Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Lustig

Graumaler

Warum so mürrisch, lieber Herbst,
gibt es denn einen Grund?
Machst uns und dir das Leben schwer.
Sag, wird es dir zu bunt?

Dein Farbenspiel, das mögen wir.
Die Landschaftsmalerei
ist Kunst für uns. Wir danken dir
für deine Zauberei.

Auch für die Würze in der Luft,
die uns so wohlig stimmt,
für Tannenholz und Apfelduft,
der uns die Sinne nimmt.

Und nicht zuletzt dein goldnes Licht,
das alles sanft umwebt,
zeigt uns die Welt aus andrer Sicht,
bis uns das Herz aufgeht.

Drum lass das Schmollen, Rebellieren,
kehr ein und lass nicht zu,
dass Seelen vor Tristesse erfrieren.
Komm schon, sei wieder DU!

(C) Morgentau


Morgentau 04.11.2018, 18.15 | PL

In trauter Verborgenheit

Ade, ihr Sommertage,
Wie seid ihr so schnell enteilt,
Gar mancherlei Lust und Plage
Habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken,
Zu wandeln im Sonnenschein,
Nur die verflixten Mücken
Mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen
Dem Sange der Vögel gelauscht,
Dann kam natürlich ein Regen
Auf uns herniedergerauscht.

Die lustigen Sänger haben
Nach Süden sich aufgemacht,
Bei Tage krächzen die Raben,
Die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für Gesause!
Es stürmt bereits und schneit.
Da bleiben wir zwei zu Hause
In trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen.
Mein Liebchen, ich und du,
Wir halten uns warm und schließen
Hübsch feste die Türen zu.


Wilhelm Busch


Morgentau 28.10.2018, 19.21 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Flussreise

"Duhuuu, was hälst du davon, wenn wir uns heute fallen lassen?" fragte Blatt 728 von einem der Bäume, die am Uferrand des kleinen Flusses stehen, seinen Bruder, Blatt 477.

"Im Gebirge hat es geregnet und die Strömung ist gut. Vielleicht haben wir Glück und der Fluss nimmt uns mit bis zur großen Stadt."

"Zur großen Stadt???" Da wurden auch die anderen Blätter, die der Herbstwind bisher verschont hatte, hellhörig.

"Oja, da wollen wir auch hin. Der Wind trägt uns ja doch nur wieder in die Dorfgärten, wo uns die Menschen verächtlich auf einen Haufen schieben, bis wir langsam dahinfaulen".

"Wenigstens einmal die große Stadt sehen, bevor wir vergehen!" ... das stellten sie sich spannend vor.

"Also, liebe Brüder und Schwestern, lassen wir uns fallen! Seien wir doch ehrlich ... lange können wir uns nicht mehr halten. Wir haben vielleicht nur die eine Chance" rief nun ein anderer in die aufgeregte Menge.

Das ließen sich die Blätter nicht zweimal sagen. Mit der nächsten Windböe segelten sie durch die Luft in den Fluss.
Plumps ... flatsch ... glitsch ... 

Gute Reise!

(C) Morgentau


Morgentau 22.10.2018, 21.00 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Lustig

dass euch die Tasse auch gefällt. Lach … jetzt hab ich „gefüllt“ geschrieben … aber füllen werde nur ich sie. Hab da einige Tassen, aus denen nur ich trinke.

Und wie soll ich den letzten Eintrag jetzt toppen? Eigentlich hab ich nichts Spannendes zu berichten. Aber wenn ich die Tasse noch ein Weilchen stehen lasse, dann füllt sie sich mit so vielen Kommentaren, dass sie überläuft … lach.

Jedenfalls freut es mich. Vielleicht sollte ich euch öfter mal zeigen, was das Kind in mir gekauft hat. Früher war das noch schlimmer. Jetzt hab ich mich – was diese Dinge anbelangt – etwas besser im Griff. Nur manchmal, an so gewissen Tagen und Momenten, da komm ich einfach nicht gegen die Kleine an. Dann werde ich zu meiner eigenen Mutter, die kapituliert und dem Drängen zwangsläufig nachgibt.



Im Hintergrund Chrysanthemen. Sie waren erst weiß, haben sich dann rosa-lila verfärbt.
Im Vordergrund Traubenhyazinthen. Ja, ihr seht richtig. Herbst- und Frühlingsblümchen
blühen zur gleichen Zeit. Was für ein verrücktes Jahr.

Morgentau 22.10.2018, 19.36 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Also gut

dann will ich mal nicht so sein, und meine neue Tasse präsentieren, auch wenn ich damit 
der Zeit voraus bin. Ihr habt es so gewollt ... 


Morgentau 21.10.2018, 18.43 | (14/14) Kommentare (RSS) | PL

Herbstmode

Jetzt strickt der Herbst ein schönes Kleid

aus buntblättriger Wolle.

Für weiße Mützen ist noch Zeit,

das übernimmt Frau Holle.




Die Landschaft jubelt, lächelt und

streift sich das Schmuckstück über.

Ein goldner Gürtel um den Bund,

schon kommt sie todschick rüber.


(C) Morgentau



Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Morgentau 20.10.2018, 07.09 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Auch kleine Handwerker

haben ihr Werkzeug immer dabei ...

Foto gelöscht ... sorry.

Morgentau 19.10.2018, 18.55 | (12/12) Kommentare (RSS) | PL

Verrückte Träume

mal wieder vergangene Nacht. An den letzten erinnere ich mich gut und sogar gern. Ich war in dem Tante-Emma-Laden gleich hier um die Ecke, in dem ich früher immer eingekauft habe, bis Antonia H. … genannt Toni … in den wahrlich wohlverdienten Ruhestand ging. Ihr Mann war schon früh verstorben und sie hat ihre Kinder neben dem Laden allein großgezogen. Ich hab sie immer bewundert für ihre Stärke.



Nie war sie mürrisch drauf, nie hektisch, strahlte immer eine wohltuende innere Ruhe aus, war freundlich und hatte für jeden ein paar herzliche Worte. Und neben der Kasse stand ein Kästchen, in dem Zettel aufbewahrt wurden von Kunden, die nicht gleich zahlen konnten oder zu wenig Geld dabei hatten.

Ja, da gab es so was noch. Und selbst, wenn sie krank war und kaum gehen konnte, so war das für sie kein Grund, ihren Laden dicht zu machen. Ich kann mich nicht erinnern, dass das mal vorgekommen wäre. In den Sommerferien hatte der Laden bis Mittag auf, so was wie Urlaub schien sie nicht zu kennen. Man brauchte nie Angst haben, dass einem mal etwas ausgehen könnte, bei Toni um die Ecke konnte geholfen werden.



Für mich, die keinen Führerschein hat, war das all die Jahre so optimal. Und der freundliche Austausch an der Backwarentheke schenkte der Seele gleich noch ein Lächeln gratis dazu.




In meinem Traum war ihr Laden allerdings viel viel kleiner als in Wirklichkeit. Man konnte sich darin kaum drehen und wenden. Die Regale waren bis zur Decke mit Waren gefüllt, die Gänge zugestellt, und ihre alte Kasse stand auf einem Zeitungsstapel. Der Raum war so mini, aber total gemütlich. Aber die anderen Kunden sahen das ein wenig anders, sie meckerten und schimpften, was das für ein übler Laden sei und gingen zornig von Dannen.

Ich hatte so eine Wut auf diese Leute, nahm meine Kamera und machte ein Bild von Toni … mitten in ihrem Laden. Sie strahlte über das ganze Gesicht.

Zeigen kann ich euch das Foto leider nicht … ihr wisst ja, wegen der Urheberrechte und so … lach.




Dafür gibt es noch paar Herbstfotos. Der Tag wird wieder lang. Alles Liebe für euch!

Morgentau 17.10.2018, 08.07 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Nun drückt es schon drei Tage

in meinem Kopf. Heute wieder besonders schlimm, aber ich will nicht schon wieder eine von den Tabletten nehmen, die mir zwar die Schmerzen nehmen, dafür aber ganz sicher meinem Körper auf andere Weise nicht gut tun. Ich spüre das ja, und wenn das Herz so wild schlägt und stolpert, und das macht mir Angst. Ich hoffe jetzt einfach, dass es bald von allein verschwindet.

Außerdem hab ich ein paar Tropfen … eine Kräuteressenz von einer lieben Kollegin bekommen.

Sie sitzt im großen Haus meines Arbeitgebers an der Pforte, die gleichzeitig die Poststelle ist. So geh auch ich jeden Tag dorthin, um die Post zu holen. Natürlich kommen wir oft auch kurz ins Gespräch. Sie ist eine Nette, ich mag sie. Derzeit macht sie einen Kurs im Allgäu zum Thema Kräuterheilkunde.

Als sie von meinen Beschwerden hörte, gab sie mir gleich ein Flächlein mit Mädesüßelixier mit.

Das ist so lieb. Allein das hat schon wohl getan. Ich werde dann gleich ein paar Tropfen nehmen.


Im Bus auf der Heimfahrt war es heute auch lustig. Erst lief die Titelmelodie von Akte X, so dass ich gleich hellhörig wurde und innerlich seufzen musste. Wegen der Erinnerungen ... 

Dann setzte sich eine kleine Rizzoli neben mich. Sie sah echt wie der Angie Harmon aus dem Gesicht geschnitten. Nur im Kleinformat.

Auch trug sie das Haar so, und selbst ihre Mimik und Gestik erinnerte mich an diese Schauspielerin.

Lustig war auch, dass sie während der Fahrt auf ihrem Rucksack die Hausaufgaben machte. Das Heft aufgeschlagen … in der linken Hand das Handy, in der rechten den Füller … und unter dem Arm ihre Jacke. Unfassbar. Zudem fuhren wir einige Kurven und auch mal über holprige Stellen, aber das störte sie nicht. Sie schien also auch das burschikose Verhalten von Rizzoli zu haben. Dabei war sie höchstens 11 Jahre alt. Ich fand die Begegnung erfrischend und musste euch das einfach erzählen, auch wenn ich vermute, dass die wenigsten wissen, wer Rizzoli ist … lach.


Nun werde ich mal die Tropfen ausprobieren, auch wenn ich nicht damit rechne, dass sie sofort wirken. Werde berichten ...

Ich vertrag halt den blöden eisigen Ostwind nicht ... grrrr.




Den Eintrag hab ich trotz Schmerzen dem Thema "Lustig" zugeordnet, weil das einfach mehr Gewicht haben sollte.

Morgentau 25.09.2018, 15.05 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Septembermorgen

Wenn frühmorgens Nebel wallen,
Äpfel in die Wiese fallen;
wenn ein Schaf das andre drückt,
weil die Wärme uns entrückt;
dann neigt sich die Sommerzeit
und der Herbst macht sich bald breit.

(C) Morgentau


Morgentau 05.09.2018, 10.33 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL