Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Festhalten

Vor einer Woche, als wir in die Berge fuhren, waren die Gipfel noch schneebedeckt.
Es war so kalt, dass in unserer Unterkunft noch geheizt werden musste.



Zugegeben, schön sah es aus, der Frühling im Tal und das Winterkleidchen in der Höh`.
Zum Wandern war das Wetter ideal. Nur auf dem Balkon habe ich es nicht lange ausgehalten, trotz wunderschöner Aussicht. Und der See lud auch nicht wirklich zum Baden ein.



Aber ich habe die Atmosphäre so was von genossen, ich kann es kaum beschreiben. Das hat meiner Seele so gut getan. 



Diese wunderbare Luft, diese Stille, nur die Stimmen der Natur. Nachts der Ruf der Käuzchen aus den Wäldern … sanft fallender Regen … am Tag das Zirpen der Grillen auf den Wiesen. 
Für mich konnte ... kann es nichts Schöneres geben. 
Vielleicht kann es nicht alle Beschwerden heilen, aber ich spüre in solchen Momenten, dass allein durch das Entkrampfen, das Loslassen, das Schweben … alles viel viel leichter wird.



Ich liebe diesen Ort und könnte immerzu wiederkehren. Wir waren nun schon das dritte Mal dort, und würde jemand heute fragen, ob ich wieder mitkomme, gäbe es kein Zögern.



Schon lange habe ich nicht mehr so viel fotografiert. Alles, einfach alles, jeden schönen Moment wollte ich festhalten. Als gäbe es kein Morgen. Die Angst, das irgendwann nicht mehr genießen zu können, ist nach wie vor riesengroß.



Festhalten, ganz ganz fest ... im Herzen.

Morgentau 25.05.2026, 14.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Die Eisheiligen

dämpfen erst mal den Frühlingsrausch. Aber wir lassen uns von denen nicht einschüchtern.
Die Vögelchen singen jedenfalls noch inbrünstig um die Wette, es ist eine Freude.
Ich zehre noch von meinen Erinnerungen an vergangene Woche. In Gedanken gehe ich die Wege noch einmal. Kommt doch mit!
Wie hier entlang der Donau ... 


Ich liebe diesen Weg. Manchmal begleiten mich sogar ein paar Schwäne ...


Ansonsten begegne ich hier selten jemanden. Allenfalls ein paar Hundis mit ihren Herrchen oder Frauchen. 


Was mich wundert, dass es hier keine Biber hat. Sonst entdeckt man ihre Spuren entlang eines Flusses überall, aber hier scheinen sie sich nicht wohlzufühlen.



Am Sonntag waren wir wieder im Großen Lautertal und sind den Weg noch einmal gegangen, den wir schon vor ein paar Wochen gegangen sind. Jetzt hat man den direkten Vergleich zwischen einer kahlen Landschaft und einer ergrünten und erblühten. Beides hat seinen Reiz, aber mir persönlich gefällt die herrliche Frühlingslandschaft halt doch am besten. 


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Ich liebe dieses Tal und wäre gern noch viel viel öfter hier.


Eins noch ...


Danke, lieber Frühling, für deine wundervollen Gaben!

Morgentau 13.05.2026, 00.00| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Der goldene Morgen

Golden lacht und glüht der Morgen
Über maiengrünen Höhn,
Und du, Seele, sinnst voll Sorgen,
Und die Welt ist doch so schön!
Vöglein singen, Glocken schlagen,
Blütenlicht durchflammt das Land:
Wirf dein Zagen und dein Klagen
Herz, in diesen Feuerbrand!

Ludwig Auerbach


Lasst uns dem Aufruf von Herrn Auerbach folgen. Genießen wir die schönen Stunden, denn schon bald soll kalte Luft und viel Regen einströmen.
Für die Natur ein Segen, aber für den Wanderer, der solche Stunden, wie die auf den Fotos, liebt, wird es wohl keine so fröhliche Zeit.


Vielleicht irren die Karten ja auch. Wäre nicht das erste Mal. 
Wie auch immer, wir müssen es nehmen, wie es kommt. Machen wir das Beste daraus!
Alles ist so wunderschön da draußen, wozu gibt es Jacken und Regenschirme ... 


Morgentau 08.05.2026, 13.02| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Wenn alle Stricke reißen

Diese Redewendung benützte ich neulich in Gegenwart von meinem Enkel – 7 Jahre alt. Er wollte gleich wissen, was ich damit meine und warum ich das sage. Da wurde mir erstmal bewusst, wie selbstverständlich und beiläufig man solche Ausdrücke ausspricht. Ich tu das ohnehin sehr gern, schon immer. Etwas umschreiben, eigene Wortfindungen oder eben solche Redewendungen anwenden. 



Ich finde es auch interessant, herauszufinden, wo solche Redewendungen ihren Ursprung haben. Hab da einige Bücher drüber und heutzutage findet man ohnehin alles in der Suchmaschine. 



Jedenfalls fand es Georg total lustig und wollte noch mehr davon. Den Wunsch habe ich ihm gern erfüllt. Das war ein riesiger Spaß. Erstaunlich auch, wie schnell er sich so was merkt. 



Wir spielen auch gern Pantomime. Also einer muss etwas darstellen und die anderen erraten, um wen oder was es sich handelt. Da kommen auch die lustigsten Sachen bei raus. Wie neulich, als Georg meinte, einen „Sackträger" in meiner Darstellung zu erkennen. So unrecht hatte er damit gar nicht, handelte es sich doch um den Weihnachtsmann.

Okay, an den denkt im Moment natürlich niemand, jetzt, wo die Bäume ausschlagen ... 


Morgentau 04.05.2026, 22.36| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

In der Maienfrühe

Lang seufzt ich vergebens,
es war mir im Drang
und Unmut des Lebens
verstummt der Gesang.

Nun bauen die Sänger
des Waldes ihr Nest,
nun halten mich länger
die Sorgen nicht fest.

Die Sorge, die eisig,
das Herz mir umschnürt,
hat alle der Zeisig
und Buchfink entführt.

Welch üppiges Blühen
in Wald und Geheg!
Die Qualen und Mühen,
nun jauchz ich sie weg. 


Früh auf aus dem Bette,
durch Wald und Gesträuch…
Ich pfeif um die Wette,
ihr Vögel, mit euch!

Ich singe und pfeife,
so wie mirs gefällt,
durchschwärme, durchstreife
die lachende Welt.

Und sättige wieder
des Herzens Begier…
Auch hab ich ja Lieder
und Flügel wie ihr!

Heinrich Leuthold


Heute erspare ich mir jedes weitere Wort, denn das Gedicht spricht mir aus dem Herzen! 
Kommt gut in den Mai!


Morgentau 01.05.2026, 00.00| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Draußen ist es schon wie Sommer

und es soll die Woche noch wärmer werden. So anhaltend schönes Wetter um diese Zeit, das gab es früher nicht. Jedenfalls nicht, dass ich mich daran erinnern könnte. Das kenne ich nur vom Mittelmeer her, weshalb wir in den 90ern ein paar Mal dort runter zum Campen mit den Kindern gefahren sind.



Wir wollten wenigstens einmal mehrere Tage die Sonne am Stück genießen. Bin heute noch meinem Mann so dankbar, dass er die Strapazen, die damit verbunden waren, auf sich genommen hat. Ein uraltes, klappriges Auto ohne Klimaanlage, auf der Rückbank vier Kinder, den Kofferraum vollgestopft mit Klamotten und Campingausrüstung. Dazu kaum Geld in der Tasche. Wie in alles in der Welt hat das funktionieren können? 



Wir waren halt jung und unerschrocken. Eigentlich nur mein Mann, von mir aus wären solche Fahrten nie zustande gekommen. Aber er war mein Fels in der Brandung, da hatte ich keine Angst. Trotzdem war es ein Wahnsinn, wenn ich so zurückdenke. Allein die Fahrt durch die Nacht. Im Auto wurde es immer stickiger. Wir zu sechst da drinnen … puh. Auf der Autobahn war es ja unmöglich, mit offenen Fenstern zu fahren.



Gegen Morgen kamen wir dann auf dem Campingplatz an und mussten die Zelte aufbauen. An Schlaf war also immer noch nicht zu denken. Aber vier Kinder hatten Hunger und wir natürlich auch. Ja, es war schon ziemlich abenteuerlich, aber hätten wir das nicht gemacht, hätte ich diese Erinnerungen nicht. 


Zurück in die Gegenwart. Ich hab da einen schönen Vers gefunden, der mir gefallen hat:

Ein Tag versinkt, ein Tag steigt auf,
Der Frühling muß verfließen,
Und jede Blüte, die verwelkt,
Ermahnt uns, zu genießen.

Alphonse de Lamartine 

Morgentau 27.04.2026, 12.15| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Die Engel an unserer Seite

Ein schöner Eintrag bei Kelly ließ mich noch einmal auf mein Berufsleben zurückblicken.
Der Arbeitsplatz macht einen Großteil unseres Lebens aus. Es ist wahrlich ein großes Glück, wenn wir uns dort wohl-… na ja, sagen wir mal … nicht ganz unwohl fühlen. 



Klar, da ist hauptsächlich die Arbeit, die uns herausfordert, so einiges abverlangt und auch manch Nerven kostet. Die uns aber auch im besten Fall Freude macht und uns das gute Gefühl gibt, etwas geleistet zu haben, zu können und immer wieder etwas Neues hinzuzulernen.



Wenn man das über seinen Job sagen kann, hat man schon mal ein gutes Blatt. Was mir aber in all den Jahren noch viel viel wichtiger war, war die Zusammenarbeit mit und das Verhältnis zu den Kollegen. In einem Team zu arbeiten, in dem man sich gut versteht, einander hilft, dienstlich und auch mal privat, das ist mit Geld nicht aufzuwiegen. 



Klar versteht man sich mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger. Aber das ist ja normal. Trotzdem sollte man sich nicht schon morgens auf dem Weg zur Arbeit mit unguten Erwartungen quälen. Mein ganzes Berufsleben lang wusste ich, dass ich dort nicht hätte bleiben können, wo ich mich nicht integriert gefühlt hätte. Das muss ganz schlimm sein, wenn man das des Lohnes wegen aushalten muss. 



Aber wenn ich zurückblicke, hatte ich wirklich immer großes Glück. Wenn ich gehen musste, dann immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Nie ist mir der Abschied nur leicht gefallen, was immer die Gründe dafür waren. 
Es gab Menschen, denen ich so viel Gutes verdanke, die mir in meinen schlimmsten Stunden geholfen, ja mich getragen haben. Allen voran meine liebe Kollegin Gerlinde, die leider leider schon verstorben ist. Ich werde nie vergessen, wie sie mir zur Seite stand, geduldig und immer mitfühlend, tröstend, aufbauend, helfend. Und auch der Spaß kam nie zu kurz.



Ja, ich hatte auch immer wieder Engel an meiner Seite. Menschen mit einem riesigem Herzen. Das wurde mir jetzt noch einmal so richtig bewusst. 
So schlimm das Schicksal manchmal zuschlug, sie haben mich gerettet, mir geholfen, waren einfach für mich da. Auch dafür bin ich dem Leben dankbar, dass es mir diese Engel geschickt hat, ohne die vieles sicher ganz anders gekommen wäre. 



Bestimmt kennt jeder von Euch solche wunderbaren Menschen. Und ich weiß, einige von euch sind selbst solche Engel. Danke, dass es Euch gibt!



Die Fotos heute stammen von einer schönen kleinen Rundwanderung im Neidlinger Tal. 
Es gibt so viel Gutes, für das ich dankbar bin!!!

Morgentau 21.04.2026, 08.51| (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Gestern wollte ich meinen Augen nicht trauen

Ich schaute Richtung Himmel … blinzelte ein wenig … schaute genauer hin und wollte es nicht wahrhaben. Aber sie waren es: Da flogen doch tatsächlich die ersten Schwälbchen in ihrer gewohnten akrobatischen Weise über mir. Wow, ist es denn wahr, sind sie wirklich schon da? Oder waren sie nur auf Durchreise?



Und ein Buntspecht war auch zu Besuch. Zudem hat es dieses Jahr sehr viele Mönchsgrasmücken, die ich in den Jahren zuvor hier nie entdecken konnte. Umso mehr freue ich mich jetzt. Ob es die Meisen, Spatzen, Amseln und anderen Vögelchen, die nun das Revier teilen müssen, auch so froh stimmt? 



Also in meinen Augen herrscht da durchaus friedliche Koexistenz. Es ist ja auch genügend für alle da … Futter, Wasser und was die Natur zu bieten hat. So u.a. die sehr begehrten Efeu-Beeren, auf die alle abzufahren scheinen. Schon aus dem Grund lass ich die Hecken gern wachsen.



Am Samstag war ich mit meiner Tochter mal wieder im Bauern-Museum Beuren. Ganz zeitig früh, deshalb waren wir so gut wie allein dort. Danach sind wir noch einen Rundweg gegangen. Als wir zurückkamen, war der Parkplatz gut gefüllt. So freute sich schon jemand auf die Lücke, die wir hinterließen. 


Die Impressionen vom heutigen Eintrag sind allesamt dort entstanden. 

Wer mag, darf also gern wieder mitkommen ...


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Morgentau 16.04.2026, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Durch das schöne Schmiechtal

führte uns eine weitere Wanderung. 



Zunächst entlang der Bahnstrecke, auf der ein Schienenbus fährt, und des kleinen Flüsschen Schmiech. 



Inzwischen dürfte es dort auch schon grüner aussehen, aber trotzdem fand ich es auch so schön. Wie schon im Lautertal gab es dafür viele Einblicke, die sonst hinter vielen Hecken und Bäumen mit dichtem Laub verborgen bleiben.



Was für ein idyllischer Ort. Immer wieder dachte ich, wie schön es sein muss, dort leben zu können. Aber auch ein Besuch ist ganz wunderbar.



Auf dem Rückweg ging es über wunderschöne Wacholderheiden und durch den Wald einen Pfad entlang. 


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Ein besonderes Highlight erwartete uns im Bärental. Neben einer mystischen Höhle gibt es eine spektakuläre Felsenschlucht. Ich denke, die Fotos sprechen wieder für sich. 


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Es hat mir wieder so gut getan, dies alles sehen zu können. Meine Seele war voller Freude und der Körper voll Adrenalin. Die Erschöpfung kam erst hinterher, aber das war mir sowas von egal. :)

Morgentau 13.04.2026, 07.40| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Was hatten wir für ein Glück

mit dem Wetter über die Feiertage. Endlich endlich … hinaus in die Natur, wie habe ich mich danach gesehnt.
Auch wenn im schönen Lautertal die Vegetation noch zurückhaltend war, hatte sie ihren ganz eigenen, besonderen Reiz. 



Entlang der Lauter geht ein wunderschöner Weg durch das Biosphärenreservat.  Es ist immer wieder beeindruckend für mich, diese Wunder der Natur zu sehen. Diese Felsen, die von Stürmen gefallenen Bäume, die am Boden quasi ihr zweites Dasein leben dürfen, … das viele Moos, das sich im Lauf der Zeit darauf abgesetzt hat, … und daneben die Lauter, deren Plätschern so beruhigend wirkt. All das liebe ich so sehr.



Aber seht selbst, ich habe euch wieder ein paar Impressionen mitgebracht. Obwohl man das auf Fotos nicht halb so gut wiedergeben kann, wie es in Wirklichkeit ist.


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Unser zweiter Ausflug führte uns in ein anderes Tal. Davon berichte ich das nächste Mal.

Morgentau 08.04.2026, 08.56| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Die Glocken läuten das Ostern ein

In allen Enden und Landen, 
Und fromme Herzen jubeln darein: 
Der Lenz ist wieder entstanden! 



Es atmet der Wald, die Erde treibt 
Und kleidet sich lachend im Moose, 
Und aus den schönen Augen reibt 
Den Schlaf sich erwachend die Rose. 



Das schaffende Licht, es stammt und kreist 
Und sprengt die fesselnde Hülle; 
Und über den Wassern schwebt der Geist 
Unendlicher Liebesfülle! 

Adolf Böttger



Ich wünsche Euch eine frohe Osterzeit!

Morgentau 02.04.2026, 15.06| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Das Schönste am Frühling ...

man kommt so wunderbar auf andere Gedanken. Zumindest, wenn ich draußen sein kann, in der Natur. Sehen zu können, wie alles zum Leben erwacht, wie das Grün aus dem Boden drückt, wie sich in den Ästen der Bäume und Sträucher Knospen bilden, Bienen und Hummeln in ersten Blüten Pollen sammeln … und die Vögelchen so lieblich singen … ja, da kann man alles andere vergessen.



Die Zeiten sind hart, manchmal unerträglich. Die Gedanken kreisen und kreisen und nichts scheint sie aufhalten zu können. Zu schlimm und unfassbar sind die Meldungen in den Nachrichten. Und es hört einfach nicht auf, im Gegenteil. Wie soll man da Hoffnung schöpfen, dass es je wieder besser wird? So unbeschreiblich vieles liegt im Argen und das ist noch harmlos ausgedrückt. 



Mir wird so bang und die Sorge um die Kinder und Enkel wächst. Kein Wunder, dass ich so viel an früher denken muss und wir so oft von unseren Erinnerungen erzählen. All das Schöne, was wir erlebt und gefühlt haben, kann uns niemand mehr nehmen. Ja, schwere Zeiten gab es auch und auch traurige Schicksalsschläge, aber wir konnten uns auch immer das Gute bewahren.
Wie lange werden wir unsere Sorgen und Ängste noch mit guten Momenten und Dingen ausgleichen können?



Der Frühling tut mir gut. Am Freitag hat mich mein Sohn auf einen kleinen Abendspaziergang mit ins Glastal genommen, wo wir schon sehr oft waren und wovon ich hier auch schon berichtet habe. Es gibt dort einen schönen Wanderweg entlang der Aach, von dem ich euch wieder ein paar Fotos mitgebracht habe. 



Das Wetter war zwar nicht ideal für schöne Aufnahmen, aber ich habe es genossen, endlich wieder mit meiner Kamera fotografieren zu können. Und die Natur ist einfach Medizin für mich.



Nun soll aber der Winter noch einmal einen Versuch starten, uns in die Frühlingssuppe zu spucken. Aber da müssen wir durch. Letztendlich wird er aufgeben müssen.



Als ich heute vom Einkauf zurückkam, hörte ich zum ersten Mal seit langer langer Zeit einen Zilpzalp mit seinem unverkennbaren Ruf. Er ist wieder da!!! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr mich das erfreut hat. Da kamen mir fast die Tränen.



Und so wird es noch ganz viel geben, auf das wir uns freuen können in diesem Frühling! 


Morgentau 25.03.2026, 00.00| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Gedankenversunken

Während manche Menschen jede Chance wahrnehmen, sich mit anderen über Gott und die Welt zu unterhalten und sich dabei oft in endloses Plaudergarn verstricken, zähl ich eher zu den nachdenklichen, in Gedanken versunkenen Menschen. Schon als Kind habe ich oft vor mich hin sinniert. Ich tat das gern und alles mögliche kam mir dabei in den Sinn. An vieles kann ich mich sogar heute noch erinnern. Das ist schon erstaunlich.



Ich lausche gern in mein Inneres auf die Sprache meiner Seele zu tausenden Themen, die mir durch den Kopf gehen. 
Wie schnell neigen wir dazu, Tatsachen als gegeben hinzunehmen oder zu glauben, was wir hören oder lesen. Aber schon als Kind habe ich vieles hinterfragt oder mir darüber den Kopf zerbrochen. Ich muss zugeben, in vielen Dingen bin ich sogar misstrauisch, ob es wirklich so ist, wie es scheint. Dabei muss ich nicht immer Recherchen einholen, um die wahren Hintergründe zu begreifen. Oft genügt schon mein Gefühl oder mein eigenes Wahrnehmungsvermögen.



Aber oft fallen mir auch viele schöne oder gar verrückte Sachen ein, die ich einst selbst erlebt habe. Da genügt ein Geräusch … ein Geruch … und sofort laufen Bilder oder Filme in meinem Kopf ab. So kann es sein, dass ich mich plötzlich an Situationen erinnere, die schon ca. 60 Jahre zurückliegen und eigentlich für immer zu schlummern schienen. Urplötzlich sehe ich eine Situation wieder vor mir. Ja, manchmal kann ich sogar den Geruch von damals wahrnehmen. Wie es bei meiner Großmutter in der Küche roch oder ihre Seife. Oder ich habe wieder Bilder vor Augen, die ich beim Blick aus dem Fenster hatte, wenn ich bei meinen Großeltern war … oder aus dem Schulgebäude. Häuser, die dort teilweise längst nicht mehr stehen. Aber wie oft fiel der Blick hinaus … das vergisst man halt nicht. Ich finde das so schön, dass wir uns das bewahren können. Scheinbar ganz banale Dinge eben.
Aber ich glaube, das geht allen Menschen so, je älter sie werden. Auf diese Weise werden Erinnerungen an die nächsten Generationen weitergegeben. Gerne erinnere ich mich daran, was mir meine Großeltern und Eltern aus ihrem frühen Leben erzählt haben, als es mich noch nicht gab. Nur zu gern habe ich ihren Geschichten gelauscht. Manche haben mich so tief berührt, dass ich auch sie nie vergessen werde. 



Nun kam mir in den Sinn, wie schön es wäre, all meine direkten Vorfahren einmal bei einem riesigen "Familientreffen der Generationen" sehen und sprechen zu können. Meine Großeltern, Urgroßeltern, Urur ... Ururur ... und ein paar Ur-Großeltern mehr. 
Mich würde brennend interessieren, wo unsere Linie beginnt, wie haben meine Vorfahren gelebt, wo gewohnt, wie sahen sie aus, wie fühlten sie, was arbeiteten sie, welche Interessen hatten sie, wie alt wurden sie ... u.s.v.m. 
All das wüsste ich nur zu gern. Leider gehen nur ganz wenige Informationen über meine Urgroßeltern hinaus.

Wie weit zurück reichen Eure Informationen zu eurem Familienstammbaum? 
Habt Ihr Kenntnisse von euren Urururahnen?

Morgentau 20.03.2026, 00.00| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Die letzten Sonnenstrahlen

dringen durch den Morgennebel. Bald soll der Wetterumschwung kommen. Nach den vergangenen schönen Tagen vergisst man fast, dass wir erst März haben. Bis es so richtig Frühling wird, das dauert schon noch seine Zeit. 



Trotzdem macht es große Freude, den Weg dahin zu verfolgen. Wenn ich alte Fotos anschaue, hatten wir so manches Mal bis in den April hinein noch Schnee. Selbst der Osterhase hat sich oft kalte Pfötchen geholt. Aber so lange kein strenger Frost kommt, ist alles in Ordnung.



Bald kann ich wieder mit meiner "guten" Kamera Fotos machen. Wie ich mich darauf freue. Ich hatte euch doch erzählt, dass das mechanisch funktionierende Objektiv seinen Geist irreparabel aufgegeben hatte. Ein neues war bisher zu teuer. Aber nun hat mein Sohn ein bezahlbares entdeckt. Juchhuuu.



Morgenlied

Wer schlägt so rasch an die Fenster mir
Mit schwanken grünen Zweigen?
Der junge Morgenwind ist hier
Und will sich lustig zeigen.

Heraus, heraus, du Menschensohn,
So ruft der kecke Geselle,
Es schwärmt von Frühlingswonnen schon
Vor deiner Kammerschwelle.

Hörst du die Käfer summen nicht?
Hörst du das Glas nicht klirren,
Wenn sie, betäubt von Duft und Licht,
Hart an die Scheiben schwirren?

Die Sonnenstrahlen stehlen sich
Behende durch Blätter und Ranken,
Und necken auf deinem Lager dich
Mit blendendem Schweben und Schwanken.

Die Nachtigall ist heiser fast,
So lang hat sie gesungen,
Und weil du sie gehört nicht hast,
Ist sie vom Baum gesprungen.

Da schlug ich mit dem leeren Zweig
An deine Fensterscheiben.
Heraus, heraus in des Frühlings Reich!
Er wird nicht lange mehr bleiben. 

Wilhelm Müller

Ist dieses Gedicht nicht zauberhaft? 
Ihr kennt den Dichter nicht? „Das Wandern ist des Müllers Lust, „Am Brunnen vor dem Tore … das sagt euch doch was, gell? Ja, die Texte sind von ihm.

Morgentau 13.03.2026, 08.50| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Endlich

hat sich die Sonne durch den Nebel gekämpft. Ja, das ist hier leider sehr oft ein Kampf ... vom Herbst bis zum Frühling. Die Donaunähe ist dafür verantwortlich. Und trotzdem lebe ich sehr gern hier.



Draußen singen die Vögelchen so lieblich und zart. Ich liebe diese Zeit und bin so froh, dass es bisher keinen Rückfall des Winters gab. Das bleibt hoffentlich so, denn zu schnell gewöhnt sich alles in Fauna und Flora an den milden Temperaturen. 



Die Lebensgeister erwachen all überall. Es ist jedes Jahr eine große Freude, das miterleben zu können. Und ich werde nie müde, das immer und immer wieder zu erwähnen. Es sind so gute Gefühle, wovon es in diesen Zeiten nicht so viele gibt. 



Ich hoffe und wünsche Euch, auch Ihr könnt diese wunderbare Zeit genießen! Alles Gute!


Morgentau 07.03.2026, 00.00| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Welch ein Glück

das war, als sich vergangene Woche der Nebel für eine Weile verzogen hatte. So einen blauen Himmel habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Wow, war das schön. 



Obwohl es mir ausgerechnet an dem Tag gar nicht so gut ging. Eigentlich habe ich seit Wochen Probleme. Mal geht es mir besser, dann schöpfe ich Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Aber schon einen Tag später muss ich erkennen, dass dies ein Trugschluss war.
Mein Hausarzt hat nun ein großes und kleines Blutbild angefordert, am Donnerstag sind die Auswertungen. Mal schauen, was sie bringen, und ob es ausreicht, die Ursachen zu finden.



Zum Glück konnte mich mein Sohn dennoch überreden, mit ins Wolfstal zu fahren. Vielleicht erinnert ihr euch, ich habe schon öfter von dort berichtet. Jedes Jahr zur Märzenbecherblüte strömen die Menschen dorthin, um dieses Wunder zu bestaunen. 



Wir sind einen schönen Rundweg gelaufen, der im Wolfstal beginnt und dann ins Lautertal mündet. Im Wolfstal war es sehr schattig, aber entlang der Lauter schenkte uns die Abendsonne ein wunderbares Licht. Das hat sooo gut getan. Und wenn es der Seele gut geht, zeigt sich meistens auch der Körper versöhnlich. So habe ich es jedenfalls erlebt.



Der Frühling kam dieses Jahr sehr früh. Meine Krokusse sind schon wieder am Verblühen, leider. Aber bald folgen die nächsten Blümchen, ich freue mich so sehr darauf und hoffe auf mehr nebelfreie Tage! 


Morgentau 03.03.2026, 08.40| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Tatsächlich Frühling

Ich kann es noch gar nicht glauben, aber er ist da. Ich wüsste nicht, wie man es sonst beschreiben sollte ... dieses Treiben da draußen.
Unfassbar, was da gleich abgeht. Diese lieblichen Vogelkonzerte sind wie riesige Portionen Salbe auf meiner Seele.
Die Stare sind auch schon da. Einer sitzt immer auf dem Dachfirst und pfeift lautstark in die milde Luft. Gelbe Schmetterlinge tanzen über Wiesen und Hecken. Ich hab das Gefühl, sie sind richtig aus dem Häuschen nach dem langen Winter. Und so wird es ja auch sein. Aber auch Bienchen habe ich schon gesehen. Alles scheint im Freudentaumel.



Kinder spielen plötzlich auf der Straße, überall strömen Menschen, als wäre ein Fußballspiel zuende. Lautes Geplauder … Lachen. Ach ja, Gott sei Dank gibt es Frühling.

Hab mir ein paar Pflänzchen gekauft, die auf der Treppe am Eingang stehen. Auf der Wiese blühen die Krokusse und auch die anderen Frühlingsblümchen werden bald folgen. Und doch sah ich auf meinem Weg heute ein Haus, vor dem noch der Weihnachtsschmuck stand, ein Schneemann aus Holz, ein großes Sternen-Windlicht und sogar ein beleuchteter Tannenbaum. Mal sehen, wie lange noch. Vielleicht geht dem Bewohner alles zu schnell. Überraschend ist es schon, das stimmt. Von 0 auf 100. Aber heute will ich mich einfach nur darüber freuen.


Genießt die schönen Stunden! Lasst Sonne, Wärme und erste Farben in Euer Herz!
Es ist leider nicht garantiert, dass der Winter wirklich schon aufgibt.


Morgentau 26.02.2026, 12.13| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Gibt es bald ein Erwachen

aus dem Traum vom Frühling? Wird er gar bald wahr?



Die letzte Februarwoche. Endlich. 
Ich weiß noch, als sich der letzte Oktober seinem Ende zuneigte, ich dem Winter quasi schon in die Augen sah und die immer kürzer werdenden Tage so langsam an meiner Seele knabberten, … wie ich zu rechnen begann. 
Erst in vier langen Monaten wird es wieder so sein, werden wir wieder an dem Punkt sein … dachte ich damals. Vier lange Monate. Das kam mir so unendlich lang vor. Und nun ist es soweit. Nur, dass es jetzt in die andere Richtung geht. Die dunkelste Zeit ist überstanden, und wenn die Wettervorhersagen stimmen, schenkt uns diese letzte Woche des Februars einen Vorgeschmack auf den Frühling. In einigen Gegenden wird es sogar ein gewaltiger Vorgeschmack werden. Ich bin gespannt und freue mich auf das, was uns blüht.



Dieses schöne Gedicht habe ich heute entdeckt ...

Drängt schon erneuertes Leben
Aus dem erfrornen Reise?
Siehst du die Schollen sich heben?
Regt es sich unter dem Eise?

Morgendlich wärmendes Wehen,
Wiegen und Heben und Senken …
Was will im Innern geschehen,
Wo sich die Wurzeln verschränken?

All du verlornes Empfinden,
Seufzen und Sehnen und Lachen,
Willst du mich wieder umwinden?
Willst du mir wieder erwachen?

Schatten verwundener Schmerzen
Sind nur im Traum noch lebendig
Und in dem klopfenden Herzen
Ruft es und singt es beständig.

Henry von Heiseler

Ist es nicht wunderbar? Ich musste es Euch mitbringen. Vielleicht kann es auch Euch auf den Frühling einstimmen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne, vorfrühlingsfühlige Woche!

Morgentau 22.02.2026, 15.02| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Es schneit schon wieder

... da bleibe ich lieber auf meinem Kuschelturm ...


Morgentau 19.02.2026, 09.01| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Danke für die Musik

Es gibt Dinge, die zum Alltag gehören und einfach so nebenher laufen. Wie das Radio z.B., das läuft halt, wenn ich  in der Küche bin und dort zu tun habe. Seit Neustem habe ich auch ein Radio im Bad und finde es toll. So sehr ich die Stille liebe, erdrückt sie mich doch manchmal auch. Dann bin ich froh, auf den Knopf drücken zu können. Wenn ich Glück habe, läuft gerade einer meiner uuuunzähligen Lieblingssongs. Das hebt meine Stimmung ungemein, und manchmal so sehr, dass es mich überrascht. Aber eigentlich nicht wirklich, denn auch hier reagiere ich natürlich mitunter heftig. Vor allem, wenn es sich um einen Song handelt, der Bilder in meinem Kopf entstehen lässt. Bilder oder gar Filme. Das ist nicht jeden Tag so, aber an manchen schon extrem. Erinnerungen, Gefühle von einst werden geweckt. Das ist schön, kann aber auch weh tun. Und doch ... ich liebe es!



Gestern Abend vor dem Zubettgehen lief gerade „Are You Lonesome Tonight, als ich das Radio einschaltete. Nun bin ich kein ausgesprochener Elvis-Fan, aber manche Songs und seine Stimme gehen schon unter die Haut. An manchen Tagen scheint die Seele besonders empfänglich für solche Töne zu sein. So auch gestern, denn auf einmal ließ ich den Song ganz tief in mein Herz und das war sooo schön. Als würde er im Raum stehen und singen. 
Da musste ich denken, was es doch für ein großes Glück im Leben ist, dass es diese wunderbare Musik gibt. Und dass, obwohl so viele Komponisten und Sänger schon seit Ewigkeiten nicht mehr leben, ihre Werke noch so viele Menschen erfreuen und berühren können. 



Ich habe Musik schon immer geliebt. Schon als Baby stand ich auf einem Sessel vor einem Radio und habe mit den Knien gewippt. Wenn es diesen 8-mm-Film davon nicht geben würde, würde ich es nicht glauben. Ja, welch ein Geschenk Musik für mich war und ist. Und wie toll, dass nichts davon verloren geht, dass ich keine Angst haben muss, sie zu verlieren, und immer und immer wieder hören kann, wonach mein Herz verlangt. Dankeschön!

Morgentau 16.02.2026, 09.35| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Alpträume

begleiten mich schon mein Leben lang. Soweit nichts besonderes, geht es doch vermutlich jedem so. Aber ich habe welche, die sich immer und immer wieder wiederholen und mich im Schlaf richtig leiden lassen. Einige sind ja erklärbar, nach schweren Schicksalsschlägen z.B. oder wegen meiner Ängste, Krankheiten etc. Da weiß ich genau, was hinter diesen Träumen steckt und warum sie so heftig sind.

Schon als Kind wachte ich manchmal auf, weil der Traum so schlimm war, dass ich richtig geschluchzt habe, wie meine Mutter erzählte. Dann war das Kopfkissen nass von den Tränen. Heute weiß ich, dass es schon damals mit meiner Hochsensibilität zusammenhing. Alles, was ich nicht verstand oder verkraftete, hab ich in mich reingefressen. In der Nacht hat mir dann vermutlich das Unterbewusstsein keine Ruhe gelassen. 
Hochsensible fühlen und träumen halt auch heftiger, weil ihre Wahrnehmung viel intensiver ist. 

Vergangene Nacht hatte ich wieder einen Alptraum, den ich so oder so ähnlich immer mal wieder träume. Und das eigentlich schon seit Ewigkeiten. Ich glaube, ich hab hier schon mal davon erzählt, eben, weil es mich so beschäftigt.

Ich war in einer fremden Stadt bzw. einer düsteren Gegend, die ich nicht kannte. Es war bereits Nacht und alles natürlich noch fremder, weil ich ja kaum was erkannte. Dunkle Häuser und Gassen. 
Ich suchte die Bushaltestelle, aber fand keine. An einer Straßenecke standen ein paar Frauen, die ich fragte, ob sie wüssten, wo es nach U.. geht, wo die Haltestelle ist.
Ja, ja, sagten sie, der Bus müsste hier abfahren. Aber es war keine Haltestelle und keiner wusste, wann der Bus fahren würde. Sie standen einfach da und warteten. Aber keiner konnte mir wirklich helfen.
So lief und fragte ich weiter, bis ich an einen Schalter kam. Aber der Mann dahinter meinte, der Bus würde nicht hier wegfahren. 
Er wollte es mir dann zeigen und wir liefen immer weiter aus der Stadt hinaus, aber es kam keine Haltestelle. Das war so furchtbar für mich, denn auf meine Fragen wusste er auch keine Antwort mehr und alles erschien mir so aussichtslos. Die Angst war riesengroß.
Ich wollte dann mit dem Handy jemanden anrufen, aber ich konnte einfach weder Nummern noch Adressen oder Nachrichten finden, so oft ich auch darauf klickte und tippte … es ging einfach nicht.

Puh, ich weiß nicht, was mich geweckt hat, aber ich war sooooo froh. 
Ich kann es mir auch nicht richtig erklären, warum ich das immer wieder träume. Ich hab mich noch nie zuvor in meinem Leben verlaufen und wusste und wüsste mir auch immer zu helfen. Keine Ahnung, warum ich das so träume und so sehr darunter leide. Seltsam.

Ich hab gelesen, man soll den Traum bei Tag zu Ende denken, und zwar mit einer guten Lösung, einem guten Ausgang. Und sich das wieder und wieder so vorstellen. Das würde helfen. Ich kann es ja mal probieren.



Und wie ist das bei Euch, habt Ihr auch Alpträume, die immer wiederkehren?

Morgentau 12.02.2026, 18.20| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel

Filziges, Sonniges und Wäldliches

Am Samstag war ich bei meinem Sohn, der im Unterallgäu lebt. Obwohl es nicht sooo weit entfernt ist, ist dort das Wetter oft ganz anders als bei uns, die wir an der Donau leben. 
Wir liegen hier in dieser Jahreszeit oft wochenlang unter einer dicken Hochnebelschicht. Nein, ich meine nicht diesen schönen, mystischen Nebel, der alles umwabert. Den liebe ich ja, aber von dem rede ich nicht. 
Ich sage immer Filzdecke dazu, denn er liegt wie eine schwere graue Decke über uns, die uns oft die Luft zum Atmen raubt, weil es alle Schadstoffe nach unten drückt und nirgends entweichen lässt. 

Wie froh ich bin, wenn sich diese Decke mal lichtet und man endlich wieder durchatmen kann. Wenn die Sonne scheint, der Himmel blau ist, dann ist das ein ganz anderes Leben. Man ist ein ganz anderer Mensch, und selbst die Sorgen oder düsteren Gedanken verlieren plötzlich ihre Schwere. Als würde man nach langer Zeit aus einer dunklen Höhle kriechen.



Nein, heute ist nicht so ein Tag. Die Filzdecke zeigt leider keine Lücken. Das Grau-en hat uns fest im Griff. 
Ich weiß, man soll aus Allem das Beste machen, auch aus solchen Tagen. Das versuche ich natürlich auch, keine Frage. Man kann es ja eh nicht ändern. Aber mal jammern, das darf man ja noch. 

Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte … 
So war ich am Samstag sooo glücklich, als bei meinem Sohn die Sonne schien und wir einen schönen Spaziergang durch den Wald machen konnten. Das hat sooooooooooooo gut getan!
Nein, meine Kamera hatte ich nicht dabei, weil ich damit eigentlich nicht gerechnet hatte. Aber die Fotos hat Jan mit dem Handy gemacht, so dass ich nun doch auch eine Erinnerung an diesen wunderbaren Moment in meinem geliebten Wald habe. 



Und das war so schön, dass ich euch davon erzählen wollte.

Morgentau 10.02.2026, 09.37| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Ich habe es versucht

mit den Sprüchen von meinem Kalender, aber wenn ich so durchblättere, wiederholt sich der Sinn hinter jedem einzelnen immer wieder. Da müsste ich immer wieder das gleiche Thema aufgreifen, was ja auch irgendwo langweilig ist. Zumal ich mich ja selbst oft genug wiederhole bei meinen Einträgen, da mich nun mal immer wieder die gleichen Themen beschäftigen und berühren. Ist ja auch okay so. 


Aber dann schreibe ich doch lieber wieder spontan, wenn mir danach ist, und nicht, weil eine neue Woche beginnt. 
Beibehalten möchte ich jedoch, dafür auch Fotos aus meinem Archiv zu verwenden. Da ich nicht wie früher ständig unterwegs sein kann in der Natur, aber so viele schöne Aufnahmen in den Ordnern schlummern, mag ich das eine oder andere nochmal zum Leben erwecken. 



Draußen singen schon die Vögelchen gar allerliebst. Obwohl es fast jeden Tag so trüb bei uns ist. Ihre zarten Stimmchen zu hören, tut so gut. Sie sind auch schon fleißig bei der Nestsuche bzw. beim Ausräumen des alten Nestes. Unter dem Ahorn spickeln die ersten Frühlingsboten aus der Erde. Es ist jedes Jahr so eine Freude. 
Aber der Winter gibt sich noch nicht geschlagen. Und doch sind seine Stunden gezählt … 


Morgentau 06.02.2026, 13.47| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Glück ist ein kurzer Moment

und eine lange Erinnerung



Das größte Glück ist, dass wir solche Momente speichern können. Sei es im Gedächtnis oder per Bild(er) … oder in Beidem verbunden.

Wie traurig wäre das Leben, wenn all die schönen Momente nur für einen kurzen Augenblick wären und dann für immer vergessen würden. 



Aus unseren guten Erinnerungen schöpfen wir auch Kraft und Hoffnung. Und natürlich auch unsere Träume. Träume, jene Augenblicke noch einmal zu erleben … oder sie im Innern noch einmal zu fühlen. 



Wie war das damals? Was habe ich empfunden? 
Wenn uns gelingt, dies nachzuspüren, erfüllt es unser Herz noch einmal mit einem warmen Gefühl. 



Nun haben wir schon Februar. Der Januar 2026 ist schon wieder Geschichte. Ob wir uns irgendwann daran erinnern werden? 
Ich hoffe, Ihr hattet schöne Momente, an die ihr euch gern erinnern werdet. Und wenn nicht, dann warten sie vielleicht im Februar auf Euch … 


Morgentau 02.02.2026, 00.00| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

In der Stille des Winters

atmet die Seele auf und findet Frieden



Ja, das mag an solchen Tagen zutreffen, wie wir einen einzigen vergangene Woche hatten.
Eigentlich waren es nur Stunden. In eiskalter Nacht hatte sich überall Reif gebildet. 

Wenn der Nebel feucht genug ist, zaubert er die schönsten Winterbilder. Wiesen und Bäume bekommen plötzlich ein weißes Kleid aus Kristallen. Das sieht so wunderschön aus.



Vergangene Woche hatte auch ich dieses Glück, diesen Zauber zu erleben. Für ein paar Stunden kam auch endlich mal die Sonne zum Vorschein, was die weißen Kristallwelten so richtig zum Leuchten brachte.


Seit Ewigkeiten konnte ich mal wieder mit meiner Kamera losziehen … runter an die Donau, um ein paar Impressionen einzufangen.
Es war so wunderbar … ja, da war sie, diese Stille des Winters, die die Seele durchatmen lässt. 
Ich traf noch auf ein zwei Spaziergänger mit Hunden, die auch völlig beseelt davon waren. So mögen wir den Winter.


Eingefangen habe ich mir leider auch eine Magen-Darm-Erkrankung. Ich habe versucht, mit freiverkäuflichen Medis dagegen anzugehen, aber so richtig helfen sie nicht. Trotzdem mag ich nicht zum Arzt. Die Wartezimmer sind derzeit voll mit Erkältungsgeplagten. 
Ich muss halt Geduld haben, den Magen schonen und hoffen, dass die Beschwerden bald nachlassen. Ich trinke den ganzen Tag Kamillen- und Magen-Darm-Tee. So geht es tagsüber etwas besser, aber nachts sind die Schmerzen schon sehr schlimm.
Hattet ihr das auch schon mal … und wenn ja, was hat euch da geholfen?

Morgentau 26.01.2026, 00.00| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Folge deinem Herzen

ab und zu heraus aus dem trubeligen Alltag an einen Ort der Stille



Also dieser Aufforderung bin ich immer gern gefolgt. Wenn ich nachdenke, war das sogar schon als Kind so. Vermutlich, weil meine Großmutter und Eltern diese Orte der Stille auch immer wieder suchten und sich dort wohlfühlten. 



Wobei ich es selbst auch damals schon geliebt habe. Ich kenne so einige, die es in ihrer Kindheit als nervig empfanden, mit den Eltern in einsamen Wäldern und Gegenden spazieren und wandern gehen zu müssen. Das konnte ich nie verstehen. Aber es zeigte mir, dass es auch in mir drin ist, dieses Verlangen, und nicht nur übermittelt wurde. In die Wiege gelegt … ja, so könnte man auch sagen.



Ob es damals das Leben mitten in der Großstadt war, später der strapaziöse Familienalltag und all das, was im Leben viele Kräfte und Nerven erfordert hat, immer suchten wir/ich den Ausgleich in der Natur … an Orten der Stille. 



Inzwischen ist mein Alltag ruhiger geworden. Und doch ist da einiges, was mir schwer auf dem Herzen liegt, mich beschäftigt und belastet. So bin ich immer noch froh, wenn ich in mein Refugium flüchten kann. Dort kann ich für einen Moment die Sorgen und Ängste vergessen, mich einfach nur wohl und geborgen fühlen.

Morgentau 19.01.2026, 00.00| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Eine neue Idee

Ich habe mir überlegt, wie ich es anstellen könnte, dass hier auf der Morgentauwiese nicht erneut alles einschläft. Ich fand das im Advent so schön, Tag für Tag ein paar Gedanken, Gedichte und Bilder einzustellen.
Nachdem ich nun schon das dritte Kalenderblatt umblättern konnte, kam mir eine Idee. Warum nicht die schönen (gemeinfreien) Verse von da aufgreifen und mit ein paar Gedanken und vielleicht auch Fotos versehen? So wäre garantiert, dass ich wenigstens einmal in der Woche hier etwas poste. 
Oh ja, das würde mir Spaß machen. Ob es funktioniert, kann ich natürlich nicht einschätzen. Aber der Versuch ist es doch wert, oder?

Die Wunder sind da, überall um uns herum, wir müssen sie nur in den Fokus nehmen … 


So ist es, man muss sich nur etwas Zeit nehmen, um danach zu suchen. Meistens ist das gar keine Mühe, denn die kleine Welt da draußen ist eigentlich riesengroß!

Morgentau 12.01.2026, 10.06| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Ein bisschen traurig

bin ich schon, dass die schöne Weihnachtszeit nun schon wieder hinter uns liegt. Ich liebe die Vorfreude in dieser Zeit und die damit verbundenen Vorbereitungen und heimeligen Aktionen. Die Erinnerungen, die Träume, das Gemütliche.
Besonders schön sind natürlich auch die vielen Stunden, die ich mit meinen Kindern verbringen konnte. Zeit füreinander haben, Gemeinsamkeit zu spüren, Spaß zu haben, Freude zu schenken und geschenkt zu bekommen, das alles habe ich sehr genossen. 

Nun hat uns der Alltag wieder und die Zeit eilt wie eh und je. Bald schon zählen wir die Tage bis zum Frühling. Die ersten Oster-Kataloge flattern bereits ungefragt ins Haus, obwohl ich schon Jahrzehnte nichts mehr bestelle. Alles ist darauf ausgerichtet, Umsatz zu machen. Kauft, Leute, kauft! Und ehrlich gesagt, war ich auch schon nahe dran, mir ein paar Primelchen ins Haus zu holen. Ein paar Frühlingsboten, die mich froh stimmen. Ja, ich hatte sie schon in der Hand. 
Aber noch bin ich am Lichteln … und als gestern Abend ein dichter Flockenfall einsetzte und mein beleuchtetes Tannenbäumchen auf der Terrasse damit bedeckte, sah das sooo schön aus, dass mir noch einmal weihnachtlich wurde. Von daher … alles zu seiner Zeit. Lerne von der Natur - ihr Geheimnis ist Geduld!

Apropos Zeit … manchmal stelle ich mir vor, wie es wohl wäre, ich würde noch einmal meinen Großeltern begegnen. Vor allem meinen Großmüttern, da meine Großväter schon sehr früh verstorben sind. Es würde mich unheimlich interessieren, was sie damals gedacht haben. Wenn ich nachrechne, waren sie in den 70ern so alt wie ich jetzt. Was haben sie gefühlt, als sie so alt wie ich waren? Was könnten sie mir von der Zeit erzählen? 
Schon früher habe ich mir das oft vorgestellt … also auch als Kind. Von Fotos und Erzählungen weiß ich zwar einiges darüber, aber was tief im Innern in ihnen vorging, in ihrer Seele, das kann ich nur ahnen. Eine Gleichaltrige würde vielleicht mehr erfahren. Ob wir ähnlich fühlten und dachten? Ich denke schon. 


Morgentau 08.01.2026, 11.07| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Die Ruhe nach dem Sturm

Mir scheint, auch das neue Jahr hat es wieder eilig. Warum sollte es jetzt auch anders sein. Die Tage kommen und gehen, mal haben sie Wärme im Gepäck, ein andermal Kälte. Und das meine ich nicht nur auf das Wetter bezogen.

Vom Lärm der Silvesternacht ist nichts mehr zu spüren. Draußen herrscht Stille, eisige Stille. Es ist bitterkalt geworden. Die Schneeflöckchen, die der Nordwind zu uns blies, haben für zarte weiße Decken auf Dächern, Bäumen und Wiesen gesorgt. Ein klein wenig Winterzauber.

Ich liebe diese Stimmung, das Licht, die Ruhe. Zeit zum Nachdenken. 
Je älter ich wurde, umso größer war meine Angst vor dieser Zeit. Vor der Dunkelheit, der Kälte, dem Erstarren. Den Verlust von Farben, Licht und Wärme galt und gilt es auszugleichen. Seit die Zeit so schnell vergeht, tröste ich mich mit dem Gedanken, dass es doch eigentlich gar nicht mehr lange dauert und erste Blümchen den Weg ans Licht finden werden. Es ist also alles halb so schlimm. 

An meinen neuen Kalendern kann ich morgen früh schon das erste Blatt umblättern. Manchmal tut es mir leid, wenn etwas besonders Schönes abgebildet ist. Aber ich bin immer gespannt, was auf dem neuen zu sehen ist. Und so ist es doch im Leben auch. Wir müssen und dürfen uns überraschen lassen, was es für uns bereithält. Immer in der Hoffnung, dass es etwas Gutes ist. 


Morgentau 04.01.2026, 09.53| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Alle Dinge sind im ewigen Fluss

... im Werden. 

Ihr Beharren ist nur Schein.

Heraklit von Ephesus 


Ich wünsche Euch für das neue Jahr viel Glück in jeder Hinsicht, Kraft und das Gespür, Eure Energie für die richtigen Dinge einzusetzen, vor allem aber Gesundheit, die für all das so notwendig ist!!!!

Man sagt, heute sei Neujahr. Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Aber so einfach ist das nicht. Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr.
Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.


Johann Wilhelm Wilms

Morgentau 31.12.2025, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

24. Dezember

Die Freude fällt uns in die Hände;
Die bloße Kunst nur, sich zu freu'n
Die will geübt, errungen sein!
Wenn sie auch jeder Narr verstände,
Dann wär sie für Weise nicht;
Die Freud' entflieht berauschten Tagen
Mit weggewandtem Angesicht.
Sie fliehet, weil wir nach ihr jagen,
Der Tor erlebt sie, fühlt sie nicht.
Sie liebt die stiller'n Seelenlagen,
Hebt Wehmuth selbst zu sich hinauf
Und sucht uns in bewölkten Tagen
In unser'm eig'nen Herzen auf.

Christoph August Tiedge 


Ich wünsche Euch allen eine lichtvolle, gemütliche Weihnachtszeit!

Morgentau 24.12.2025, 00.00| (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

23. Dezember

Heute möchte ich Euch von ganzem Herzen für Eure lieben Besuche und besonders für die freundlichen, herzenswarmen, aber auch interessanten Gedanken zu den Fensterchen oder Säckchen meines Adventskalenders danken! Das war eine große Freude für mich!
Danke, dass Ihr mir Eure Geschichten dazu erzählt habt!

Als ich die Idee hatte, wusste ich noch nicht, ob ich das durchziehen kann, ob ich es schaffe, jeden Tag etwas in die "Säckchen" zu füllen. Jetzt kann ich sagen, es hat mir wirklich Spaß gemacht ... diese weihnachtliche Reise in die Vergangenheit und meine Träume.



Es war fast wie in alten Zeiten, als das Bloggen noch ganz neu war und ich es für mich entdeckt hatte. Etwas zu schreiben, Bildchen einzufügen oder Gifs, und dann mit so vielen lieben Menschen zu teilen ... was war das für ein Spaß. Damals, vor nunmehr 23 Jahren. 
Ist das zu glauben? So viele Jahre geteilte Freude und manchmal auch geteiltes Leid.


Ein paar ganz wenige sind diesen Weg von Anbeginn mit mir gemeinsam gegangen oder über viele Jahre, was ich so schön finde und mich noch immer daran festhalten lässt. Dankeschön!

Morgentau 23.12.2025, 00.00| (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

22. Dezember

Für euch, o Kinder, blüht das Fest der Feste,
Was bringt's wohl diesmal? Welch ein Meer von Licht?
Könnt ihr's erwarten? Wißt, das Allerbeste,
Das habt ihr schon. Das ist's: ihr wißt's noch nicht.



Was wir zum Spiel, was wir zum Ernst euch geben,
Als reine Freude gebt ihr's uns zurück.
Das ist das Beste, daß es eurem Leben
Noch Wahrheit ist und ungetrübtes Glück.



Noch goldne Früchte trägt an seinen Zweigen
Für euch der Tannbaum, der im Wintergraun
Und einsam steht im Wald mit ernstem Schweigen,
Auf den die goldnen Sterne niederschaun.

Ein ganzes Jahr mit vielen, vielen Tagen
Erglänzt an dieses Tages Widerschein.
Mög' jeder Ernst euch goldne Früchte tragen
Und jedes Spiel euch lehren, froh zu sein.

Hermann Lingg


Dieses Gedicht habe ich erst vor kurzem entdeckt, ich kannte es noch nicht. Aber ich finde es wunderbar, deshalb durfte es auch ein Säckchen füllen!
Ich liebe diese alten Gedichte. Mir scheint fast, dass man früher viel intensiver gefühlt hat oder einfach mehr Zeit dafür hatte.
Heute geht so viel davon verloren, und wir Menschen merken es nicht einmal, wundern uns nur, dass wir uns gestresst fühlen. 

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, 
die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. 

Diesen altirischen Segenswunsch mochte ich deshalb noch für Euch anhängen.

Morgentau 22.12.2025, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

21. Dezember

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fern her Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muß ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl's, ein Wunder ist geschehn. 

Theodor Storm


Ich wünsche Euch einen friedlichen und gemütlichen 4. Advent!

Morgentau 21.12.2025, 00.00| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

20. Dezember

Zeit der Weihnacht, immer wieder
rührst du an mein altes Herz,
führst es fromm zurück
in sein früh'stes Glück,
kinderheimatwärts.

Sterne leuchten über Städte,
über Dörfer rings im Land.
Heilig still und weiß
liegt die Welt im Kreis
unter Gottes Hand.

Kinder singen vor den Türen:
"Stille Nacht, heilige Nacht!"
Durch die Scheiben bricht
hell ein Strom von Licht,
aller Glanz erwacht.

Und von Turm zu Turm ein Grüßen,
und von Herz zu Herz ein Sinn,
und die Liebe hält
aller Welt
ihre beiden Hände hin. 

Gustav Falke


Morgentau 20.12.2025, 00.00| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

19. Dezember

Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, wie es an Heilig Abend bei Euch war in Eurer Kindheit?
Ich weiß es noch wie heute, denn es war jedes Jahr der gleiche Ablauf. Da wir in einer sehr kleinen Wohnung lebten und meine Eltern keine Möglichkeit gehabt hätten, vor mir verborgen den Baum und den Gabentisch zu schmücken, ging ich immer einen Tag vorher zu meiner Großmutter. Mein Großvater war leider schon früh verstorben, so durfte ich immer mit im Ehebett schlafen. An Schlaf war natürlich nicht zu denken. Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, bis ich endlich Ruhe gab. Sicher war es schon weit nach Mitternacht, bis meine Großmutter auf meine aufgeregte nächtliche Plauderei und die vielen Fragen keine Antwort mehr gab.

Von ihrem Balkon aus konnte ich auf die Häuser und unzähligen Balkons der ganzen Straße schauen. Ich mochte das so sehr, wenn überall die Weihnachtsbäume leuchteten.
Am Nachmittag kam dann meine andere Großmutter und sobald es dunkelte, marschierten wir los. Die Aufregung steigerte sich ins Unerträgliche, wie wohl bei jedem Kind vor der „großen“ Bescherung.



Auf dem Weg zu meinem Elternhaus mussten wir durch den großen Stadtpark laufen. Wie mochte ich diese Atmosphäre, vor allem, wenn es schneite, was damals nicht so selten vorkam wie heute.
Am Ende des Parks hatten wir dann schon den Blick auf mein Elternhaus und konnten sehen, ob der Weihnachtsbaum hinter dem Wohnzimmerfenster leuchtete. Das war nämlich das Zeichen, dass wir nach oben (wir wohnten im 4. Stock) kommen dürften. Zum Glück leuchtete es immer, so dass wir nicht noch im Kalten verharren mussten. Mein Herz klopfte immer schneller, ich kann es heute noch spüren.

Es war so schön und nicht zu beschreiben, was ich später beim Anblick der liebevoll mit Äpfeln und kleinen Luftschlangen, die sich über den brennenden Kerzen drehten, geschmückten Tanne spürte. Meistens hatte ich mir ein kleines Programm mit Liedern und Gedichten ausgedacht, das ich Eltern und Großeltern feierlich vortrug. Ich weiß noch, dass ich einmal meinen Sportanzug mit goldenen Sternen verzierte, als Weihnachtsbote oder so was in der Art. 
Das Schönste aber war immer für mich, meine Puppenstube und den Kaufmannsladen endlich wieder sehen und damit spielen zu können ...

Morgentau 19.12.2025, 00.00| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

18. Dezember

Draußen ist es bitterkalt,
doch im Winterzauberwald
spürt man keine Eisesschmerzen.
Warm und hell wird uns im Herzen,
wenn wir all das Funkeln seh`n.
Tausend kleine Flockenfeen
tanzen wild und auch im Reigen,
hüpfen von den Tannenzweigen,
bis sie außer Puste sind.
Ganz begeistert ist das Kind
von der weißen Sternendecke,
die sich legt auf Baum und Hecke.

Stille Freude macht sich breit ...
Fühlst du`s, ... es ist Weihnachtszeit.

* * * (C) Frau Morgentau * * * 


Ja, schon wieder geht es durch den Winterwald. In meiner Fantasie gehört das in diese Zeit, und die Gedanken sind ja bekanntlich frei. Da stapfe ich halt auch mal mit Papa durch den Wald Richtung Berghütte ... und der hübsche Gimpel oder auch Dompfaff schaut uns hinterher. 
Um es mit dem Worten von Luise Baer zu sagen: "Ich bin mir einer großen Sehnsucht bewußt, und voll Verlangen träume ich ihr nach" ...

Morgentau 18.12.2025, 00.00| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

17. Dezember

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt   
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht  hinaus. Den weißen Wegen 
streckt sie die Zweige hin – bereit, 
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit. 

Rainer Maria Rilke


Das ist eines meiner Lieblingsgedichte in der Vorweihnachtszeit. So klein, nur wenige Worte, und doch wird mir ganz warm ums Herz, wenn ich sie lese. 
Deshalb gehört es in meinen Adventskalender.

Auch das Bild finde ich wunderschön. Eine Stimmung, von der wir derzeit nur träumen können. Aber Träumen ist ja auch ganz schön.

Morgentau 17.12.2025, 00.00| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

16. Dezember

Es war einmal ein kleiner alter Baumwollfaden, der hatte Angst, dass er zu nichts mehr taugt, so wie er war:

Zu schwach für ein Schiffstau, zu kurz für einen Pullover, zu schüchtern, um an andere anzuknüpfen, zu farblos für eine Stickerei.

Er fühlte sich ganz einsam und verfiel in Selbstmitleid, bis das Wachs an seine Tür klopfte und ihn aufmunterte:

Wir beide tun uns zusammen! Für eine lange und dicke Kerze bist Du als Docht zu kurz und ich habe dafür auch nicht mehr genügend Wachs.

Aber für ein Laternenlicht reicht es noch. Denn: "Es ist besser, auch nur ein kleines Licht anzuzünden und zu leuchten als über die Dunkelheit zu klagen!"

Morgentau 16.12.2025, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

15. Dezember

Erinnerungen ...

Gegen 14.00 Uhr begann es zu schneien. Erst waren es nur wenige Flöckchen. Wie die Vorhut, die der Himmel schickt, um Tuchfühlung mit der Erde zu nehmen. Orientierungslos wirbelten sie durch die Luft, als wüssten sie nicht so recht, wo sie sich nun niederlassen sollen.

Dann wurden es mehr und mehr, bis plötzlich tausende aus allen Wolken fielen. Dazu blies der Wind aus aufgeblähten Winterbacken, begleitet von schaurigen Gesängen, die durch jede Ritze ins Haus drangen. Was für ein Schauspiel. Eines, das kein Ende zu nehmen schien.

Irgendwann am späten Abend mussten wir erkennen, dass es keinen Sinn mehr machen würde, noch länger zu warten, um unseren Besuch nach Hause zu fahren. Nur wenige teilten dieses Abenteuer mit uns. Die zugewehten Straßen waren kaum befahren. Und es schneite kräftig weiter ... mehr waage- als senkrecht. Ich sah uns schon im Straßengraben liegen. Irgendwann am Morgen würde man uns freischaufeln ... 


Das war an einem Adventssonntag vor 13 Jahren. Ich werde es nie vergessen. Und es war wirklich genau so, wie ich es beschrieben habe. Genau so habe ich es erlebt ... empfunden und weiß es noch wie heute.

Hattet Ihr auch solche besonderen Erlebnisse in der Adventszeit, an die Ihr Euch gern erinnert?

Morgentau 15.12.2025, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

14. Dezember

Heute entführe ich Euch nochmal in die Backstube. Mitgebracht habe ich Euch das Rezept für Apfelbrot. Ich weiß, wer schon länger hier liest, hat es vielleicht schon zu seiner Sammlung hinzugefügt. Aber vielleicht ja auch nicht. 
Jedenfalls finde ich, dass es einen Platz im Adventskalender verdient hat.

Es gibt sehr viele Apfelbrot-Rezepte. Der eine mag oder verträgt diese oder jene Zutat nicht oder bevorzugt andere, dann kann er nach Alternativen schauen und wird sicher fündig.

Ich nehme dazu 750 g Äpfel, 150 g Zucker, 200 g Rosinen, 2 EL Rum, 200 g ganze Haselnüsse, 2 Msp. Zimt oder auch Lebkuchengewürz, 400 g Mehl, 1 EL Kakaopulver und 1 1/2 Pckch. Backpulver.

Die Äpfel schälen, entkernen und klein schnitzeln oder raspeln. Danach mit dem Zucker vermischen und mindestens 4-6 Stunden zugedeckt ziehen lassen. Gern auch über Nacht.
Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die restlichen Zutaten gut vermischen und der Apfelmasse untermischen. Eine Kastenform leicht einfetten und die Teigmasse hinein füllen.
Bei 190° ca. 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Ob alles gut durch ist, prüfe ich dann immer mit einem Schaschlikspieß aus Holz.



Gutes Gelingen und einen schönen 3. Advent! 

Morgentau 14.12.2025, 00.00| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

13. Dezember

Die Nacht vor dem heiligen Abend,
Da liegen die Kinder im Traum.
Sie träumen von schönen Sachen
Und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
Wird es am Himmel klar,
Und durch den Himmel fliegen
Drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
Das ist der heil'ge Christ.
Es ist so fromm und freundlich,
Wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
Still über die Häuser fliegt;
Schaut es in jedes Bettchen,
Wo nur ein Kindlein liegt.

Und freut sich über alle,
Die fromm und freundlich sind,
Denn solche liebt von Herzen
Das liebe Himmelskind.

Robert Reinick


Noch elf Mal schlafen ... 

Morgentau 13.12.2025, 00.00| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

12. Dezember

Heutzutage gibt es nicht mehr viele Filme, bei denen ich so richtig herzhaft lachen kann. Kein Wunder also, dass ich auch hier lieber in die Erinnerungskiste greife. 
In der Weihnachtszeit gehört die "Schöne Bescherung" mit Chevy Chase und Beverly D´Angelo unbedingt ins Programm!!! Der vergebliche Versuch, gemütliche altmodische Weihnachten zu feiern, ist so herrlich anzuschauen, das geht wirklich alle Jahre wieder.

Es gibt so viele wundervolle Szenen und Dialoge, in denen sich sicher so mancher wiedererkennt. Der Höhepunkt ist erreicht, als der Bruder von Clark dessen Boss aus seiner noblen Villa entführt. Herrlich die Szene, als dessen Frau mit einem Polizeigeschwader anrückt, um ihren entführten Mann zu befreien, aber dort erfährt, dass er seinen Mitarbeitern keine Weihnachtsgratifikation gezahlt hat. 



Der Zuschauer erwartet von der vornehmen Dame in feinstem Pelz alles andere, als die Reaktion, die darauf folgt: ... So sprudelt es empört aus ihr heraus: "Also weisst du, Schatzi, das ist doch wohl die gemeinste Art, Geld zu sparen"!!! 
So kommt zum Spaß noch das gute Gefühl, wie schön es sein könnte, ginge es etwas menschlicher zu auf der Welt. 
Natürlich gibt es noch viele andere Weihnachtsfilme, die ich immer wieder schauen kann. Mit den meisten verbinde ich zudem schöne Erinnerungen, wie es zu der Zeit war, als sie zum ersten Mal liefen. „Damals war alles noch anders“ seufze ich dann manchmal vor mich hin.

Morgentau 12.12.2025, 00.00| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

11. Dezember

Geheimnisvolle Spuren im Schnee.

War`s ein Fuchs, war`s ein Reh?

Wohin nur führt der schmale Gang?

Immer an den Tannen lang ...

bis tief in den Wald hinein.

Hat da wer ein Stelldichein,

heimlich ... pssst ... mit seinem Schatz?

Nein, da geht`s zum Futterplatz. 


(C) Frau Morgentau


Morgentau 11.12.2025, 00.00| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

10. Dezember

Ich liebe kleine Altstädte … in der Weihnachtszeit ganz besonders. Zwischen den schönen alten Häusern zu flanieren, trägt mich zurück in die Vergangenheit. 

Vor allem am Abend, wenn sich die Menschen zurückgezogen haben, es sich in ihren Wohnungen gemütlich machen und die Gassen immer leerer werden, kann man sich wunderbar auf die schöne Zeit einstimmen. Dann erfreue ich mich an dem sanften Licht der Laternen und den mit schönen Dingen geschmückten Fenstern.  

Wenn dann noch ein paar weiße Flöckchen lautlos vom Nachthimmel fallen … seufz … kann es wohl kaum etwas Schöneres geben.



Ja, solche Erlebnisse sind sehr selten geworden, das ist schade. Aber in meiner Fantasie lebt das alles zum Glück weiter. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch wieder einmal …

Morgentau 10.12.2025, 00.00| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

9. Dezember

Oft, wenn ich in der Küche zu tun habe, Wäsche lege oder es irgendwas anderes zu erledigen gibt, lass ich gern nebenher schöne Weihnachtsmusik laufen. Ich liebe das so sehr. Sogar ein Räucherkerzchen lass ich manchmal dazu qualmen, denn all das erinnert mich an früher. Die Melodien, der Duft und am Abend natürlich dann auch die Lichter. 

Aktuelle Weihnachtssongs kenne ich allerdings nicht. Obwohl ich früher, als das Haus noch voll war, neben den Oldies immer auch die neuesten Weihnachtshits gehört habe. Da haben sich so einige CDs angesammelt von Klassik bis Rock Christmas, aber auch Celtic, Harfenklänge und was es nicht alles gab und gibt. Je nach Stimmung schob ich dann die eine oder andere CD in den Player.

Aber heutzutage sind mir die Oldies und die Kinderlieder am liebsten. Bei so vielen laufen sofort Filme ab, wenn ich sie höre. Die Stimmung von einst, die Gefühle, alles ist sofort wieder da und ich bin so dankbar dafür.

So erinnert mich z.B. „Driving home for Christmas“ an die Zeit, als wir an Weihnachten noch meine Eltern besuchten. Wie groß immer die Vorfreude war, denn wir sahen uns ja nicht so oft. Bei unserem letzten Weihnachtsbesuch 2010 schneite es die ganze Fahrt über. Die gesamten 500 km. Das war wirklich außergewöhnlich, und da mein lieber Mann ein Jahr vorher verstorben war, wollten wir einfach glauben, dass er dafür gesorgt hat, weil wir es uns doch immer so sehr gewünscht hatten. 
Seither muss ich immer daran denken, wenn dieser Song läuft. Und so könnte ich zu vielen weihnachtlichen Klängen eine Geschichte erzählen. 



Habt ihr einen Lieblingsweihnachtssong?

Morgentau 09.12.2025, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

8. Dezember

Die hohen Tannen atmen heiser
im Winterschnee, und bauschiger
schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weißen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.

Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
Im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, –
und draußen wächst im Flockenflittern
der weiße Tag zur Ewigkeit. 

Rainer Maria Rilke


Morgentau 08.12.2025, 00.00| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

7. Dezember

Schnee haben wir immer noch nicht, aber das Gefühl, das Wetter weiß selbst nicht so genau, was es will. Es bleibt also spannend und ziemlich ungewiss, ob wir uns dieses Jahr ausnahmsweise mal über weiße Weihnachten freuen können oder ob Bill Cosbys größter Wunsch wieder einmal schnöde ignoriert wird.

Ich hab einen Wunschzettel ... genauer gesagt ein Gedicht gefunden, das ich vor vielen vielen Jahren geschrieben habe. Aber an meinen Wünschen hat sich nicht viel geändert, deshalb habe ich es noch einmal mitgebracht ... 

Ich wünsche mir vor allem Zeit
und etwas mehr Besinnlichkeit,
ein gutes Buch und dicke Socken,
vom Himmel ab und an paar Flocken
und ganz viel Ruhe, keine Eile,
aber auch keine Langeweile.

Mit schönen Dingen die Zeit vertreiben,
das Telefon, das darf mal schweigen.
Drinnen sollts warm sein und draußen kalt
für einen Spaziergang durch den Winterwald.

Das Festtagsessen sollte gelingen
und abends schöne Musik erklingen.
Und Dinge wie Kummer, Krankheit und Sorgen
bleiben dann selbstverständlich verborgen.

Ja, ich wünsch mir für die Weihnachtszeit
ein ganz klein wenig Glückseligkeit :-) 


Und wenn das zu viele Wünsche sind, dann träume ich halt noch ein wenig weiter ...

Ich wünsche Euch einen gemütlichen 2. Advent!

Morgentau 07.12.2025, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

6. Dezember

Horcht einmal hinaus!
Bald kommt Herr Nikolaus!
Er geht herum, er klopft bumbum,
schaut dort hinauf und da hinein,
dann kommt er gar zu uns herein
und leert bei uns seinen Sack aus,
der gute, gute Nikolaus! 

(Autor unbekannt)


Der kleine Junge muss echt besonders lieb gewesen sein in diesem Jahr. Zwei so große gefüllte Nikolausstiefel ... boah! Und zwei so süße Teddys hat er auch! 
Vielleicht haben aber auch seine Omas öfter mal die gleiche Idee ...hihi.

Morgentau 06.12.2025, 00.00| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

5. Dezember

Heute habe ich Euch mal ein Rezept für Lebkuchen mitgebracht, das ich selbst ausprobiert habe.
Da mir die komplizierten Sachen nicht so liegen und ich mich vor Enttäuschungen schützen möchte (Sensibelchen), aber auch, weil ich sehr gern neues ausprobiere und experimentiere, entwickel ich manchmal eigene Rezepte. Das kennt ihr bestimmt auch.
Okay, dieses hier ähnelt schon ziemlich den Nürnberger Lebkuchen, und doch ist es ein wenig anders.

Ich schreibs mal rein für die, die`s ausprobieren wollen: 
Man vermischt 4 Eier mit 250 g Zucker und Vanillezucker, schlägt diese Masse schaumig, gibt nach und nach 100 g Zitronat, 100 g Orangat, 200 g gestiftelte Mandeln, 300 g gemahlene Mandeln, mit 1/2 Pck. Backpulver vermischtes Mehl (100 g) und die Gewürze dazu, die da wären: Rum, Bittermandelöl, 1/2 Teelöffel Nelken- und Zimtpulver oder Lebkuchengewürz und nicht zu vergessen 2 Pck. geriebene Zitronenschale. Vermischt das Ganze gut und gebt die Masse auf Oblaten, schiebt sie bei 180 Grad in den Ofen und lasst die Teile ca. 15 Minuten backen. Fertig. 


Gutes Gelingen!

Morgentau 05.12.2025, 00.00| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

4. Dezember

Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren
und versuchen, 
es das ganze Jahr hindurch aufzuheben. 

Charles Dickens


Morgentau 04.12.2025, 00.00| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

3. Dezember

Wenn ich in diesen Tagen in eine Kinderbuchabteilung gehe, kann es passieren, dass ich mich ganz plötzlich verändere.
Wie das? ... werdet ihr nun fragen. Das will ich euch erzählen:

Kinderbuchabteilungen müssen irgendwie verzaubert, ja, verwunschen sein.
Jedenfalls haben sie auf mich immer wieder diese magisch-geheimnisvolle Wirkung.
Das ist ganz seltsam, aber es passiert mir jedes Mal ...

Schon, wenn ich die Abteilung betrete, verspür ich dieses Glühen meiner Wangen.
Mir wird so warm, als wär ein knalleheißer Ofen in der Nähe.
Zärtlich greife ich nach einem Buch, berühre es, blättere darin, sehe ein zweites, drittes, nehme auch ein viertes in die Hand, blättere, betrachte die Bilder, lese ein wenig, wisch mir eine kleine Träne aus den Augen ... und dann passiert es:

Auf einmal - ohne, dass ich es erklären könnte - hör ich dieses Glucksen und Kichern.
Ich dreh mich um, kann aber meistens niemanden entdecken, von dem dieses Geräusch stammen könnte.
Ich lausche und lausche ... und plötzlich hör ich ganz deutlich, dass es aus meinem Innern kommt. Irgendwo aus Richtung Herzen und Bauch ... ja, von dort kommt es her.
Es kichert und lacht ... und ganz ganz oft klatscht es in die Hände.

Und während ich noch am Überlegen bin, ob mein Taschengeld für die drei ausgewählten Bücher reicht, verschwindet das Kichern plötzlich, wie das kleine Mädchen, das ich für einen wunderbaren Moment wieder sein durfte. 


Morgentau 03.12.2025, 00.00| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

2. Dezember

Im allerschönsten Kerzenschimmer
sitz ich zuhaus in meinem Zimmer.
Doch wende ich mit großem Grausen
meinen betrübten Blick nach draußen.

Denn allüberall, wohin ich auch seh`,
liegt weit und breit kein Flöckchen Schnee.
Das wird wohl auch noch lange dauern
glaubt man den Regeln von den Bauern.

Das find ich gar nicht mehr zum Lachen
und frag mich nur "Was kann ich machen???"
Da fällt auch schon der Groschen Euro volle ...
ich schreib ein Brieflein an Frau Holle.

"Liebe Frau Holle, wir bitten Dich,
lass Deinen Rechner für uns mal im Stich.
Kümmere Dich bitte wie einst um Dein Haus
und schüttel mal kräftig die Betten aus!"

Und häng doch nicht immerzu am PC ...
an Weihnachten brauchen wir echten Schnee :-))) 

(C) Frau Morgentau


Morgentau 02.12.2025, 00.00| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Adventskalender

Dezember. Schon wieder sind wir am letzten Monat des Jahres angelangt. Früher erschien mir die Zeit vom 1. Dezember bis Heilig Abend so unendlich lang. Gefühlt wie heute ein Jahr.
Aber es war eine so schöne Zeit, und so vieles, was ich damals erlebt und empfunden habe, brennt immer noch wie ein Adventslicht in mir. 

Das erste Fensterchen öffnen zu dürfen … was war das für eine Aufregung und Freude. Gefüllte Adventskalender gab es damals noch nicht, aber nie vergesse ich die Spannung, was sich hinter jedem Türchen wohl verbergen mag. Ich mag noch heute diese Kalender und hab sogar wieder zwei davon. Ich lass es mir nicht nehmen, dem Kind in mir seine Wünsche zu erfüllen. Wer weiß denn schon, wie lange das noch möglich ist. Ja, das klingt schlimm, aber so denke ich nun mal. 

Und genau deshalb gibt es dieses Jahr hier einen Adventskalender. Jeden Tag ein paar Gedanken oder kleine Gedichte und dazu ein Bildchen, aus meiner kindlichen Fantasie entstanden. 


Morgentau 01.12.2025, 07.31| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Schon als Kind ...

war ich von Weihnachtsgedichten, -geschichten und -liedern begeistert. Für die Eltern und Großeltern stellte ich immer ein kleines Programm zusammen, das ich dann am Heiligabend vortrug. 
So kann ich mich noch gut an ein Gedicht aus der Adventszeit Ende der 60er erinnern, das ich damals in einem Kinderkalender entdeckte. Seither hab ich es noch niemals wieder irgendwo gesehen, und selbst hier im Internet bin ich nicht fündig geworden. Dabei hätte ich so gern gewusst, wer es verfasst hat. Aber wem immer ich es vortrage oder davon erzähle, kann leider nur mit dem Kopf schütteln ... keiner scheint es zu kennen.

Ich aber hab es nie vergessen, denn es hatte mich damals sofort verzaubert. Wir lebten mitten in der Stadt und in dem kleinen Gedicht erkannte ich alles wieder, wie ich es damals als Kind wahrnahm. Diese warmen Gefühle kann ich heute noch in mir spüren, wenn ich daran zurückdenke. 
Wie gesagt, damals, Ende der 60er war es auch etwas ganz Besonderes. Das kann vielleicht nur nachvollziehen, der selbst in dieser Zeit Kind war, oder meine ich das nur? 
Aber lest selbst ...

Vorweihnachtszeit

Stecke die Nase in die Luft,
die ganze Stadt ist voll Tannenduft.
Das kommt von den vielen Weihnachtsbäumen,
die jetzt den Platz vor dem Rathaus säumen.

Und am Bahnhof steht einer, der ist so hoch wie der Wasserturm
und wohl höher noch.

Und hört nur, da ist auch ein lieber Laut,
der Weihnachtsmarkt hat sich aufgebaut.
Und klingelt mit Glocken und rasselt mit Schellen
aus glitzernden Buden und Karussellen.

Und die Lautsprecher laden zum Mitfahren ein
und der Kasper ist da und die Kinder schreien.

Sie schreien "Hurra" und es schneit und es schneit ...
und bis zum Weihnachtsabend ist es nicht mehr weit.
Er spiegelt sich schon in den Schaufensterscheiben,
da müssen wir rasch unsren Wunschzettel schreiben.

Und wir schreiben ihn bald und die Sterne geh`n auf
und drücken ihr freundliches Siegel darauf. 



Mit diesen Erinnerungen, für die ich so dankbar bin, möchte ich Euch einen besinnlichen und gemütlichen 1. Advent wünschen!

Morgentau 28.11.2025, 00.00| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten