Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Italien

Ich weiß nicht,

wieviel Anläufe ich schon genommen habe, hier etwas zu schreiben. Immer wurde ich unterbrochen, und irgendwann war es dann einfach zu spät und ich zu müde dazu. Habe eh seit paar Tagen Probleme mit dem Oberstübchen ... Kopfweh, Schwindel, Rammdösigkeit und nachts mal wieder die verrücktesten Träume. Da liegt wohl irgendwas in der Luft.



Wie dem auch sei, jetzt hält mich nichts mehr zurück. Aber lange kann ich mich trotzdem hier nicht aufhalten, draußen ist es zu schön. Blauer Himmel, weiße Zupf- und Rupfwolken, ganz so, wie ich es liebe.
Noch zwei Tage Sommer, dann soll es das gewesen sein. Das muss ich natürlich ausnutzen. Bald wird man sich eh wieder in der Wohnung verkriechen müssen, allein schon deshalb, weil auch die Tage immer kürzer werden.



Viele Urlauber kommen nun zurück und erzählen von ihren Erlebnissen und Begegnungen ... und manchmal ist es fast so, wie es immer war zu dieser Zeit, wenn sich die Ferien ihrem Ende neigen. Alles scheint seinen Gang zu gehen.
Es gibt sie noch, diese Momente, die kurzzeitig vergessen lassen, was um uns herum geschieht. Man hört und liest von schönen Gärten, Museen, Ausflugszielen, schaut auf den Veranstaltungskalender ... überall Leben und Freude. Und wenn am Abend Ruhe einzieht und ich in mein Bett krieche, dann bleibt mir nur die Hoffnung, dass diese Normalität nicht trügerisch ist.



Auch euch wünsche ich ein schönes, unbeschwertes Wochenende, dass ihr von freundlichen Menschen und Dingen umgeben seid und euch trotz der vielen schlimmen Nachrichten noch genug Freude und Gleichgewicht im Herzen bewahren könnt.

Morgentau 28.08.2015, 17.11 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Ganz allein

stand ich heute morgen wieder an der Haltestelle. Bis der Bus kam, hab ich die über mich hinwegziehenden Wolken beobachtet. Sie hatten es ganz schön eilig.
Der Regen der Nacht schien Land und Himmel gesäubert zu haben, so klar war die Luft, so wohltuend rein und frisch.
Die Morgensonne verwandelte die Wolken in orange glühende Wattebäusche und ich stellte mir vor, wie schön es jetzt wäre, jenen Weg noch einmal zu gehen ...


(Wer ganz genau hinschaut, kann vielleicht ein berühmtes Schloss entdecken. Aber er muss schon Adleraugen haben ... hihi.)

Aber der Bus kam pünktlich und schubste den Traum aus meinen Kopf.
Auf der Heimfahrt saß ich am Schluss nur noch ganz allein im Bus. Ein eigenartiges Gefühl, so ganz allein in dem großen Bus. Wenn es immer so ruhig wär, wie in den Ferien, könnte er sicher nicht aller halben Stunden fahren.
Ich genieße die Zeit immer sehr, vorallem die Sommerferien. Auch das Umsteigen in der Stadt ist immer total relaxt, die Straßenbahn meistens halb leer und an den Haltestellen ausreichend Platz, kein Gedränge und Geschubse. Da beginnt und endet ein Arbeitstag gleich ganz anders.



Und doch, ein wenig Trubel brauch ich auch. So ganz leblos auf Dauer, das wär auch nichts. Umso schöner und wirkungsvoller ist dann auch die Flucht in die Einsamkeit. Es muss schon Kontraste geben, nur bitte nicht zu extrem.

Wie erwartet, hab ich total unruhig geschlafen vergangene Nacht, obwohl ich doch so müde war. Und verrückt geträumt habe ich wieder, aber sowas von ... verrückt.



Es freut mich, dass euch die Fotos vom Vesuv interessiert haben. Danke für eure lieben Kommentare!
Dieses Foto habe ich aus dem Bus heraus gemacht.

Hochinteressant war natürlich auch der Besuch von Pompeji, der ebenfalls schon Zeit meines Lebens auf meiner Wunschliste stand. Leider kam er nur einem Beschnuppern gleich, weil uns dafür nur ein paar wenige Stunden zur Verfügung standen. Dafür waren wir am zeitigen Morgen schon dort, als die Anlage geöffnet wurde. So konnte ich ungestört ein wenig in vergangene Zeiten eintauchen und dabei meiner Fantasie freien Lauf lassen ...

Morgentau 25.08.2015, 15.40 | (3/1) Kommentare (RSS) | PL

Müde

war ich schon den ganzen Tag. Aber seit die Nudeln in meinem Bauch sind, könnte ich im Stehen schlafen ... gääähn.
Draußen wird es immer dunkler. Man könnte meinen, die Nacht bricht schon herein.
So gesehen, könnte ich eigentlich schon ins Bett gehen, aber dann wär ich spätestens Mitternacht wieder wach und an Schlaf wär vermutlich bis gegen halb Fünf nicht mehr zu denken. Also besser durchhalten. Vielleicht mach ich mir nen Kaffee, koffeinfreien versteht sich, sonst liege ich die komplette Nacht wach. Obwohl mich der koffeinfreie auch aufputscht. Also irgendwas muss da auch drin sein ...

Hey, wer schnarcht denn hier? Hab ich euch jetzt auch müde gemacht mit meinem Blabla?
Würde mich nicht wundern, aber was Spannenderes hab ich heute nicht zu berichten ... und ich fürchte, ein weiteres Blümchen-Wald-Schönwetterfoto macht euch auch nicht munter. Hab eh das Gefühl, es ziehen sich immer mehr zurück. Den meisten ist das halt doch zu langweilig, schade.

Aber vielleicht interessiert ja ein Blick vom Vesuv?



Viel gesehen hat man nicht von da oben, da eine dicke Dunstschicht über dem Land lag.
Aber der Moment war schon ein ganz besonderer für mich, von dem ich schon ein Leben lang geträumt hatte. Immerhin ist der Vesuv der einzig aktive Vulkan auf europäischem Festland und befindet sich nur in einer Ruhephase. Der letzte Ausbruch war 1944.



Ich gebe zu, das war schon ein mulmiges Gefühl, als ich den Berg bestieg. Da wurde mir schon ein wenig anders, ganz ehrlich. Erst recht, als ich in den Krater schaute ...



Faszinierend fand ich auch seinen Anblick von Sorrent aus ...



Schön, gell? Das war wirklich schwer beeindruckend und wird für immer ein unvergesslicher Moment für mich bleiben.

Und geholfen hat mir die kleine Erinnerungsreise jetzt auch, denn die Müdigkeit ist erstmal gebannt.

Morgentau 24.08.2015, 18.45 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Ein wunderbarer Abend

ist das noch geworden. Die dunklen Wolken haben sich verzogen und nur noch kleine weiße Schleierwölkchen huschen über den Abendhimmel, der sich langsam rötlich färbt.
Wenn ich nicht so faul wäre, würde ich mich umziehen und noch ein paar Schritte gehen. Aber heute nicht mehr, ich bin schon so müde und sollte die Küche noch aufräumen.

Die vergangene Nacht hab ich nur zur Hälfte schlafen können. So hab ich spät noch einen Film über Capri gesehen. Was ich noch gar nicht wusste, dass auch Lenin dort war.
Überhaupt ist es bemerkenswert, wer sich dort schon alles aufgehalten hat. Und ich war dieses Jahr auch dort ... immerhin für einen halben Tag!

Morgentau 20.08.2015, 19.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Mit einem ...

neuen Betthupferl und was zum Träumen wünsche ich euch eine gute Nacht und morgen einen behutsamen Start in die neue Woche!

Morgentau 02.08.2015, 21.17 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Schade

dass sich das Wochenende schon wieder seinem Ende neigt. Aber so ischs nunmal.
Außerdem warten noch viele interessante Dinge auf uns - hoffe ich jedenfalls - und die wollen wir uns ja nicht entgehen lassen.
Konntet ihr eure Speicher wieder auffüllen? Damit morgen früh die Kraft reicht, den Motor wieder anzuwerfen und loszutuckern. Es soll ja wieder richtig heiß werden ... sogar dauerhaft ... o oh. Der Sommer geht also in die 2. Runde.
Für die Ferienkinder freut es mich, denn die hatten schon Angst, dass er jetzt schlapp macht, wo sie endlich Ferien haben. Aber bitte nicht wieder so schwül.

Morgentau 02.08.2015, 19.13 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Im Vorübergehen

Die Zeit rast und ich hab das Gefühl, ich kann tun und lassen, was ich will, das ändert sich nicht mehr. Jede Lücke, die sich auftut oder die ich bewusst herbeiführe, schließt sich am Ende doch wieder. Ist ja auch gut so irgendwie, wenn das Leben ausgefüllt ist, wenn nur dieser bittere Beigeschmack nicht wäre, diese Traurigkeit, weil alles so schnell vergeht und die Zeit für neue Ansichten und Empfindungen zusehendst schrumpft.
Jaaa, das ist der Lauf der Welt, aber ich kann nichts gegen diese Gedanken tun. Dafür bin ich zu oft mit ihnen allein, was ich jedoch nicht belastend empfinde. Sie gehören zu mir, und ab und an darüber schreiben, tut mir gut.



Auch so ein schöner Moment - ein Wimpernschlag.
Drei Tage durfte ich im April diese Region kennenlernen. Kennenlernen ist die falsche Bezeichnung. Beschnuppern trifft es besser. Drei Tage im Eiltempo. (Nur Japaner sind noch schneller.)

Selbst an solchen wunderbaren Orten wird es immer schwieriger, dieses besondere Flair einzufangen, wie es einst in alten Schlagern besungen wurde. Auch hier geht es nur noch um das eine und das ist leider nicht zu übersehen bzw. zu "überfühlen".



Natürlich bin ich trotzdem dankbar, dass ich hier sein durfte, auch wenn Körper und Seele die ganzen Umstände nicht verkraften wollten und ich schon am zweiten Tag dachte, ich müsse umkehren.

Meine treue Freundin - die Digi - hat sich bemüht, soviel wie möglich für mich festzuhalten, damit ich es genießen kann, jetzt, zuhause beim Betrachten dieser Fotos. Noch einmal das Gefühl haben: Ich war hier - in diesem Moment.

Noch einmal schlägt mein Herz etwas höher, wie damals ... im Vorübergehen.

Morgentau 16.07.2015, 06.40 | (7/1) Kommentare (RSS) | PL

Nicht mal

den Wasserturm kann ich heute sehen, es ist verrückt. Dabei sollte der Mittwoch der schönste Tag der Woche werden. Überall sehe ich Fotos von wunderschönen Morgenstimmungen, nur bei uns hält sich der Nebel mal wieder zäh wie Kleister in der Tube. Und ich hab nichts besseres zu tun, als mich schon wieder hier im Blog darüber auszulassen, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt. Jetzt ist aber mal Schluss, liebe Frau Morgentau. Such dir ne andere Beschäftigung, als über das Wetter zu sinnieren. Du könntest z.B. mal deine Fenster putzen ... szzzzzzzz.
Mal im Ernst, nervt es mich doch selbst ohne Ende, immer über die gleichen Problemchen zu lamentieren. Das muss jetzt echt mal ein Ende haben, ändert es ja doch nix. Also verordne ich mir - zumindest für eine gewisse Zeit - striktes Schlechtwetterthemenverbot!!! Stattdessen hole ich aus meinem schmalen Schönesommertageordner noch ein paar dieser schönen Momente, die mir vergönnt waren. Ich denke, das ist auch in eurem Sinn, gell?



Elba - Portoferraio

Morgentau 17.09.2014, 09.29 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Erschreckend

sind diese Stark- und Dauerregen schon, die sich in diesem Sommer immer wieder gebildet haben. Auf Elba erlebten wir ja auch so einen heftigen Tag, an dem die Welt unterzugehen schien.
Die Einwohner dort erzählten auch, dass sie sich nicht erinnern könnten, je so einen extremen Hagelschauer erlebt zu haben.
Ausgerechnet an dem Tag, an dem wir eine Wanderung auf den höchsten Berg machen wollten. Überall lag cm-hoch der Hagel in den Straßen und Gassen, der soviel Schaden angerichtet hatte. Auf manchen Bäumen hing kein einziges Blatt mehr, aber auch Blumenkübel lagen überall in Scherben, alles sah ganz traurig aus ... es war echt schlimm.



Der Blick auf das Meer war auch schwer getrübt. Aber ich bin zu einem neuen Regenschirm gekommen ... für 7 Euro.

Morgentau 03.09.2014, 12.28 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Wieder ein (Urlaubs)tag

für die (Regen-)Tonne. Nun gut, dann gehts eben weiter im Text. Zu tun hätte ich für ...zig Tage.
Die ganze Nacht hat es geregnet, jedenfalls hab ich es immer plätschern hören, wenn ich wach wurde. Nachts mag ich das sehr, dieses sanfte Rauschen und Tröpfeln auf die Blätter der Bäume vorm Haus. Schön ist das und die Luft tut mir gut. Aber wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, wie die Amseln ihr nasses Federkleid schütteln, das ist schon irgendwie deprimierend. Wenn dann - wie vorhin - im Radio "Boys of Summer" läuft, muss ich schon aufpassen, dass mir keine Träne aus dem Herzen rutscht.
Aber es gibt Schlimmeres, beigott. Außerdem hab ich ja meine Erinnerungen.
Tausend schöne Momente, die ich festgehalten habe und jederzeit abrufen kann.
Mich erinnern an damals ... wie an diesen winzigen Moment, als uns die Fähre wieder zurück brachte ans Festland und uns die Möwen hinterher flogen - ein Flügelschlag des Lebens ...


Morgentau 15.08.2014, 10.02 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL