Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


Einträge ges.: 2787
ø pro Tag: 1,2
Kommentare: 13305
ø pro Eintrag: 4,8
Online seit dem: 23.02.2013
in Tagen: 2338
2019
<<< Juli >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01020304050607
08091011121314
15161718192021
22232425262728
293031    
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3

Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




Captcha Abfrage



Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

So schön

auch so ein kleiner Urlaub in den Bergen ist, so liebe ich auch meine unmittelbare Umgebung. Eigentlich hatte ich immer Glück in meinem Leben, dass die Natur dazu gehören durfte, ja sogar einen Großteil ausmachte. Obwohl ich in einer Großstadt aufwuchs, habe ich schon als Kind viel Zeit auf dem Land und in den Wäldern verbracht. Dafür bin ich meinen Eltern und meiner Großmutter von ganzem Herzen dankbar. Wenn meine Großmutter wüsste, wie oft und gern ich an die Zeit denke, die wir gemeinsam in der Natur verbracht haben, sie würde sich freuen.



Meine Eltern haben es ja noch mitbekommen, denn auch meinen Kindern konnte ich diese Liebe vermitteln. Oder wir haben es einfach alle im Blut. Nicht jeden kann man dafür begeistern, das muss schon auch von Innen kommen.



Die Wege meiner Kindheit werde ich niemals vergessen. Das Sternmühlental … die Augustusburg und so viele schöne Plätze in der näheren Umgebung, deren Wälder wir oft durchstreiften.



Als Kind macht man sich keine Gedanken über das, was die Eltern planen und entscheiden, man geht den Weg halt mit. Ebenso gut hätten wir jeden Sonntag auf dem Sportplatz verbringen können oder selbst aktiv bei Sport und Spiel sein können in einem Verein oder was auch immer. Ein völlig anderes Leben. Wie gesagt, ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht. Aber jetzt im Nachhinein bin ich von Herzen froh, dass es die Liebe zur Natur war, die meine Kindheit prägte. Etwas Schöneres kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Und ganz so unsportlich waren und sind wir ja auch nicht. Wandern und Schwimmen … für mich ideale Betätigungen … hihi.



Jedenfalls bin ich froh und dankbar, dass sich diese Liebe wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen hat. Noch immer lebe ich an einem wunderbaren Ort voller Natur ringsherum, so dass ich meine Leidenschaft jederzeit ausleben kann. Abends noch über das „Land gehen“… ich liebe es.



Die Fotos im heutigen Eintrag entstanden bei so einem Abendspaziergang. Es muss nicht immer der Wald sein. Gerade jetzt im Sommer macht es soviel Spaß, zwischen Felder und Wiesen zu spazieren, entlang von alten Obstbäumen und reifen Kornfeldern. Die Lerche trällert ihr Abendlied … in der Wiese zirpen die Grillen und aus den goldgelben Weizenfeldern dringt ein leisen Knacken.




Auch dieser Mirabellenbaum stand auf unserem Weg. Alle Früchte waren noch grün, bis auf diese eine, die unbedingt hervorstechen wollte. Oder wollte sie die erste sein, die verdrückt wird? War sie am Ende gar lebensmüde? Hihi … wer weiß. Vielleicht hat sie auch nur etwas Unanständiges gesehen, dass sie so rot anlief. Oder sie wollte ihren „Anhängern“ zeigen, wie man es macht …




So viele unglaubliche Dinge gibt es immer wieder zu entdecken. Da draußen wird mir einfach niemals langweilig.



Morgentau 18.07.2019, 22.06| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Sommerabend

Spürt ihr`s, verzaubert ist die Luft.
Es strömt ein honigsüßer Duft
aus hunderttausend Lindenblüten.

Gold färbt das Abendlicht die Felder,
es fließt bis an den Rand der Wälder
und bringt die Landschaft zum Ermüden.

Rückzug und Stille allerorten,
ein heißer Tag schließt seine Pforten
und ich mit meiner Seele Frieden.

(C) Morgentau 


Morgentau 14.07.2019, 20.15| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Endlich

scheint die große Hitze vorüber. Leider brachte das Tief nicht genügend Regenwolken mit. Für unsere Region hat es nicht gereicht. Da fiel nur der Tropfen auf den heißen Boden, wie schon angemerkt. Auch an den vergangenen Tagen hat sich nichts daran geändert.




Oh mein Gott, ich schreibe schon wieder vom Wetter. Fällt mir nichts Besseres ein?

Noch immer habe ich ein paar Bildchen von den Tagen im Silbertal. Die möchte ich euch noch zeigen.




Auf was ich mich immer sehr freue, wenn ich an einem bisher unbekannten Ort Urlaub mache, ist das Erkunden der näheren Umgebung. Das ist so spannend und schön, ich liebe es.




Wenn die Kraft reicht, mache ich gleich am ersten Abend einen Spaziergang. So auch dieses Mal.




Es war ein schöner Abend, wie man ihn sich im Sommer erträumt. Wunderbar mild, die Grillen zirpten, die Vögelchen sangen, die Schafe mähten ein wenig, als wir an ihrem Gehege vorbeiliefen, … und sonst nur Stille und wunderbares Abendlicht, so dass man das Herz in der Brust schlagen fühlte. Das klingt kitschig, ich weiß, und ich sag das auch oft, ja, auch das ist mir bewusst, aber ich kann es nicht oft genug wiederholen, denn so war es nun mal.




Und wenn ich die Fotos sehe, kann ich mich ganz genau an dieses Gefühl erinnern.


Am Himmel türmten sich Gewitterwolken, die von der Abendsonne angestrahlt wurden. Das sah spektakulär aus und natürlich auch bedrohlich, aber der Eindruck täuschte. Wie so oft fielen die Wolken irgendwann in sich zusammen oder zogen weiter und verbreiteten an anderen Orten Angst und Schrecken … lach.




Wenn die Sonne tief liegt, gibt es diese wunderbaren Effekte …

... alle Blüten und Blätter werden von ihr durchleuchtet. Das finde ich bezaubernd.




Es ist ein wahrer Genuss, in solchen Momenten solche Wege zu gehen.




Schade, dass es die Sonne immer so eilig hat und solche Augenblicke so flüchtig sind.




Hier musste ich schmunzeln. So niedrig über dem Boden sah ich glaub noch kein Fenster. Höchstens ein Kellerfenster. Aber dieses hier fand ich lustig. Man kann vom Fenster aus das Leben in der Wiese beobachten …




Langsam verschwand die Sonne hinter den Bergen und überall legten sich Schatten über die Landschaft und meine Wege.

Also hieß es, den Rückweg anzutreten.

Als ich zurückkam, setze ich mich noch auf den Balkon und beobachtete das nächtliche Geschehen im Tal …




... bis nur noch kleine Lichtpunkte zurückblieben.


Alles war in weite Ferne gerückt … wie dieser wunderbare Tag.

Morgentau 09.07.2019, 07.24| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Eine schöne Wanderung

führte uns über den Bartholomäberg … mit einem hübschen kleinen Ort auf dem Bergrücken.




Schon der Weg dorthin am frühen Morgen war mit wunderbaren Ausblicken gespickt ...




Dazu das sanfte Morgenlicht, das dem Auge noch nichts abverlangt, das kann man nur genießen.




An manchen Stellen machte die Morgensonne einen Strich durch die schattige Rechnung … lach.




So etwas liebe ich ja ganz besonders.

Leider bahnt sie sich ihren Weg nach oben immer viel zu schnell und verliert dabei ihre sanftmütige Stimmung.




Vorbei ging es an vielen schönen Häuschen … und einige ließen ahnen, wer darin wohnt.




Von hier aus konnte man hinunter in das Silbertal mit seiner Kirche schauen. Auf Fotos kann man die Tiefe leider nicht so gut darstellen, aber ich liebe solche Ausblicke, die die Welt im Spielzeugformat erscheinen lassen.




Vor uns lag nun der bezaubernde Ort Innerberg ...




Das Herzstück bildete dabei natürlich die kleine hübsche Kirche vor der schönen Bergkulisse …




… mit einem beeindruckenden Hochaltar …




... durch dessen Glasöffnung gerade die Sonne schien. Das war einmalig schön und sehr berührend …




Weiter ging unser Weg, der zunächst durch eine Wiese führte, … bis zum Häuschen von Ingrid (so war es zu lesen),

das uns ebenfalls sehr beeindruckt hat. Leider kann man es auf den kleinen Fotos nicht so wiedergeben …




... denn es gibt hier hunderte Details zu bestaunen.


Aus dem Grundstück vor dem Haus hat sie dieses kleine Paradies geschaffen …




Hier dürften viele Wanderer stehen bleiben und staunen.

Angesichts der wunderbaren Lage sicher ein Platz zum Seelebaumeln lassen.




Auf dem höchsten Punkt angekommen, führte uns der Weg vorbei an vielen hübschen Häuschen …




... und durch den schattigen Wald zurück …



:-)

Morgentau 03.07.2019, 09.14| (11/11) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Etwas abgekühlt

hat es, aber es ist wirklich nicht der Rede wert. Auch gestern sind wieder lediglich ein paar Tropfen gefallen. Es ist schon beängstigend, dass es wohl auch dieses Jahr wieder solche langen trockenen Perioden gibt, die soviel zerstören und zur Last für alles Lebende werden. Wie im Herbst fallen die ersten Blätter von den Bäumen, die Wiesen werden gelb und viele Sträucher und Blümchen trauern oder haben den Kampf bereits aufgegeben.



Im Frühling war noch alles so hoffnungsvoll. Grün steht ja für die Hoffnung, aber das schöne frische Grün vergilbt mehr und mehr. Es ist ein trauriger Anblick. Soll ich das ganze Jahr von den wenigen Tagen zehren? Das wird schwierig und eher schmerzhaft mit der Zeit.

Hoffen wir, dass es nicht so kommt.


Ein lieber Gruß zu Euch!



Morgentau 02.07.2019, 21.17| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Vorüber

Nun ist es vorüber,
Nun ist es geschehn,
Die Donner verrollen,
Die Wolken verwehn.

Es leuchtet, es blitzet
Die Wiese, der Wald.
Was eben noch dunkel,
Wie hellt's sich so bald!

Nun ist es geschehen,
Nun ist es getan!
Es war ja ein Traum nur,
Es war nur ein Wahn!

Vom Zweige es träufet,
Die Wimper ab auch;
wie funkeln die Tropfen
An Blättlein und Aug'!

Wie leuchtet die Sonne
Mit glänzendem Schein,
Über Berg, über Tal,
Ins Herz mir hinein!


Wilhelm Raabe


Morgentau 02.07.2019, 07.23| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Eine heiße Woche

liegt hinter uns. Sonnenschein pur … kein Wölkchen, kein Tröpfchen und nur ab und an ein Lufthauch, der aber auch nicht wirklich für Abkühlung sorgte.



Was bin ich froh, dass wir eine Woche zuvor im Silbertal waren. Am Abend musste ich sogar in meine warme Jogginghose schlüpfen und eine Jacke überziehen, so sehr kühlte es da ab. 

Was aber gut so war, denn dadurch konnte ich auch wunderbar schlafen.



Herrlich, wenn nachts durch das Fenster nur frische Bergluft hereinströmt. Diese Woche hat es auch dort kaum abgekühlt. Und bei schwüler Luft kann man selbst im schattenspendenden Wald nicht gut wandern. 




Insofern bin ich so so froh und dankbar, dass wir offenbar die „richtige Woche“ erwischt hatten. Es hat zwar auch ein schönes Freibad in der Nähe und sicher auch Seen, aber wenn ich an einen See gehe, dann nur am späten Abend, wenn er ruhig da liegt und man entspannt ein paar Runden schwimmen kann.




In unserem Häuschen hatten wir einen schönen Balkon. Dort konnte ich bis in die Nacht hinein sitzen. Überhaupt war es immer spannend, die wechselnden Kulissen am Himmel zu beobachten.




Am faszinierendsten waren heranziehende Gewitter …




oder wenn am Abend die Sonne eine Lücke zwischen den Wolken fand und ihre Strahlen in das Tal schickte, das schon im Schatten lag. Das gab diese wunderbaren Eindrücke …




Goldene Flecken, die über die Hänge zu tanzen schienen. So schön.




Inzwischen erscheint mir alles schon wieder soweit entfernt, als hätte ich alles nur geträumt. Dabei habe ich jeden Moment bewusst wahrgenommen und genossen.




Aber so schnell holt einen der Alltag wieder ein. Nicht, dass ich darüber traurig wäre, schließlich ist das mein Leben und es ist gut so. Auch das Besondere gilt es zu bewahren, sonst wäre es das ja nicht mehr.

Dennoch … ein ganz klein wenig melancholisch stimmt es mich schon, 

wenn ich jetzt die Bilder sehe ...



Morgentau 30.06.2019, 00.00| (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Was stimmt nicht mit mir

habe ich mich schon oft gefragt. Die meisten Menschen … na ja ... zumindest viele lieben Action. Natürlich auch im Urlaub. Abenteuer, Begegnungen, Highlights, Kultur, Sport, Spiel u.s.v.m.

Das kann ich verstehen und die Angebote sind ja auch reichlich vorhanden.  



Mir genügen Erlebnisse und Abenteuer, die mir die Natur schenkt. Je älter ich werde, umso mehr fühle ich das, kann auf anderes getrost verzichten. Zumal mich Gewusel und Lärm überfordern und ermüden.

Aber in der Natur gibt es so viele Eindrücke, dass ich sie nicht erfassen kann. Ein paar davon muss ich auf meinen Wegen immer links liegen lassen, sonst komme ich gar nicht voran … lach. 



Was es alles zu sehen gibt ... zu hören ... zu riechen. Aller paar Meter könnte man verweilen und nur den unmittelbaren Ort auf sich wirken lassen. 

Bäume, deren Zweige oft so sehr verästelt sind oder die außergewöhnlich gewachsen sind, dass man sich fragen muss, was wohl der Grund dafür war. 

Riesige Bäume, aber auch kleine, die an ungewöhnlichen Stellen einen Weg ins Leben 

gefunden haben ...



Auch abgestorbene Bäume oder Stümpfe sind oft so interessant, 

dass ich nicht an ihnen vorbeigehen kann.



All das, was auf dem Waldboden wächst … Waldblümchen, Moos, Farn, Waldfrüchte ...

Gräser, die im Morgentau glitzern ... ;-) Alles ist so spannend und berührend.




Lauter kleine Welten für sich. Und jede liebe ich. Immerzu möchte ich Halt machen und sie für ein Weilchen betrachten. Kleintiere beobachten, die darin herumwuseln, abgefallene Früchte, Zapfen, Zweige genauer betrachten … oder das verschiedene Moos, den Klee und was dort alles wächst oder hingetragen wurde, bis es eingewachsen war. 

Es ist so unglaublich faszinierend und schön. 




Schön ist es auch, an einem Bächlein den Flusslauf zu beobachten, dem Plätschern, Murmeln und Glucksen zu lauschen oder die Hände in das klare Wasser zu tauchen … das Gesicht damit zu betupfen … so erfrischend und belebend ist das ...

oder dem rauschenden Fluss zu folgen, zu erleben, wie das Schmelzwasser vom Berg ins Tal sprudelt und dabei Steine und Treibholz mit sich führt ... 

ach, was brauche ich mehr zur Unterhaltung?



Oder die Felsbröckchen am Wegesrand … das Geröll, das teilweise schon Jahrzehnte dort liegt und längst mit Moos, Sträuchern und sogar Bäumen bewachsen ist. 

Unglaublich, welche Kräfte da dahinter stecken. 

Man kann es sich gar nicht richtig vorstellen, würde man es nicht mit eigenen Augen sehen.




Einst vom Berghang hinabgerutscht, hat sich alles in eine wunderbar mystische Welt verwandelt … 

geheimnisvoll und verborgen. 

Wer daran achtlos vorbeigeht, ist selbst schuld.



Und wenn ich da so stehe und ganz still vor mich "hinstaune", kommt nicht selten ein Reh, Hase oder Füchslein des Wegs. 

Dann versuche ich, die Luft anzuhalten, damit es mich nicht bemerkt, aber die Viechle sind schlau und spüren mich schnell.

Und mir bleibt nur, ihnen nachzuschauen, wie sie im Dickicht des Waldes verschwinden ..  



Morgentau 26.06.2019, 18.07| (12/12) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Am Abend

war die Atmosphäre besonders schön. So sind wir immer noch ein paar Schritte gegangen, bevor die Sonne hinter dem Berg in ihr Nachtlager sank.




Oftmals tauchte sie Wald und Berge kurz davor in ein wunderbar rotgoldenes Licht.




Leider kann man es auf Fotos nur bedingt wiedergeben, und auf den kleinen hier sowieso.




Aber vielleicht könnt ihr es ahnen.




Jeden Abend war es ein bisschen anders. An einem Abend türmten sich Gewitterwolken …




an einem anderen zog ein Regenband durch und hinterließ dabei einen Regenbogen …




Mein Herzklopfen nahm kein Ende. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich diese Momente genossen habe, wie oft mir fast die Tränen kamen, so glücklich und wohl fühlte ich mich in jenem Augenblick, so sehr berührte mich das alles … ich hätte ihn festhalten mögen für trübe Zeiten. 

Dieses besondere Licht ... die Stille ... das Zirpen der Grillen ... wie in einer anderen Welt.

Und das war sie auch ... eine friedliche, sanftmütige Welt.



Morgentau 24.06.2019, 21.12| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Sechs wunderbare Tage (und Nächte)

liegen hinter mir, von denen ich noch lange zehren werde.

Natur pur und absolute Ruhe … für manche mag das langweilig klingen, für mich war es das Paradies.



Schon oft hatte ich davon gehört, wie wunderschön das Montafon sein soll. Mein Sohn verbrachte dort im Winter ein paar Tage und war so begeistert, dass er die Gegend unbedingt auch im grünen Kleid kennenlernen und - zu meinem großen Glück - auch mir zeigen wollte. Urlaub im Silbertal, das klingt nach einer gemütlichen Zeit mit schönen Spaziergängen. 

Aber so war es nicht, denn wir haben ordentliche Touren gemacht.



Dabei ging es teilweise ganz schön den Berg rauf, so dass ich echt ins Schwitzen kam. Da macht sich die faule Zeit vom Winter eben bemerkbar. Man spürt einfach, dass man total aus der Übung und nicht mehr die Jüngste ist. Aber Ausdauer habe ich noch. Weite Strecken sind kein Thema für mich. Allerdings für meine Füße, denn die fühlten sich nicht so wohl in den neuen Wanderschuhen, obwohl ich zunächst super darin laufen konnte. Aber am dritten Tag, nach ein paar Stunden Marsch durch den Wald und den ziemlich steilen Abstieg ins Tal, da spürte ich heftige Schmerzen. Vor allem am linken Zehenballen, wo ich einen leichten Hallux valgus habe, rieb dieser an den Schuhen, bis sich die Haut löste. Zum Glück hatte ich vorsorglich Pflaster eingepackt, denn es blutete schon.



Leider ging es von da an nicht mehr so flott, aber zum Glück war unsere Unterkunft so schön, dass ich den Tag dort auch genossen habe. Mein Sohn ist dann allein losgezogen und hat die Gunst der Stunde genutzt und ist auf den Gipfel hochgewandert. Das hätte ich eh in 100 Jahren nicht gepackt. Insofern war alles okay. Auch der Wetterumschwung sorgte dafür, dass ich meinen Fuß schonen konnte.

Leider muckt er noch immer. Werde heute mal in die Apotheke gehen und fragen, ob es dafür eine Salbe gibt. Ist halt ne blöde Stelle, da reibt jeder Schuh, auch Sandalen.

Aber zuhause laufe ich dann ohne Latschen herum. Wird schon wieder.



Jedenfalls gibt es ne Menge zu erzählen und vor allem auch zu zeigen. Werde dann nicht mehr so viele Worte verlieren wie jetzt … lasst einfach die Bilder auf euch wirken. 


Aber jetzt startet erstmal gut in die heiße Woche. Es ist kurz nach Sieben und ich schwitze jetzt schon ... puh.

Morgentau 24.06.2019, 07.34| (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten