Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Seele

Durchatmen

Herrliche Luft. Als hätte die Landschaft ein Morgenbad genommen.
Wohnte ich etwas näher am Wald, würde man mich jetzt dort finden. Aber ich freu mich schon auf den nächsten Besuch dort.



Der Kaffee tut gut. Dass HS - oder HSP auch darauf besonders ansprechen, hab ich gestern auch in dieser Zeitschrift gelesen, die ich mir mal gegönnt habe, da mich einige Themen interessieren.
Aber in Bezug auf das Thema HS fand ich nichts neues. Nur ist mir jetzt klar, woher auch meine Harmoniesucht kommt, weshalb ich alles vermeide, was irgendwie zu Streit oder Ärger führen könnte. Ich ertrage es nicht, kann es absolut nicht verarbeiten oder halt nur ganz schwer, genauso wenig, wie ich schlimme Bilder aushalte. Vorallem von gequälten Kreaturen ... Mensch und vorallem auch Tiere. Das ist schlichtweg die Hölle für mich. Da ist wohl nichts, das sie verarbeitet, sie bleiben einfach fest haften, womöglich ein Leben lang.



(Zur Abwechslung mal ein Bild von mir ... hihi.)

Kein Wunder, dass ich sogar mit Leuten klarkomme, die bei anderen nicht so beliebt sind. Ich weiß halt, wie ich sie nehmen muss, um Streit zu vermeiden. Aber das kostet dann auch ne Menge Kraft. Wie wohl alles Kraft kostet heutzutage, wenn man als HSP überleben will. Aber andere haben auch ihre Kämpfe auszufechten, vorallem innere. Jeder halt seinem eigenen Wesen entsprechend.

Morgentau 02.09.2015, 08.15 | (4/2) Kommentare (RSS) | PL

Ich kann nicht anders

als wieder einmal total ins Schwärmen zu geraten.
Ich liebe dieses Licht ... ich liebe diesen wunderbar blauen Himmel mit seinen zartflauschigen Federwölkchen, wie er sich heute wieder zeigt. Aber ich kann unmöglich schon wieder Fotos machen, hab doch noch sooo viele von vergangenen schönen Momenten, die ich euch zeigen möchte.

An solchen Tagen, wie heute, wird mir so richtig bewusst, was ich an anderen vermisse.
Kein Wunder, woher manchmal diese Traurigkeit kommt, die ich dann nicht zuzuordnen vermag. Es ist die tiefe Sehnsucht nach solchen Momenten.



Das ist es, was ich so sehr brauche, was mir und meiner Seele so wohl tut: Blauer Himmel, Wärme und dieses ganz besondere Licht, das ich nicht zu definieren vermag, weil das Wort dafür einfach noch nicht gebildet wurde.
Diese wunderbare Seelendroge der unverfänglichen Sorte ...



Seht ihr, wie das sanft-rötliche Morgenlicht über die Wiese fließt und dabei die winzig kleinen Morgentauperlen zum Glitzern bringt?
Ihr müsst schon genau hinschauen, sie sind kaum sichtbar.

Ich weiß, es kann nicht jeden Tag so sein, umso kostbarer sind solche Augenblicke für mich. Wertvoller als ein Diamantring. Unbezahlbar.

Morgentau 22.08.2015, 15.52 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Kleiner Mutzuspruch für alle Bekümmerten

Glaube nicht, alles sei schlecht, weil dir das Schicksal zusetzt.
Verzage nicht.
Auch auf steinigen Wegen können Blumen wachsen.


(C)Morgentau



Morgentau 20.08.2015, 20.36 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Nach dem Sommerregen

Ein Seufzen geht durch Wald und Flur,
erfrischt ringsum ist die Natur.
Das Land hat sich vom Staub befreit
und hofft, dass nun das Feuer schweigt.

 Die dunklen Wolken sind verzogen,
 die Show beschließt ein Regenbogen.
 Vom See, wo lautstark Frösche baden,
 entsteigen weiße Nebelschwaden.

 Seit Wochen war die Erde trocken,
 lauft schnell hinaus, die Pfützen locken.
Gefüllt mit warmen Sommerregen -
 für Herz und Füße purer Segen.

(C) Morgentau


Morgentau 16.08.2015, 14.17 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Das Schreiben

hat mir gefehlt. Klar, für ein paar Sätze reicht die Zeit immer, aber was ich wirklich liebe, ist es, Zeit zu haben, meine Gedanken in Ruhe sortieren zu können. Zeit, sie aufzuschreiben, um sie besser verarbeiten zu können. Negatives wie Positives.
So möchte ich die Dinge, die mich belasten oder aus irgendwelchen Gründen beschäftigen, durchdenken, um Lösungen zu finden oder Unabänderliches besser akzeptieren zu können.
Aber vorallem möchte ich auch Momente, die mir gut tun, für ein Weilchen festhalten, noch einmal erleben ... ja, einfach durch das Beschreiben noch einmal aufleben lassen und dadurch bewusster wahrnehmen!



Denn so wunderbar all diese Augenblicke auch sind, spätestens am Ende des Tages sind sie schon wieder Vergangenheit.
Wie dieser einmalig schöne Sommermorgen am See ... und dieser bezaubernde Moment, als das sanfte Morgenlicht die drei Rehlein in der Ferne anstrahlte. Obwohl ich sooo weit entfernt war (Aufnahme mit Zoom), haben sie mich entdeckt und nahmen kurz darauf Reißaus. Aber das Lächeln hatte ich schon im Gesicht ... :-)



Deshalb liebe ich das Schreiben, und ich lese auch dort am liebsten, wo dieser Erzählstil gepflegt wird, der mir so gefällt. Wo der/die Autor/in es verstehen, die Stimmung rüberzubringen, die von jenem Ort, jener Gegend, Situation oder Atmosphäre ausgeht, über die er/sie erzählt. Das sind für mich auch ganz wichtige Punkte, wenn mich ein Roman fesseln soll. Die ästhetische Schilderung von tiefen Empfindungen, wie sie zuweilen auch in mich einströmen, vorallem auch, wenn ich "da draußen" unterwegs bin ...



Es muss auch nicht immer etwas Großartiges sein, damit mein Herz höher schlägt. Auch der Sonnenstrahl, der auf die Spitze eines Tannenzweiges fällt, kann mich ganz tief berühren.

Schaut doch selbst, wie sich Licht und Schatten abwechseln und winzige Tauperlen auf Spinnennetzen im Sonnenlicht glitzern. Auf dem Foto sind sie zwar nur als verschwommen schimmernde kleine Kreise sichtbar, sorgen aber dennoch beim Betrachten für ein Wohlgefühl, weil sie dieses Feeling so wunderbar wiedergeben ...
Ich liebe es.

Morgentau 15.08.2015, 14.06 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Melancholisches

Seltsam ... oder eigentlich typisch: Kaum, dass das Wetter diesen herbstlichen Charakter zeigt, spüre ich, wie sich so ein kleiner Trauerkloß in meine Seele einnisten möchte. Obwohl ich die Erfrischung nach der langen Hitzeperiode dankbar angenommen und mich auch über den Regen sehr gefreut habe, vermisse ich die liebe Sonne und den blauen Himmel schon wieder.
Ich brauch die Wärme so sehr, auch körperlich, und das Licht sowieso. Ach, das ganze Feeling, was wohl auch daran liegt, dass ich meine schönsten Erinnerungen mit dem Sommer verbinde. Ich weiß, vom Frühling hab ich das auch behauptet, gell? Ja, den liebe ich auch, eigentlich jede Jahreszeit, wenn nur zwei davon nicht von soviel Düsternis und Kälte beherrscht würden. Dieses wochenlange Dauergrau, unter dem wir leider so oft zu leiden haben, vor dem fürchte ich mich jetzt schon wieder. Aber jetzt soll der Sommer erst einmal zurückkommen, an später mag ich noch nicht denken.



Traurig werde ich auch manchmal, wenn ich alte Songs anhöre. Mit "alt" meine ich hauptsächlich alles, was vor der Jahrtausendwende herauskam. Im Besonderen die 80er und 90er, aber auch viele viele davor. Ich kann unmöglich Beispiele nennen, denn es wären derer einfach zu viele, die ich dann nennen müsste, weil ich keinen vergessen wöllte.
Ich liebe und brauche das so sehr. Mit den wunderbaren Möglichkeiten heute, all diese Songs in bester Qualität zu hören, wie noch nie zuvor, bringt mein Herz zum Überlaufen.



Aber auch das Gefühl, diese wunderbare Zeit kommt nie wieder, kann dann übermächtig werden. Zumal ich diese besondere Art der Musik heute so sehr vermisse. Natürlich gibt es auch heute schöne Songs oder welche, die zu Herzen gehen, mitreißen oder fröhlich stimmen. Aber einige, die ich in meinem Kästchen der Erinnerungen aufbewahre und von Zeit zu Zeit abrufe, sind für mich unübertroffen und einmalig. Musik löst ganz intensive Gefühle bei mir aus. Und an Tagen wie diesen ist es ganz extrem. Das gilt übrigens auch für viele alte Filme, die wie Seelenstreichler für mich sind. Aber ich denke, ihr wisst genau, wovon ich rede, weil es euch sicher nicht anders geht.

Übrigens haben auch alte Bücher die Gabe, an das zu erinnern, was glücklich und froh macht. Wer`s nicht glaubt, sollte z. B. einfach mal wieder bei Herr Busch reinschauen ...

Alles konnte Böck ertragen,
Ohne nur ein Wort zu sagen;
Aber wenn er dies erfuhr,
Ging's ihm wider die Natur.

Ein kleiner Ausschnitt nur, aber für mich völlig ausreichend, dass ich mich gut fühle!
Ich liebe es ...

Morgentau 29.07.2015, 19.46 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Im Vorübergehen

Die Zeit rast und ich hab das Gefühl, ich kann tun und lassen, was ich will, das ändert sich nicht mehr. Jede Lücke, die sich auftut oder die ich bewusst herbeiführe, schließt sich am Ende doch wieder. Ist ja auch gut so irgendwie, wenn das Leben ausgefüllt ist, wenn nur dieser bittere Beigeschmack nicht wäre, diese Traurigkeit, weil alles so schnell vergeht und die Zeit für neue Ansichten und Empfindungen zusehendst schrumpft.
Jaaa, das ist der Lauf der Welt, aber ich kann nichts gegen diese Gedanken tun. Dafür bin ich zu oft mit ihnen allein, was ich jedoch nicht belastend empfinde. Sie gehören zu mir, und ab und an darüber schreiben, tut mir gut.



Auch so ein schöner Moment - ein Wimpernschlag.
Drei Tage durfte ich im April diese Region kennenlernen. Kennenlernen ist die falsche Bezeichnung. Beschnuppern trifft es besser. Drei Tage im Eiltempo. (Nur Japaner sind noch schneller.)

Selbst an solchen wunderbaren Orten wird es immer schwieriger, dieses besondere Flair einzufangen, wie es einst in alten Schlagern besungen wurde. Auch hier geht es nur noch um das eine und das ist leider nicht zu übersehen bzw. zu "überfühlen".



Natürlich bin ich trotzdem dankbar, dass ich hier sein durfte, auch wenn Körper und Seele die ganzen Umstände nicht verkraften wollten und ich schon am zweiten Tag dachte, ich müsse umkehren.

Meine treue Freundin - die Digi - hat sich bemüht, soviel wie möglich für mich festzuhalten, damit ich es genießen kann, jetzt, zuhause beim Betrachten dieser Fotos. Noch einmal das Gefühl haben: Ich war hier - in diesem Moment.

Noch einmal schlägt mein Herz etwas höher, wie damals ... im Vorübergehen.

Morgentau 16.07.2015, 06.40 | (7/1) Kommentare (RSS) | PL

Rendezvous am Baggersee

Schöner hätte der Tag nicht ausklingen können. In Begleitung von lustig umherschwirrenden Libellen, munteren Wasserläufern, aus Richtung Schilf hervorschwimmenden Blesshühnern, Gänseüberfliegern und abendmahljagenden tieffliegenden Schwälbchen, die mich manchmal fast am Ohr gestreift hätten, bin ich eine riesengroße Baggerseerunde geschwommen.

Das Wasser so angenehm weich und mild, die Atmosphäre traumhaft, so friedlich zwischen all diesen kleinen Tieren ... der See so herrlich weit und abendstill, die Stimmung so nostalgisch ...
Da konnte ich nur noch Herrn Geheimrat zitieren:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich`s sein.



Natürlich hatte ich keine Kamera dabei. Dafür nochmal ein Abendfoto aus meinem Urlaub von meiner Lieblingsstelle oberhalb des schönen Attersees. Damals lag er noch ganz still.
Ihr erinnert euch, es war die Zeit der Schafskälte. Heute Abend dürfte es dort etwas anders aussehen ...

Morgentau 03.07.2015, 20.39 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Abendstimmung

Wenn sich die Blütenknospe schließt,

 das Abendlicht sein Gold vergießt,

wenn Hummeln ihren Rückflug starten

 und alles ruhig wird im Garten,

verändert sich ringsum die Welt,

genauso, wie sie mir gefällt.


(C) Morgentau



Morgentau 30.06.2015, 21.05 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Bedeckter Himmel

und bald schon wird es regnen oder gar gewittern.
Dennoch ... die Luft ist herrlich, die Vögelchen singen, die Baustelle schweigt und bisher auch die Rasenmäher, Holzspalter und andere diverse Lärmsäcke, wie meine Mutter solche Geräuschquellen treffend zu beschreiben wusste.
Ich fühl mich gut, auch wenns da im Kopf schon wieder bissel drückt. Ich ignoriere es und freu mich einfach jetzt schon auf den Moment, wo der Schmerz nachlässt.
Ich liebe es, am offenen Fenster zu sitzen, leicht bekleidet, sockenfrei und sommerfühlig. Drei Kirschen liegen noch auf dem Tellerchen neben mir. Die hab ich gestern Abend nicht mehr geschafft. Jetzt passen sie wieder rein.



Ich erfreu mich an meinen Erinnerungen, bin dankbar für diese herrlichen Fotos, dir mir ermöglichen, all diese Momente noch einmal fühlen zu können.
Wie diese "gemuhtliche" Runde z.B. ... als hätten sie sich zum Jour fix getroffen, um zu beratschlagen, wer auf welchem Stück der Weide heute grasen darf ...

Morgentau 27.06.2015, 10.32 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL