Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Bonne nuit :-)
12.4.2018-20:32
Ingrid
Hab ein schönes Wochenende!
Alles Liebe - Ingrid
17.3.2018-11:35

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Es ist ja nicht nur so

dass man sich in dem Gesetzesdschungel nicht auskennt und sicher selbst Fachleute damit total überfordert sind und keine sichere Linie mehr garantieren können, es kommen auch ständig neue Dinge hinzu. Schlicht … also einfach ganz bescheiden zur Freude von gleichgesinnten Menschen, das geht einfach nicht. Es muss sich immer etwas verändern, tolle neue Funktionen geben, damit der Spaß erhalten bleibt, weil sich Mensch so schnell langweilt und ständig neue Kicks braucht.

Das kotzt mich so an.

Wir stillen kleinen Menschen haben in dieser Welt keine Chance mehr. Es war schon immer schwierig für uns, aber jetzt ertappe ich mich manchmal bei dem Gedanken … „Hoffentlich packe ich das wenigstens ein paar Jahre noch, … hoffentlich kann ich mich irgendwie noch durch mein restliches Leben schmuggeln, ohne Gefahr zu laufen, zum Schluss noch durch die Hölle gehen zu müssen.“

Krasse Gedanken, das gebe ich zu, aber so fühle ich manchmal.

Dass immer alle in einen Topf geschmissen werden, ist in manchen Bereichen einfach nicht fair. Aber das kapiert ja niemand. Höchstens ein leiser Mensch. Aber der wird immer wieder von der lauten Masse überhört. Also keine Chance.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass ich ... dass wir trotzdem immer Wege für uns finden … stille, bescheidene, friedliche Wege, die wir gehen dürfen, ohne, dass sich wieder einer in den Weg stellt.

Morgentau 04.05.2018, 16.29 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Manchmal denke ich

diese Internetprobleme, die ich derzeit habe, und dieses neue, undurchschaubare Gesetz, das so viele liebe Blogger zum Rückzug zwingt, sind auch markante Zeichen für mich, eine Änderung herbeizuführen. Vielleicht ist es ja auch für mich an der Zeit, mich von diesem so schönen und erfüllenden Hobby zu verabschieden. Traurig würde es werden, sehr sehr traurig, keine Frage.

Mir würde es total fehlen. Ihr würdet mir fehlen. 

Aber ob es künftig noch die Freude machen wird, wage ich eh zu bezweifeln.


Noch warte ich ab und hoffe, hoffe von ganzem Herzen, aber wie gesagt, die Zeichen sprechen eine andere Sprache … :(

Morgentau 04.05.2018, 07.36 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

So viele Informationen

jeden Tag. Sie stürmen auf uns ein, ob gewollt oder nicht. Einige nehmen wir wissbegierig auf, weil sie uns interessieren oder begeistern, auf andere könnte man gern verzichten. 

Den Letzteren versuche ich auszuweichen, was nicht ganz einfach ist. Aber ich muss mich schützen, sonst platzt mir der Kopf.




Hab mich lange mit der korsischen Reiseleiterin (die auf Korsika lebt) darüber unterhalten. 

Es ist immer interessant, außergewöhnliche Meinungen zu erfahren, die von den meisten abweichen. Solche finde ich spannend, machen mich neugierig, vor allem die Erfahrungswerte, die evtl. auch für das eigene Leben dienlich sein könnten.




Von allem lösen und nur auf das Wesentliche (was man als das für das eigene Leben erachtet) konzentrieren, das ginge bei mir nicht. Das könnte ich nicht. Aber noch mehr blockieren, manche Dinge einfach nicht an mich herankommen lassen, das zu lernen, lohnt sich auf jeden Fall. 

Sich nicht verführen lassen von Dingen, die diese Aufmerksamkeit nicht verdient haben.

Es ist nicht einfach, aber echter Wille und Übung können bei der Umsetzung helfen.




Es schützt zudem vor unguten Gefühlen, Ängsten und all den Beschwerden, die hier oft ihren Ursprung haben.

Der Frühling ist ein guter Trainer. Er vermag es wunderbar, dass ich den Focus hauptsächlich auf ihn richte …



Morgentau 01.05.2018, 15.00 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Ein eigenartiges Gefühl

wenn plötzlich hinter dem Zaun zum Nachbarn neue Gesichter auftauchen.

Ein Leben lang kannte man die Familie, hat durch die wohnliche Nähe Freud und Leid mitbekommen, war Zeuge, wie sie im Laufe der Jahre älter wurden, wie sich die Familienverhältnisse änderten durch Hochzeiten, Todesfälle und Geburten. 

Kinder kamen in die Schule … wurden erwachsen, zogen weg. 

Zurück blieb eines Tages nur noch die Mutter. 

Es wurde ruhig um das Haus, bis auch ihre Stimme für immer verstummte.


Einige Zeit stand das Haus leer. Es dauerte ein Weilchen, bis man sich daran gewöhnt hatte, dass niemand mehr durch den Garten lief und im Haus kein Licht mehr brannte. 


Plötzlich war es ganz still ... nach all den Jahren voller Leben.


Und nun sind dort "fremde" Menschen. Der Lauf des Lebens ... eigentlich ganz normal ... 

und doch irgendwie auch befremdlich ... traurig.

Mir ist halt immer, als lebten die "Bauers" noch. Ich wähne sie immer noch hinter den

Mauern ihres Hauses. Aber plötzlich laufen da Fremde herum ... wenn ihr vesteht.



(Das Haus auf dem Foto hat nichts mit meinen Gedanken in diesem Eintrag zu tun. 

Aber seine Geschichten hat es sicher auch ... )

Morgentau 26.03.2018, 17.46 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Die Dinge des Lebens

Denkt ihr vielleicht auch manchmal daran, was mit all den Dingen passiert, die zu eurem Leben gehören, die ihr im Lauf eures Lebens angeschafft und bewahrt habt, falls ihr plötzlich nicht mehr da seid?

Dinge, von denen ihr euch nicht trennen könnt oder mögt, weil sie zu euch gehören, ihr sie jeden Tag braucht oder ihr sie einfach lieb habt. Ob wir in unsere Wohnung zurückkommen, wenn wir sie morgens verlassen, oder nicht ... sie bleiben in jedem Fall zurück.


Ein krasses Thema, ich weiß. Die meisten denken sicher an so etwas gar nicht, was ja auch gut so ist. Aber seit ich erleben musste, wie es ist, wenn ein Mensch mitten aus dem Leben gerissen wird, kommen mir auch solche Gedanken.

Viele von den Dingen, die mein Mann irgendwann zum letzten Mal berührt hat, sind noch da. Ein Teil seines Lebens, den ich bewahren möchte, auch wenn es noch immer nicht ganz schmerzfrei ist, sie zu sehen. Sie symbolisieren sein Leben. Dinge, die ihn begeisterten.


So auch seine unzähligen Bücher. Gestern zog ich eines aus dem Regal, in dem sich noch ein Lesezeichen befand … „Käpt`n Blighs Alptraum“ – Die Wahrheit über William Bligh, den Kapitän der legendären Bounty.

Dort hat er irgendwann aufgehört zu lesen, kam nicht mehr dazu, es zu Ende zu lesen …

Ein Schauer durchfuhr mich. Ich nahm es in die Hand und las ein wenig auf der Seite, in der das Lesezeichen steckte. Ich stellte mir vor, wie es war, als er es in das Regal schob … damals, nichts ahnend, dass es zum letzten Mal geschah.


Wie kostbar doch jeder Tag ist ...


Wie oft stelle ich mir vor, wie es wäre, würde er noch leben. Was wir alles gemeinsam erlebt hätten, noch erleben würden.

Ganz normal wäre es, dass wir Freud und Leid teilen … Tag für Tag. Schön und so selbstverständlich. Dabei ist es nicht selbstverständlich. Ganz und gar nicht.

All das Schöne, das wir sicher zu haben glauben, und die Menschen, die dazu gehören, sind ein Geschenk, das wir jeden Tag verlieren könnten.


Wir können die Zeit nicht zurückdrehen, keinen einzigen Moment wiederholen oder nachholen.

Wir können nur im Jetzt leben, uns bewusst machen, wie kostbar all dies ist, was zu uns gehört.

Dankbar sein für die Dinge des Lebens.

Morgentau 13.03.2018, 16.42 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL

Manchmal

ist es richtig unheimlich, wie oft es Montagmorgen ist. War das nicht erst gestern?

Ist es tatsächlich schon wieder soweit?

Irgendwie kann ich tun oder lassen, was ich will, es ändert nichts an meinem Gefühl, dass sich die Uhren viel viel schneller drehen als früher.

Es heißt, kurz vor dem Tod läuft das ganze Leben noch einmal an einem vorbei.

Ich muss da gar nicht so lange warten, denn solche Momente habe ich oft, in denen plötzlich Bilder aus meiner Vergangenheit in meinem Kopf auftauchen, die längst vergessen schienen.

Vorallem die Bilder aus meiner Kindheit, die gefühlte Ewigkeiten zurückliegen. Und doch sind sie plötzlich wieder da mit all dem, was ich so liebe. Der Garten meiner Großmutter … das Sternmühlental, durch das wir so oft gewandert sind … der Ruf der Schwälbchen, der mich immer an die Sommer erinnert … und so vieles mehr. In meinen Erinnerungen war die Zeit viel viel ruhiger und bescheidener. Meine Zeit.

Die heutige Zeit ist nicht mehr meine. Kommen mir deshalb so oft diese Erinnerungen? Habe ich deshalb in stillen Momenten diese Bilder im Kopf?

Oft völlig zusammenhanglos von dem, was ich gerade erlebe. Wieso sie so plötzlich auftauchen, kann ich mir anders nicht erklären. Fließt vielleicht gerade Blut durch diese oder jene Erinnerungskammer im Gehirn und kitzelt die dort gespeicherten Daten, so dass sie mir erscheinen?


Aber wie dem auch sei, es sind viele schöne Erinnerungen dabei, über deren Erscheinen ich mich freue. Ich meine sogar, dann einen kleinen warmen Schwapp durch meinen Körper zu spüren.

Ich überlege, ob ich das damals auch so empfunden habe, als ich all diese Momente erlebte.

War es mir damals schon bewusst, wie wertvoll sie sind und dass ich sie für immer speichern werde? Schließlich sind es nur auserwählte Momente von millionen anderen, die man im Lauf seines Lebens erlebt. Unzähliges filtert man ja aus und vergisst es sofort wieder.

Und doch sind es manchmal scheinbar banale Dinge, die jetzt im Nachhinein betrachtet … manchmal sogar nach Jahrzehnten … diese Erinnerungen wach rufen und diese warmen Empfindungen auslösen. Mir zeigen sie, dass sie mir gut getan haben im Leben, auch wenn mir so manches sicher damals gar nicht so bewusst war. Obwohl ich auch als Kind viel nachgedacht habe … immer eigentlich. Haben mir meine Träume schon damals geholfen, mit der traurigen Seite in mir besser klarzukommen? Ich denke, es muss so gewesen sein.

Ich bin dankbar für diese Erinnerungen, die mir das gute Gefühl geben, … was immer auch passiert, was immer das Leben noch mit mir vorhat oder für Hürden in den Weg stellt, … diese wunderbaren Momente kann mir niemand nehmen, die habe ich erlebt … gefühlt.


Aber was ist, wenn sich die Uhren so schnell drehen, die Tage vollgepackt sind bis obenhin?

Bleibt da überhaupt noch etwas haften? 

Werden sich die Kinder von heute auch später an ihre Kindheit erinnern können ... 

und was wird das sein? Was sind heute die besonderen Momente für sie?

Morgentau 12.03.2018, 07.34 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Jeden Morgen

diese Kälte und das Zitterlein. Wie soll das erst kommende Woche werden?
Gestern hatte ich schon so eine Phase, wo ich mich gar nicht erwärmen konnte. Da ist auch diese Kälte von Innen heraus, dann helfen weder Schichten Klamotten noch Decken. Das ist dieser fiese fiese eisige Wind, ich hasse ihn.
Bewegung hilft, aber dazu fehlt die Kraft. Nein, mir hilft nur Wärme ... Wärme, Licht, Sonne ... Farben ...
ich will Frühling!!!!!!!

Morgentau 23.02.2018, 06.56 | PL

Gestern

hab ich zum ersten Mal in diesem Jahr so ein Fünkchen der Vorfreude in mir gespürt.

Ich saß im Bus auf der Heimfahrt, schaute auf die vorbeifließende Landschaft, da fühlte ich es plötzlich in mir. Wie eine Sternschnuppe huschte es durch meinen Körper. Ein kleines Aufflimmern für den Bruchteil einer Sekunde. Das war so ein schönes Gefühl.



Morgentau 07.02.2018, 09.18 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Ja

vor vier Wochen hätte ich mich gefreut über das Wetter. Es hätte mich so richtig auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Aber heute? Neee, heute freut mich kein Schnee, da kann er noch so leise rieseln. Denn Schnee bedeutet Kälte, eklige nasse Kälte, und Rutschpartien, Matsch … tränendes Auge und laufende Nase. Das einzig Schöne an dem Wetter ist die Vorfreude auf den Frühling, die da wächst und wächst …




Jetzt blogge ich bald 16 Jahre, aber ich wette, jedes Jahr zu dieser Zeit war ich am Motzen. Und das kann noch bis in den März reingehen …

Also wer das nicht erträgt, meidet lieber diesen Ort.




Heute morgen bin ich vom Schneesturm aufgewacht. Das ging so heftig ab, dass ich das Gefühl hatte, da draußen rast ein Zug auf uns zu. Inzwischen hat es sich wieder beruhigt und flockt nur noch leicht vor sich hin. Aber rutschig und kalt ist es, aber ich wiederhole mich …


Bissel schwindlig ist mir auch wieder seit drei Tagen. Seit es wieder kälter geworden ist.

Das hab ich auch schon erzählt? Ach, ich hör schon auf zu jammern …


Themawechsel. Habt ihr schon Urlaubspläne für dieses Jahr? Oder bleibt ihr zuhause, wo es ja sicher auch noch genügend Schönes zu entdecken gibt. Ich weiß noch nicht, was ich mache, obwohl die Sehnsucht natürlich schon wieder groß ist. Wer weiß, wie lange es noch möglich ist. Daran muss ich immer denken. Schließlich werde ich auch nicht jünger.




Ich bin noch nie geflogen, war noch niemals in New York … und in sooooo vielen Ländern der Erde noch nicht. Aber das muss auch nicht sein, ist mir eh zu unsicher geworden alles. Ganz zu schweigen von der Anstrengung. Das würde ich eh alles nicht packen.

Da schau ich dann lieber mal so eine Länderreportage oder schöne Doku an, das genügt mir.


Aber einmal im Jahr das Meer sehen, das wäre schon schön. Und die Berge natürlich.

Zum Glück sind meine geliebten Wälder ganz nah. Wenn aus dem Ferneschweifen nichts wird, dann bleiben mir in jedem Fall die wunderschönen Wälder, die ich so liebe. Hach, ist das schön ... dieser Gedanke.




Ja, immer daran denken …

Morgentau 17.01.2018, 09.11 | (13/13) Kommentare (RSS) | PL

Veränderungen

Es gibt Jahre, da passiert gefühlt nicht allzu viel in der näheren Umgebung. Alles geht seinen gewohnten Gang. Man weiß, welcher Nachbar morgens zuerst das Haus verlässt, sieht einen anderen jeden Abend nach Hause kommen, begegnet einer weiteren Nachbarin jeden Morgen mit ihrem Hund und lebt mit all diesen Alltäglichkeiten, den Begegnungen und Beobachtungen, die zum Leben gehören. Die Kinder wachsen fast unbemerkt und eines Tages stellt man erstaunt fest, wie groß sie schon geworden sind, und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist.




Dann gibt es Jahre, da verändert sich plötzlich alles. Häuser werden abgerissen, neue gebaut, Kinder entwachsen ihren Kinderschuhen und ziehen fort, Menschen werden alt und sterben … und während einem viele neue Gesichter begegnen, verschwinden die vertrauten mehr und mehr.

So geht es mir derzeit. Alles verändert sich hier in meiner Umgebung und manches tut richtig weh.




Gestern unterhielt ich mich mit einer Nachbarin, der es auch so geht. Die „neuen Gesichter“ wären nicht mehr so freundlich, die Menschen verändern sich, meinte sie. Was aber auch daran liegt, dass es immer mehr werden, auch hier in der Siedlung. Früher ein überschaubares Dorf mit vielen kleinen Häusern und ganz viel Wiesen dazwischen. Heute ist alles zugebaut, enger geht es kaum.

Dazwischen große Mehrfamilienhäuser. Ein Dorf ist es schon lange nicht mehr.

Ich weiß, man kann Entwicklungen nicht aufhalten, aber diese Erkenntnis ist auch kein Trost ...

Morgentau 10.01.2018, 10.08 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL