

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.

Wie die Gedanken sind,
die du am häufigsten denkst,
ganz so ist
auch deine Gesinnung.
Denn von den Gedanken
wird die Seele gesättigt.

Zitante
Morgentau
Lebenslichter
Mitternachtsspitzen
ALLes allTAEGLICH
Wortperlen
Susfi
Tirilli
Allmien
Susis Wollecke - Postfiliale Mitwitz
SaschaSalamander
Silvios - Blog
Myra
Einfach zum Nachdenken
Schwammerlweib
powered by BlueLionWebdesign

ø pro Tag: 0,7
Kommentare: 15745
ø pro Eintrag: 5
Online seit dem: 23.02.2013
in Tagen: 4759
| 2026 | ||
| <<< | März | >>> |
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 01 | ||||||
| 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 |
| 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |
| 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
| 30 | 31 |

Des Menschen Leben …
ist der vorbeihuschende Augenblick
des Lebendigen,
ist unser Kinderspiel auf Erden,
ein Lichtschatten,
ein
fliegender Vogel,
Spur eines fahrenden Schiffes,
Staub, Nebelhauch,
Morgentau und aufbrechende Blume.

Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.
Morgentau

Captcha Abfrage
| Ingrid |
| Gute Besserung! |
| 12.2.2022-22:34 |
|
|
| Aiste |
Hello |
| 7.8.2021-18:29 |
|
|
| Ingrid |
Gute Besserung und ein schönes WE |
| 6.12.2019-9:02 |
|
|
| Ingrid |
|
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die Ingrid |
| 22.10.2019-21:38 |
|
|
| Ingrid |
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille |
| 1.3.2019-16:52 |
|
|
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Herzensangelegenheiten
Ich sitze am offenen Fenster
und lausche den lieblichen Stimmen der Vögel. Ansonsten ist es still, kein Baustellenlärm heute. Das wundert mich, aber ich freue mich über dieses überraschende Geschenk.
Ich bin von Herzen dankbar für jeden guten Tag!

Am Himmel vorgewittrige Cumuli und Cirren, aber nichts Bedrohliches. Im Gegenteil, alles wirkt so friedlich. Eine Welt, wie sie mir gefällt. Solche Momente muss ich genießen, ganz bewusst.

Und so ganz nebenbei möchte ich euch ein paar Eindrücke von einem Frühlingstag zeigen, wie er schöner hätte nicht sein können.

Das war noch vor den verhängnisvollen Regentagen. Ich glaube sogar, es war der einzige schöne Tag, und ich hatte das große Glück, dass mein Sohn Urlaub hatte und mich auf einen kleinen Ausflug eingeladen hat und ich auch in der Lage dazu war.

Nie zeigt sich die Landschaft schöner wie derzeit. Da auch die Temperaturen angenehm sind, scheint sich auch die Natur so richtig wohlzufühlen. Ich liebe diese grüne Zeit. Eine völlig andere Welt als die düstere im Winter, wo sich alles so trostlos grau und fast schon abgestorben zeigt. Früher habe ich nicht so empfunden, aber jetzt ist es halt so.

Grün, wohin das Auge schaut. Und was für ein Grün … und was für ein Blau … Weiß … Gelb … Lila … Rot … und immer wieder GRÜN!
Immer wieder kommt mir da das Kinderlied in den Sinn. Grün, ja grün sind alle meine Kleider, grün, ja grün ist alles, was ich mag ...

Noch nie konnte ich so viele junge Vogelfamilien beobachten, und allen geht es gut.

Ich weiß, vielen Menschen geht es derzeit nicht gut. Die tun mir auch von ganzem Herzen leid. Aber die Nachrichten sind schlimm genug und kaum erträglich, ich versuche deshalb trotzdem, mich zu erfreuen … an den schönen Dingen des Frühlings … sie sind so unbeschreiblich tröstlich. Und so schnell ist doch alles wieder vorbei ...

Es ist nicht so einfach, dieses üppige Grün auf ein Foto zu bannen. In Wirklichkeit sieht es noch viel schöner aus. Der Blick vom Weg nach oben, wie auf dem Bild, ich hätte dort ewig stehen bleiben wollen. So wunderbar, dieses Leuchten ...

Diese zarten Blätter … wie die Sonne durch sie hindurch schimmerte, was für eine Wohltat für die Seele das alles. Ich liebe es so sehr.

Danke, lieber Frühling, für deine Geschenke!

********

Morgentau 07.06.2024, 11.10 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL
Nun wird es aber Zeit,
dass ich mich hier wieder einmal sehen lasse. Fast ein Monat ist seit dem letzten Mal vergangen. Schlimm, schlimm. Das gab es früher nicht. Im Gegenteil, da verging oft kein Tag, an dem ich nicht ein paar Zeilen im Blog hinterlassen habe. Aber damals war halt alles neu und toll und von allgemeinem Interesse.
Ich erinnere mich gern an diese Zeit. Dass das jetzt schon so lange her ist, kann ich oft nicht glauben. Mehr als 20 Jahre … verrückt. Viele kamen und gingen, oder man hat sich aus den Blogaugen verloren.

Aber es gibt auch ein paar, bei denen die Verbindung nie abgebrochen ist. So viele Jahre hat man gegenseitig am Leben des anderen teilgenommen, ohne sich je persönlich getroffen zu haben. Man begleitete einander durch Schicksalsschläge, gute und weniger gute Zeiten … und wurde älter dabei. Hätte mir das damals jemand gesagt, ich hätte ihm wohl gesagt, dass er weiterträumen möge.

Dass es möglich ist, sich einem Menschen, den man nie gesehen hat, verbundener zu fühlen als so manchem aus dem realen Leben, finde ich schon erstaunlich. Aber auch schön.
Eigentlich ist es irgendwie wie eine lebenslange Brieffreundschaft.
Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch noch eines Tages mit einem Treffen!

Die Fotos von diesem Eintrag entstanden in Südtirol, wo ich ein paar Tage mit meinem Sohn war.
Leider war auch diese Zeit nicht ganz unbeschwert, denn meine Erkrankung wollte einfach nicht abheilen. Im Gegenteil, es wurde wieder schlimmer, so dass ich nachts Schüttelfrost und Panik bekam … und eine Arztpraxis aufsuchen musste.
Zum Glück gibt es jetzt diese Möglichkeit. Die Ärztin war sehr gefühlvoll, aufmerksam und freundlich, allein das hat mir schon gut getan. Es ist halt eine langwierige Geschichte, die immer wieder aufflammen kann. Ich glaube, je älter man wird, umso hartnäckiger sind Erkrankungen.

Sie untersuchte mich gründlich, zeigte mir ein paar Akupressurpunkte, die mir helfen könnten, und hat mir noch was Pflanzliches verschrieben gegen die Schmerzen und was zur Beruhigung.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber allein das Gefühl, es wurde mir geholfen, hat mich etwas entspannt. Und das ist echt total wichtig bei mir. Wenn man hochsensibel ist, spürt man einfach alles, was anders ist als normal. Und wenn es weh tut, dann steigert das die Ängste extrem.
Ich wollte halt auch meinem Sohn nicht zur Last fallen, obwohl er immer wieder versicherte, dass dem nicht so sei und ich mich von dem Gedanken lösen soll. Aber es ging einfach nicht.

Manchmal habe ich das Gefühl, mein Blog entwickelt sich zu einem Krankenberichts-Blog. Gern würde ich dieses Thema mal ruhen lassen. Aber das wird wohl nichts mehr … also pack ich`s mit rein. Es muss ja keiner lesen.

Aber schaut euch die Fotos an … es war so schön dort auf dem Berg, wenn auch noch ziemlich frisch. Kleine Wanderungen habe ich mitgemacht und einen Besuch der Gartenwelt in Trauttmansdorff. Was dort alles üppig blühte … und die Aussichten so schön.
Wir haben dort in der Nähe schon einmal Urlaub gemacht, aber damals kamen wir nicht dazu.

Toll war, dass wir so eine Karte bekommen haben, mit der wir Bus, Bahn oder Seilbahn kostenlos nutzen konnten. Da haben wir einiges gespart. Das gibt es wohl mittlerweile überall. Noch war wenig los überall, auch das war schön. Aber am liebsten war ich im Wald. Dort war es so herrlich, nur die Stimmen der Natur und gaaaaanz viel Grün …

Morgentau 15.05.2024, 00.00 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL
So schön war der Frühlingseinstand




Quasi vor der Haustür habe ich dazu mehrere Möglichkeiten. Wege entlang der Donau in beiden Richtungen, aber auch der Wald ist es wert, den Weg zu ihm zu bewältigen. So weit ist es nun auch wieder nicht bis dorthin. Man kann alles zu Fuß erreichen.





Morgentau 16.04.2024, 08.23 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL
Nun will ich aber schnell mal

Ja, es fühlt sich wie Sommer an. Ich kann es bestätigen, denn ich bin heute auch eine große Runde gelaufen. Die Wärme bekommt mir einfach, da ich ansonsten eine totale Frostbeule geworden bin.

Ja, wir haben April, da ist das normal. Es kann nochmal Frost und Schnee geben in einigen Regionen. Der Winter, der eigentlich auch kein richtiger war, meint wohl, irgendwas beweisen zu müssen. Vielleicht, dass er doch noch kann? Nein, danke, jetzt bitte nicht mehr!



So so vieles kann man in dieser Zeit beobachten. Ich hab sogar das Gefühl, dass man dem Gras beim Wachsen zusehen kann in diesen außergewöhnlich warmen Tagen. Überall dieses frische, junge Grün. Und mit jedem Tag drängt es noch mehr aus Wiesen, Sträuchern und Bäumen ...

Morgentau 08.04.2024, 13.52 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL
Gestern fielen mir alte Kinderbücher
aus meiner Kindheit (den 60ern) in die Hände ... bzw. Sammlungen von ihnen, die gebündelt irgendwann in den letzten Jahren herauskamen. So viele schöne Bücher, ganz bezaubernd illustriert und wirklich nette Inhalte, gab es auch schon früher.
Meine Bücher habe ich immer verschlungen ... wieder und wieder gelesen ... war traurig, wenn die letzte Seite kam. Noch heute weiß ich, was ich damals empfunden habe, wie die Helden zum Leben erwacht wurden.
Irgendwie finde ich es manchmal schade, dass es fortwährend Neues gibt und das Alte damit mehr und mehr in den Hintergrund rückt. So mancher alte Meister, Komponist, Schriftsteller ... und all diese alten schönen Werke geraten mehr und mehr in Vergessenheit, obwohl sie sicher auch heute noch viele Menschen begeistern könnten.
Das merkt man selbst bei Songs, die plötzlich in neuen Filmen erscheinen und dadurch wieder an die Ohren gelangen. So mancher Oldie ist plötzlich wieder an der Spitze der Charts. Aber es gibt ja noch so unendlich viele, die den Effekt sicher auch auslösen würden.
Aber so ist es nunmal. Alles kann man nicht aufnehmen in seinem Leben. Ich entdecke heute noch Kunstwerke oder Künstler, von denen ich noch nie zuvor gehört, gesehen oder gelesen habe. Ein unerschöpflicher Fundus.
Schön, dass es all diese Errungenschaften gibt. Wenn ich mal sterbe, werde ich unbeschreiblich dankbar sein, dass ich so viel Schönes und Interessantes erfühlen, erfassen und ausschöpfen durfte.
Morgentau 15.03.2024, 00.00 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL
Ein Sonntagsspaziergang
führte uns nach Wolfegg, einer Gemeinde im Landkreis Ravensburg.
Eigentlich kam mein Sohn auf die Idee. Er hatte sich nämlich einen Tag zuvor einen neuen Wanderführer gekauft und dabei eine schöne, leichte Wanderung entdeckt. „Momgerecht“, wie er es zu sagen pflegt.

Und so war es dann auch. Eine schöne, leichte, abwechslungsreiche kleine Wanderung, eher ein Spaziergang. Das hat so gut getan nach der langen Zeit, die ich überwiegend im Liegen verbracht habe. Endlich wieder Natur, wie ich es vermisst habe.

Obwohl sich alles noch sehr zurückhält. Aber es ist zu ahnen und zu riechen, dass der Frühling immer näher rückt. Und die ersten Spuren kann man auch schon überall finden.

Zuerst führte uns unser Weg entlang eines Bächleins. Sein Murmeln und Glucksen war wie fröhlicher Gesang für mich. Als würde sich auch das Bächlein schon auf den Frühling freuen. So schön und lieblich. Dazu die unberührte Natur, bemooste Bäume und Steine … rankender Efeu … erwartungsfrohe Wälder und Wiesen.

Wie schön manche Menschen wohnen, so mitten in der Idylle. Zu gern wüsste ich, wie es dazu kam und wie es ihnen dort gefällt, wie das Leben ist an so einem Ort. Ob sie wissen, wie gut sie es haben?

Dann kamen wir an dem Aussichtspunkt „Süh“ an. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über Oberschwaben und das Allgäu. Aber da oben pfiff ein ganz schöner Wind, deshalb sind wir schnell weitergelaufen.
Der Weg führte uns noch durch ein Wäldchen zurück zum Ausgangspunkt.

Es war ein wunderschöner Tag. Leider hatte das Bauernhausmuseum noch geschlossen. Also werden wir wohl nochmal dahin ausfliegen müssen … :-)
Morgentau 11.03.2024, 09.31 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL
Manchmal habe ich ein besonders schönes Kalenderblatt
das ich am liebsten gar nicht umblättern möchte. Jeden Tag erfreue ich mich daran und kann mich nicht sattsehen. Wie derzeit … eine schöne Morgenstimmung im Wald und die Silhouette eines Hirsches … leichter Frost, zarter Nebel … wie in diesen Tagen.
Aber nun kommt der Frühling. Noch nie blühten so viele Krokusse gleichzeitig, wie dieses Jahr. Und auch noch nie so früh. Die Schneeglöckchen sind schon verblüht. Aber dieses erste Blühen, wie ich es liebe.
Im Wald war ich leider schon sehr lange nicht. Der letzte Besuch vor über einem Monat führte uns in ein Wildgehege. Wir hatten einen Eimer Kastanien dabei, so dass wir die Tiere füttern konnten. Das war sooo schön.

Wie sie geschnurpst haben, zu lustig. Leider hatte ich weder Handy noch Kamera dabei. Wäre auch nicht gegangen, da ich ja gefüttert habe.
Die Gehege für Wildschweine und Rotwild waren dort sehr groß angelegt, das hat mir gefallen.
Die Wildschweine waren leider nicht zu sehen, die kommen nur zu bestimmten Zeiten raus, schade. Aber es war so schön, die Rehe und den kapitalen Hirsch so nah sehen zu können. Der Hirsch hielt sich sogar zurück und ließ erst die anderen fressen. Aber unter den Rehen war eins, das die anderen immer verdrängen wollte. Das sah lustig aus.
Keine Angst, alle haben was bekommen.

Morgentau 28.02.2024, 19.23 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL
Ein lieber Weihnachtsgruß

Morgentau 22.12.2023, 11.26 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL
Die Adventszeit

Und nicht nur das, es hielt gar nicht mehr auf zu schneien … die ganze Nacht hindurch flockte es munter vor sich hin.

Schon als Kind liebte ich das. Wie ich später erfahren habe, waren es wohl ein paar der strengsten Winter zu dieser Zeit. Deshalb zähle ich wohl auch zu denen, die „früher mehr Lametta“, aber eben auch Schnee gesehen haben. Ja, so war das.

Nie wieder habe ich in dieser Stadt so viele Schneehügel am Straßenrand gesehen.
Als sie verharscht waren, sind wir immer darüber gelaufen und hatten unseren Spaß dabei.

An 2010 kann ich mich erinnern, da war uns auch eine schneereiche Adventszeit beschert.
Wir besuchten damals meine Eltern, fuhren fast 500 km durch winterliche Landschaften ... und konnten über den tief verschneiten Weihnachtsmarkt bummeln, der am Rathausplatz aufgebaut war. Alles war so schön beleuchtet.


Wie liebte ich das Glockenspiel, die Pyramide, die Bergmannsparade … ach ja, da werden so viele schöne Erinnerungen wach.


Ich wünsche Euch eine schöne, gemütliche und besinnliche Adventszeit!
Morgentau 04.12.2023, 09.30 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL
Es könnte ein Winter wie 2010 werden

Dabei habe ich diesen Eintrag gefunden, den ich sehr gern noch einmal gelesen habe.
Es geht dabei um unseren ehemaligen Tante-Emma-Laden bzw. die Besitzerin, die damals in Rente ging.
In der Zeitung stand ein Artikel darüber. Erst 20 Jahre war "Tante Emma" alt, als sie 1965 gemeinsam mit ihren Eltern den damaligen Laden eröffnete . Ganz am Anfang hat man noch mit dem Kopf gerechnet, stand da zu lesen. Damals stand sie noch hinter der Ladentheke, wog lose Mehl, Rosinen, Salz und Nüsse und andere Lebensmittel ab und reichte sie über den Tresen.
Kann man sich das heute noch vorstellen? Wie genügsam müssen die Menschen damals noch gewesen sein, dass diese kleinen Läden ausreichten, um die Bedürfnisse zu erfüllen.

Wie viel Zeit hatte man noch, sich anzustellen und zu warten, bis man an der Reihe war. Freitagnachmittag beim Bäcker, allein da stand ich über eine Stunde an für die Wochenendesemmeln. So gute möchte ich heute nochmal essen. Sie waren groß und noch heiß. Bestimmt fast so heiß, wie in der Backstube. Und wie sie dufteten ...
Auch erinnere ich mich daran, dass meine Mutter mit mir in die Molkerei ging, wo frische Milch in eine Kanne abgefüllt wurde. Überhaupt war Einkaufen immer ein Erlebnis für mich. Oder der Weg zum Schuster ... wie mochte ich den Geruch von Leder. Auch daran kann ich mich erinnern. Ich glaube, der Schuster reparierte die Schuhe gleich vor Ort. Zumindest bei kleineren Sachen. So sehe ich ihn noch vor mir, wie er die Nägel in den neuen Absatz klopfte.
Es gab so viele kleine Läden gegenüber unserer Straße. Wie gern schaute ich aus dem kleinen Fenster (mein winziges Reich war eine ehemalige Bodenkammer) im 4. Stock hinunter auf das Geschehen auf Straße und Gehweg, wie die Leute in den Läden aus- und ein gingen … bzw. umgedreht.
Heute würde man sagen, wie armselig ich da wohl gehaust haben mag. Aber ich habe es wirklich nie so empfunden. Zumal ich das Kleine mag, in vielen Dingen. Außerdem gab es so viel zu sehen. Wenn ich jetzt so überlege, war das ein großes Glück für mich, da ich so gern meine Augen schweifen lasse. Damals schon.
Ich weiß es noch wie heute, wo welcher Laden stand. Der Handarbeitsladen ... der Heimwerkerladen ... Spielwaren ... Friseur ... Schuster, Bäckerei am Eck ... und und und. Alles im Vergleich zu heute sehr sehr klein. Und genauso gemütlich hab ich sie in Erinnerung. Wie gern würde ich dort jetzt noch einmal hineingehen … die Filzdecken am Eingang rüberziehen, damit das Glöckchen zum Klingeln bringen … ach ja.

Morgentau 23.11.2023, 18.31 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL




