Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Dankbar

Ja, dankbar bin ich für jeden Tag, der ohne „besondere Vorkommnisse“ vergangen ist.

Das wird mir oft auch dann mal wieder bewusst, wenn ich Schlagzeilen über Schicksalsschläge lese, die irgendwem widerfahren sind. Das passiert jeden Tag … rund um die Uhr … immer.

Immer passiert etwas, das das Leben von jemanden so stark verändert, dass nichts mehr ist, wie es war.

Ja, ich habe es selbst erlebt. Aber die von anderen berühren mich auch immer wieder, vor allem, wenn man mehr von diesen Menschen erfährt, so dass man sich ein Bild machen und sich die Situation vorstellen kann. Wobei letzteres oft schwierig ist … jeder Mensch empfindet anders … geht anders mit Schicksalsschlägen um.

Mitzuerleben, wie ein Freund tödlich verunglückt, womöglich selbst nicht ganz schuldlos daran zu sein, wie geht man mit so einem Schicksalsschlag um? Etwas, was ich mir nicht vorstellen kann.

Oder wenn der geliebte Mensch plötzlich ein Pflegefall wird. Wie schaffen es Menschen, diese Aufgabe zu übernehmen? Ich könnte noch viele solcher und ähnlicher Beispiele nennen.

Wenn ich davon höre oder lese, schäme ich mich immer richtig, über welche Belanglosigkeiten ich mir manchmal den Kopf zerbreche. Auch komme ich mir dann richtig schwach vor, dass ich nicht mehr leisten kann und schnell in Panik gerate über Vorfälle, die sich oft im Nachhinein als Bagatelle oder ganz normale Alltagshürde erweisen.

Ja, ich bin so dankbar, wenn mir (weitere) schlimme Schicksalsschläge erspart bleiben. 

Aber ich will an mir arbeiten, manche Dinge weniger tragisch zu nehmen, sondern einfach nur froh zu sein über all das, was rund läuft in meinem Leben. Denn so wenig ist das wirklich nicht.

Danke!

Morgentau 11.07.2018, 19.10 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Sommerloch

Fast schon unheimlich ist die Stille im Bloggerland. Das gab es in den 16 Jahren, die ich blogge, noch nie. Ist es die Sommerhitze, die lähmt? Zum Teil sicher schon, aber bestimmt liegt es auch an anderen Dingen. An anderen Möglichkeiten der Kommunikation z.B., die es damals zu Beginn noch nicht gab. Die Flut an Informationen jeden Tag, wir können ihr kaum noch ausweichen. Wir sind so übersättigt davon, dass das Interesse am Einzelnen, an Details mehr und mehr verloren geht.




Viele haben weder Kraft noch Interesse, dagegen anzukämpfen, und lassen sich einfach nur noch berieseln. Hauptsache, es entstehen keine Lücken, in denen man zum Nachdenken kommen könnte, denn das wäre fatal. Da könnte man plötzlich erkennen, dass irgendwas nicht mehr rund läuft, dass etwas fehlt, und zwar etwas Entscheidendes. Aber das muss jeder selbst erkennen. Die meisten wissen gar nicht, wovon ich rede, wenn ich versuche, sie darauf zu bringen. Sie stimmen mir zwar zu, aber ich spüre, dass das nur oberflächlich ist und nur geschieht, damit das Thema schnell durch ist. Fazit: „Jedem das Seine“.



Vielleicht lebt es sich ja sogar besser mit dieser Oberflächlichkeit.

In manche Dinge dringe ich schließlich auch nicht tiefer ein, um mich zu beschützen. 

Meine Seele, die das nicht verkraftet und nicht verarbeiten kann z.B. ...

Oder ich fühle mich schnell genervt, wenn mir jemand von etwas vorschwärmt, mit dem ich absolut nichts am Hut habe. Wenn man nicht ausweichen kann, kann das für mich zur Qual werden … lach.

Deshalb würde ich auch nie jemanden ein Ohr abkauen, wenn ich spüre, dass da kein Interesse vorhanden ist. Meistens meide ich es von vornherein, wo ich sowas vermute.

Eigentlich auch ein Thema für sich.




Deshalb glaube ich auch, dass es vergebliche Mühe ist, jemanden davon überzeugen zu wollen, wo er seine Prioritäten setzen und auf was die Aufmerksamkeit lenken soll. Das muss und kann echt jeder nur für sich selbst entscheiden. Aber Interesse wecken, das geht. Und doch kommt auch das von Innen und nicht von Außen. Außen ist das „Projekt“, die Neugier darauf kommt von Innen. Aber wurscht. Ich glaube, mir steigt auch die Hitze zu Kopf … lach.




Die Luft ist gewitterträchtig, drückend, lähmend. Selbst den Vögelchen scheint ihr Lied heute nur schwer durch das Schnäbelchen zu gehen.

Etwas flügellahm fühle ich mich auch, dabei wird es wieder ein langer Tag.

Aber auch der geht vorüber. Hoffentlich ohne Unwetter. Das wünsche ich uns allen!

Morgentau 05.07.2018, 08.00 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL

Ausgewechselt

Wie es sich anfühlt, zu fliegen, kann man simulieren. Wie man mit zu viel Alkohol den Boden unter den Füßen verliert, kann man austesten. Auch, was Schmerzen bedeuten, kann jeder nachvollziehen, obwohl es da von Mensch zu Mensch auch Unterschiede gibt.

Aber was mich mal interessieren würde, … wie es ist, anders zu fühlen, ganz anders als ich empfinde, also nicht hochsensibel zu sein, sondern … kommunikativ, locker, selbstbewusst, aber auch affektiert, arrogant oder cholerisch, um mal ein paar Charakterzüge zu nennen.

Wie fühlt sich das an, wenn man so ist vom Wesen her? Wenn das, was andere als auffallend bezeichnen, beneidenswert oder abartig finden, für einen selbst ganz normal ist, weil man nun mal ist, wie man ist. Wie ist es, kein Mitgefühl zu empfinden, keine Angst? Wie fühlt man sich, wenn einem das Lernen total leicht fällt und man enorm viel Wissen behalten kann … oder wenn man eine besondere Gabe hat, für die man bewundert wird?

Was empfindet ein Mensch, der nicht zu Liebe fähig ist, der nur Hass in sich fühlt und gewalttätig ist. Ist das überhaupt ein Gefühl oder reagiert er nur als Auslöser eines chemischen Prozesses im Gehirn? Ist so ein Mensch nicht das bedauernswerteste Geschöpf überhaupt? Und liegt es wirklich und wahrhaftig an seinem Wesen oder könnte man das ändern?

Beeinflussen ja, aber der Grundwesenszug, der wird sich doch sicher niemals ändern.

Ein Extrovertierter kann auch nie zum Introvertierten werden und umgedreht, ganz gleich, wie sein Leben verläuft.

Ich kann es mir einfach nicht vorstellen und im Fall von einem Sadisten möchte ich es auch nicht austesten.

Aber ansonsten fände ich so einen kurzen Einblick in eine andere Seele schon spannend.

Obwohl ich glaube, dass es einfach unmöglich ist, anders zu empfinden, weil man dann ja ein anderer Mensch wäre. Wie also sollte so was funktionieren?

Gute Schauspieler können das und haben auch schon davon berichtet, wie sie über sich selbst erschrocken sind, wenn sie „diesen anderen“ in sich gefühlt haben.

Wenn ich es recht bedenke, ist es doch irgendwie bissel gruslig ...

Ich weiß, ich hab mal wieder meinen Spinnigen, aber so Zeugs geht mir halt auch manchmal durch den Kopf.

Morgentau 29.06.2018, 18.39 | (0/0) Kommentare | PL

Auf der anderen Seite

der Straße stehen zwei Männer und unterhalten sich angeregt.

Einer davon sieht aus der Entfernung genau aus wie mein Mann … damals vor ca. 10 Jahren.

Ich sehe oft Männer im Augenwinkel oder aus gewisser Entfernung, wo ich sofort denke, dass er es ist. Natürlich weiß ich, dass er es nicht ist, aber haltet mich ruhig für verrückt … 

mir gefällt der Gedanke, er könnte es sein, wenn er noch leben würde. Ganz gleich, ob er mit dem Rad gefahren kommt oder hinter dem Steuer eines Autos sitzt … ob ich ihn wie jetzt irgendwo stehen oder laufen sehe. Dann träume ich für ein paar Sekunden, wie es wäre, wenn er da gefahren käme … von der Arbeit oder woher auch immer. 

D.h. in meinem Tagtraum stelle ich es mir einfach vor, wie es wäre … ich hätte das Essen fertig und würde aus dem Fenster sehen, ob er schon kommt … und da sehe ich ihn … und freu mich, denn gleich können wir essen und uns unterhalten.

Für ein paar Sekunden ist es wie damals … spüre ich dieses Gefühl in mir, wie es wäre, wenn er nicht gestorben wäre. Ein paar Sekunden nur und doch so schön.

Ich hoffe, ich hab mich jetzt nicht zu umständlich ausgedrückt. Falls doch, dann ist das auch nicht schlimm. Vergesst es wieder. Es muss ja auch keiner verstehen.


Jedenfalls entdeckte ich diesen - „meinen“ - Mann gerade auf der anderen Straßenseite.

Und was hab ich gedacht, als ich ihn gesehen habe?

„Mit wem labert er denn nun schon wieder … das Essen wird kalt!“

Morgentau 12.06.2018, 14.45 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Auffallend ruhig

ist es im Bloggerland geworden. Wenn ich da an die ersten Zeiten denke …

Aber dass es jetzt schon so lange geht, ist eh ein Wunder, wo Mensch doch stets nach Neuem strebt.

Ich blogge nun schon seit 16 Jahren. Musste direkt nochmal nachschauen, ob das auch wirklich stimmt. Ja, es stimmt, und das ist doch echt eine Leistung. Von dieser (für mich) ersten Bloggemeinde sind nur ganz wenige noch dabei. Bei manchen fand ich das wirklich schade, … sie hätte ich gern noch ein Weilchen begleitet. Aber so ist es nun mal … alles verändert sich.




Ich bin eigentlich ein sehr anhänglicher Mensch. Dinge oder Wesen, die ich mag oder mit denen ich gut klarkomme, denen bin und bleibe ich auch treu. Warum soll ich immer wieder nach Neuem Ausschau halten, ich brauch das nicht. Im Gegenteil – ich stelle mir das schrecklich anstrengend vor, wenn man immer eine Steigerung braucht. Mag sein, dass es den Geist anregt, sich immer wieder mit neuen Dingen befassen zu müssen oder können, aber ich bin da anders.


Wie oft bin ich schon gefragt worden, ob ich mir diese oder jene Kamera jetzt zulegen würde, die noch mehr Funktionen zu bieten hat, und sooo viel mehr kann als meine „überholte“ Kamera.

Aber ich liebe meine alte Kompakte, bin immer noch glücklich und zufrieden über unsere Partnerschaft, warum also sollte ich mich davon trennen? Nö.


Hab auch noch einen alten mp3-Player und alte Boxen. Sie zählten damals zu den Besten und das hat sich bewährt. Ich liebe sie und werde mich auf keinen Fall vor der Zeit von ihnen lösen.

Im Gegenteil … ich bin dankbar, dass sie mir so lange die Treue halten. Viel zu oft geht etwas viel zu schnell kaputt, obwohl einst so angepriesen.




Mit Menschen ist es ähnlich. So lange ein gegenseitiges Verständnis und Vertrauen da ist, gibt es für mich keinen Grund, mich zu distanzieren.


Müde bin ich und leicht blöd im Kopf. Wie es euch geht, brauch ich glaub gar nicht fragen.

Noch ist es ruhig draußen. Dass dieser Eindruck trügerisch ist, kann (und will) ich eigentlich gar nicht glauben. „Das geht so bis mindestens Dienstag weiter“ … meinte der Wettermann heute morgen, und erwähnte in diesem Zusammenhang auch den Klimawandel. Leider nicht die einzige traurige Tatsache. Kein Wunder, dass ich an Bewährtem so festhalten mag.

Morgentau 06.06.2018, 12.55 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL

Wahrnehmung

Was ist es nur, dass wir manchmal das Offensichtliche nicht sehen … nicht wahrnehmen?

Dass die Wahrnehmung der Menschen unterschiedlich ist, ist natürlich.

Aber warum ist das so? Warum sehen Menschen so unterschiedlich, warum sieht einer etwas, was tausend andere nicht sehen und umgedreht?

Warum muss man manche Menschen erst auf etwas hinweisen oder es ihnen erklären, was doch eigentlich so offensichtlich ist?

Warum sind wir manchmal einfach blind?


Vieles hängt davon ab, mit was ein Mensch sieht bzw. wie er etwas wahrnimmt, ob mit dem Verstand oder dem Herzen. Und um was es sich handelt, ganz klar.

Der eine schaut in eine defekte Maschine und erkennt sofort, warum sie nicht mehr funktioniert. Ein anderer (wie ich) schaut vermutlich bei so einer Geschichte wie die Sau ins Uhrwerk … lach.

Anderen fehlt es an Ästhetik, dem einen mehr, dem anderen weniger.


Ich persönlich finde es zwar toll, wenn man technisches Verständnis hat, aber die Ästhetik ist mir tausendmal wichtiger. Die Schönheit der Dinge wahrnehmen zu können, aber auch zwischen Nuancen abwägen und Unterschiede erkennen zu können, finde ich wunderbar.

Aber wir brauchen beides, deshalb ist es gut so, wie es ist. Glücklich kann sich schätzen, wer sowohl für das eine als auch für das andere einen Sinn bzw. so einige davon hat, wobei das manchmal schon zu viel des Guten ist, weil dann der Kopf schnell raucht und das Herz überläuft. Na ja, immer noch besser, als ein Blindgänger zu sein. 



Morgentau 03.06.2018, 13.26 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Wenn ich Zeuge werde

durch welche Odyssee manche gehen müssen, weil sie schwer krank sind, dann wird mir immer ganz anders. Hab das ja auch selbst miterlebt innerhalb der Familie und am eigenen Leib. Das vergisst man jedoch schnell wieder, wenn es soweit allen gut geht und keine fortwährenden Termine, Behandlungen oder noch Größeres zu bewältigen ist, das das Leben völlig verändert.

Dabei gibt es nichts Wertvolleres, wenn einem all diese Dinge erspart bleiben.

Was sind dagegen diese Wehwehchen, unter denen man zuweilen zu leiden hat.

Man nimmt seine Medikamente ein und diesen oder jenen Arztbesuch wahr, und lebt ansonsten ganz gut ohne all diese Aufregung, körperliche und seelische Höchstbelastung.

Manno … das ist so so kostbar und man kann nur von Herzen dankbar sein für jeden Tag, den man ohne diese extremen Einschränkungen erleben kann bzw. darf.

Mag sein, dass es der eine leichter nimmt als der andere, aber für mich sind diese Dinge so frappant, ja schlimm und die Angst davor so groß.

Wenn man einen starken Partner hat, der dann an seiner Seite steht und selbst noch genügend Kraft besitzt, den anderen zu stützen, kann man von Herzen froh sein. Aber wo das nicht der Fall ist, ist der Betroffene auf Hilfe von anderen angewiesen. Und das kann jeden treffen, früher oder später.

Man kann sich heute noch völlig gesund fühlen und eines Tages passiert etwas im Innern oder von Außen, das das alles zerstört. Puh, wie oft habe ich das schon erlebt. Das macht Angst und ehrfürchtig. Ehrfürchtig vor dem Leben an sich, denn es zeigt, wie zerbrechlich es ist.

Es zeigt aber auch, wie dumm wir manchmal sind, uns über Belanglosigkeiten den Kopf zu zerbrechen, statt dankbar für jeden „normalen“ Tag zu sein.

Morgentau 02.06.2018, 10.07 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Fast windstill

ist es inzwischen draußen. Nicht zu glauben, dass wir vor ca. 3 Stunden die höchste Unwetterwarnstufe hatten. Lila, was für Schwergewitter und Starkregen steht.

Großer Hagel, Orkanböen, ja sogar Tornado seien dann möglich … so stand es geschrieben.

Der Schreck war mir gehörig in die Glieder gefahren, denn die Wolken türmten und blähten sich am Himmel, dass man wirklich das Gefühl hatte, jeden Moment bricht hier das Tor zur Hölle auf.




Schnell habe ich das gesichert, was sich sichern ließ, damit im Fall aller Fälle möglichst nichts durch die Gegend fliegen kann. Ja, auch das Tigerle hab ich reingeholt, obwohl er natürlich sofort das Motzen begann, weil er naturgemäß nicht nachvollziehen konnte, was und wie ihm geschah.

Er liebt dieses warme Wetter, ist die meiste Zeit draußen.

Ein Tornado wäre allerdings verheerend, ich mag es mir nicht ausmalen. Selbst Sturm und große Hagelkörner … nein, das wäre so schrecklich. Wenn ich die Fotos sehe, wo die Natur erbarmungslos zugeschlagen hat, dann kann ich mir das ganze Ausmaß eigentlich gar nicht so richtig vorstellen. Es muss so schlimm sein. Das wünsche ich keinem und möchte auch ich bitte nie niemals erleben müssen.




Wie gesagt, inzwischen ist alles total entspannt und friedlich da draußen. Als sei nie was gewesen. Es ist unglaublich.

Wir sind wieder einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, denn das Gebiet zog weiter.

Der Blick auf die Radarkarte zeigt um uns herum dieses kleine freie Loch, wie auch im Nordosten, während in anderen Gegenden immer noch das Unheil seinen Lauf nimmt.

Hoffentlich gibt es keine größeren Schäden. Eine solche Wetterlage habe ich so anhaltend noch nie erlebt. Und es soll wohl noch eine Weile so weitergehen.

Kommt es wirklich so, dass diese Unwetter zunehmen, was Forscher und Meteorologen schon eine Weile für möglich halten? Man könnte es fast meinen, aber ich hoffe, es kommen auch wieder ruhigere Zeiten. Mögt ihr alle von heftigen Unwettern verschont bleiben!

Morgentau 29.05.2018, 19.22 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Es ist ja nicht nur so

dass man sich in dem Gesetzesdschungel nicht auskennt und sicher selbst Fachleute damit total überfordert sind und keine sichere Linie mehr garantieren können, es kommen auch ständig neue Dinge hinzu. Schlicht … also einfach ganz bescheiden zur Freude von gleichgesinnten Menschen, das geht einfach nicht. Es muss sich immer etwas verändern, tolle neue Funktionen geben, damit der Spaß erhalten bleibt, weil sich Mensch so schnell langweilt und ständig neue Kicks braucht.

Das kotzt mich so an.

Wir stillen kleinen Menschen haben in dieser Welt keine Chance mehr. Es war schon immer schwierig für uns, aber jetzt ertappe ich mich manchmal bei dem Gedanken … „Hoffentlich packe ich das wenigstens ein paar Jahre noch, … hoffentlich kann ich mich irgendwie noch durch mein restliches Leben schmuggeln, ohne Gefahr zu laufen, zum Schluss noch durch die Hölle gehen zu müssen.“

Krasse Gedanken, das gebe ich zu, aber so fühle ich manchmal.

Dass immer alle in einen Topf geschmissen werden, ist in manchen Bereichen einfach nicht fair. Aber das kapiert ja niemand. Höchstens ein leiser Mensch. Aber der wird immer wieder von der lauten Masse überhört. Also keine Chance.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass ich ... dass wir trotzdem immer Wege für uns finden … stille, bescheidene, friedliche Wege, die wir gehen dürfen, ohne, dass sich wieder einer in den Weg stellt.

Morgentau 04.05.2018, 16.29 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Manchmal denke ich

diese Internetprobleme, die ich derzeit habe, und dieses neue, undurchschaubare Gesetz, das so viele liebe Blogger zum Rückzug zwingt, sind auch markante Zeichen für mich, eine Änderung herbeizuführen. Vielleicht ist es ja auch für mich an der Zeit, mich von diesem so schönen und erfüllenden Hobby zu verabschieden. Traurig würde es werden, sehr sehr traurig, keine Frage.

Mir würde es total fehlen. Ihr würdet mir fehlen. 

Aber ob es künftig noch die Freude machen wird, wage ich eh zu bezweifeln.


Noch warte ich ab und hoffe, hoffe von ganzem Herzen, aber wie gesagt, die Zeichen sprechen eine andere Sprache … :(

Morgentau 04.05.2018, 07.36 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL