lewald




Ja, leider ist es schon wieder soweit. Ist es nicht erst gestern gewesen, als ich voll Bange daran dachte? Daran, dass der Frühling so schnell wieder Abschied nimmt? Aber so ist es auch in diesem Jahr …




Seine Tage sind gezählt, die Ablöse steht schon bereit ... 

bzw. zeigt in manchen Regionen schon, wo der Hammer hängt. 

Und zwar auf keine höfliche Art und Weise.

Hoffen wir, dass er sein Temparament noch zügelt, meistens bringt auch er schöne Dinge mit, die unser Herz erfreuen.




Aber das Liebliche, Zarte, all das, was ich so ganz besonders liebe, das vermag uns der Sommer kaum zu geben. 

Er ist willensstark und unerschrocken, schießt gern über das Ziel hinaus und sorgt - wie bereits gesagt - nicht nur für freundliche Überraschungen. 

Deshalb liegt mir der Frühling wesentlich mehr am Herzen.



Aber ich mag seine Wärme, seine Ausdauer, seine Farben und die milden Abende.

Auch mit ihnen verbinde ich schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Deshalb will ich ihn auch nicht ganz madig machen ... ;-)




Der Abschied vom Frühling fällt mir dennoch jedes Jahr besonders schwer.

Es war so schön mit dir, du Lieber, von Herzen danke für all die wundervollen Gaben, die du uns geschenkt und den Trost, den du uns gespendet hast.



Ich werde nichts davon vergessen und freue mich jetzt schon auf deine Rückkehr im kommenden Jahr … und auf jedes Jahr, das ich noch hier sein werde. Auch deinetwegen.




Und nimm es dem Sommer nicht übel, dass er es schon wieder so eilig hat und dich am liebsten vor der Zeit vom Thron stoßen will. Er ist nun mal ein Heißsporn, du kennst ihn ja. Den ändern wir nicht mehr.




Lebe wohl, lieber Frühling, und danke für die zauberhaften Momente und Erinnerungen!




Mein Leben ist wie ein Spiel im Frühling. Ich will so leben, wie es mir gefällt: ich will mit euren steifen Sitten und matten Bräuchen nichts zu tun haben. Blau ist der Himmel, grün die Wiese und Flur, frisch die Quellen, heiter die Flüsse, und von herrlicher Gastlichkeit sind Sonne und Sterne. Ich will mein Spiel zu Ende spielen. 


Ralph Waldo Emerson



Morgentau 14.06.2019, 18.06 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Gestern Abend

lichtete sich endlich der Himmel …




So habe ich mich kurz entschlossen, noch einen kleinen Spaziergang …




... entlang der Donau zu machen. Die war durch das Hochwasser eher braun als blau.




Es gibt da einen schönen Weg bis zum Nachbarort, den ich natürlich schon oft gegangen bin.




Ich liebe die Stille hier, denn weder Industrie- noch Straßenlärm dringt bis dorthin vor …




... allenfalls die Jubelschreie vom nahegelegenen Fußballplatz.




Auch gestern Abend wurde mein Weg nur von lieblichen Konzerten begleitet.




Da waren die vielen Vögelchen, die sich mit ihrem Gesang so sehr ins Zeug legten, 

dass man hätte meinen können, es ginge um einen Wettbewerb.




Aber auch die Kröten, deren wildes, ulkiges Gequake mich immer wieder zum Lächeln bringt,
schienen im Hochzeitsfieber zu sein.



Ach, wie ich diese Atmosphäre liebe. 

Das sanfte Abendlicht und diesen einmaligen Geruch, 

den die Landschaft nach dem Regen verströmt.



Ich bin so dankbar für diese wunderbaren Momente. Immer immer wieder.

Schön, dass es sie noch gibt.

Morgentau 23.05.2019, 18.13 | (11/11) Kommentare (RSS) | PL

Hoffnung

Durch die wolkige Maiennacht
Geht ein leises Schallen,
Wie im Wald die Tropfen sacht
Auf die Blätter fallen.

Welch ein ahnungsreicher Duft
Quillt aus allen Bäumen!
Dunkel webt es in der Luft
Wie von Zukunftsträumen.

Da, im Hauch, der auf mich sinkt,
Dehnt sich all mein Wesen,
Und die müde Seele trinkt
Schauerndes Genesen.

Müde Seele, hoffe nur!
Morgen kommt die Sonne
Und du blühst mit Wald und Flur
Hell in Frühlingswonne.


Emanuel Geibel



Morgentau 13.05.2019, 18.35 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Nun verlieren auch die letzten

Obstbäume ihre schönen zarten Blütenblättchen …




Schnell möchte ich euch noch ein paar Bildchen zeigen von unserem Osterspaziergang.




Sonst hängen schon die Kirschen an den Bäumen und ihr denkt, ich hinke der Zeit hinterher.




Der Frühling vergeht immer viel zu schnell. Für mich zumindest. Ich möchte ihn festhalten …




Jahr für Jahr, aber mir scheint, er hat es immer noch eiliger.




Ich liebe das Grün so sehr und diese zarten Blüten überall. Viel zu kurz wirkt der Zauber.




Und manchmal kommen Gedanken daran, wie oft ich ihn wohl noch erleben werde?




Auch deshalb möchte ich alles festhalten, all das Schöne, Liebliche, für das so oft der hektische Blick nicht ausreicht. Bevor wir es gewahr werden, ist es schon wieder entschwunden …




Dabei sind es alles kleine Kunstwerke. Jede einzelne Blüte …




… ob am Baum …




… oder in der Wiese …




Ich werde nie müde, mich daran zu erfreuen.




Danke, lieber Frühling!



(Fotos Nr. 2, 3, 9, 10, 11 und 13 mit freundlicher Genehmigung von JanObi)

Morgentau 07.05.2019, 18.11 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Wunderbare Stunden

ja Tage liegen hinter meiner Familie und mir. Ist das ein Wunder bei diesem Wetter?

Ich bin noch ganz ergriffen und benommen von den vielen Eindrücken in der erwachenden Natur, die sich ihr Frühlingskleidchen überstreifte, während wir sie durchstreiften.




Man konnte das in den zurückliegenden vier Tagen wunderbar beobachten.

Ich weiß gar nicht, wo ich beim Erzählen anfangen soll. Am besten dort, wo auch der Tag seinen Anfang nimmt.




Ganz zeitig sind wir losgezogen, um nicht einen kostbaren Moment zu verpassen …




Unser Ziel waren dieses Mal die Streuobstwiesen bei Dettingen unter Teck.




In den nächsten Tagen werde ich weitere Impressionen davon zeigen. 

Bin ein wenig flügellahm ...




Ich hoffe, es geht euch gut und dass auch ihr die schönen Seiten des Frühlings genießen könnt! 

Alles Gute für euch und viele liebe Grüße in die Runde!

Morgentau 22.04.2019, 18.30 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

Nur einmal im Leben

Nur einmal im Leben weidet unsere Seele auf der lieblichen Himmelswiese ihrer Träume

– in der Kindheit. 

Leitet sie darum leise in dieser einzigen Zeit, 

daß sie nicht dann schon das harte Geschirr fühlt, 

das Ihr ihr auftragen werdet.


August Pauly (*1850, Naturwissenschaftler, Philosoph und Aphoristiker)


Foto gelöscht - sorry!

Morgentau 09.03.2019, 20.22 | (14/14) Kommentare (RSS) | PL