Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Baldige Besserung wünsche ich dir!
15.1.2018-16:55
Ingrid
Eine schöne Woche und weiterhin gute Besserung, wünscht dir von Herzen,
Ingrid
11.12.2017-15:36
Morgentau
Dankeschön :)
9.12.2017-13:14
Ingrid
Hab einen gemütlichen Abend und ein schönes Adventwochenende.
Alles Liebe :)
8.12.2017-18:01

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Herzensangelegenheiten

Frohe Weihnachten

Einige sind schon in der „Weihnachtspause“ und ich spüre, dass es auch für mich Zeit wird, den Blog ein Weilchen ruhen zu lassen. Nur mal flugs vorbeikommen und oberflächlich schreiben und kommentieren, das mag ich nicht so besonders.

Aber ihr seid nicht vergessen. Auch, wenn jetzt das reale Leben Vorrang hat, so bedeutet das nicht, dass ihr mir nicht wichtig seid. Aber ich denke, in den nächsten Tagen sind die meisten hier in den Blogs etwas ruhiger. Ich bin ja auch nicht lange weg … vielleicht eine Woche … bis zum 2. Feiertag … mal schauen.


Ich wünsche allen meinen lieben Blogfreunden von ganzem Herzen ein gesegnetes, schönes und heimeliges Weihnachtsfest! Dass ihr es so verbringen könnt, wie es sich eure Seele wünscht!


Alles Liebe und eine stille, geheimnisvolle Zeit!



Morgentau 19.12.2017, 08.14 | (23/0) Kommentare (RSS) | PL

Schon wieder dunkel

obwohl … eigentlich ist es den ganzen Tag nicht hell geworden. Der angekündigte Schnee blieb allerdings aus. Dafür grauwolkig, windig und kalt. Wie froh ich bin, es so warm und gemütlich in meinem Stübchen zu haben. An solchen Tagen weiß ich das noch viel mehr zu schätzen als sonst.


Viel nachgedacht habe ich heute, wie oft in diesen Zeiten. Die wohligen Gefühle in meiner Seele kamen von den Erinnerungen, die mir dabei durch den Kopf gingen. Erinnerungen, die immer auch ein wenig schmerzen, denn die Menschen, mit denen ich sie noch lange Zeit teilen konnte, sind nicht mehr bei mir. Wie schön es damals war, als meine Eltern und ich am Adventsonntag meine Großmutter am Rande der Stadt besuchten. Ihr selbstgebackener Stollen schmeckte immer so köstlich. Noch heute spüre ich ihn auf der Zunge, wenn ich daran denke.


Gern würde ich noch einmal durch die Siedlung mit den vielen kleinen Häuschen spazieren, durch deren winzige Fenster man nach Einbruch der Dunkelheit schauen konnte … auf weihnachtliche Figuren und Pyramiden, die sich im Kerzenlicht drehten. Einen kleinen Blick nur riskieren und schnell weiter. So heimelig war es dort, ich spüre es heute noch.


Wir sind oft zu Fuß gegangen. Der Rückweg durch die nächtlichen Straßen war für mich immer das Wundervollste. Ausgehend vom Stadtrand, wo meine Großmutter lebte, durch Siedlungen, vorbei an der großen alten Lutherkirche, Häuserzeilen und Geschäften, die weihnachtlich geschmückt waren, bis zuletzt durch den großen Stadtpark, von dem aus es nicht mehr weit bis nach Hause war. Ich liebte es und gäbe sonst etwas darum, das noch einmal erleben zu können. Ein einziges Mal nur.

Aber eigentlich tu ich das gerade … in meinen Gedanken.


Morgentau 17.12.2017, 17.35 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Drei Schneeflöckchen

fielen heute Morgen aus der grauen Wolkendecke. Ach nein, es waren vier einhalb oder auch fünf, sechs … keine Ahnung. Ihr wisst ja, dass ich im Moment nicht so schnell gucken kann, wo was passiert. Jedenfalls war es wie ein erster Gruß von Frau Holle, der uns wohl zeigen sollte, dass die Saison eröffnet ist. In den Bergen ist sie es schon längst, dort hat es schon eine richtig weiße Schneedecke. Schön sahen die Morgenfotos auf den Webcams aus. So eine frisch überzuckerte Landschaft und dieses sanft rötliche Morgenlicht, das hat etwas Verzauberndes … Sanftes.

Das ist es wohl auch, was ich daran so mag. Alles Dunkle und Laute wird überdeckt. Frieden zieht ein.


Ich weiß, Autofahrer sehen das anders, was ich natürlich auch nachvollziehen kann. Hoffen wir, dass alles gut geht.


Gestern hat mich mein lieber Sohn in einen nahegelegen Gartenmarkt gefahren. Da war mir zur Abwechslung mal schwindlig vor Glück, denn ich konnte ein paar schöne Dinge mit nach Hause nehmen. Das hab ich so sehr gebraucht.


Schöne Windlichter, an denen ich nie vorbeigehen kann, ein Gesteck mit Weihnachtssternen und Efeu für Innen und zwei schöne Gestecke für die Terrasse. Ich konnte mich einfach nicht bremsen. Vor allem dieser schöne Topf mit den Christröschen … das war Liebe auf den ersten Blick.


Ich kann gar nicht oft genug nach draußen schauen und mich an ihm erfreuen. Dahinter seht ihr das kleine Bäumchen, das ich vergangenes Jahr in dem gleichen Gartenmarkt gekauft hatte. Das werde ich nun bald wieder schmücken und mit der kleinen Lichterkette behängen. Dann kann die Adventszeit kommen.


Morgentau 26.11.2017, 12.07 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Herbstwanderung

Eine wunderschöne Herbstwanderung haben wir am vergangenen Wochenende gemacht.

Sie führte um drei Bergseen herum und gab immer wieder wunderbare Ausblicke frei.




Den ersten See lernten wir im August schon kennen, nur war der Himmel damals tief verhangen, was durchaus auch seinen Reiz hatte, aber das schöne Herbstwetter ließ keinen Zweifel daran, wer als Sieger des Vergleiches hervorging.




Das Licht, die Farben, die Spiegelungen im See … einfach traumhaft. Daneben die sogenannten Buckelwiesen, auf denen 200 verschiedene Pflanzenarten wachsen sollen, wie ich gelesen habe.




Wie immer wusste ich gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Inmitten dieser zauberhaften Welt schlug mein Herz wieder bis zum Hals und höher.




Das raschelnde Laub unter den Füßen, die Sonne, die sich im See spiegelte, das Eichhörnchen, das von Baum zu Baum sprang, die Berge im Hintergrund, und nicht zuletzt die Nebelschwaden, die sich in den Tannen verfingen … alles war so beeindruckend und schön.




Wie ein hungriges Tier kam ich mir vor, das plötzlich vor einem Futterberg stand, nur dass es bei mir die Seele war, die ich mit reichlich Nahrung füllen konnte.




Den ganzen Tag haben wir uns für diese Wanderung Zeit genommen, haben immer wieder Rast gemacht, an einem See sogar ein Nickerchen, und diesen herrlichen Tag ausgekostet.

Ich bin unendlich dankbar dafür. Der Landschaft, diesem schönen Herbsttag 

und vorallem meiner lieben Familie.



Morgentau 18.10.2017, 20.33 | (12/12) Kommentare (RSS) | PL

Vor 30 Jahren

zeigte mir mein lieber Mann, wie wunderschön Südfrankreich ist. Gemeinsam mit unseren vier Kindern machten wir dort Urlaub auf einem Campingplatz am Meer. Ich werde diese Tage nie vergessen.




Hier hörte ich zum ersten Mal das Zirpen der Zikaden, dieses Rasseln, das ich Zeit meines Lebens mit diesem Landstrich verbinden werde.


Hier sah und atmete ich zum ersten Mal Lavendel und Olivenbäume, lernte meine ersten französischen Worte und den Mistral kennen.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Unvergänglich … unsterblich.




Auch deshalb hab ich diese Busreise gemacht. Noch einmal dort sein, wo ich einst so glücklich war, wo ich diese faszinierende Gegend zum ersten Mal erleben durfte.

Morgentau 10.10.2017, 18.05 | (13/13) Kommentare (RSS) | PL

Vier Tage in der Provence

seufz … wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber ein edler Tropfen, den ich mir nicht nur auf der Zunge zergehen ließ.




Mehr Zeit hätte ich mir gewünscht, mehr Möglichkeiten, an Orten Halt zu machen, die ich gern allein gefühlt hätte. Ganz für mich. Aber ich war ja nicht allein.

Schade, aber das war der Preis. Entweder so oder gar nicht.




Dennoch … meine Augen gingen wandern … gefolgt von meinem Herzen, und meine kleine Kompakte hat für mich fleißig eingesammelt, wie der Wanderer die Pilze.




Viele haben beim Besteigen eines Aussichtspunktes nur das Ziel im Auge und sind oftmals enttäuscht.

Der Kluge sieht sich unterwegs um und genießt manchen schönen Ausblick. So auch im Leben.


Gottfried Keller




Damit beende ich auch meine kleine Blogpause. Schließlich möchte ich viele dieser schönen „Ausblicke“ mit euch teilen.


Seltsam, ... mir ist, als sei ich drei Monate fort gewesen. Hängt sicher damit zusammen, dass ich nur intensiv fühlen kann und alles haften bleibt, was mich auf irgend eine Art berührt. Das klebt wie Baumharz an meiner Seele ...  

Morgentau 08.10.2017, 19.05 | (11/11) Kommentare (RSS) | PL

Abschied

Ein Seufzen geht durch Wald und Flur,
die Zeit des leisen Sterbens
hat eingesetzt. Die Sonnenuhr
verliert die ersten Scherben.

Die Sommermelodie verstummt,
verrauschende Akkorde.
Ein letzter Ton noch in uns summt,
der Wind spricht harte Worte.

Schwermut liegt auf dem Abschiedsgang,
die Wolken tragen Trauer.
Gespenstisch klingt der Wehgesang
im schalen Regenschauer.

Mystische Strahlen, die im Wald
durch Nebelbänke dringen,
stimmen uns froh, weil wir schon bald
die neuen Lieder singen.


(C) Morgentau

Morgentau 14.09.2017, 18.22 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL

Spätsommermorgen

Die Nacht zieht weiter, zurück bleiben ihre Träume.
Hinter den Bergen erwacht der neue Tag.



Vogelstimmen begrüßen ihn und die Sonne,
die sich ganz zaghaft dem Berggipfel nähert.

Schon berühren ihre goldenen Ärmchen die Tannenspitzen,
während sich im Tal der Nebel allmählich davonschleicht.



Auf den Wiesen glitzert der Morgentau.
Tausende Funkelperlen
in allen Farben.

Ich bin gefangen in diesen Augenblick,
der nur mir zu gehören scheint.

(C) Morgentau


Morgentau 30.08.2017, 11.22 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Sei stark

Es sprach mein Herz,
Es sang mein Herz:
Sei stark und fröhlich auf der Welt!
Was dir mißglückt,
Was dich bedrückt,
Wirf hinter dich aufs Totenfeld!

An Mute klein
Kann jeder sein,
Was ist denn da Besondres dran?
Das Leben ist
Voll Kampf und List –
Weh dem, der's nicht vertragen kann!

Ein armer Wicht,
Wer gleich verzicht
Und senkt sein Fähnlein in den Staub!
Du denk und dicht
Ins Morgenlicht
Und weißt du nicht wie's geht, so glaub!

Schwarzsehern traun,
Heißt Särge baun,
Sollst dorthin schaun, wo winkt ein Held.
Es sprach mein Herz,
Es sang mein Herz:
Sei stark und fröhlich trotz der Welt!


Karl Friedrich Henckell


Ach, wenn es doch so einfach wäre, werter Herr Henckell.

Morgentau 27.08.2017, 21.06 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

87 Jahre

wirst du heute, auch wenn du es nicht mehr weißt.
Deine Seele hat dich schon verlassen. Vielleicht ist sie hier bei mir.
Dann hast du bestimmt mit mir im Album geblättert und dich mit mir gefreut über unsere Erinnerungen an die schöne, gemeinsame Zeit ...



Sie bleiben unvergessen. Und eines Tages sehen wir uns wieder ...

Morgentau 22.08.2017, 14.51 | PL