Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Urlaub

Mein letzter Urlaubstag

geht nun zuende, was nicht schlimm ist, denn hier mit dem Baustellenlärm rings um mich herum, das halte ich keinen Tag länger aus. Außerdem ist das ja nicht wirklich der letzte. Auch im August werde ich ein paar Tage frei nehmen und wenn nichts dazwischen kommt, dann auch im Oktober noch eine Woche. So komme ich gut durch das Jahr. 

Es könnte allerdings auch ganz anders kommen … ich werde sehen.


Wie schön ruhig war es vergangene Woche in meinem „Leuchtturmzimmerchen“, vorallem nachts, wenn ich durch das offene Fenster das Meer rauschen hören konnte. Auch wenn die Luft ziemlich frisch war, die da hereinströmte, … die Bettdecke bis zum Hals gezogen, ließ sich das gut aushalten.

Hauptsache, die Ohren blieben frei. Die kalte Nasenspitze hab ich gern ertragen. Wann weht einem schon mal nachts eine Meeresbrise um die Nase ... hihi.


Bevor Fragen kommen … nein, mein Domizil war kein Leuchtturm, obwohl der Gedanke wunderbar ist.

Für mich war es wie im Leuchtturm, denn mein Zimmerchen lag im 3. und damit letzten Stock des Hotels. An der Ostsee hat es keine riesigen Hotelkomplexe … nur diese kleineren oder alte Villen – ganz zauberhaft.


Eigentlich hatte ich kein so schönes Zimmer erwartet, denn auf meine diesbezügliche Anfrage hatte man mir mit Bedauern mitgeteilt, dass es kein freies Zimmer mit Meerblick mehr geben würde. Das fand ich natürlich schade, hatte mich aber damit abgefunden, schließlich kann man nicht alles haben.


Schier ausgeflippt bin ich vor Freude, als ich beim erstmaligen Betreten meines Zimmers erkannte, dass mir dann doch eines zugewiesen wurde.

Zunächst wollte ich es nicht glauben und vermutete schon, dass man mich verwechselt habe.

Als es kurz nach meinem Bezug an der Zimmertür klopfte, rutschte mein Herz schon in die Hose, weil ich dachte, dass man mir nun den Irrtum mitteilen würde. Aber es war nur mein Koffer, den man mir freundlicherweise brachte. Wahnsinn. Das war echt wie im Märchen, denn meistens passieren doch eher Dinge der unangenehmen Art in solchen Momenten. Dass es auch mal umgedreht sein konnte, damit hatte ich in keinster Weise gerechnet und erst recht kein Wunder erwartet. Aber genau das war es dann für mich.


Der Ausblick … einmalig schön. Ein Traum. Ich wusste, selbst, wenn das Wetter noch so mies sein würde, mir wäre es nun egal. Ich hab ja mein Zimmerchen mit dem kleinen Fenster … wie, ja, wie in einem Leuchtturm hab ich mich gefühlt. Und so war es von da an mein Leuchtturmzimmerchen.


Morgentau 21.06.2016, 22.03 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Endlich

ist auch der letzte Hammer auf der Baustelle gefallen (lassen worden). Ich mag nicht nachschauen, ob der, der ihn tapfer bis zuletzt benützte, womöglich daneben liegt.
Und endlich hat wohl auch der letzte Nachbar eingesehen, dass Rasenmähen nicht mehr allzuviel Sinn macht, nachdem eh nix Grünes mehr nachwächst momentan ...
Endlich Ruhe also. Endlich. Nur noch leises Stöhnen und Hecheln unter der Hitzeglocke.

Ich hab mich ins Haus zurückgezogen, genieß meinen Milch-Eis-Shake in kleinen, langsamen Schlucken, tränke mein Handtuch erneut mit frischem Nass und warte in fast bewegungslosem Zustand, dass es Abend werde. Vielleicht hab ich wieder Glück und komm noch zu meiner Schwimmrunde am Baggersee. Wir haben da einen entdeckt, der noch nicht so bekannt zu sein scheint. Zudem sind am späteren Abend die meisten Möchte-gern-Beach-Boys-and-Girls schon wieder weg ... vermutlich zur nächsten "Party". Heute, am Samstag, könnte das natürlich bissel anders aussehen. Wie dem auch sei, im See ist zum Glück genug Platz. Will eh nur schwimmen ... schwimmen ... schwimmen.

Ach, wenn ich nur schon drinnen wär. Ich glaube, heute schwimm ich, bis mir die Abendsonne ins Wasser folgt ...



Inselsommerfeeling ...

Morgentau 04.07.2015, 16.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Willkommen

Juli ... willkommen 2. Halbjahr 2015. Was wird es uns bringen?
Die kommenden Tage wohl erst einmal Hitze. Also durchlüften, so lange es noch was bringt. Dann unter die Dusche stellen oder so? Leider gibt es in Büros, Werkstatt, Werkhalle, Baustelle etc. vermutlich keine. Das wird heftig.

Auch vergangene Nacht konnte ich nicht schlafen, so hab ich den frühen Vogel kennengelernt, ein Amselchen irgendwo da draußen auf einem Baum. Das war so kurz vor halb 4.
Endlich fühlte ich mich nicht mehr ganz so allein (wach).
Danach bin ich doch noch eingeschlafen. Jetzt fühl ich mich irgendwie schwindlig ... gerädert ... leicht wirr. Vielleicht fehlt mir auch nur eine schöne Tasse Kaffee.

Auffallend ruhig ist es geworden, obwohl hier noch lange keine Sommerferien sind.
Und doch sind die ersten ausgeflogen ... in alle Himmelsrichtungen, vermute ich.
Ein lieber Gruß allen Urlaubern ... genießt die Zeit. Ich hatte meine schon und denke gern daran zurück ...



Sehr sehr gern.

Morgentau 01.07.2015, 06.57 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Ein wenig traurig

bin ich schon, dass nun auch der leise, wochenendgnädige Nachklang meines Urlaubes mehr und mehr verhallt und durch Gedanken an morgen ersetzt wird.
Auch wenn ich mich wieder auf meine Arbeit und Kollegen freue, so kann ich es nicht verleugnen, dass etwas Wehmut durch mein Herz fließt. Vorallem natürlich, wenn ich an die letzten Tage denke ... an das kleine Häuschen auf dem Wiesenhügel, die einzigartige Stille, die wunderbare Stimmung dort, die lustigen Hühner, niedlichen Katzen, neugierigen Feldhäschen und das Damwild im Gehege vor meinem Fenster. Aber auch die freundlichen Grillen, die mich mit ihrem Gezirpe immer so sanft in den Schlaf gewogen haben, wie auch die frische Luft und der herrliche Ausblick ... ach ja, sooo schön wars ...



Von ganzem Herzen DANKE für die wundervolle Zeit!

Morgentau 21.06.2015, 19.14 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL

Eigentlich

wollte ich das Wochenende mit einem kleinen Abendspaziergang einläuten. Aber der Wind bläst so frisch, dass ich mich gleich wieder von dieser Idee verabschiedet habe.
Mir ist einfach kalt. Also doch lieber Kuschelhose und Rolli überziehen ... einen schönen Salat mit herrlich erntefrischem Gemüse vom Bauer Schmidt zubereiten, dazu frisches Brot und Tee ... und mich auf einen gemütlichen Abend auf dem Sofa freuen.

Zugegeben, ein ganz klein wenig beneide ich sie schon, die Frau, die jetzt morgens immer neben mir im Bus sitzt, und mir heute erzählt hat, dass sie kommende Nacht Richtung Toskana fährt. Gleich musste ich mal schauen, wie dort das Wetter ist.
Eigentlich hätte ich mir das sparen können. Wie sollte es auch anders sein ... Sonne pur und wunderbare 29 Grad. Heute und morgen und überübermorgen usw. ... vermutlich die ganzen 14 Tage, die sie dort in einem schönen Ferienhaus mit Pool verbringen wird. Ach ja ...

Aber ich kann mich nicht beklagen, durfte ich doch dieses Jahr auch schon viele wunderbare Tage an wunderbaren Orten verbringen. Nein, nein, ich will wirklich nicht undankbar sein, und ich bin es auch nicht, ehrlich. Aber trotzdem dürfte es hier gerne auch ein klein wenig wärmer sein ... ein ganz klein wenig nur. Ein ... zwei ... oder wenigstens 10 Grad ... ;-)


Morgentau 22.08.2014, 17.38 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Verschnupft

bin ich schon heute morgen aufgewacht. Nein, nicht gefühlsmäßig, auch wenn sich mein Sommerurlaub dem Ende neigt, ... das nicht, sondern so richtig mit Triefnase.
Geahnt hatte ich es ja gestern schon bei dem zugigen Wind, der über die Alb blies, und meiner viel zu optimistischen Kleidung. Aber was solls, das war es mir trotzdem wert. Ich hoffe nur, dass es bei dem Schnupfen bleibt und sich nicht doch noch zu einer Sommergrippe auswächst. Das kommt davon, wenn man sich über den Sommer lustig macht und ihm Nachlässigkeit vorwirft, ja, ja. Aber das war ja wohl berechtigt, oder? Gestern hat er sich zwar Mühe gegeben, aber unter "August, dem Starken" stell ich mir was anderes vor ... szzz.



Jetzt brauch ich erst einmal ne starke Tasse Kaffee. Bis später ...

Morgentau 18.08.2014, 08.08 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Also heute

das war schon heftig. Regen von früh bis spät und einen Temperatursturz, den man echt nicht mehr als Abkühlung bezeichnen kann. Das war schon fast ein Wintereinbruch ...
Wenn selbst die Katzen nicht mehr raus wollen und es mich derart friert, dass ich mir freiwillig Unterhemd und dicke Socken anziehe und mit der Heizung liebäugel, dann wäre es sarkastisch, dies als sommerlichen Ausrutscher bezeichnen zu wollen. Oder etwa nicht?



Die sich darüber freuen, sind die Wildblumenwiesen. Die blühen dieses Jahr wie verrückt. Zumindest dort, wo sie blühen dürfen. Oh, ich liebe es.
Wie gut, dass ich das schöne Wetter vergangene Woche nutzen konnte, um ganz viel draußen in der Natur zu sein. Für diese Woche sieht es leider gar nicht gut damit aus.
Aber vielleicht sollte es so sein, denn es gibt noch einiges innerhäusig zu tun, das ich nun endlich mal in Angriff nehmen werde. Auch dazu soll ja so ein Urlaub ganz gut sein ... ;-)


Morgentau 13.08.2014, 21.02 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Der Sommer

macht eine Pause. Zumindest hier. Wie ist es bei euch? Naja, halb Deutschland scheint eh unterwegs zu sein. Vermutlich Richtung Urlaub, wenn man die Staumeldungen hört. Der Wahnsinn. Ich kann es mir heute beim besten Willen nicht mehr vorstellen, wie wir das damals, vor mehr als 20 Jahren, geschafft haben, in unserem uralten, klapprigen Mercedes, vollgestopft mit Klamotten, Campingausrüstung und 4 Kindern auf der Rückbank ... quer durch das chaotische Lyon Richtung Meer bis kurz vor die spanische Grenze zum Campingplatz zu fahren. Alles bei gefühlten 40 Grad im Wageninneren, ohne Klimaanlage.

Waren wir total verrückt oder standen wir eh schon so unter Strom, dass wir stressresistenter waren als heute oder eben einfach nur jünger? Ich kann es mir echt nicht vorstellen, möchte aber behaupten, dass wir schon um einiges belastbarer waren als früher. Und sicher nicht nur wir. Man musste sich schon noch mehr anstrengen für so eine "besondere Auszeit" und war auch gewillt und motiviert genug, dafür Strapazen inkauf zu nehmen.
Allein schon, dass die Kinder - 12 Stunden eingepresst wie die Sardinen in der Dose - dies ohne Murren ertragen haben, lässt mich heute noch an ein Wunder glauben. Aber es war ein solches Erlebnis auch für sie, dass die Aussicht darauf wohl genügend Endorphine ausgeschüttet haben muss, dass sie weder die Enge noch die Hitze gespürt haben. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Wenn ich die alten Fotos heute sehe ... ihre glücklichen, strahlenden Gesichter ... diese Tage voll Farben, Licht und Zauber, dann erscheint mir selbst das damit verbundene Chaos, unser mageres Budget, das uns so oft in die Bedrängnis zwang, als abenteuerlich.
Es musste so sein. Ich habe heute - im Nachhinein betrachtet - das Gefühl, dass genau dieses "Erkämpfen" das Salz in der Suppe im Meer war.
Nichts stelle ich mir langweiliger vor, als ein Leben, das auf einem silbernen Tablett serviert wird. Nein, danke! Aber danke für all die wundervollen Erinnerungen.


Morgentau 26.07.2014, 13.33 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Irgendwie

ist grad bissel die Luft raus bei mir, was das morgentäuliche Plaudern anbelangt.
Dabei hätte ich sooo viel zu erzählen und auch genügend Fotos, die ich zwischen die Sätze mischen könnte, so dass es einen schönen Morgentausommersalat gäbe.



Aber irgendwie bin ich richtig bleiern grad, wie meine Mom immer diese Art physisch-psychischen Zustand beschrieben hat.



Ich kann nicht sagen, woran es liegt, vielleicht bin ich auch nur müde. Die vielen Reize im Sommer, die verkrafte ich an manchen Tagen kaum. Heute z.B. finde ich mal wieder alles viel zu laut. In der Stadt sowieso, dann die Mischung aus aufgedrehtem Radio und lautes Durcheinandergeschnatter im Bus, ... und kaum steig ich aus, ergiesst sich ein Lärmschwall aus Rasenmäher- und Baustellenmotoren über mich. Hiiiiilfeeee!



Aber auch die vielen wunderbaren Reize, die ein Sommer aussendet, erscheinen mir manchmal des Guten fast zuviel. Süchtig und gierig möchte ich alles aufnehmen, was sich mir in den Weg stellt blüht, summt, zirpt, singt, plätschert, raschelt, duftet und ... hach.
Das ist alles soooooo schön und berauschend, dass sich manchmal schon die Gedanken an das Vergehen einzunisten versuchen, damit ich nicht zu sehr abhebe.



Dann komme ich irgendwann an einem Punkt, an dem ich ganz extrem das Gefühl habe, erst einmal tiiiief Luft holen zu müssen, um nicht schlapp zu machen. Aber ich wette, dieser Punkt ist jedem bestens vertraut, gelle?



Aber irgendwas geht immer noch, wie ihr seht. Für die, die auch "noch können", habe ich nun doch einen "gemischten Salat gemacht". Ich hoffe, er bekommt euch! ;-)

In der realen Welt geht es jetzt wirklich in die Küche ... bis bald, liebe Grüße zu euch!


Morgentau 15.07.2014, 16.29 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Bissel müde

bin ich, obwohl ich die letzten beiden Nächte wirklich gut geschlafen habe und mich heute morgen auch ausgeschlafen und frisch fühlte. Aber grad eben könnte ich mich auf die Couch legen und ein wenig wegschlummern. Geht aber nicht, denn dann kann ich garantieren, dass ich kommende Nacht kein Auge zubekomme. Und das liegt dann ganz sicher nicht (nur) an den zu erwartenden Jubelkrölagen beseelter Fans, wenn es denn so kommt, wie es kommen sollte.



Heute habe ich euch noch ein paar Fotos von Lanhydrock House mitgebracht ... einem Herrenhaus mit wunderschönem Garten, die seit 1953 im Besitz von National Trust und somit für Besucher zugänglich sind. Insgesamt 49 Räume kann man besichtigen. Ich kann euch sagen, die wussten, wie man sich gemütlich einrichtet ...



Nehmt doch schon mal Platz, der "Cream Tea" wird gleich serviert.
Die Innenaufnahmen sind etwas duster, so dass ich sie ein wenig aufhellen musste. Es war nicht erlaubt, den Blitz zu benützen, was mir eh nicht in den Sinn gekommen wäre. Aber gut, dass es diese Anweisung gab. Es gibt leider immer Menschen, die ohne nachzudenken handeln und nicht merken (wollen), wie unhöflich sie sind. Und das ist wirklich not amused.



Ich hätte mir drinnen und draußen den Wolf ... oder die Augen aus dem Kopf fotografieren können, wie ihr euch sicher denken könnt. Das ging natürlich nicht, denn ich wollte mich ja auch ein wenig umschauen und informieren und das Ambiente genießen. Außerdem habe ich immer versucht, nur zu fotografieren, wenn keine Personen im Bild waren, was nicht so einfach war.
Aber ein paar schöne Impressionen konnte ich dennoch einfangen und damit mein Erinnerungskästchen füllen.



Wenn es euch nicht langweilt oder zuviel wird, zeige ich gern noch mehr davon.

Morgentau 13.07.2014, 19.40 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL