Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Herzensangelegenheiten

Endlich

zieht Ruhe ein. Es war ein lauter Tag … viele Fahrzeuge hin und her, dabei dachte ich, mindestens die Hälfte sei jetzt ausgeflogen.

Mein Urlaub nähert sich so langsam dem Ende. Die fünf Tage in Tirol, im schönen Zillertal, werden in besonderer Erinnerung bleiben, denn wenn ich die Fotos betrachte, spüre ich schon wieder ganz viel Sehnsucht. Hier habe ich schon viele wunderbare Tage mit meiner Familie verbracht, und immer wieder zieht es mich dahin.




Dabei könnte ich nicht sagen, wo es mir besonders gefallen hat, denn jede Gegend hat ihren eigenen Reiz und Charme … und ganz wunderbare Natur. Und Österreich hat eine hervorragende Küche, von der ich auch jedes Mal begeistert bin.




Ich bevorzuge allerdings abgelegene Unterkünfte, die Stille und Naturnähe garantieren, auch wenn das oft eine längere Anfahrt bedeutet. Aber das nimmt man gern in Kauf, und schon am zweiten Tag kommt es einen gar nicht mehr so weit von den Ortschaften entfernt vor.

Wer das Nachtleben liebt, für den ist das allerdings nichts.

Versteht mich richtig, ich liebe das Nachtleben auch, aber halt am Waldrand und möglichst auf dem Berg, wo kein Licht stört und nur die Stimmen der Natur zu vernehmen sind …



Morgentau 08.08.2018, 19.34 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Heute

fiel mir ein Foto in die Hände ... aus dem kleinen Schrebergarten meiner Eltern.

Zu sehen meine Kinder, die damals bei ihren Großeltern die Ferien verbrachten und im Garten ihren Spaß hatten, … und im Hintergrund meine Mutter, wie sie lächelt …


Ich schaute auf der Rückseite nach und der Stempel verriet mir, dass die Aufnahme vor ziemlich genau 21 Jahren geschossen wurde. Damals war meine Mutter gerade mal 7 Jahre älter als ich heute und noch niemand dachte daran, was in 20 Jahren sein würde. 

In jenem Moment gab es nur das Heute und das Gefühl, es würde niemals anders werden … niemals enden.


21 Jahre ist eine lange Zeit, aber wenn ich sie so sehe, dann ist mir, als wäre es erst vor ein paar Jahren gewesen … so gefühlte fünf Jahre meinetwegen … genau kann ich es nicht sagen. Sie ist noch so lebendig in meinem Gedächtnis, als hätte es die vielen Jahre seit jenem Augenblick gar nicht gegeben.

Die Schürze, die sie trägt, ihre Brille … ihre Art, sich zu bewegen, alles sehe ich genau vor mir, alles ist noch da. Ich seh sie das Geschirr spülen … auf dem kleinen Tisch vor der Gartenlaube, wie sie danach das Spültuch auf die Leine hängt, die mit dem Sauerkirschbaum verbunden ist … alles, alles sehe ich vor mir, jedes noch so kleine Detail ist in meinem Gedächtnis haften geblieben. Ich könnte alles haargenau beschreiben. Auch die Geräusche von einst … oder ihre Worte … ihre Gebaren …


Es tut so weh, weil all das nicht mehr ist, aber es ist auch schön, zu spüren und zu wissen, dass sie irgendwo immer weiterleben wird … in meinen Gedanken, Erinnerungen … 

in meinem Herzen.

Morgentau 06.08.2018, 20.41 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Wasser

hatte schon immer etwas Magisches für mich. Vermutlich fühlte ich mich schon im Fruchtwasser wohl. Dank meines Vaters, der diese Liebe von Beginn an filmisch und fotografisch festgehalten hat, gibt es auch ausreichend Beweise dafür.

So wollte ich schon als Baby nicht aus dem Zinkasch oder später der Wanne … und die erste Bekanntschaft mit dem Freibad im zarten Alter von 1,5 Jahren endete auch mit Tränen und einem Wutanfall, weil man mich aus dem kleinen Plantschbecken zog, aus dem ich einfach nicht mehr heraus wollte. Dass es aus Sorge geschah, verstand ich natürlich noch nicht. 

Für mich muss es ein Herausreißen aus dem Paradies gewesen sein, so, wie ich es in dem Alter halt empfand und reagiert habe.




Aus gesundheitlichen Gründen und dem Anraten der Ärzte, schickten mich meine Eltern sehr früh in einen Schwimmverein. Ich glaube, eine bessere Erkrankung konnte ich nicht haben, wenn ihr mich richtig versteht. Dadurch lernte ich schon so früh das Schwimmen, was mir Zeit meines Lebens nur Freude gebracht hat, zumal ich ansonsten nicht gerade eine Sportskanone bin und es zu keinen hervorragenden Leistungen brachte.

Natürlich nagt so etwas am Selbstwertgefühl, aber als ich später beim Schwimmunterricht allen anderen sozusagen davon geschwommen bin, hatte ich wenigstens in dem Moment das Gefühl, nicht ganz ungelenk und lasch zu sein … hihi.




So, wie ich gern in den Wald gehe, die Ruhe und Einsamkeit liebe, so genieße ich es auch, ganz weit hinaus zu schwimmen … mich vom Wasser tragen zu lassen oder auf dem Rücken liegend die Wolken zu beobachten, während mir kleine zarte Wellen um die Ohren schwappen …

Ich brauch diesen Ganzkörperkontakt zum Wasser … Bootsfahrten reizen mich eigentlich gar nicht so. Schön ist allein der Blick auf das Meer oder dem See, aber meine Liebe gehört dem Wasser, das mich trägt und erfrischt …

Ach ja, welch wunderbares Thema an diesen heißen Tagen … ;-)



Wie unbeschreiblich dankbar ich für diese Liebe bin. Es ist so wichtig, sich das hin und wieder einmal bewusst zu machen. Dieses Empfinden, dieses große Glück ...

Von ganzem Herzen danke dafür!

Morgentau 06.08.2018, 18.26 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Es schläft sich gut

in Omis Schoß ...


Morgentau 29.07.2018, 11.16 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

Seit ich Urlaub habe

muss ich oft überlegen, welchen Wochentag wir eigentlich haben. So dachte ich gestern ständig, wir hätten schon Samstag. Und heute ist es so ungewöhnlich ruhig da draußen, dass sich das fortsetzt und ich immer glaube, dass heute Sonntag wäre.

Aber … juchhu … heute ist erst Samstag. Es liegen noch viele freie Tage vor mir … ich freu mich.

So kann ich mich langsam bewegen an diesen heißen Sommertagen.




Für heute sind Gewitter vorhergesagt. Ein Korridor habe sich gebildet, der wohl auch unsere Region in die Gefahrenzone rücken lässt. Also regnen darf es gerne ausgiebig, aber vor Sturm und Hagel habe ich Angst. Hoffentlich kommt es nicht so heftig. Man muss ja heutzutage mit allem rechnen.




Ganz spontan waren wir ein paar Tage in den Bergen, genauer gesagt: im schönen Zillertal.

Was soll ich sagen … es war ein Traum. Ich habe so viele Eindrücke gesammelt, dass mein Herz schier am Überlaufen ist. Es gibt so viele wunderbare Ecken und Plätze, auch wenn es immer mit Anstrengung verbunden ist, sie zu erreichen. Aber wenn ich dann ganz oben auf dem Berg bin und manchmal sogar mitten in den Wolken … dann fühlt sich das so befreiend und erhebend an, dass ich einfach nur von Herzen dankbar bin, dies erleben zu dürfen.




Ihr dürft euch auf ganz viele dieser wunderbaren Momente freuen. Meine treue Digi hat sie alle festgehalten.




Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und genug Möglichkeiten, es trotz allem erträglich zu gestalten. Ganz liebe Grüße!

Morgentau 28.07.2018, 09.10 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Tigerles Traum

Was träumst du, kleiner Tiger,
wenn du im Rasen liegst?
Zuckst du mit deinen Pfötchen,
weil du die Maus nicht kriegst?

Dringt gar ein frecher Fremdling
schamlos in dein Revier?
Ganz klar, das wär ein Unding,
jag ihn schnell weg von hier.

Ich mag, wenn du so da liegst,
so friedlich und so brav.
Träum weiter, kleiner Tiger,
ich hüte deinen Schlaf.


(C) Morgentau

Morgentau 11.07.2018, 21.16 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Eigentlich

... war er erst für den 18. Juli "angemeldet", aber er konnte es nicht erwarten.



Aber er holt auf ... :-)

(Foto ist nur kurz zu sehen!)

Morgentau 10.07.2018, 20.00 | (16/16) Kommentare (RSS) | PL

Das Höhlendrama

ging auch nicht spurlos an mir vorbei. Der Gedanke an die Situation der Kinder war/ist
unerträglich für mich. Einfach unvorstellbar. Horror pur. Ach, ich muss gar nichts erklären, gell?
Ich freu mich so sehr über die Rettung der Kinder. Wunderbar, dass es auch solche Nachrichten gibt. 
Hoffentlich sind bald alle wieder in Sicherheit.

Morgentau 09.07.2018, 17.56 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Wildblümchen

Ihr Wildblümchen am Wegesrand,

so zart und kaum beachtet.

Ums Herz zieht sich ein seidig Band,

wenn man euch nur betrachtet.


Mit Blüten, lila, gelb und blau,

auf dünnen grünen Halmen

leuchtet ihr schon im Morgentau

als Grüßchen von den Almen.


(C) Morgentau



Morgentau 09.07.2018, 17.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Cabris

Cabris-Tag heißen bei uns solche Tage, die schon morgens den Himmel in diesem ganz speziellen Blau erscheinen lassen. Das ist nicht nur dieser nahtlos blaue Himmel, wie wir ihn an schönen Tagen genießen können, nein, es ist ein ganz spezielles Blau, wie meine Familie und ich es damals, vor nunmehr 14 Jahren, in Cabris (Südfrankreich) erlebten. 

Ein ganz besonderes Blau, wie ich es leider nicht beschreiben kann. So ein Wundertagblau halt, das das Herz höher schlagen lässt und einem das Gefühl vermittelt, man sei im Paradies.

Ganz so fühlte ich natürlich heute morgen nicht, als ich es auf meinem Weg zur Bushaltestelle sah.

Aber mein Herz schlug schon etwas höher, denn sofort waren die Erinnerungen wieder da.

Ich weiß es noch wie heute, wir hatten beschlossen, gleich am frühen Morgen, wenn es noch nicht so heiß ist, nach Cabris zu fahren. Und genau an dem Tag, an diesem Morgen hatte der Himmel diesen einzigartigen Anstrich, dem wir dann diese Bezeichnung gaben.




Kleine Päckchen

Lauter kleine Päckchen
habe ich gepackt,
gefüllt mit
schimmerndem Sonnenlicht,
das durch das Blätterdach der Linde tropfte,
mit weißen Wattebäuschen,
die ich aus Schäfchenwolken zupfte,
mit Rosen- und Orleanderduft,
der mir
betörend um die Nase zog,
mit etwas feinkörnigem Sand,
den ich in meinen Sandalen fand,
einer Meeresbrise und
reichlich
vom lauen Abendwind,
der die heißen Gedanken kühlte
in
jenem Sommer.

Hab alles fest verschnürt,
damit nichts verloren geht
für die Zeit des Vergessens.


(C) Morgentau

Morgentau 09.07.2018, 14.53 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL