Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Lustig

Es war einmal

vor langer, langer Zeit. Noch bevor der erste Lichtstrahl auf die Erde fiel, begrüßten zarte, federleichte Vögelchen mit ihrem lieblichen Gesang den erwachenden Tag.
Neugierig blinzelte Frau Sonne über dem Hügel und berührte ihn dabei ganz sanft.



Auf den Wiesen begann langsam das Leben. Während sich Hummeln und Bienen auf ihren Morgenflug vorbereiteten, rüsteten sich Käfer und Ameisen für die gemeinsame Joggingrunde.
Alles geriet in Bewegung. Ein Krabbeln, Summen und Brummen begann ... und hunderte Tautropfen funkelten ein letztes Mal, bevor sie Frau Sonne genussvoll aufschlürfte.
Eine Köstlichkeit, die sie sich gern am Morgen gönnte, wie der Mensch seinen Kaffee.



Im Wald lüfteten Elfchen mit langen goldenen Haaren nach gründlicher Morgentoilette die Moosbettchen und befreiten sie von den Tannennadeln und Blättern, die in der Nacht von den Bäumen gefallen waren.
Herr Hirschkäfer kam von seinem ersten Waldlauf zurück und eine kleine Gruppe von Waldameisen bereitete sich auf den Weg zur Waldschule vor. 



Auf den Weiden sammelten sich inzwischen die Kühe … und die Menschen schnürten ihren Rucksack für ihre Wanderungen. 




Der Himmel sang seine Lieblingsmelodie, während sich sein Blau in den Seen und Flüssen spiegelte. Bäume, Sträucher und Blümchen räkelten und streckten sich der Sonne entgegen.



Der Tag war so wunderschön, dass alle Menschen und Tiere gute Laune hatten und keiner dem anderen ein Leid zufügte.



Das freute auch Frau Sonne so sehr, dass ihre Strahlen selbst am Abend noch mit der gleichen Freundlichkeit und Leidenschaft leuchteten, wie sie es schon den ganzen Tag getan hatten. Irgendwie schien sie nicht müde zu werden.



Ja, glaubt es nur, an diesem Tag war es so. Oder war es doch nur ein Märchen?

Morgentau 29.05.2019, 19.25 | (12/12) Kommentare (RSS) | PL

Frühjahrsgrippe

Der Frühling ist krank, es macht schon die Runde.
Sein Leidensbericht ist in aller Munde.
Es mangelt an Vielem in diesem Jahr.
Dass das nicht gut geht, war mir schon klar.
Er tut mir so leid. Nein, schön ist das nicht.
Sein Körper ist dünn und blass sein Gesicht.
Ach, Mutter Natur, hab doch Erbarmen.
Hast du kein Mitleid mit diesem Armen?
Und auch mit uns, die ebenso leiden
und so sehr hoffen auf bessere Zeiten.
Brauchst nur die Sonne zu uns zu schicken,
und du wirst sehen, die Heilung wird glücken.
Der Frühling erholt sich Stück für Stück
und hier auf der Erde kehrt das Lächeln zurück.

(c) Morgentau



Morgentau 22.05.2019, 10.46 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Ku(h)ck mal, wer da fotografiert

müssen sich die Kühe gedacht haben, als sich mein Sohn an den Rand der Weide hockte und seine Kamera zückte.




Vielleicht dachten sie ja auch was ganz anderes. Jedenfalls fanden sie es sehr interessant … und nachdem eine Kuh den ersten Schritt auf ihn zu wagte …




dauerte es nicht lange, und es folgte die ganze Herde …



Hier ein Ausschnitt, wie sie dabei zunächst aneinander drängten ...




Und hier ein Foto, das mein Sohn gemacht hat ...




lustig, gell? 

Ich finde, das ist eine tolle Gegenlichtaufnahme geworden. Hier noch ein Ausschnitt.



Ein sogenanntes Fotomuhting! :-)

Morgentau 21.05.2019, 15.41 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Ich freue mich

jeden Morgen aufs Neue, von dem lieblichen Vogelkonzert vor meinem Fenster geweckt zu werden. Eines der wenigen immer wiederkehrenden jährlichen „Erlebnisse“, die sich seit meiner Kindheit nicht verändert haben.

Das genieße ich wirklich sehr. Zumindest so lange, bis der Berufsverkehr einsetzt.


Geträumt habe ich auch mal wieder verrückt. Und noch im Traum habe ich mich gewundert, dass er gut ausging. Das muss man sich mal vorstellen.

Ich bin noch nie geflogen, aber im Traum musste ich zum Flieger … wusste allerdings weder, wo dieser startet, noch um welche Zeit.

An einem alten Holzhäuschen gab es die Tickets. Die waren total günstig … nur 25 Euro. Im wahren Leben wäre ich längst stutzig geworden und hätte mir gedacht, dass da was nicht stimmen kann … lach, nicht so aber im Traum. Noch nicht.


Jedenfalls kaufte ich eines und fragte den Verkäufer – einem total lässigen Hippietyp – wann die Maschine starten würde und wo, woraufhin er antwortete … „in sieben Minuten hinter dem Wäldchen da vorn“ …

Ich sah kein Rollfeld … nichts, nur das Wäldchen und jede Menge Menschen, die mit Gepäck über die Wiese rasten, so dass ich davon ausging, dass es dort zum Flieger gehen müsste.

Ich nahm also meine Beine in die Hand und rannte über die Wiese …

und schaffte es in den Flieger … lach … einer alten Tante JU.


Eigentlich träume ich immer, dass ich den Bus oder Zug nicht schaffe … ja nicht mal den Bahnhof finde … durch die Stadt irre und es immer später wird. 

Oft wache ich dann schweißgebadet auf und spüre, wie mein Herz rast.

Dass ich in dem Traum den Flieger schaffen würde, hat mich noch während des Traums stutzig gemacht … so dass ich dachte, ich kann das nur träumen und liege bestimmt längst im Bett …

Verrückt.



Morgentau 28.03.2019, 07.23 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Die blaue Holzbiene

durfte ich dieser Tage – wie berichtet – in meinem Garten begrüßen. Genauer gesagt, habe ich sie durch die Fensterscheibe zur Terrasse entdeckt, denn vor der großen Tür habe ich ein paar Pflanztöpfe mit Frühlingsblümchen stehen. Und da ansonsten die Ausbeute an Blümchen noch nicht so groß ist, fand auch dieser Ninjabrummer den Weg zu uns …




Zunächst war ich fast erschrocken, als ich die vermeintlich große schwarze Hummel einfliegen sah. So ein Exemplar hatte ich noch nie zuvor gesehen … schon gar nicht zu dieser Jahreszeit.




Natürlich musste ich mich gleich schlau machen … und wer mag, findet HIER interessante Ausführungen über dieses lustige Kleinflügelwesen.



Süß, der kleine schwarzflauschige Bienenarsch, gell? ... sssssummmmm ...

Morgentau 26.03.2019, 16.16 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL

Ich bin zu leicht bekleidet

Das werden sicher viele heute gedacht haben, als der eisig kalte Wind unter Ärmel und Hosenbeine kroch. So erging es mir jedenfalls, und zwar so heftig, dass es mir eine Lehre sein wird. Nie wieder werde ich so ein Risiko eingehen. Hab schon lange nicht mehr so gefroren, verda..t war das sch…. kalt … boah.

Nach dem gestrigen Tag wollte ich es einfach nicht wahrhaben, dass die Temps derart in den Keller rutschen könnten. Das Schlimmste war jedoch der fiese Wind, der alles gefühlt noch mal eine Stufe runter setzte und mich dem Gefühl aussetzte, als stünde ich in einem gebläsebetriebenen Windkanal.

Mal sehen, ob ich das unbeschadet überstehe. Im Moment geht es mir gut. Ich bin im Trockenen und Warmen. Jetzt juckt es mich nicht mehr, dass da draußen der alternde März einen auf April macht … ;-)

Morgentau 25.03.2019, 17.17 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Guten Morgen

heute mal ein früher Gruß von mir! Die Vögelchen zwitschern schon um die Wette und mich konnte nichts mehr im Bett halten. Habt ihr gut geschlafen?

Diese Fragen kann ich leider selten mit JA beantworten, aber heute kann ich es.

Gestern konnte mich nichts mehr auf den Beinen halten, so bin ich schon gegen 8 ins Bett und auch ziemlich schnell eingeschlafen. Und … ein Wunder ist geschehen … ich habe durchgeschlafen. Bin nicht mal Pipi machen (ja, so was darf man heute öffentlich schreiben … lach) … was echt außergewöhnlich ist und sonst so gut wie nie vorkommt. Boah eh … tat das gut. Warum nicht immer so?




Deshalb habe ich jetzt auch noch bissel Zeit, um Staub zu wischen und dergleichen hier ein paar Zeilchen zu schreiben, wie schön.

Ich wollte euch doch noch von meiner tierischen Begegnung im Wald erzählen.

Das war nämlich kein gewöhnlicher Ort, diese Stelle mitten im Wald … mit den schönen Märzenbechern und bemoosten Bäumen.



Stellt euch mal vor, obwohl ich weit und breit nichts entdecken konnte, hörte ich es plötzlich grunzen. Ganz ganz deutlich drang es an mein Ohr … nur zu sehen war nichts.

Bis … ja bis ich diesen Wildschweinkopf entdeckte. Ein riesiger Schädel, der aus dem Erdreich hervorragte …




Um ein Haar hätte ich ihn übersehen. Ob er das Relikt aus einer anderen Zeit ist, als die Tiere noch riesig waren? Es hat fast den Anschein.

Jedenfalls werde ich künftig besser aufpassen, denn zwischen all den bemoosten alten Baumresten und Steinen findet man sicher noch so manch interessante oder auch mal unheimliche Gestalt.




Habt einen schönen Tag!

Morgentau 07.03.2019, 06.37 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

An einem eisigen Wintertag

wie diesem bietet es sich doch geradezu an, dass ich euch eine kuschelweiche, schafwollige Geschichte erzähle. Na ja, eine Geschichte ist es eigentlich nicht, aber ich möchte euch von einer Begegnung erzählen, die wir bei einem unserer Wanderungen im Herbst vergangenen Jahres hatten.


Wir gingen fröhlich des Wegs, schauten nach links und rechts und erfreuten uns wie immer an der wunderschönen Natur, der morgendlich eingebetteten Landschaft und der wunderbaren Stille.


Bis wir an diesen Wiesenrand kamen und diese Schäfchenherde aus der Ferne entdeckten …




Vermutlich hatten die Wollträger noch nicht mit so frühem Besuch gerechnet, denn alle standen da wie erstarrt und schauten wie gebannt in unsere Richtung.

Damit ihr das besser erkennen könnt, hier mal ein paar Fotos mit vergrößertem Bildausschnitt …





Eine andere Erklärung hatten wir zunächst nicht, warum sie wie vom Donner gerührt dort standen und sich nicht zu bewegen schienen. Einen Zaun konnten wir jedenfalls nicht entdecken.


Wir warteten eine Weile, aber es tat sich nichts. Nicht ein einziges Schäfchen lief in unsere Nähe oder überhaupt auch nur einen Schritt in unsere Richtung. 

So etwas hatten wir noch nie erlebt.

Uns fiel nur auf, dass die Weide, auf der sie standen, ziemlich abgegrast war, und kamen letztendlich zu dem Schluss, dass sie auf ihren Schäfer warteten, damit er sie auf das Nebengrundstück führe, auf die Wiese, die noch gut im Saft stand.




Oder habt ihr eine andere Erklärung dafür?



Morgentau 20.01.2019, 10.38 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Den Erlkönig

kennt sicher ein jeder von euch. Aber wisst ihr auch, was ein Erlenzeisig ist?

Ich wusste es nicht, entdeckte nur vorhin auf der hängenden Vogelfutterstation ein kleines, zartes Vögelchen mit schwarz-gelbem Gefieder, gelben Bäuchlein und schwarzem Köpfchen …

aber ich konnte es nicht zuordnen und suchte danach. Bis ich ihn fand … den Erlenzeisig.

Wie hab ich mich gefreut, dass mich so ein kleines Vögelchen besucht.


Aber ich frage mich, wo all die anderen Vögel sind, die sich sonst um jeden Krümel streiten … die in Schwärmen an den Stationen hängen und sie auffuttern? Gerade an so einem Tag.

Für den kleinen Erlenzeisig hat es mich gefreut. Der konnte in aller Ruhe sein kleines Vogelbäuchlein füllen.

Dennoch … warum hab ich an manchen Tagen das Gefühl, es wurde zu einem Gemeinschaftsfressen aufgerufen … und an anderen kommt kein einziger von den gefiederten Knödelpickern?

Hat sich das mit dem Intervallfasten etwa schon bis in die Vogelwelt herumgesprochen?



Morgentau 06.01.2019, 10.30 | (12/12) Kommentare (RSS) | PL

Graumaler

Warum so mürrisch, lieber Herbst,
gibt es denn einen Grund?
Machst uns und dir das Leben schwer.
Sag, wird es dir zu bunt?

Dein Farbenspiel, das mögen wir.
Die Landschaftsmalerei
ist Kunst für uns. Wir danken dir
für deine Zauberei.

Auch für die Würze in der Luft,
die uns so wohlig stimmt,
für Tannenholz und Apfelduft,
der uns die Sinne nimmt.

Und nicht zuletzt dein goldnes Licht,
das alles sanft umwebt,
zeigt uns die Welt aus andrer Sicht,
bis uns das Herz aufgeht.

Drum lass das Schmollen, Rebellieren,
kehr ein und lass nicht zu,
dass Seelen vor Tristesse erfrieren.
Komm schon, sei wieder DU!

(C) Morgentau


Morgentau 04.11.2018, 18.15 | PL