Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


Einträge ges.: 3128
ø pro Tag: 0,7
Kommentare: 15727
ø pro Eintrag: 5
Online seit dem: 23.02.2013
in Tagen: 4748
2026
<<< Februar >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      01
02030405060708
09101112131415
16171819202122
232425262728 
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3

Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




Captcha Abfrage



Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Herzensangelegenheiten

3. Dezember

Wenn ich in diesen Tagen in eine Kinderbuchabteilung gehe, kann es passieren, dass ich mich ganz plötzlich verändere.
Wie das? ... werdet ihr nun fragen. Das will ich euch erzählen:

Kinderbuchabteilungen müssen irgendwie verzaubert, ja, verwunschen sein.
Jedenfalls haben sie auf mich immer wieder diese magisch-geheimnisvolle Wirkung.
Das ist ganz seltsam, aber es passiert mir jedes Mal ...

Schon, wenn ich die Abteilung betrete, verspür ich dieses Glühen meiner Wangen.
Mir wird so warm, als wär ein knalleheißer Ofen in der Nähe.
Zärtlich greife ich nach einem Buch, berühre es, blättere darin, sehe ein zweites, drittes, nehme auch ein viertes in die Hand, blättere, betrachte die Bilder, lese ein wenig, wisch mir eine kleine Träne aus den Augen ... und dann passiert es:

Auf einmal - ohne, dass ich es erklären könnte - hör ich dieses Glucksen und Kichern.
Ich dreh mich um, kann aber meistens niemanden entdecken, von dem dieses Geräusch stammen könnte.
Ich lausche und lausche ... und plötzlich hör ich ganz deutlich, dass es aus meinem Innern kommt. Irgendwo aus Richtung Herzen und Bauch ... ja, von dort kommt es her.
Es kichert und lacht ... und ganz ganz oft klatscht es in die Hände.

Und während ich noch am Überlegen bin, ob mein Taschengeld für die drei ausgewählten Bücher reicht, verschwindet das Kichern plötzlich, wie das kleine Mädchen, das ich für einen wunderbaren Moment wieder sein durfte. 


Morgentau 03.12.2025, 00.00 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Adventskalender

Dezember. Schon wieder sind wir am letzten Monat des Jahres angelangt. Früher erschien mir die Zeit vom 1. Dezember bis Heilig Abend so unendlich lang. Gefühlt wie heute ein Jahr.
Aber es war eine so schöne Zeit, und so vieles, was ich damals erlebt und empfunden habe, brennt immer noch wie ein Adventslicht in mir. 

Das erste Fensterchen öffnen zu dürfen … was war das für eine Aufregung und Freude. Gefüllte Adventskalender gab es damals noch nicht, aber nie vergesse ich die Spannung, was sich hinter jedem Türchen wohl verbergen mag. Ich mag noch heute diese Kalender und hab sogar wieder zwei davon. Ich lass es mir nicht nehmen, dem Kind in mir seine Wünsche zu erfüllen. Wer weiß denn schon, wie lange das noch möglich ist. Ja, das klingt schlimm, aber so denke ich nun mal. 

Und genau deshalb gibt es dieses Jahr hier einen Adventskalender. Jeden Tag ein paar Gedanken oder kleine Gedichte und dazu ein Bildchen, aus meiner kindlichen Fantasie entstanden. 


Morgentau 01.12.2025, 07.31 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Schon als Kind ...

war ich von Weihnachtsgedichten, -geschichten und -liedern begeistert. Für die Eltern und Großeltern stellte ich immer ein kleines Programm zusammen, das ich dann am Heiligabend vortrug. 
So kann ich mich noch gut an ein Gedicht aus der Adventszeit Ende der 60er erinnern, das ich damals in einem Kinderkalender entdeckte. Seither hab ich es noch niemals wieder irgendwo gesehen, und selbst hier im Internet bin ich nicht fündig geworden. Dabei hätte ich so gern gewusst, wer es verfasst hat. Aber wem immer ich es vortrage oder davon erzähle, kann leider nur mit dem Kopf schütteln ... keiner scheint es zu kennen.

Ich aber hab es nie vergessen, denn es hatte mich damals sofort verzaubert. Wir lebten mitten in der Stadt und in dem kleinen Gedicht erkannte ich alles wieder, wie ich es damals als Kind wahrnahm. Diese warmen Gefühle kann ich heute noch in mir spüren, wenn ich daran zurückdenke. 
Wie gesagt, damals, Ende der 60er war es auch etwas ganz Besonderes. Das kann vielleicht nur nachvollziehen, der selbst in dieser Zeit Kind war, oder meine ich das nur? 
Aber lest selbst ...

Vorweihnachtszeit

Stecke die Nase in die Luft,
die ganze Stadt ist voll Tannenduft.
Das kommt von den vielen Weihnachtsbäumen,
die jetzt den Platz vor dem Rathaus säumen.

Und am Bahnhof steht einer, der ist so hoch wie der Wasserturm
und wohl höher noch.

Und hört nur, da ist auch ein lieber Laut,
der Weihnachtsmarkt hat sich aufgebaut.
Und klingelt mit Glocken und rasselt mit Schellen
aus glitzernden Buden und Karussellen.

Und die Lautsprecher laden zum Mitfahren ein
und der Kasper ist da und die Kinder schreien.

Sie schreien "Hurra" und es schneit und es schneit ...
und bis zum Weihnachtsabend ist es nicht mehr weit.
Er spiegelt sich schon in den Schaufensterscheiben,
da müssen wir rasch unsren Wunschzettel schreiben.

Und wir schreiben ihn bald und die Sterne geh`n auf
und drücken ihr freundliches Siegel darauf. 



Mit diesen Erinnerungen, für die ich so dankbar bin, möchte ich Euch einen besinnlichen und gemütlichen 1. Advent wünschen!

Morgentau 28.11.2025, 00.00 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Ein schöner Tag

kann einen schlechten Monat aufwiegen. So oder so ähnlich hab ich es gelesen. Und heute ist so ein Tag, war so ein Tag für mich. Goldener Oktober vom Feinsten. So, wie man ihn sich immer erträumt und sich auf ihn freut. 



Kein Sturm, kein Regen, keine Düsternis. Stattdessen blauer Himmel und weiße Schäfchen, die nicht mehr ganz so wild über die Himmelsweide (g)rasten … und überall buntes Laub … noch fallend oder schon liegend. 



Es war einfach herrlich und hat so gut getan. Ein ganzer Tag schönes Herbstwetter, ich bedanke mich dafür.



Aus dem Wald hatte ich neulich ein paar herabgefallene Tannenzweige und Zapfen mitgenommen. Dazu ein paar Blätter von meinem Ahorn, Moos, Efeu und diese wunderschönen Zweige der Berberitze, deren winzige Blätter sich im Herbst auch immer so wunderschön verfärben, wie ihr sehen könnt. Die habe ich zusammen in ein Körbchen gesteckt. Ich liebe es.



Natürlich musste Lilly mitmischen. Sie war ganz aufgeregt und wollte wissen, was ich da mache, ob es was zu fressen ist, und vermutlich auch, welchem Zweck das dienen soll. 
Keine Ahnung, was in dem kleinen Katzenköpfchen so vor sich ging, aber es hat sie jedenfalls sehr beschäftigt.



Ihr ging es vor kurzem gar nicht so gut. Das unfreundliche Wetter zwang sie, drinnen zu bleiben, was ihr gar nicht gefällt. Sie wollte nichts fressen und erschien mir sehr traurig. Aber heute war davon nichts mehr zu spüren.
So schön, dass der Oktober nun doch noch so freundlich ausklingt. Danke für diesen wundervollen Tag!

Morgentau 30.10.2025, 16.46 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Jeder Baum zählt

Ich freue mich, denn bald wird ein Apfelbäumchen von der alten Sorte in meinen Garten einziehen. Mein Schwiegersohn wird ihn einpflanzen. Er hatte auch die Idee, mich an der Aktion zu beteiligen.



Die Klimabaumaktion ist eine Initiative unserer Stadt, bei der Bürger kostenlos Jungbäume für ihre privaten Grundstücke erhalten können. Ziel ist die Verbesserung des Stadtklimas durch mehr Grün, Beschattung und CO2-Bindung. Ich finde das so toll und war gleich begeistert, als mir mein Schwiegersohn vorschlug, mich daran zu beteiligen.



Wir hatten schon mal ein Apfelbäumchen im Garten, aber ein gewisser wüster Lothar hat ihm dem Garaus gemacht. Nun wollen wir das neue Bäumchen in dessen Nähe einpflanzen. Hoffentlich gefällt es ihm dann auch dort. Ich bin sehr gespannt.



Die Fotos entstanden gestern früh an der Donau. Nachdem sich zwischen den Filzwolken endlich mal nach langer Zeit ein kleiner Spalt geöffnet hatte, um die Sonne durchzulassen, musste ich natürlich gleich ein paar Schritte gehen. Nicht, dass ich sonst nicht draußen wäre, aber das wollte ich mir nicht entgehen lassen.



Okay, der Spalt schloss sich so schnell, wie er sich geöffnet hatte, aber ich liebe es, wenn die Regentropfen auf den Blätter glänzen oder an den Zweigen hängen. Und die Luft war auch wunderbar. Okay, und nasse Socken kann man ja wechseln.



Heute regnet es nur einmal … und ab morgen soll es auch stürmisch werden. Dann wird das letzte Laub von den Bäumen gerissen …

Morgentau 22.10.2025, 07.38 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Lilly

wird heute 1 Jahr alt. Herzlichen Glückwunsch, du kleiner felliger Sonnenschein!



Ich bin so dankbar, dass mir das Schicksal die Kleine zugewiesen hat ... sozusagen! :-)

Morgentau 02.09.2025, 10.07 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Es ist gar nicht so leicht

Immer, wenn ich einen neuen Eintrag schreiben bzw. ein paar Fotos präsentieren mag, bin ich am Überlegen, wie ich die Lücke zwischen den einzelnen Fotos fülle.



Da ich gern darüber schreibe, was mich bewegt hat in jenen Momenten, als die Bilder entstanden, kommt es natürlich vor, dass ich mich öfter mal wiederhole.
Es ist halt so, dass ich diese Gefühle immer und immer wieder empfinde, wenn ich in der Natur unterwegs bin. Sie sind in meinen Herzen und das wird sich bestimmt niemals ändern. Und in all meinen Blöggen ging es letztendlich immer darum. 



Ja, es tut natürlich auch gut, über die Dinge zu schreiben, die meine Seele belasten. Oder auch über meine Krankheiten. Manchmal braucht man das. 
Aber davon komme ich mehr und mehr ab, weil doch jeder solche Päckchen zu tragen hat.
Ich will die Dinge zeigen, die mir Freude machen. Ja, auch nach mehr als 20 Jahren noch. 



So war es schon, als mein allererster Blog noch „Sunnys sonnige Seiten“ hieß. Ein paar wenige kennen mich noch aus dieser Zeit. Sehr viele kamen und gingen und einige verließen uns ganz plötzlich, was immer sehr traurig war. 
So richtig vergessen kann ich niemanden. Wenn man sich über lange Zeit austauscht, lernt man sich schon gut kennen, selbst, wenn man sich nie persönlich getroffen hat.



Das Netzwerk bietet inzwischen unzählige Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren. So habe auch ich schon oft überlegt, ob es noch Sinn macht, diesen Blog weiterzuführen. Aber ich finde, es ist etwas Besonderes, anders als all die anderen Social-Media-Plattformen. Persönlicher. 



Deshalb mag ich es nach wie vor und versuche auch weiterhin, von meinen schönen Erlebnissen und Begegnungen in der Natur zu berichten und dies mit ein paar Fotos zu dokumentieren. Auch, wenn es oft nicht so einfach ist, eine richtige Auswahl und die passenden Worte zu finden … 


... mir macht es immer noch Freude! 


Die Fotos heute stammen von einem Wochenendausflug ins schöne Silbertal.

Morgentau 28.08.2025, 14.09 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Altweibersommer

Der Sommer ist zurück. Die Sonne scheint ungetrübt den ganzen Tag, Schmetterlinge und Vögel schwirren durch meinen Garten und am Nachmittag suchen viele ein schattiges Plätzchen.



Und doch … in den Morgenstunden ist es unverkennbar, dass der Sommer in die Wochen gekommen ist … er altert so langsam. Altweibersommer nennt man es wohl. 
Ich liebe diese Zeit.



Dennoch trauere ich auch der vergangenen ein wenig nach, weil sie auch schön war und mir hold, wie schon lange nicht.



Deshalb gibt es heute noch ein paar Erinnerungen … auch für all die, die sie gern mit mir teilen mögen.
Einfach so … ohne viele Worte … nur zum Träumen. 


***


***


***


... okay ... eins noch ... 



... seufz ... !

Morgentau 08.08.2025, 05.00 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Warum nur haben es alle so eilig?

Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön! 
Ja, dieses Zitat von Geheimrat Goethe ist bekannt, … und wie oft ich schon daran denken musste, trifft es doch genau das Gefühl in meiner Brust in jenen Momenten.



Aber die Zeit rast unaufhaltsam. Auch der Juli geht schon wieder seinem Ende entgegen. Nein, nicht langsam, sondern viel zu schnell. Ja, das alte Lied, wer kennt es nicht ...



Wie schnell rücken die schönen Tage mehr und mehr in den Hintergrund. Dabei will ich sie nicht vergessen, mich nicht nach neuen sehnen und hoffen, dass sie kommen. Tut man das nicht sein Leben lang?



Ich brauch nicht ständig neue Eindrücke, will das Erlebte nicht gleich wieder in die Datei „Vergangenheit“ schieben. Aber so ist es leider, man kann keinen Moment festhalten. Schade, dass es im Leben für die guten Momente keinen „Slow Modus“ gibt.



Aber was nützt es … es ist nun mal, wie es ist. Mich gern zu erinnern, wieder Freude an diesen Dingen zu haben, das ist es, was zählt. Ich bin so froh, schien doch alles verloren vor einem Jahr. Nein, vergessen werde ich nicht … weder das Schöne, noch das Traurige.



Und vom Schönen gibt es ja zum Glück reichlich Fotos. Deshalb habe ich euch noch einmal welche mitgebracht. 


So schön ... das Licht ... die Farben ... die Spiegelungen ... 


Es gibt Viechlein, die haben es so richtig gut. Wer mag da oben wohnen?



Und noch ein Foto von dem schönen Moment, nachdem das Gewitter abgezogen war und die Luft so herrlich ... und die Landschaft in diesem ganz speziellen Licht ... ach ja ... sooooo danke dafür, für alles!!!

Morgentau 19.07.2025, 12.49 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Durchlüften

ist angesagt nach der langen Zeit der Hitze und Trockenheit. Gerade noch rechtzeitig, habe ich das Gefühl, denn die Natur schien schon ziemlich am Boden zu sein.



Nun hat sie den Regen dankbar an- und aufgenommen. Die frische Luft tut gut. Endlich kann man wieder schlafen in der Nacht, weil frische Luft durchs Fenster strömt.



Wobei ich nicht klagen kann, denn übers verlängerte Wochenende konnte ich die gute Bergluft atmen. Dieses Mal hat mich meine Tochter mit ins wunderschöne Tannheimer Tal genommen.



Zwei Mal so wunderbare Tage in den Bergen, ja, es geht mir wirklich gut und ich bin unbeschreiblich dankbar dafür.



Ich liebe diese Gegend so sehr. Auch hier ist noch so viel unberührt geblieben, so dass man wirklich die Seele baumeln lassen kann.



Ich liebe die Ruhe und Einsamkeit, wie ihr wisst. Bin kein Mensch für Halligalli, brauch das einfach nicht.



Von der Natur kann ich hingegen niemals genug bekommen. Immer wieder kommen mir die Tränen an solchen Orten, weil es mich so unendlich berührt. Das kann man niemandem erklären, der es nicht selbst fühlt.



So hoffe ich von ganzem Herzen, dass mir noch viele solcher Begegnungen vergönnt sind,

vor allem, dass die Gesundheit dafür noch mitspielt.



Ansonsten lasse ich die Bilder für sich sprechen …



Morgentau 09.07.2025, 10.34 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL