Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


Einträge ges.: 2825
ø pro Tag: 1,1
Kommentare: 13560
ø pro Eintrag: 4,8
Online seit dem: 23.02.2013
in Tagen: 2459
2019
<<< November >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    010203
04050607080910
11121314151617
18192021222324
252627282930 
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3

Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




Captcha Abfrage



Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Novemberregen

tröpfelt auf das welke Laub. Es hat was von einem melancholischen Lied. Abschiedsmelodie. 




Aber es hat auch etwas Beruhigendes. Es tut gut, ihm zu lauschen. Gerade an diesem stillen Sonntag, … so schön ist das.




Wo geht dieses Jahr hin? Geht es wirklich schon seinem Ende entgegen? 

Ich kann es manchmal nicht wahrhaben. All diese Momente, an die ich mich erinnere, sind sie nicht erst gestern gewesen?




Lag nicht alles noch vor uns? Was ist aus unseren Plänen geworden? Sind unsere Vorstellungen eingetreten, haben sich unsere Wünsche erfüllt oder mussten wir sie verschieben … vielleicht sogar begraben?




So ist der Lauf des Lebens … der Wechsel der Jahreszeiten, wie der von Glück und Unglück … Freude und Kummer … Erfolg und Misserfolg.



Immer geht es Auf und Ab … und nichts bleibt, wie es war.



Morgentau 03.11.2019, 15.24 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Ganz schön frisch

ist es geworden und seit gestern haben wir leichten Regen. Auch das gehört zum Herbst und da es dabei friedlich zugeht, kann ich dieser Stimmung sogar etwas abgewinnen. So bin ich gestern ohne Schirm aus dem Haus, um die Regentröpfchen auf meinem Gesicht zu spüren. Das war herrlich.




Keine Angst, der Weg zur Bushaltestelle ist nicht allzu weit und der Regen fiel wirklich nur ganz sanft.




Hab die Futterstellen der Vögelchen wieder aufgefüllt und gleich gestern herrschte ein reger Andrang. Sogar ein Mäuschen habe ich entdeckt, aber das flüchtete schnell wieder, als es mich wahrnahm.




Nun geht auch der Oktober langsam zur Neige. Die Zeit … sie eilt dahin. Eigentlich muss es mir gar nicht bange werden vor den vielen düsteren Monaten. Hinter all dem wartet schließlich der nächste Frühling.




Ich mag diesen Kreislauf, die Abwechslung und dass man sich immer auf etwas freuen kann. Wenn nur das Wetter nicht immer so ausarten würde. Das macht mir schon Angst. Wenn ich die Bilder von Kalifornien sehe, kann ich mir das alles gar nicht vorstellen. Es zählt zu den schlimmsten Alpträumen, wenn ich eine Feuersbrunst auf uns zuwalzen sehe und nicht weiß, wohin ich mit meinen Kindern flüchten kann. Aus solchen Träumen erwache ich mit heftigstem Herzrasen. Und für so viele Menschen ist es Realität. Das ist so so schlimm.




Auch deshalb bin ich dankbar für jeden schönen Moment, der uns vergönnt ist. Auch wenn es einem mal gar nicht gut geht und es dann schwerfällt, zu glauben, dass es noch mehr davon geben wird, der Gedanke daran gibt Kraft, nicht aufzugeben. Ich weiß, ich hab leicht Schwätzen … es gibt schon Situationen, die aussichtslos erscheinen. Dann sind sämtliche positiven Gefühle verschüttet.




Ups … immer diese Gedanken, wenn es auf Richtung November zugeht. 

Ist halt so … irgendwann brauchen auch sie ihren Raum.




Dafür finden zwischen den Zeilen wieder ein paar Bildle Platz, die zeigen, dass auch das Trübe zum Leben gehört und manchmal sogar schön sein kann.



Morgentau 29.10.2019, 07.31 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Sternenstaub

Wie kommt es, dass wir Sonne, Mond und Sterne so faszinierend finden? Gemälde oder Fotos, auf denen auch diese Himmelskörper zu sehen sind, sprechen uns besonders an.
Eine kleine Mondsichel genügt schon, um einem Foto/Bild einen ganz eigenen Ausdruck zu verleihen. Ein an sich unspektakuläres Bild bekommt dadurch einen Touch, der bei manchen Menschen romantische Gefühle auslöst. Von Sonnenauf- und -untergängen ganz zu schweigen.



Das muss seinen Ursprung in der Entstehung der Erde und seiner Menschen haben. Mich faszinieren die Gedanken daran. Wenn ich in den sternenklaren Nachthimmel schaue, fühle ich eine andere Welt ... eine große, unendliche Welt, die so viele Rätsel aufgibt. 



Dann frage ich mich immer wieder, warum mich manche irdische Probleme so sehr belasten, obwohl sie wie der Staub sind, der durchs All fliegt. Besser wäre es, mir immer wieder vor Augen zu halten, dass "hier unten" alles vergänglich ist.




Wichtig ist doch nur, was man aus der Zeit macht, die einem gegeben ist, und dabei zu filtern, was Gedanken, Gefühle und Aktivitäten wirklich wert sind oder was besser im Ordner "Kein Verwendungszweck" verschwinden sollte ...

Morgentau 25.09.2019, 18.45 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Die Donau

hat die Haare schön ...


... könnte man meinen. Aber was hier wie grün-metallic schimmerndes Haar wirkt, 
ist glaub eine Plage für den Fluss. 
Die Aufnahme entstand von einer Brücke aus. So habe ich das noch nie gesehen.

Morgentau 25.09.2019, 07.45 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Was stimmt nicht mit mir

habe ich mich schon oft gefragt. Die meisten Menschen … na ja ... zumindest viele lieben Action. Natürlich auch im Urlaub. Abenteuer, Begegnungen, Highlights, Kultur, Sport, Spiel u.s.v.m.

Das kann ich verstehen und die Angebote sind ja auch reichlich vorhanden.  



Mir genügen Erlebnisse und Abenteuer, die mir die Natur schenkt. Je älter ich werde, umso mehr fühle ich das, kann auf anderes getrost verzichten. Zumal mich Gewusel und Lärm überfordern und ermüden.

Aber in der Natur gibt es so viele Eindrücke, dass ich sie nicht erfassen kann. Ein paar davon muss ich auf meinen Wegen immer links liegen lassen, sonst komme ich gar nicht voran … lach. 



Was es alles zu sehen gibt ... zu hören ... zu riechen. Aller paar Meter könnte man verweilen und nur den unmittelbaren Ort auf sich wirken lassen. 

Bäume, deren Zweige oft so sehr verästelt sind oder die außergewöhnlich gewachsen sind, dass man sich fragen muss, was wohl der Grund dafür war. 

Riesige Bäume, aber auch kleine, die an ungewöhnlichen Stellen einen Weg ins Leben 

gefunden haben ...



Auch abgestorbene Bäume oder Stümpfe sind oft so interessant, 

dass ich nicht an ihnen vorbeigehen kann.



All das, was auf dem Waldboden wächst … Waldblümchen, Moos, Farn, Waldfrüchte ...

Gräser, die im Morgentau glitzern ... ;-) Alles ist so spannend und berührend.




Lauter kleine Welten für sich. Und jede liebe ich. Immerzu möchte ich Halt machen und sie für ein Weilchen betrachten. Kleintiere beobachten, die darin herumwuseln, abgefallene Früchte, Zapfen, Zweige genauer betrachten … oder das verschiedene Moos, den Klee und was dort alles wächst oder hingetragen wurde, bis es eingewachsen war. 

Es ist so unglaublich faszinierend und schön. 




Schön ist es auch, an einem Bächlein den Flusslauf zu beobachten, dem Plätschern, Murmeln und Glucksen zu lauschen oder die Hände in das klare Wasser zu tauchen … das Gesicht damit zu betupfen … so erfrischend und belebend ist das ...

oder dem rauschenden Fluss zu folgen, zu erleben, wie das Schmelzwasser vom Berg ins Tal sprudelt und dabei Steine und Treibholz mit sich führt ... 

ach, was brauche ich mehr zur Unterhaltung?



Oder die Felsbröckchen am Wegesrand … das Geröll, das teilweise schon Jahrzehnte dort liegt und längst mit Moos, Sträuchern und sogar Bäumen bewachsen ist. 

Unglaublich, welche Kräfte da dahinter stecken. 

Man kann es sich gar nicht richtig vorstellen, würde man es nicht mit eigenen Augen sehen.




Einst vom Berghang hinabgerutscht, hat sich alles in eine wunderbar mystische Welt verwandelt … 

geheimnisvoll und verborgen. 

Wer daran achtlos vorbeigeht, ist selbst schuld.



Und wenn ich da so stehe und ganz still vor mich "hinstaune", kommt nicht selten ein Reh, Hase oder Füchslein des Wegs. 

Dann versuche ich, die Luft anzuhalten, damit es mich nicht bemerkt, aber die Viechle sind schlau und spüren mich schnell.

Und mir bleibt nur, ihnen nachzuschauen, wie sie im Dickicht des Waldes verschwinden ..  



Morgentau 26.06.2019, 18.07 | (12/12) Kommentare (RSS) | PL

Vorfrühling

Wir standen heute still am Zaun von einem fremden Garten,
Sah'n hin und sah'n das Wintergras am Teich auf Sonne warten.
Im Wasser lag verjährtes Laub gleichwie auf Glas,
Am Ufer saß ein Büschel Veilchen jung erblüht im gelben Gras,
Und frisches Lilienkraut wuchs grün bei Tuffsteinblöcken,
Am Himmel oben gingen Wolken jugendlich in weißen Röcken.


Wie wenig Welt tut schon den Augen gut!
Nur ein paar Atemzüge lang hat's Herz dort ausgeruht,
Nur ein paar Augenblicke tat es säumen ...
Wir sind doch alle in den weiten Lebensräumen
Zaungäste nur bei Wünschen und bei Träumen.


Max Dauthendey



Morgentau 12.03.2019, 17.18 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Heute ist gelber Sack

wie wir es auszudrücken pflegen. Wie gut, dass der Wind heute eine Pause einlegen will, sonst hätten wir eine präkere Situation. Es liegt bei Gott schon genug Müll entlang der Straßen. Ich finde das so schlimm. Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich wilde Müllentsorgung unter schwerer Strafe stellen. Es dürften entlang der Straße ruhig noch mehr Kameras installiert werden, so dass man festhalten kann, wer seinen Müll aus dem Fahrzeugfenster wirft. Die müssten dann so lange Müll einsammeln und es in ihr Auto stopfen, bis es randvoll ist, und dann nochmal eine Woche damit herumfahren, mit geschlossenem Fenster und ohne Duftbäumchen und Mundschutz.

Bei Wiederholungstätern müsste der Führerschein eingezogen werden. Überhaupt würde ich so manch neue Regel aufstellen ... oja.

Morgentau 12.03.2019, 07.34 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Die nächsten zwei drei Tage

wird es hier ruhig bleiben, denn sie gehören ganz der Familie.


Heute habe ich euch einen Gänsehaut-Song mitgebracht. Wer gerade traurig ist, sollte ihn besser nicht anhören. Alle anderen regt er vielleicht zum Nachdenken an.


Das Leben ist nicht einfach und voller Aufgaben, die gemeistert sein wollen. Aber es hat auch viel Schönes zu bieten, was uns oftmals gar nicht so bewusst ist, wenn wir in den Tag hinein leben.


Auch die Menschen, die uns durchs Leben begleiten, nehmen wir vielleicht gar nicht mehr so wahr, wie sie es verdient hätten. Leider wird uns meistens erst dann bewusst, wenn wir auf etwas verzichten müssen, wie kostbar es war …


Seid lieb zueinander … lernt, zu verzeihen ... und achtet auf das Schöne …


Alles Liebe für euch … bis ganz bald!



Morgentau 28.02.2019, 18.38 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Silentium!

Schweige, verbirg dich und halte
deine Gefühle und Träume geheim,
laß sie in der Tiefe deiner Seele
lautlos auf- und untergehen
wie Sterne in der Nacht;
erfreue dich an ihnen – und schweige.

Wie soll das Herz sich offenbaren?
Wie soll ein anderer dich verstehen?
Begreift er, wodurch du lebst?
Ein ausgesprochener Gedanke ist eine Lüge.
Wenn du die Quellen aufwühlst, trübst du sie;
zehre von ihnen – und schweige.

Verstehe, nur in dir selbst zu leben:
es gibt in deiner Seele eine ganze Welt
geheimnisvoll-zauberhafter Gedanken;
sie betäubt der äußere Lärm,
die Strahlen des Tages vertreiben sie;
lausche ihrem Gesang – und schweige …


Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew


Morgentau 11.02.2019, 20.11 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Die Gedanken sind frei

keiner kann sie erraten, aber wenn man sie verrät … also mit anderen teilt, dann tut man das meistens, weil sie raus wollen aus dem Kopf … Luft brauchen. So geht es mir zumindest, denn viele behalte ich natürlich auch für mich. Aber manchmal wird es einfach zu eng da oben, dann muss ich Platz schaffen. Deshalb schreibe ich gern. Andere labern gern, ich schreibe lieber.

Und manchmal halt auch hier in meinem Blog. Ich finde es wunderbar.


Dass ich so viel nachdenke, das kann ich nicht verhindern. Die Gedanken fließen permanent … suchen sich ihren Weg in den Kopf, fallen zuweilen auch gleich ins Herz … fühlen sich jedenfalls wohl in meinem Körper. Und von jeder Sorte sind welche dabei. Schöne, lustige, geheimnisvolle, aufregende, traurige, beängstigende und manchmal auch Einfach-so-Gedanken …

Jedenfalls ganz ohne, das klappt so gut wie gar nicht. Höchstens, wenn ich an einer Aufgabe brüte. Dann konzentriert sich alles auf diese Aufgaben und die anderen Gedanken verstecken sich derweil, bis die Aufgaben gelöst sind. Sobald Ruhe einzieht, kommen sie wieder aus ihrem Versteck.


Aber wenn ich so darüber „nachdenke“ (haha), kann ich behaupten, dass die meisten Gedanken meine Freunde sind, denn ich mag sie. Ich mag es, wenn sie durch meinen Kopf huschen. Schon als Kind freute ich mich über die Gedanken, die mich immer zu unterhalten wussten. Vielleicht, weil ich ein Einzelkind war? Kann schon sein, dass es auch damit zu tun hat.


Warum aber nur diese Art? Ich hätte ja auch Wissenschaftsbücher, Altlanten, Fachbücher etc. studieren können. Da gibt es unendlich viel nachzudenken, aber das wollte ich nicht. Komischerweise hat mich so was noch nie gereizt.

Es sind die Gedanken, die mir zufließen. Einfach so. Deshalb liebe ich die Ruhe so sehr, damit ich sie spüren kann. Das wiederum liegt daran, dass meine Sinne immer auf Empfang gestellt sind. Sie betteln um Futter.

Bilder … Musik … Licht … Farben … Melodien … aber auch Gerüche … das brauche ich … all diese Dinge für meine Sinne, die mich dann die vielen Geschichten spinnen lassen. Ja, so muss es sein. Gut, dass ich mal darüber nachgedacht habe.


Leider sind die Nebenwirkungen nicht so doll, dann nämlich, wenn sich die Angst- und Grübelgedanken in den Vordergrund drängen … vornehmlich nachts. Nein, das will ich jetzt nicht näher erläutern, das gäbe diesen Gedanken ja wieder Nährstoff.

Ja, auch diese drängen ohne zu fragen in meinen Kopf. Aber damit muss ich leben. Und das kann ich auch, denn die für mich wertvollen Gedanken, die möchte ich nicht missen. Und wenn ich die nur haben kann, wenn ich die anderen auch anerkenne, dann tu ich das natürlich … was soll`s.


Also macht euch nicht so viele Gedanken, warum ich soviel nachdenke … lach.

Morgentau 05.02.2019, 16.49 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL