Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Wald

So ein Eis am Stiel

geht immer an heißen Tagen. Heute im Angebot: Vanille mit Waldmeisterhülle. Lecker.

Erfrischt hat es mich leider nicht, da hilft wohl nur noch eine kühle Dusche.

Schwül ist es geworden, aber die weißen Schäfchen am Himmel schrumpeln immer wieder zu kleinen Lämmchen zusammen oder hoppeln ganz davon. Nix mit Gießwasserpopeln, da muss ich wohl selbst wieder die Kanne schwenken.

(Eine Stunde später: Ein riesiger Gießwasserpopel hat mir soeben die Arbeit abgenommen! Während ich schrieb, muss er sich gebildet haben.)




Seltsam, dass ich an solchen Tagen ständig Bilder und Gefühle aus meiner Kindheit oder anderen Zeiten, die mich besonders bewegt haben, in mir trage. Sobald ich etwas Ruhe zum Nachdenken habe, sind sie da. Als sei es gestern gewesen.




Schon als Kind war ich gern im Garten oder bin abends noch entlang der Felder gelaufen, wenn die Abendsonne alles in ihr sanftrotes Licht tauchte und die Wälder und Felder ihren einmaligen Duft verströmten. Wie oft wäre ich dann am liebsten draußen geblieben bis weit in die Nacht hinein.




Als meine Kinder noch klein waren, ging es oft zum Camping ans Meer. Auch daran erinnere ich mich so gerne. Ich brauch dazu nicht einmal Fotos anschauen, denn die Bilder sind alle in meinem Kopf. Ach, waren das schöne Zeiten. Wie sehr ich diese Erinnerungen liebe.




Auch wenn das Geld immer knapp war, das Auto alt und klapprig und unsere Ausrüstung dürftig und ziemlich „abgelebt“ … hihi, so hatte das nie irgendeinen negativen Einfluss auf unsere Lebensfreude. Mir waren der Zusammenhalt, die gemeinsamen Interessen und Erlebnisse schon immer mehr wert als alles Geld der Welt.


Gerüche ... Farben ... Licht ... und unzählige andere Assoziationen setzen so viele Emotionen in mir frei. Mir scheint, dieses Fühlen wird von Jahr zu Jahr noch intensiver. 

Geht euch das auch so? 

Oder liegt es daran, dass mir mehr und mehr bewusst wird, dass diese Zeit nie wieder kommt?


Dennoch, es sind Erinnerungen an gelebtes Leben, für das ich von Herzen dankbar bin.




Mit diesen Gedanken verabschiede ich wieder für ein Weilchen. Ich hatte es ja schon angekündigt, dass es jetzt öfter mal ein Päuschen geben wird.

Von Herzen alles Liebe für euch … bis zum Wiederlesen!

Morgentau 30.05.2017, 18.20 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

Es kribbelt

... ich spüre es immer mehr, die Lebensgeister erwachen. Vorerst leider nur die, die hinaus in den Wald wollen. Die anderen, die für den sogenannten Frühjahrsputz zuständig sind, die schlummern noch selig.

Das muss sich ändern, notfalls mit Gewalt. Wie soll ich meine Lieblingsjahreszeit genießen, wenn ich noch immer so viele unschöne hässliche Winterspuren entdecke? Die sollten vorher verschwinden.




Es hilft nichts, ihr wald-und-wiesen-verliebten Lebensgeister, ihr müsst mir helfen. 

Erst wecken wir die anderen, dann legen wir gemeinsam los, und erst dann ist Genießen angesagt.




Aber es muss schnell gehen … das Aufwecken. Die Uhr läuft. Also nicht zimperlich sein, notfalls Schweinehunde schlachten, bevor die mit ihrem monotonen Genuschel die Geisterchen erneut in den Schlaf schwafeln.




Vermutlich wird es auch hier etwas ruhiger die nächste Zeit.

Jetzt gilt es. Es dauert immer bei mir, aber wenn es gilt, dann gilt`s …




Klingt nach einem Machtwort, gell? Mal sehen, wie mächtig mein Wille ist.



Drückt mir bitte die Daumen, dass ich stark genug bin, aus Worten Taten folgen zu lassen. Viele, viele Taten ...

Denn schau ich auf die Wetterkarte, weiß ich, es ist fünf Minuten vor Zwölf. Nun aber ...



Zum Trost gibt es noch ein paar Bildchen meiner österlichen Waldbegegnungen.

Vielleicht locken sie ja den einen oder anderen von euch auch in den Wald. 

Es sei denn, ihr seid grad mit dem Frühjahrsputz beschäftigt ... ;-)



Es werde Licht ...



Morgentau 30.03.2016, 19.18 | (10/0) Kommentare (RSS) | PL

Ganz langsam

scheinen meine Lebensgeister zu neuem Leben zu erwachen. Das fühlt sich richtig gut an.
Kein Wunder, liegen doch endlich ein paar freie Tage vor mir, ganze 12 Stück sogar ... juchhuu.
Und das Beste: alle Einkäufe sind bereits erledigt. Wenn es jetzt noch Stress gibt, dann nur den, den ich mir selber mache. (Naja, vorausgesetzt, dass nicht gerade über die Feiertage der Strom ausfällt oder andere unvorhersehbare Ereignisse einen Strich durch die friedselige Rechnung machen.) Aber davon will ich jetzt mal nicht ausgehen.



Außerirdische werden uns hoffentlich auch nicht besuchen, auch wenn es auf dem Foto so ausschaut, als wären hier ihre Beam-Lights zu sehen. Nein, nein, das sind wundervolle Sonnenstrahlen, die im Wald ihre goldenen Pfützen hinterlassen. Ich liebe es.

Ein wunderschönes Weihnachtsbäumchen hab ich auch entdeckt. Und weil ich mich sofort in es verliebt habe, hab ich es natürlich stehen lassen! ;-)



So kann ich mich immer daran erfreuen, wenn mein Waldspaziergang an ihm vorbeiführt.
Und wenn keine Försteraxt dagegen spricht, wird das vielleicht noch viele viele Jahre sein.
Einer schöner Gedanke, den ich jetzt aufgreife und zu einem ganz ganz lieben Weihnachtswunsch für euch forme ...

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen
eine wunderschöne und friedliche Weihnachtszeit!


Morgentau 23.12.2015, 12.32 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Drauß vom Walde komm ich her

zum Bloggen komm ich gar nicht mehr.



Sorry, auch heute hier nur ein kleiner Tröste-Gruß, es geht einfach grad nicht anders.

Ich bin ja nicht aus der Welt und ganz sicher bald wieder öfter hier, winkewinke!

Morgentau 20.12.2015, 22.09 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Schaut mal ...

ist das nicht Präzisionsarbeit? Als ich dieses Netz gesehen habe, war ich so fasziniert davon, dass ich mir wünschte, es würde nie zerstört werden.
Bei genauerer Betrachtung habe ich sogar etwas ganz Wundervolles entdeckt.
Seht ihr es auch ...



... diese zwei kleinen Herzen?

Ein kleiner Liebesgruß von Frau Waldspinne - welch zauberhafter Gedanke.

Morgentau 23.09.2015, 18.58 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

Nach dem Sommerregen

Ein Seufzen geht durch Wald und Flur,
erfrischt ringsum ist die Natur.
Das Land hat sich vom Staub befreit
und hofft, dass nun das Feuer schweigt.

 Die dunklen Wolken sind verzogen,
 die Show beschließt ein Regenbogen.
 Vom See, wo lautstark Frösche baden,
 entsteigen weiße Nebelschwaden.

 Seit Wochen war die Erde trocken,
 lauft schnell hinaus, die Pfützen locken.
Gefüllt mit warmen Sommerregen -
 für Herz und Füße purer Segen.

(C) Morgentau


Morgentau 16.08.2015, 14.17 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Das Schreiben

hat mir gefehlt. Klar, für ein paar Sätze reicht die Zeit immer, aber was ich wirklich liebe, ist es, Zeit zu haben, meine Gedanken in Ruhe sortieren zu können. Zeit, sie aufzuschreiben, um sie besser verarbeiten zu können. Negatives wie Positives.
So möchte ich die Dinge, die mich belasten oder aus irgendwelchen Gründen beschäftigen, durchdenken, um Lösungen zu finden oder Unabänderliches besser akzeptieren zu können.
Aber vorallem möchte ich auch Momente, die mir gut tun, für ein Weilchen festhalten, noch einmal erleben ... ja, einfach durch das Beschreiben noch einmal aufleben lassen und dadurch bewusster wahrnehmen!



Denn so wunderbar all diese Augenblicke auch sind, spätestens am Ende des Tages sind sie schon wieder Vergangenheit.
Wie dieser einmalig schöne Sommermorgen am See ... und dieser bezaubernde Moment, als das sanfte Morgenlicht die drei Rehlein in der Ferne anstrahlte. Obwohl ich sooo weit entfernt war (Aufnahme mit Zoom), haben sie mich entdeckt und nahmen kurz darauf Reißaus. Aber das Lächeln hatte ich schon im Gesicht ... :-)



Deshalb liebe ich das Schreiben, und ich lese auch dort am liebsten, wo dieser Erzählstil gepflegt wird, der mir so gefällt. Wo der/die Autor/in es verstehen, die Stimmung rüberzubringen, die von jenem Ort, jener Gegend, Situation oder Atmosphäre ausgeht, über die er/sie erzählt. Das sind für mich auch ganz wichtige Punkte, wenn mich ein Roman fesseln soll. Die ästhetische Schilderung von tiefen Empfindungen, wie sie zuweilen auch in mich einströmen, vorallem auch, wenn ich "da draußen" unterwegs bin ...



Es muss auch nicht immer etwas Großartiges sein, damit mein Herz höher schlägt. Auch der Sonnenstrahl, der auf die Spitze eines Tannenzweiges fällt, kann mich ganz tief berühren.

Schaut doch selbst, wie sich Licht und Schatten abwechseln und winzige Tauperlen auf Spinnennetzen im Sonnenlicht glitzern. Auf dem Foto sind sie zwar nur als verschwommen schimmernde kleine Kreise sichtbar, sorgen aber dennoch beim Betrachten für ein Wohlgefühl, weil sie dieses Feeling so wunderbar wiedergeben ...
Ich liebe es.

Morgentau 15.08.2015, 14.06 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Ausklang

Ein Sonnen-Wonnen-Erdbeer-Süßkirschen-Wochenende geht langsam seinem Ende entgegen.
Schön wars ... still und sanft, süß und fruchtig, ganz so, wie ich es mag. Auch wettermäßig ideal ... so könnte es den ganzen Sommer über bleiben.
Wir wissen schon ... das wird es nicht, aber ich lass es auf mich zukommen. Notfalls stell ich einen Eimer Wasser unter den Schreibtisch und kühle meine Füße damit. Sommerhitze ist ein Problem Zustand, mit dem ich umgehen kann. Da hab ich vor ganz anderen Dingen Angst.
Womit ich nicht behaupten will, dass mich Hitze völlig kalt lässt ... lach.

Morgentau 28.06.2015, 19.36 | (0/0) Kommentare | PL

Unheimliche Begegnungen

hat wohl jeder mehr oder weniger, der oft im Wald unterwegs ist. Was mich betrifft, so könnte ich ein Buch darüber schreiben ... "Meine umheimlichen Begegnungen im Wald".
Und ich meine nicht nur das mysteriöse, geheimnisvolle Rascheln und Knacken im Unterholz, das schaurige Säuseln und Jammern in den Ästen der Tannen, wenn der Abendwind durch sie hindurchfährt, oder dem Treffen auf Reineke Fuchs, einem scheuen Reh oder Hase.



Wovon ich rede, sind verlassene Häuser, auf die ich immer wieder treffe. Hotels, die schon viele viele Jahre leerstehen und langsam zuwachsen, durch deren verwitterte Fenster man noch das Inventar erkennen kann. Ausflugslokale, die allenfalls von Waldbewohnern besucht werden. Auch da hab ich durch zerbrochene Scheiben noch den Ausschank und Geschirr stehen sehen ... zugesponnen und kaum noch erkennbar.
Aber auch verlassene alte Villen, deren einstige Pracht trotz Verfall noch zu erkennen ist, oder kleine Häuschen mit einem zugewuchertem Garten und alten Obstbäumen, an deren alten Ästen der Efeu rankt und diese als Weg zum Licht nutzt.



Mich faszinieren solche Stätten und nur zu gern würde ich dort mal ein wenig nach alten Relikten stöbern, aber leider ist es selten, dass man überhaupt an so ein Gebäude herankommt. Meistens ist es eh ringsherum zugewuchert oder abgesperrt. Ich würde es nicht wagen, dort einzudringen. Aber ich finde es unheimlich interessant und wüsste immer zu gern, wer in diesem Gebäude einst wohnte, dort ein- und ausging und warum es nun verlassen steht. Die Geschichte dahinter. Ich stell mir vor, wie glücklich die Menschen einst gewesen sein mussten, an solchen schönen Orten leben zu können.



Die Fotos hier zeigen ein paar Holzhäuschen, die ich neulich bei einer Wanderung entdeckte.
Diesmal hatte ich Glück, denn sie standen mitten im Wald, so dass ich vorsichtig etwas näher an sie herantreten konnte. Unschwer war zu erkennen, dass sie seit Jahren nicht genutzt worden zu sein schienen. Alles war überwuchert und zugewachsen, selbst die Dächer, wie ihr sehen könnt. Faszinierend und unheimlich zugleich.
Ich hab den Atem angehalten und mich auch ganz behutsam dort bewegt, soviel Ehrfurcht löste die Umgebung in mir aus. Auf keinen Fall wollte ich mich wie ein Eindringling bewegen. Es war ein seltsames Gefühl.



Mir hat es keine Ruhe gelassen, so hab ich im Internet recherchiert und bin fündig geworden. Diese Häuschen gehörten (oder gehören) einem berühmten Pianisten. In jedem soll ein Klavier stehen (oder mal gestanden haben), ... und wenn man einst bei Wanderungen dort vorbeikam, konnte man Japanerinnen darauf spielen hören, was wohl auch die Verzierungen an manchen Häuschen erklärt. Was ich noch heraus fand, möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht erzählen. Aus dem Grund nenne ich auch keine Namen und Orte. Ich denke, ihr habt dafür Verständnis.

Morgentau 27.06.2015, 18.34 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Sommerabendgeflüster

Morgentau 25.06.2015, 19.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL