Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Lebensfreude

Durchgehend warme Küche

Ihr kennt sicher dieses Schild, das hauptsächlich vor Gaststätten zu finden ist, die an Wanderwegen liegen. Schön finde ich das, denn so muss der erschöpfte und ausgehungerte Wanderer nicht fürchten, nach einem anstrengenden Marsch Hungers zu sterben, nur, weil er erst gegen 14.28 Uhr am besagten Wirtshaus angelangt ist.



An manchen Tagen habe ich daheim diesen Service übernommen. Denn wenn - wie in diesem Spätsommer - die Schönwetterstunden gezählt sind, käm es mir nicht in den Sinn, den blauen Himmel und die lieblich-weißen Schäfchenwolken wegen eines zuzubereitenden Mittagessens nur durch das Küchenfenster zu bewundern.



So kommt es hin und wieder vor, dass es bei uns den "Sonntagsbraten" erst dann gibt, wenn sich Familie Schmidt-Müller bereits Mutters selbstgebackenen Apfelkuchen schmecken lässt.



Da fällt mir gleich noch was ein, was bei mir anders läuft.
Aber dazu später mehr. Ich glaube, es ist Zeit für mein Mittagsschläfchen ... ;-)

Morgentau 24.08.2014, 16.57 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Aufgebläht

sind nicht immer nur Gewitterwolken (von denen man bisher noch nichts sehen kann, weil sich eine dunstige Saharawolkenschicht davor geschoben hat), sondern ist manchmal auch mein Bauch. So auch heute, dabei habe ich nur Pellkartoffeln und Kräuterquark gegessen ... komisch. Aber vielleicht liegt es auch an der Schwüle.
Was ich spüre, wenn es so warm ist, dass sich meine Adern weiten, was mir richtig gut tut, da sie normal viel zu eng sind. Deshalb bekommt mir in der Regel Hitze auch ganz gut.
Klar "laufe ich auch davon", wie man es gern beschreibt, aber ansonsten fühle ich mich einfach richtig wohl. Nur die schnellen Umschwünge, die sind wieder so gar nix für mich.
Vorallem, wenn es plötzlich kalt wird. Bissel schwindlig ist mir schon ... hihi.



Aber noch ist es ruhig draußen. Es dunkelt zwar irgendwie ein, aber ein herannahendes Gewitter fühlt sich anders an.
Ratet mal, was ich anhabe ... ??? ... "Heiße Hosen" ... lach. Zum ersten Mal in diesem Jahr, von den Schlaf-Shortys mal abgesehen. Herrlich ist diese Beinfreiheit.
Ich liebe es eh, so leicht bekleidet rumzulaufen ... nur in Clogs und einem leichten Shirt über der kurzen Hose. Überall kann Luft an die Haut, das tut sooo gut.
So mag ich in meiner Freizeit rumlaufen ... das ist "Sommer".


Morgentau 22.05.2014, 18.45 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Chamelaucium uncinatum

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, wie sehr ich mein Myrtenbäumchen liebe, das mir einst mein Mann schenkte.
Nun hat es ein Geschwisterchen bekommen ... ein Hakiges Chamelaucium.
Ich liebe es jetzt schon.


Morgentau 19.04.2014, 15.52 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Happy

Gefühlt wohl eher groggy ... aber "Happy" von Ph. Williams hockt mir schon die ganze Zeit im Ohr. Muss wohl vorhin im Radio gekommen sein. Es gibt Songs, die bleiben gleich haften, ob man will oder nicht. Aber manchmal passt es ... und dieser macht irgendwie gute Laune, finde ich.

Schon neigt sich der erste Tag der neuen Woche seinem Ende. Schön hat er begonnen. Ein wunderbarer Sonnenaufgang, leichte Nebelschwaden, durch die die aufgehende Sonne drang, blauer Himmel und dieses spezielle Grün, wie diese leicht säuerlichen Äpfel, die ich so mag. Ich hab auch ein Sweatshirt in dieser Farbe.
So herrlich leuchtend und schön, ich genieße es, wenn der Bus die Allee entlangfährt und meine Blicke nach oben wandern können. Dazu so ein Song im Radio in angenehmer Lautstärke, vorbei am Storchennest ... ja, so darf eine neue Woche gern beginnen.
Inzwischen ist alles wieder diesig, wie so oft in diesem Jahr.
Aber gestern war die Sonne stark genug für ein paar wunderbare Nachmittagsstunden ...



Dass mein Wochenende noch so schön endet, hätte ich niemals für möglich gehalten.
Ein wunderschöner Spaziergang zwischen Streuobstwiesen und ein Besuch im Freilichtmuseum Beuren (zwischen Bad Urach und Kirchheim/Teck), das ich nur empfehlen kann. Näheres könnt ihr nachlesen, wenn ihr dem Link folgt.



Was für ein Blütenmeer. Obwohl die Erde aufgrund der Trockenheit überall Risse hat, waren die Wiesen so saftig und grün, dass die gelben Tupfer um die Wette leuchten konnten. Umrahmt von schönsten Kirschblütenbäumen. Ein wahrer Frühlingstraum.
Im Lauf der Woche zeige ich gern weitere Impressionen. Ich liebe den Frühling!


Morgentau 07.04.2014, 19.50 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Die Mühe

die ich in der dunklen Jahreszeit zuweilen habe, meinen Gute-Laune-Pegel in ausgeglichener Position zu halten, steigert sich an solchen wunderbaren Frühlingstagen, wie wir sie jetzt haben, fast zum Kraftakt. Aber nicht, weil das Pendel nach unten ausschlägt, sondern genau umgedreht.
Meine Seele ist derart am Überschäumen, dass ich Angst bekomme, mein Herz könnte zerspringen. Wie ein Motor, der heiß läuft, weil irgend sowas wie das Kühlmittel fehlt.



Kaum zu glauben, dass wir immer noch März haben. Vergangenes Jahr hatten wir da noch eklig-schneematschig-kalten Winter und der Frühling wollte sich auch später nicht so recht einstellen. Werden wir dieses Jahr dafür entschädigt? Fast möchte man es meinen, gell?



Das Wochenende war schlichtweg ein Traum. Abendspaziergang, Morgenspaziergang, Stunden im Garten ... und die Sonne immer dabei.

Die Vögel singen irgendwie auch besonders schön dieses Jahr, die Hummeln sind genauso verrückt wie ich und wissen nicht, wohin zuerst fliegen und naschen, überall sprießt und fängt es an zu blühen ... es ist ein wahrer Freudenrausch.



Viele viele Fotos hab ich gemacht von diesem Wochenende. Wenn man sie sieht, könnte man meinen, ich hätte eine Woche Urlaub gehabt. Und ich wette, ich bin nicht die einzige, der es so ergangen ist. Alle, die die Natur lieben, werden sie gerade jetzt einfangen wollen. Festhalten - diese einmaligen, kostbaren Augenblicke.

Ich hoffe, auch ihr konntet dieses Wochenende in vollen Zügen genießen. Natürlich nicht wörtlich, aber genau so, wie ihr es mögt.

Hab ich euch schon gesagt, dass ich den Frühling liebe? Kommt gut in die neue Woche!


Morgentau 30.03.2014, 22.23 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Vorfrühlingsfühlen

Frühlingsgelb erstrahlt die Sonne
von dem blauen Himmelsdach.
Vögel zwitschern - welche Wonne,
und der Krokus blüht am Bach.

Schmetterlinge, noch ganz zaghaft,
wagen ihren ersten Flug.
"Überschätzt nicht eure Schwingkraft,
bis zur Linde ist genug!"

Keinem kann man es verdenken,
Regsamkeit macht sich nun breit.
Jeder möcht` sein Herz verschenken
an die schöne Frühlingszeit.


(C) Morgentau


Morgentau 26.02.2014, 20.36 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Malerei und Fotografie

Ich glaube, Maler und Fotografen haben etwas gemeinsam. Sicher nicht immer, denn das wird von Genre oder Stil abhängen. Aber Natur- und Landschaftsmaler z.B. ticken sicher ähnlich wie Fotografen, die ebenfalls mit Leidenschaft Szenen der Natur aufnehmen.
Das müssen Seelenverwandte sein.
Bei beiden stehen die Gefühle und das Empfinden im Vordergrund, das sie dabei festhalten möchten, wenn sie genau DIE Szene malen oder fotografieren. Eigentlich auch logisch.
Mir ist das aufgefallen, als ich die Gedanken und Schilderungen verschiedener Autoren zu diversen Werken gelesen habe. Sie sprechen die gleiche Sprache, wie sie sich auch oft durch meine Gedanken zieht, wenn ich in der Natur wandle. Ich kann es nur nicht so wundervoll ausdrücken. Aber wenn ich solche Beschreibungen lese, dann sehe ich alles vor mir, fühle es regelrecht und erfreue mich schon allein daran.
Ob gezeichnet, gemalt, gedichtet oder erzählt, es ist herrlich. Danke, so danke dafür.
Hach ja, streicht ihr auch so gern über den Buchdeckel, wenn euch ein Buch glücklich macht?


Morgentau 26.02.2014, 12.47 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Zufriedenheit

Heute fand ich ein Gedicht in der Zeitung, bei dem man es rein vom Inhalt her nicht herauslesen könnte, wann es geschrieben wurde. Das Thema ist genauso aktuell, wie zu jener Zeit ... und das war immerhin 1776 !!!

Was frag' ich viel nach Geld und Gut,
Wenn ich zufrieden bin!
Giebt Gott mir nur gesundes Blut,
So hab' ich frohen Sinn,
Und sing' aus dankbarem Gemüt
Mein Morgen- und mein Abendlied.

So mancher schwimmt im Überfluß,
Hat Haus und Hof und Geld;
Und ist doch immer voll Verdruß,
Und freut sich nicht der Welt.
Je mehr er hat, je mehr er will;
Nie schweigen seine Klagen still.

Da heißt die Welt ein Jammerthal,
Und deucht mir doch so schön;
Hat Freuden ohne Maß und Zahl,
Läßt keinen leer ausgehn.
Das Käferlein und Vögelein
Darf sich ja auch des Maien freun.

Und uns zuliebe schmücken ja
Sich Wiese, Berg und Wald;
Und Vögel singen fern und nah,
Daß alles wiederhallt. –
Bei'r Arbeit singt die Lerch' uns zu,
Die Nachtigall bei'r süßen Ruh'.

Und wenn die goldne Sonn' aufgeht,
Und golden wird die Welt,
Und alles in der Blüte steht,
Und Ähren trägt das Feld:
Dann denk' ich, alle diese Pracht
Hat Gott zu meiner Lust gemacht.

Dann preis' ich Gott, und lobe Gott,
Und schweb' in hohem Mut;
Und denk', es ist ein lieber Gott,
Und meint's mit Menschen gut;
Drum will ich immer dankbar sein,
Und mich ob seiner Güte freun!

(Johann Martin Miller)

Da hat mir der Herr Miller also schon vor 238 Jahren aus der Seele gesprochen ... ;-)


Morgentau 18.02.2014, 16.04 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Ein Montag

der ungewohnt schön begann, denn seit fast drei Wochen schien endlich am Morgen die Sonne. Und was für ein fantastisches Licht ... wow, tat das gut. Am liebsten hätte ich mitten auf der Straße die Arme ausgebreitet, die Augen geschlossen und ganz tief durchgeatmet.
Durchgeatmet hab ich, so richtig tief Luft geholt und dabei in meiner Brust gespürt, wie sich mein Herz öffnet. Als würde auch dort frische Luft einströmen.

Es ist nicht nur so ein Spruch, bei mir ist das tatsächlich so. Ich spüre es richtig in mir, wie sich mein Herz weitet, wenn ich so einen ganz bestimmten ... besonderen Moment erlebe.
So ist es z.B. oft auch, wenn ich meine Kopfhörer aufsetze und Musik höre, ... schon die ersten Takte sind der Schlüssel zu meinem Herzen.

Oder wenn ich den Wald betrete ... mit seiner riesigen grünen Lunge mit diesen wunderbaren Bäumen, meinen lieben Freunden, ... wenn ich ein Vögelchen singen höre, früh am Morgen oder an einem milden Sommerabend ...
... wenn ich das erste Grün aus der Erde sprießen sehe, diese unbeschreibliche Freude, wie beim ersten Schritt seines Kindes ... oder meinem Kätzchen beim Schlummern zusehe, wie es daliegt und mir sein totales Vertrauen dabei schenkt ... ach ja.

Aber es ist auch so wunderbar befreiend, wenn eine schwierige Arbeit geschafft ist oder ein ganz schlimmer Termin hinter mir liegt, ...
ach, es gibt so Vieles, das mir gut tut und mich für die traurigen und schmerzhaften Momente entschädigt. Wenn es nur immer irgendwie die Waage hält, das wär schön.

Morgentau 25.11.2013, 19.34 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Ihr Blätter wollt ihr tanzen

Mit den schönsten Erinnerungen an meine Kindheit verbinde ich auch all die wunderbaren Kinderlieder, die ich so gern und voll Leidenschaft sang oder summte.
Das waren immer die schönsten Momente für mich, wenn wir Lieder sangen. Zuhause, im Kindergarten oder auf unseren Wanderungen, allüberall. Ich habe sie alle noch im Ohr.

Wenn ich so überlege, hatte dieses schöne Empfinden sicher nicht zuletzt seinen Ursprung darin, weil in den Texten die schönen Seiten des Lebens beleuchtet werden.
Die Heimat hat sich schön gemacht ... Blaue Wimpel im Sommerwind ... und wie sie alle hießen. Lustige Texte ... Kling-klingeling, so singt mein Drahtesel ... oder jene, die die Geheimnisse und Wunder der Natur zum Inhalt haben ... die Jahreszeiten und verschiedenen Feste.

Als ich heute da draußen die vom Herbstwind durch die Luft gewirbelten Blätter sah, musste ich dieses Lied singen. Ihr Blätter wollt ihr tanzen, so rief im Herbst der Wind ...
Sofort waren die Gefühle wieder da, die ich einst empfand. Wie ich es mochte, durch das raschelnde Laub zu rennen, Kastanien und Eicheln zu sammeln, meinen Drachen steigen zu lassen oder mich mutig dem Herbststurm mit dem Rücken entgegenzustellen, bis er mich auffing ...

Wenn ich diese alten Kinderlieder singe, spüre ich sie wieder für einen kleinen Moment, diese Leichtigkeit von einst. Ich bin so dankbar, dass ich mir das bewahren konnte.


Morgentau 27.10.2013, 16.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL