Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Herzensangelegenheiten

Glücklich

der Mensch, der Bäume liebt, besonders die großen, freien, die wild wachsen, 
und die unabhängig geblieben sind von der Fürsorge der Menschen. 
Alles Lebendige reagiert auf Sympathie und Antipathie. 
Glücklich, wer eine lebendig starke und ernste Liebe zu den wilden Bäumen 
und Vögeln und Tieren faßt.

Prentice Mulford


Morgentau 24.09.2018, 19.43 | (0/0) Kommentare | PL

Post aus Grönland


Welch Freude! Danke, liebe Martina! Viele liebe Grüße aus der Heimat!!!!
(Nächste Woche wieder an die 30 Grad hier!)

Morgentau 15.09.2018, 12.07 | PL

Einsam sein

Am Waldrand grasen die Rehe,
Nun fliehn sie flink dahin,
Weil ich vorübergehe –
Sie wissen nicht, wer ich bin.

Daß ich nicht kam, zu jagen
Des Waldes scheues Getier,
Nicht, Schrecken und Tod zu tragen
Ins grüne Weidrevier;

Daß ich weltabgeschieden
Wie sie, glückseliger wär;
Daß ich wie sie, nur Frieden
Freiheit und Ruhe begehr;

Und daß auch mir im Grünen
Kein Fleckchen übrig bleibt,
Aus dem nicht mich, gleich ihnen,
Ein Menschengesicht vertreibt.

A. de Nora


Morgentau 13.09.2018, 18.11 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Ruhe des Herzens

Wie heimlich glüht ein Bild aus langer Dämm'rung:
Ein Sommerabend war's im Heimatdorfe;
Noch lag ein Sonnenhauch auf Dach und Giebeln,
Und hell stand schon der Mond in leerer Straße.
Der Nachbar sprach ein Wort von Tau und Regen,
Er sprach zu seinem Weib drin in der Kammer;
Er zog das Fenster an, es klang der Riegel;
Ein erstes Sternlein trat aus lichtem Dunkel.
Aus fernen Gärten klang ein Mädchenlachen;
Ein letzter Nachhall dann und letzte Stille.

Und all die Sommerwelt ging wie ein Atem
Geruhig ein und aus durch meine Lippen. –

Nun weiß ich's, da mein Haar beginnt zu bleichen:
Was damals ich geatmet,
war das Glück.


Otto Ernst



Ich liebe solche Gedichte. Ja, so sehr, denn ich kann mich hineinfühlen und erlebe, was der Dichter hier so wundervoll beschreibt. Da ist dieses kleine Brennen in meinem Herzen ... 

das Gefühlsflämmchen, das mich froh stimmt und wärmt. So schön.

Morgentau 30.08.2018, 20.01 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Wenn man

um jemanden Angst hat, aber alles gut geht, dann ist das ein herrliches Gefühl!

Morgentau 29.08.2018, 09.25 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Ein schöner Abend

leise und sanft, wie das Licht, das die Landschaft in eine Idylle färbt. Ein friedliches Bild, ein schöner Moment, der gut tut. Aber in meinem Kopf vermischt sich das Bild mit den Bildern aus den Nachrichten … erschreckender kann der Kontrast nicht sein. Mein Herz zieht sich zusammen.

Manchmal fällt es schwer, das Schöne zu genießen. Zu arg drückt die Bedrohung, die sich nicht verdrängen lässt. Die Angst davor, dass sie näher kommt ...




Im Apfelbaum in Nachbars Garten sitzt ein Rotschwänzchen und wippt mit seinem Schwänzchen.

Das sieht so lustig aus. Ein Amselweibchen nascht Holunderbeeren und stört sich nicht an dem Tigerle, das dort faul herumliegt. Welch eine liebliche Szene.




Überall auf dieser schönen Erde gibt es jetzt solche bezaubernden Augenblicke. Unzählig viele, zarte, beschauliche Momente …

Mögen sie niemals zerstört werden.

Morgentau 28.08.2018, 19.16 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Gute Nacht

Sorry, das Foto ist gelöscht!

Morgentau 19.08.2018, 22.32 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Stille Tage

wie ich sie liebe. Ich versuche, sie festzuhalten. Jeden schönen Moment, der Frieden und Leichtigkeit suggeriert, wie dieser Sonntagvormittag.

Hellblauer Himmel, zart-fluffige Schäfchenwolken, Vogelgezwitscher … und nichts, was diese Idylle trübt. Kein Laut. Keiner, der von Menschen ausgeht. Meistens unvorstellbar und doch so wahr in diesem Augenblick … ich genieße ihn.



Morgentau 19.08.2018, 09.46 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Endlich

zieht Ruhe ein. Es war ein lauter Tag … viele Fahrzeuge hin und her, dabei dachte ich, mindestens die Hälfte sei jetzt ausgeflogen.

Mein Urlaub nähert sich so langsam dem Ende. Die fünf Tage in Tirol, im schönen Zillertal, werden in besonderer Erinnerung bleiben, denn wenn ich die Fotos betrachte, spüre ich schon wieder ganz viel Sehnsucht. Hier habe ich schon viele wunderbare Tage mit meiner Familie verbracht, und immer wieder zieht es mich dahin.




Dabei könnte ich nicht sagen, wo es mir besonders gefallen hat, denn jede Gegend hat ihren eigenen Reiz und Charme … und ganz wunderbare Natur. Und Österreich hat eine hervorragende Küche, von der ich auch jedes Mal begeistert bin.




Ich bevorzuge allerdings abgelegene Unterkünfte, die Stille und Naturnähe garantieren, auch wenn das oft eine längere Anfahrt bedeutet. Aber das nimmt man gern in Kauf, und schon am zweiten Tag kommt es einen gar nicht mehr so weit von den Ortschaften entfernt vor.

Wer das Nachtleben liebt, für den ist das allerdings nichts.

Versteht mich richtig, ich liebe das Nachtleben auch, aber halt am Waldrand und möglichst auf dem Berg, wo kein Licht stört und nur die Stimmen der Natur zu vernehmen sind …



Morgentau 08.08.2018, 19.34 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Heute

fiel mir ein Foto in die Hände ... aus dem kleinen Schrebergarten meiner Eltern.

Zu sehen meine Kinder, die damals bei ihren Großeltern die Ferien verbrachten und im Garten ihren Spaß hatten, … und im Hintergrund meine Mutter, wie sie lächelt …


Ich schaute auf der Rückseite nach und der Stempel verriet mir, dass die Aufnahme vor ziemlich genau 21 Jahren geschossen wurde. Damals war meine Mutter gerade mal 7 Jahre älter als ich heute und noch niemand dachte daran, was in 20 Jahren sein würde. 

In jenem Moment gab es nur das Heute und das Gefühl, es würde niemals anders werden … niemals enden.


21 Jahre ist eine lange Zeit, aber wenn ich sie so sehe, dann ist mir, als wäre es erst vor ein paar Jahren gewesen … so gefühlte fünf Jahre meinetwegen … genau kann ich es nicht sagen. Sie ist noch so lebendig in meinem Gedächtnis, als hätte es die vielen Jahre seit jenem Augenblick gar nicht gegeben.

Die Schürze, die sie trägt, ihre Brille … ihre Art, sich zu bewegen, alles sehe ich genau vor mir, alles ist noch da. Ich seh sie das Geschirr spülen … auf dem kleinen Tisch vor der Gartenlaube, wie sie danach das Spültuch auf die Leine hängt, die mit dem Sauerkirschbaum verbunden ist … alles, alles sehe ich vor mir, jedes noch so kleine Detail ist in meinem Gedächtnis haften geblieben. Ich könnte alles haargenau beschreiben. Auch die Geräusche von einst … oder ihre Worte … ihre Gebaren …


Es tut so weh, weil all das nicht mehr ist, aber es ist auch schön, zu spüren und zu wissen, dass sie irgendwo immer weiterleben wird … in meinen Gedanken, Erinnerungen … 

in meinem Herzen.

Morgentau 06.08.2018, 20.41 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL