Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Bonne nuit :-)
12.4.2018-20:32
Ingrid
Hab ein schönes Wochenende!
Alles Liebe - Ingrid
17.3.2018-11:35

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Herzensangelegenheiten

Willkommen

... ist er aller Orten,
sein zartes Grün und Sonnenschein.
Ein jeder öffnet seine Pforten,
lässt ihn nur allzu gern herein.

Die mitgebrachten schönen Gaben
verteilt er freundlich übers Land.
Auch DU kannst dich daran erlaben,
dein Lächeln ist dafür das Pfand.

Veilchen, Tulpe, Anemone -
welch Glück, wenn alles wieder blüht.
Selbst im Wald ist es nicht ohne,
was jetzt mit Moos und Farn geschieht.

Du, lieber Frühling, deine Anmut
berührt so tief, nimmt jeden Schmerz.
Tust Landschaft, Mensch und Tier so gut
und öffnest wieder jedes Herz.

(C) Morgentau


Morgentau 10.04.2018, 15.24 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Endlich

geht es aufwärts mit den Temperaturen, unserer Laune und dem Leben da draußen. 

Der letzte Winterdreck und -frust wird in die Gosse gespült und die Frühlingsdecke auf den Tisch gelegt.



Der Gesang der Vögelchen am Morgen ist so ansteckend, die Sonne so verführerisch und die ersten bunten Blümchen auf der (noch) mageren Wiese wecken unsere Vorfreude auf das, was uns nun blühen wird. Wie lange haben wir darauf gewartet.




Schön war das Osterfest, auch wenn ich zunächst den Frühling ins Haus holen musste, weil sich der April zu seinem Einstand gleich von seiner bezeichnenden Seite zeigte. Lustig war es dennoch irgendwie, denn es war tatsächlich alles vertreten … Sonne … Regen … Graupel … Gewitter und Sturm.




Aber heute ist von all dem nichts mehr zu spüren. Ein Frühlingstag wie im Bilderbuch.

Das ahnte man schon, noch bevor die Sonne aufging.




So sind mein Sohn und ich nochmal zu „unserer“ Küchenschellenwiese. Nach der kalten klaren Nacht waren ihre Köpfchen noch mit Reif überzogen.


(Foto: Janobi)


Als sich der rote Ball am Horizont nach oben schob, begann ein glitzern in der Wiese, 

alles schien wie verzaubert ... 


(Foto:Janobi)


Wenn man viel Fantasie hat, könnte man meinen, die Blüte lechzt nach der Sonne ...


Danach sind wir runter ins Tal … an die Donau, wo sich die Morgensonne noch durch die Nebelschwaden kämpfte.




Die Atmosphäre dort war unbeschreiblich schön. Diese wunderbare Stille, die Stimmchen der Wild- und Wasservögel … das Plätschern kleiner „Donauwellen“ am Uferrand … und diese stimmungsvolle Szenerie durch den Nebel …




… alles hat auf den Frühling gewartet, das war richtig zu spüren. 


Als würde das Tal seine Arme ausbreiten und ihn willkommen heißen.




Dankeschön!


(Foto:Janobi)

Morgentau 02.04.2018, 15.31 | (11/11) Kommentare (RSS) | PL

Unvergessen

Familiengeheimnisse kennt sicher jeder. Ereignisse oder Begebenheiten, die innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Oder gemeinsam Erlebtes, das für immer im Gedächtnis bleiben wird, weil es besonders lustig, traurig, beeindruckend oder unheimlich war. Auch Redewendungen gehören dazu oder bestimmte Sprüche, die irgendwer aus der Familie immer drauf hatte, so dass sie sich in das Gedächtnis der anderen eingebrannt haben.

Kommt es im Leben von Nachfahren zu ähnlichen Situationen, erinnert man sich daran und wiederholt diese Sprüche sogar … im Sinne von „Oma würde jetzt sagen … „ …

Oder es kommt zu Situationen, in denen man bedauert, dass dieser oder jener Ahne nicht mehr lebt, weil man weiß, wieviel Freude sie ihm/ihr gemacht hätten.


Ich liebe das. Schöne und manchmal auch traurige Erinnerungen werden in diesen Momenten wach, und Menschen, die nicht mehr bei uns sind, bleiben unvergessen.

Morgentau 21.02.2018, 08.04 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Auserwählt

Ich liebe die Zeichnungen von Marjolein Bastin so sehr. Hab euch ja schon darüber berichtet. Leider darf ich kein Bild von ihr einstellen, aber im Internet findet ihr genügend, sofern ihr nicht selbst schon Bücher oder andere Dinge mit diesen wunderbaren Motiven von ihr habt.


Auf meinem Fensterbrett neben einer Pflanzschale steht ein Spruchkalender, auf dem neben vielen tollen Sprüchen auch ihre einmalig schönen Bilder zu sehen sind.

Ich liebe diesen Kalender, erfreue mich jeden Tag daran. Ihre Bilder berühren meine Seele ganz tief, und einige davon erzählen sogar kleine Geschichten. Wenn ich sie betrachte, läuft ein ganzer Film in meinem Kopf ab.

Wenn dann noch schöne, berührende Musik dazu läuft, kommen mir oftmals sogar die Tränen. Tränen, die alles aus mir rausfließen lassen … Schmerz, Freude, Dankbarkeit und Hoffnung.

Für diese Gefühle bin ich so dankbar, dass ich es kaum zu beschreiben vermag.



Dankbar vor allem für dieses warme Gefühl in meinem Herzen, das ich spüre, wenn ich mir diese Szenen vorstelle. Das Rotkehlchen auf der Gartenbank, die Wasservögelchen am Waldteich, das kleine Häslein neben der Veilchenwiese … und hunderte wundervolle Augenblicke der Natur.

Danke, wer auch immer mir diese Gefühle sendet. 

Danke, dass ich zu den Auserwählten gehöre.



Wieviel ärmer wäre mein Leben ohne diese Empfindungen. Auch, wenn ich dafür mit weniger Kraft gesegnet bin, so kann ich sie oft aus diesen Gefühlen schöpfen.

Auf vieles kann ich gern verzichten, wenn mir nur diese Sinneseindrücke erhalten bleiben.


Das Leben dreht sich nicht um die Atemzüge,

die du machst, sondern um die Momente,

die dir den Atem rauben.


Sprichwort


Morgentau 07.02.2018, 11.35 | (11/11) Kommentare (RSS) | PL

Frohe Weihnachten

Einige sind schon in der „Weihnachtspause“ und ich spüre, dass es auch für mich Zeit wird, den Blog ein Weilchen ruhen zu lassen. Nur mal flugs vorbeikommen und oberflächlich schreiben und kommentieren, das mag ich nicht so besonders.

Aber ihr seid nicht vergessen. Auch, wenn jetzt das reale Leben Vorrang hat, so bedeutet das nicht, dass ihr mir nicht wichtig seid. Aber ich denke, in den nächsten Tagen sind die meisten hier in den Blogs etwas ruhiger. Ich bin ja auch nicht lange weg … vielleicht eine Woche … bis zum 2. Feiertag … mal schauen.


Ich wünsche allen meinen lieben Blogfreunden von ganzem Herzen ein gesegnetes, schönes und heimeliges Weihnachtsfest! Dass ihr es so verbringen könnt, wie es sich eure Seele wünscht!


Alles Liebe und eine stille, geheimnisvolle Zeit!



Morgentau 19.12.2017, 08.14 | (23/0) Kommentare (RSS) | PL

Schon wieder dunkel

obwohl … eigentlich ist es den ganzen Tag nicht hell geworden. Der angekündigte Schnee blieb allerdings aus. Dafür grauwolkig, windig und kalt. Wie froh ich bin, es so warm und gemütlich in meinem Stübchen zu haben. An solchen Tagen weiß ich das noch viel mehr zu schätzen als sonst.


Viel nachgedacht habe ich heute, wie oft in diesen Zeiten. Die wohligen Gefühle in meiner Seele kamen von den Erinnerungen, die mir dabei durch den Kopf gingen. Erinnerungen, die immer auch ein wenig schmerzen, denn die Menschen, mit denen ich sie noch lange Zeit teilen konnte, sind nicht mehr bei mir. Wie schön es damals war, als meine Eltern und ich am Adventsonntag meine Großmutter am Rande der Stadt besuchten. Ihr selbstgebackener Stollen schmeckte immer so köstlich. Noch heute spüre ich ihn auf der Zunge, wenn ich daran denke.


Gern würde ich noch einmal durch die Siedlung mit den vielen kleinen Häuschen spazieren, durch deren winzige Fenster man nach Einbruch der Dunkelheit schauen konnte … auf weihnachtliche Figuren und Pyramiden, die sich im Kerzenlicht drehten. Einen kleinen Blick nur riskieren und schnell weiter. So heimelig war es dort, ich spüre es heute noch.


Wir sind oft zu Fuß gegangen. Der Rückweg durch die nächtlichen Straßen war für mich immer das Wundervollste. Ausgehend vom Stadtrand, wo meine Großmutter lebte, durch Siedlungen, vorbei an der großen alten Lutherkirche, Häuserzeilen und Geschäften, die weihnachtlich geschmückt waren, bis zuletzt durch den großen Stadtpark, von dem aus es nicht mehr weit bis nach Hause war. Ich liebte es und gäbe sonst etwas darum, das noch einmal erleben zu können. Ein einziges Mal nur.

Aber eigentlich tu ich das gerade … in meinen Gedanken.


Morgentau 17.12.2017, 17.35 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Drei Schneeflöckchen

fielen heute Morgen aus der grauen Wolkendecke. Ach nein, es waren vier einhalb oder auch fünf, sechs … keine Ahnung. Ihr wisst ja, dass ich im Moment nicht so schnell gucken kann, wo was passiert. Jedenfalls war es wie ein erster Gruß von Frau Holle, der uns wohl zeigen sollte, dass die Saison eröffnet ist. In den Bergen ist sie es schon längst, dort hat es schon eine richtig weiße Schneedecke. Schön sahen die Morgenfotos auf den Webcams aus. So eine frisch überzuckerte Landschaft und dieses sanft rötliche Morgenlicht, das hat etwas Verzauberndes … Sanftes.

Das ist es wohl auch, was ich daran so mag. Alles Dunkle und Laute wird überdeckt. Frieden zieht ein.


Ich weiß, Autofahrer sehen das anders, was ich natürlich auch nachvollziehen kann. Hoffen wir, dass alles gut geht.


Gestern hat mich mein lieber Sohn in einen nahegelegen Gartenmarkt gefahren. Da war mir zur Abwechslung mal schwindlig vor Glück, denn ich konnte ein paar schöne Dinge mit nach Hause nehmen. Das hab ich so sehr gebraucht.


Schöne Windlichter, an denen ich nie vorbeigehen kann, ein Gesteck mit Weihnachtssternen und Efeu für Innen und zwei schöne Gestecke für die Terrasse. Ich konnte mich einfach nicht bremsen. Vor allem dieser schöne Topf mit den Christröschen … das war Liebe auf den ersten Blick.


Ich kann gar nicht oft genug nach draußen schauen und mich an ihm erfreuen. Dahinter seht ihr das kleine Bäumchen, das ich vergangenes Jahr in dem gleichen Gartenmarkt gekauft hatte. Das werde ich nun bald wieder schmücken und mit der kleinen Lichterkette behängen. Dann kann die Adventszeit kommen.


Morgentau 26.11.2017, 12.07 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Herbstwanderung

Eine wunderschöne Herbstwanderung haben wir am vergangenen Wochenende gemacht.

Sie führte um drei Bergseen herum und gab immer wieder wunderbare Ausblicke frei.




Den ersten See lernten wir im August schon kennen, nur war der Himmel damals tief verhangen, was durchaus auch seinen Reiz hatte, aber das schöne Herbstwetter ließ keinen Zweifel daran, wer als Sieger des Vergleiches hervorging.




Das Licht, die Farben, die Spiegelungen im See … einfach traumhaft. Daneben die sogenannten Buckelwiesen, auf denen 200 verschiedene Pflanzenarten wachsen sollen, wie ich gelesen habe.




Wie immer wusste ich gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Inmitten dieser zauberhaften Welt schlug mein Herz wieder bis zum Hals und höher.




Das raschelnde Laub unter den Füßen, die Sonne, die sich im See spiegelte, das Eichhörnchen, das von Baum zu Baum sprang, die Berge im Hintergrund, und nicht zuletzt die Nebelschwaden, die sich in den Tannen verfingen … alles war so beeindruckend und schön.




Wie ein hungriges Tier kam ich mir vor, das plötzlich vor einem Futterberg stand, nur dass es bei mir die Seele war, die ich mit reichlich Nahrung füllen konnte.




Den ganzen Tag haben wir uns für diese Wanderung Zeit genommen, haben immer wieder Rast gemacht, an einem See sogar ein Nickerchen, und diesen herrlichen Tag ausgekostet.

Ich bin unendlich dankbar dafür. Der Landschaft, diesem schönen Herbsttag 

und vorallem meiner lieben Familie.



Morgentau 18.10.2017, 20.33 | (12/12) Kommentare (RSS) | PL

Vor 30 Jahren

zeigte mir mein lieber Mann, wie wunderschön Südfrankreich ist. Gemeinsam mit unseren vier Kindern machten wir dort Urlaub auf einem Campingplatz am Meer. Ich werde diese Tage nie vergessen.




Hier hörte ich zum ersten Mal das Zirpen der Zikaden, dieses Rasseln, das ich Zeit meines Lebens mit diesem Landstrich verbinden werde.


Hier sah und atmete ich zum ersten Mal Lavendel und Olivenbäume, lernte meine ersten französischen Worte und den Mistral kennen.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Unvergänglich … unsterblich.




Auch deshalb hab ich diese Busreise gemacht. Noch einmal dort sein, wo ich einst so glücklich war, wo ich diese faszinierende Gegend zum ersten Mal erleben durfte.

Morgentau 10.10.2017, 18.05 | (13/13) Kommentare (RSS) | PL

Vier Tage in der Provence

seufz … wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber ein edler Tropfen, den ich mir nicht nur auf der Zunge zergehen ließ.




Mehr Zeit hätte ich mir gewünscht, mehr Möglichkeiten, an Orten Halt zu machen, die ich gern allein gefühlt hätte. Ganz für mich. Aber ich war ja nicht allein.

Schade, aber das war der Preis. Entweder so oder gar nicht.




Dennoch … meine Augen gingen wandern … gefolgt von meinem Herzen, und meine kleine Kompakte hat für mich fleißig eingesammelt, wie der Wanderer die Pilze.




Viele haben beim Besteigen eines Aussichtspunktes nur das Ziel im Auge und sind oftmals enttäuscht.

Der Kluge sieht sich unterwegs um und genießt manchen schönen Ausblick. So auch im Leben.


Gottfried Keller




Damit beende ich auch meine kleine Blogpause. Schließlich möchte ich viele dieser schönen „Ausblicke“ mit euch teilen.


Seltsam, ... mir ist, als sei ich drei Monate fort gewesen. Hängt sicher damit zusammen, dass ich nur intensiv fühlen kann und alles haften bleibt, was mich auf irgend eine Art berührt. Das klebt wie Baumharz an meiner Seele ...  

Morgentau 08.10.2017, 19.05 | (11/11) Kommentare (RSS) | PL