Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Wenn ich allein bin

hab ich viel Zeit zum Nachdenken. So kann es sein, dass sich plötzlich etwas erklärt, was mir für lange Zeit, manchmal sogar ein Leben lang ein Rätsel war. All die Verunsicherungen und Zweifel, warum ich bin, wie ich bin, und nicht wie viele andere, werden mit einem Mal gelöst. Nicht, dass mich das verändern würde, aber es ist ein schönes Gefühl, eines, das mir zumindest in mancherlei Hinsicht die Unruhe und sogar die Ängste nimmt. Nicht mehr das Gehirn zu zermartern, sondern zu akzeptieren. Mit bald 60 wird das auch Zeit, zu sich selbst zu stehen. Es nicht nur trotzig zu behaupten, sondern es wirklich so zu empfinden.




So weiß ich jetzt auch, was das Geheimnis meiner Kindheit war, warum ich trotz Kargheit und belastender Dinge jetzt nur das Schöne sehen kann. Es war meine Fantasie und die damals schon ausgeprägte Wahrnehmung. Was ich drinnen und draußen nicht fand, hab ich gemalt oder beschrieben. Bilder und Geschichten, in die ich mich hineinfühlen konnte. Wie oft mich das wohl gerettet haben mag?

Natürlich hatte ich auch Glück, in der richtigen Zeit geboren zu sein, aber das ist nicht das, wovon ich rede. Das steht auf einem anderen Blatt. Ich meine ganz ohne die Vergleiche mit anderen Zeiten und anderen Menschen.




Jedenfalls hat sich das wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen. So schlimm eine Situation auch war/ist, das Leben geht weiter, deshalb muss man versuchen, einen Weg aus dem Tief zu finden. Die Möglichkeiten nutzen, sehen, wahrnehmen. Damit hatte ich zum Glück nie ein Problem. Ja, das ist wohl mein Glück, für das ich dankbar sein kann. Mich nicht festhalten zu lassen, sondern nach dem Licht zu streben, nach den Dingen zu suchen, die gemacht wurden, uns zu erfreuen, zu bereichern, zu beglücken. Hoffentlich gelingt es mir auch weiterhin. Mehr wünsche ich mir nicht.

Höchstens weniger Schmerzen. Ja, das wäre auch ganz nett.



So, genug über mich geschwätzt, das nächste Mal geht`s wieder raus in die Natur ... ;-)

Morgentau 24.10.2018, 13.55 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Sorry

dass ich zur Zeit wieder sehr nachdenklich bin. Wer so etwas nicht lesen mag, kommt halt ein andermal wieder. Aber es ist auch diese Jahreszeit. Ich kann mich noch erinnern, als meine Mutter in diese Stimmung kam. Sie schwärmte dann immer von Eva Strittmatter, die dieses Thema auch wundervoll in berührende Verse kleiden konnte. Leider kann ich keines ihrer Werke hier einstellen wegen der Urheberrechte.

Es ist auch nicht so, dass mich diese Gefühle belasten. Ich mag diese Art der Melancholie, gebe mich gern diesen Stimmungen hin und lass meine Seele ihren Kummer austragen. Das braucht sie auch, unbedingt. Nur so funktioniert das auch mit dem Gegengewicht.

Oft genug verdrängt man diese Gefühle. Jetzt ist die Zeit dafür, sie gewähren zu lassen.

Und manchmal passen sogar die Anlässe dazu …


Ich bin so dankbar, Zeit zum Nachdenken zu haben. Vielleicht kenne ich deshalb auch das Gefühl der Einsamkeit nicht, höchstens der Sehnsucht. Ja, ganz viel Sehnsucht, das spüre ich oft.

Was sich verändert hat, sind die Gedanken an die Zukunft. Irgendwie ist da eine leere Stelle, wo einst so viele bunte Bilder waren. Ich hab einfach keine Vorstellung mehr davon, was da sein könnte, wie sich alles entwickeln könnte. Zu erschreckend sind die Dinge, die der Mensch anstellt.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er noch die Kurve kriegt. Es sei denn, es wird ein Mittel erfunden, das Menschen friedlich stimmt und das Gute aus ihnen herausholt. Vielleicht wird so etwas ja eines Tages zur Pflichtimpfung … wer weiß.


Draußen ist es trüb. Der Herbstwind pfeift um die Häuser, zupft die welken Blätter vom Baum und lässt sie ein letztes Mal tanzen. Ich mag das, vor allem, wenn ich es mir drinnen gemütlich machen kann. Nur der Kopf sollte noch frei werden. Eigentlich würde es schon genügen, es würde endlich was nebenwirkungsfreies gegen Schmerzen erfunden. Das würde schon mal einer riesigen Menge Menschen eine schwere Last nehmen. Würde würde … riesen Hürde.

Aber das ist auch so ein Thema, in das eigentlich keiner so wirklich eindringen kann und vermutlich nie wird. Und für mich erst recht keines zum Nachdenken.


Irgendwie könnte man denken, ich sei mufflig drauf, gell? Nein, bin ich nicht. Alles gut. Wirklich.

Soll ich euch was verraten … ich sitz hier noch im Schlafanzug. Wird also Zeit, dass ich ins Bad entschwinde.

Und hier geht meine kleine Pause weiter. Nein, ich mach keinen Witz. Pause ist für mich auch, wenn ich euch nicht besuchen kann und die lieben Kommentare nicht beantworte. Das tu ich sehr ungern, deshalb wollte ich hier eigentlich gar keinen Pieps mehr von mir geben. Ganz oder gar nicht. Aber ich konnte nicht anders, da mussten grad paar Gedanken raus ...




Morgentau 03.10.2018, 09.19 | (12/12) Kommentare (RSS) | PL

Irgendwie

kann ich es manchmal gar nicht glauben, dass der Sommer schon hinter uns liegt. Alles war doch eben erst. Die schönen Begegnungen im Zillertal oder in den Wäldern hier in der Nähe, die Abende auf der Terrasse, die langen Schwimmrunden im Baggersee … das immerwährende Gefühl von Urlaub in solchen Momenten. Und jetzt geht sogar der September schon wieder zur Neige.

Oktober, November, Dezember … wie schnell werden auch diese Monate vergehen.

Diese Geschwindigkeit, sie lässt sich nicht mehr drosseln, und doch kann man sich einfach nicht daran gewöhnen.




Sich wiederholende Termine verstärken diesen Effekt noch. „Ist es denn schon wieder soweit?“ … „Kann das denn sein, dass schon wieder ein Monat … ein Jahr vergangen ist?“ …

Man rechnet nach und merkt, dass es stimmt.




Die Zeit eilt … fast unmerklich verändern sich dabei viele Dinge, und eines Tages fällt es uns plötzlich auf: „Wo ist eigentlich diese Frau, die ihren Hund immer ausführte?“ … „Seit wann hat denn der Laden geschlossen?“ … „Wo kommen denn plötzlich die neuen Häuser her?“ … und s.v.m.

Sogar der Blick in den Spiegel sorgt eines Tages für die erstaunte Frage … „Bin ich wirklich schon so alt … oder fällt heute nur das Licht so ungünstig?“ …




Auch Schicksalsschläge, von denen wir lesen oder die innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises passieren, machen einem immer wieder bewusst, wie schnell sich alles verändern kann, wie oft sich etwas verändert. Nur die Zeit bleibt niemals stehen … die Uhr dreht sich immer weiter, ob mit oder ohne uns. Hoffen wir, dass wir noch ein Weilchen dazugehören …




Ich wünsche euch ein schönes und freundliches Wochenende!


Morgentau 28.09.2018, 18.49 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Die Sache mit K.

ist schon mysteriös und auch erschreckend. Was man so hört, lässt für mich den Schluss zu, dass er auch extrem hs war. Dass jemand so einen Weg geht (falls es so ist, wie vermutet wird), will man gar nicht begreifen … kann es nicht nachvollziehen. Aber ich sag euch … ich kann es.

Wenn jemand extrem lustig rüberkommt, denkt man, der hat ein frohes Gemüt, immer gute Laune … ein humorvoller Typ, den nichts erschüttern kann. Dabei haben gerade solche Menschen oft zwei Gesichter. Wie der Clown hinter der Maske. War es nicht auch bei Williams so?

Ich kann es nachvollziehen. Diese extremen Gefühle, gegen die man einfach machtlos ist.

Ganz machtlos natürlich nicht, denn das Leben hat auch schützende Funktionen, zum Glück.

Familie … Aufgaben … Freude … Interessen … Hobbys.

Gefährlich werden Extremsituationen. Ist dann niemand da, der dich auffängt, kann man ganz schnell an einen kritischen Punkt kommen ...

Klar kann der Fall von K. ganz anders liegen, aber das waren so meine Gedanken dazu.




Einen guten Tag ohne trübe Gedanken wünsche ich euch!

Morgentau 11.09.2018, 07.59 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Ich kann nicht sagen

woran es liegt, aber ich spüre es schon eine ganze Weile … ich verliere die Lust am Bloggen … mehr und mehr. So oft hab ich gedacht, nach einer Pause geht es mit neuem Elan weiter. Manchmal hat es ein Weilchen funktioniert, da schöpfte ich schon Hoffnung, … bis der Tag kam, an dem ich wieder an dem Punkt war.

Immerhin blogge ich bald 16 Jahre und vielleicht ist es nun wirklich an der Zeit, dieses Kapitel meines Lebens abzuschließen und neue zu beginnen. Interesse habe ich an vielen Dingen, die ich gern noch ausprobieren möchte, bevor es vielleicht nicht mehr möglich ist. Wie oft haben Menschen bedauert, dies und jenes nicht gemacht zu haben, obwohl sie die Möglichkeit dazu gehabt hätten.

Wie oft schiebt man etwas auf die lange Bank, … gibt sich dem Irrglauben hin, es hätte doch noch soviel Zeit, bis es dann irgendwann doch zu spät dafür ist.




Der Fotografie bleib ich natürlich treu, sie wird mich auch weiterhin durchs Leben begleiten und all das Schöne und Beeindruckende für mich festhalten, das mir zu erleben noch vergönnt ist.

Statt zu bloggen, werde ich für mich und meine Kinder Bücher gestalten, wie ich es schon für meine Eltern getan habe. Richtige Tagebücher, die ich aus dem Regal nehmen und in denen ich blättern kann … gefüllt mit Fotos und Erinnerungen.

Schon lange trage ich mich mit dem Gedanken und weiß, dass mir das Gestalten Freude machen wird.




Und ich möchte Zeichnen … mit Aquarellstiften z.B. … oder mich an der Acrylmalerei versuchen. Das muss ich noch herausfinden, was mich mehr interessiert und was mir liegen könnte, und mich dann für eine Art entscheiden.

Aber vorher sind andere Dinge zu erledigen, damit es auch Hand und Fuß hat.




Was das Bloggen anbelangt, werde ich mal in mich gehen und überlegen, ob ich es noch gemütlich „auslaufen“ lasse oder einfach einen Schlussstrich ziehe, wie es andere auch getan haben.

Ist vielleicht das Beste so … mal schauen. Leicht fällt es mir trotzdem nicht, denn was 16 Jahre zum Leben gehörte, wird fehlen, ganz klar.

Morgentau 28.08.2018, 16.42 | (11/11) Kommentare (RSS) | PL

Die Zeit

sie eilt … und der Sommer ist schuld … und der Winzling natürlich … denn sie füllen sie mit so viel Freude und Lust, dass es für den Rest knapp wird.




Aber es ist so schön und ich genieße es so sehr, bin dankbar und fülle meine Speicher für trübe Zeiten.




Ich komme nicht mehr hinterher mit dem Erzählen … werde wohl den Winter dafür nützen müssen …




Müde bin ich und doch finde ich nachts keine Ruhe. Mein Innerstes ist aufgewühlt, die Gefühle und Gedanken wollen es einfach nicht. Sie sind so munter und wollen leben. Leben, ja, das ist es.




Ich mach mich nicht mehr verrückt, nehme alles, wie es kommt. Verdränge das Düstere. Jetzt ist keine Zeit dafür, die kommt früh genug wieder.

Ich mag der Trübnis keinen Raum geben, sonst hätte ich das Gefühl, all das Gute in meinem Leben nicht genug wertzuschätzen.

Das wäre falsch. Auch, wenn es dazu gehört, muss man ihr nicht mehr Aufmerksamkeit als nötig schenken. 

Ich käme mir so undankbar vor, aber das bin ich nicht ... im Gegenteil, ich kann es nicht oft genug sagen: Dankeschön!



Morgentau 20.08.2018, 15.46 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Ich schwöre

ich hatte den Rechner runtergefahren und war Willens, etwas „Vernünftiges“ zu tun.

Bissel hier und da gegruscht hab ich auch … aber nur das, was eh immer läuft, also keine Extras, die dringend auf Erledigung warten, wie das Beseitigen der Spinnweben z.B., das Bügeln und Aufräumen der gewaschenen Klamotten, die sich langsam auf dem Sofa türmen, ganz zu schweigen vom Putzen der Fenster, was ich schon seit Beginn der Schönwetterphase vor mir herschiebe.

Ihr wisst ja, wie lange die jetzt schon anhält. Seit April, soweit ich mich erinnere, … und schon damals war es eigentlich dringend. Und das ist nur die Spitze des Eis … ähm Haushaltsberges, der stetig anwächst. Glaubt mir, die Liste ist lang … sehr lang.


Schon immer waren mir solche Aufgaben lästig und Menschen ein Phänomen, die scheinbar immer mit Enthusiasmus an diese Dinge herangehen, die immer eine aufgeräumte und geputzte Wohnung haben und trotzdem andere lebensinhaltliche Dinge nicht vernachlässigen, wo einfach immer alles geleckt aussieht … innen wie außen. Ich kenne hier niemanden, wo das anders ist. Es ist normal. Ich bin es nicht, weiche also auch hier total von der Norm ab. Und so sehr ich mir auch von Zeit zu Zeit beruhigend oder trotzig einrede, dass es eben nun mal ist, wie es ist, und ich mir keinen Kopf machen soll, weil jeder so leben sollte, wie er mag, schlägt mich doch immer wieder das schlechte Gewissen. Die Scham, was denken andere von mir, dabei ist das denen bestimmt wurscht oder es gibt ihnen sogar ein gutes Gefühl, weil sie ihr Leben offensichtlich im Griff haben …


Schon als Kind war ich lieber am Träumen und mich mit Dingen beschäftigen, die mich interessierten. Aber schon damals hab ich mich insgeheim geschämt und unwohl gefühlt, aber nie so stark, als dass sie mir Antrieb gegeben hätten, dies zu ändern.

Es ist also meine Natur, faul zu sein. Dabei stimmt das auch nicht, denn meinen Job mach ich gern und auch gewissenhaft, sehr sogar. Auch die Sorge um meine Familie stand immer an erster Stelle.

Aber für gewisse Dinge fehlt mir einfach total die Lust und letztendlich auch die Kraft.

Und doch gibt es viele Menschen, denen es ähnlich geht und die sich trotzdem immer einen Ruck geben und tun, was getan werden „muss“. Vielleicht ist es ja genau dieses „MUSS“, was mir so sauer aufstößt, aber ein „Wollen“ wird daraus wohl auch niemals werden. Ich bin ein hoffnungsloser Fall. Mir fehlt es einfach an Vernunft und Disziplin oder was auch immer …

Morgentau 09.08.2018, 12.27 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Und

ich bin am Überlegen, ob ich mir das Buch über „Selma und ihr Okapi“ kaufe. Wer es gelesen hat, wird wissen, welches ich meine. Das könnte was für mich sein …

aber ob es mich so fesselt, dass ich dran bleibe?

Einst eine Leseratte hab ich das ausdauernde Lesen inzwischen leider irgendwie verlernt.

Ich drifte zu sehr mit meinen Gedanken ab, kann mich nie lange konzentrieren, lass mich zu leicht von allem möglichen ablenken … oder schlafe nach der zweiten Seite ein.

Mehrere Versuche scheiterten. Es gehen allenfalls Kurzgeschichten oder Zeitungsartikel … Blogeinträge etc. … lach.

Ich glaube, man müsste mich einsperren … in einem Raum mit Sofa und Büchern, dann könnte es wieder funktionieren.

Morgentau 29.07.2018, 13.49 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Neulich

las ich einen Artikel zum Thema „Schwindel“. Erschreckend, wie viele Menschen davon betroffen sind. Ich glaube, jeder vierte hat mindestens einmal im Leben einen heftigen Schwindelanfall oder eine Erkrankung, wobei es harmlose, aber auch echt schlimme gibt, und bei vielen Arten selbst Ärzte keine Erklärung dafür haben oder die Ursachen noch nicht erforscht sind.


Auch über „meinen Fall“ stand da was geschrieben. Berichtet wurde über einen Mann, bei dem es auch so kam, wie bei mir, weil ein Gleichgewichtsnerv seine Funktion verloren hatte … oder wie immer man das beschreiben will. Auch er musste einen Monat lang eine hohe Dosis Kortison nehmen und hatte dann fünf Jahre Ruhe. Bis es auch den zweiten erwischt hatte und es schlimmer als je zuvor kam. Das zu lesen, war natürlich total schockierend für mich. Ich kann nur hoffen, dass das nicht immer so ist. An so eine Möglichkeit hab ich noch gar nicht gedacht.


Zunächst wusste man keinen Rat und so konnte er eine lange Zeit nicht ohne Hilfe sein, weil er keine einzige Minute Ruhe hatte. Auch immer hinfiel, wenn er aufstehen wollte … etc. etc. …

ich kann mir das alles gar nicht vorstellen. Ich wöllte so nicht leben. Aber er hat den Mut nicht verloren, und als man endlich erkannte, wo das Problem war, hat er viele Übungen gemacht über eine lange Zeit, hat nie aufgegeben. Bewundernswert. Heute hätte er es ganz gut im Griff, wie da geschrieben stand. Wortwörtlich weiß ich das nicht mehr so genau.


Solche extrem schrecklichen Erkrankungen machen mir Angst. Eigentlich sollte ich gar nichts darüber lesen, aber wenn man selbst betroffen ist, interessiert es einen halt doch.

Mir zeigt es auch immer wieder, wie wichtig es ist, jeden guten Moment zu nutzen, dankbar dafür zu sein, ihn erleben zu können. Und das bin ich wirklich, dankbar für jeden schönen, schmerz- und sorglosen Moment! Selten genug, dass alles passt. Das muss es auch nicht, auch das weniger Gute gehört nun mal zum Leben, aber für diese ganz besonders kostbaren Augenblicke, die einem das Leben schenkt, bin ich von ganzem Herzen dankbar!

Morgentau 29.07.2018, 13.29 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Dankbar

Ja, dankbar bin ich für jeden Tag, der ohne „besondere Vorkommnisse“ vergangen ist.

Das wird mir oft auch dann mal wieder bewusst, wenn ich Schlagzeilen über Schicksalsschläge lese, die irgendwem widerfahren sind. Das passiert jeden Tag … rund um die Uhr … immer.

Immer passiert etwas, das das Leben von jemanden so stark verändert, dass nichts mehr ist, wie es war.

Ja, ich habe es selbst erlebt. Aber die von anderen berühren mich auch immer wieder, vor allem, wenn man mehr von diesen Menschen erfährt, so dass man sich ein Bild machen und sich die Situation vorstellen kann. Wobei letzteres oft schwierig ist … jeder Mensch empfindet anders … geht anders mit Schicksalsschlägen um.

Mitzuerleben, wie ein Freund tödlich verunglückt, womöglich selbst nicht ganz schuldlos daran zu sein, wie geht man mit so einem Schicksalsschlag um? Etwas, was ich mir nicht vorstellen kann.

Oder wenn der geliebte Mensch plötzlich ein Pflegefall wird. Wie schaffen es Menschen, diese Aufgabe zu übernehmen? Ich könnte noch viele solcher und ähnlicher Beispiele nennen.

Wenn ich davon höre oder lese, schäme ich mich immer richtig, über welche Belanglosigkeiten ich mir manchmal den Kopf zerbreche. Auch komme ich mir dann richtig schwach vor, dass ich nicht mehr leisten kann und schnell in Panik gerate über Vorfälle, die sich oft im Nachhinein als Bagatelle oder ganz normale Alltagshürde erweisen.

Ja, ich bin so dankbar, wenn mir (weitere) schlimme Schicksalsschläge erspart bleiben. 

Aber ich will an mir arbeiten, manche Dinge weniger tragisch zu nehmen, sondern einfach nur froh zu sein über all das, was rund läuft in meinem Leben. Denn so wenig ist das wirklich nicht.

Danke!

Morgentau 11.07.2018, 19.10 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL