Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Erholen

konnte ich mich auch heute. Die Stille genießen, Musik hören, schreiben ... dies und jenes tun und Zeit dazu haben.

Zeit und Raum.

Die Fenster weit geöffnet und wunderbare Luft hereinströmen lassen. Die ganze Nacht hatte es geregnet. Da ich nicht bzw. nur wenig schlafen konnte, hab ich dem Geräusch gelauscht. Ich hör das so gern, dieses sanfte Tröpfeln und Plätschern. Eigentlich war das immer ein Garant dafür, dass ich gut einschlafe, aber selbst das scheint nicht mehr zu wirken, wenn der Geist zu sehr aufgeputscht ist. Oder es liegt an dem Unsichtbaren, das in der Luft schwebt. Es ist jedenfalls kein seltenes Phänomen und wird seine Ursachen haben.


Tut mir leid, wenn ich immer wieder in die gleiche Kerbe schlage, aber es beschäftigt und belastet mich nun mal, und wenn ich ein wenig über meine Empfindungen darüber schreibe, tut mir das gut.


Oft denke ich darüber nach, wie und wo alles seinen Ursprung hat und ob es sich wirklich so verhält, wie der Mensch meint, oder ob doch alles ganz anders ist.


Wir haben Gefühle, Gedanken, Begabungen. Aber warum ist das so unterschiedlich und wer entscheidet das, oder wo werden die Voraussetzungen dazu gebildet, dass einer gefühlvoller als der andere ist, der eine mehr Wissen aufnehmen kann als der andere, und einer Grandioses leisten kann, während man den Sinn der Existenz von einigen Menschen in frage stellen muss.


Was ich gern wüsste, … ob diese Mischung beabsichtigt und notwendig ist (warum auch immer – das steht schon wieder auf einem anderen Blatt), oder bedeutet es, dass einige in der Evolution schon weiter entwickelt sind als andere?

Bis zu einem gewissen Grad ist ja alles nachvollziehbar für mich, aber wenn es extrem wird, ausufert, ist das eine Fehlprogrammierung oder auch "normal", und wenn ja, WARUM?


Auf jeden Fall ist das Leben auf unserem Planeten so was von faszinierend, wenn man bedenkt, wie groß das Universum sein muss und dass es zumindest in dem von uns erforschbaren Umfeld keinen zweiten dieser Art gibt. Und da es offensichtlich irgend etwas geben muss, das uns Menschen „erschaffen“ hat, warum lässt es zu, dass wir so zerstörerisch mit diesem „Wunder“ umgehen, oder welche Absicht steckt dahinter? Ich kann es mir einfach nicht erklären, oder finde ich die Antwort doch erst nach meinem irdischen Dasein?

Diese Frage, die es früher in meinem Gedankengut gar nicht gab, stelle ich mir jetzt immer öfter.


Morgentau 23.07.2017, 17.54 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Vorstellen

kann ich es mir nicht. Wenn man ein Leben lang nicht weiß, welches Schicksal die eigenen Eltern ereilt hat, wenn man quasi ein Leben lang nach ihnen sucht und sicher auch irgendwo noch ein winziger Hoffnungsfunke schimmert, dass sie eines Tages wie durch ein Wunder wieder auftauchen, obwohl der Verstand diese Möglichkeit längst ausschließt, wie quälend muss ein Teil des eigenen Lebens da wohl sein?


Sicher habt ihr auch schon von dieser schier unglaublichen Geschichte gehört, von den zwei Leichen, die man im Tsanfleuron-Gletscher fand, und die dort vermutlich 75 Jahre im Eis lagen und die Eltern von sieben Kindern sein könnten.


Schon oft habe ich mir versucht vorzustellen, wie es ist, wenn man einen lieben Menschen auf so grausame Weise verliert. Wenn er spurlos verschwindet und man nicht weiß, was ihm widerfahren ist. Das muss die Hölle sein.


Und dieses Paar … was wird ihm damals passiert sein? Vermutlich sind sie in eine Gletscherspalte gefallen. Für immer gefangen im Eis, wenn die Klimaerwärmung nicht dafür gesorgt hätte, dass man sie nun doch gefunden hat. Vielleicht ergibt die Obduktion noch etwas.

Schön, dass die Kinder nun endlich erfahren, was mit ihren Eltern passiert ist, und sie bestatten können. Ich hoffe, sie hatten trotzdem ein schönes Leben.

Morgentau 19.07.2017, 11.37 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Es gibt so Phasen

da weiß man: Von nun an wird es anders laufen!

Ganz plötzlich fühlt man das in seinem Innern. Weder ein Plan noch sonst welche Einflüsse haben das verursacht … es ist einfach so. Jedenfalls kenne ich solche Punkte im Leben, wo auf einmal alles anders läuft als zuvor, weil man es so will. Später kann man es sich oftmals gar nicht mehr vorstellen, dass es jemals anders war.


Ich rede auch gar nicht so von den großen Veränderungen. Die treten meistens schicksalsbedingt auf oder nach einem großen Schnitt, wie einer Trennung, dem Wohnort- oder Arbeitsplatzwechsel.

Nein, davon rede ich nicht. Ich meine die kleinen Veränderungen oder „Beschließungen“.

Lange Rede … kurzer Sinn, ich habe beschlossen bzw. mich entschlossen, ab sofort gesünder zu leben. So trinke ich z.B. seit einer Woche nur noch Wasser und Tee. Und meinen Kaffee natürlich. Aber der Holunder-, Himbeer-, Waldmeister- und Johannisbeersirup, mit dem ich immer mein Wasser versüßt habe, fällt ab sofort weg. 


Wenn das wegfällt, muss mein Körper schon mal eine Menge Zucker weniger verarbeiten.

Ich werde allgemein weniger Zucker benützen, weniger Süßkram essen. Und jetzt, da mir das eine innere Stimme gesagt hat, fällt es mir auch gar nicht schwer. Vorher undenkbar. Seltsam, dass es plötzlich funktioniert.

Es kommt halt immer auf den richtigen Zeitpunkt an. Das geht mir mit vielen Dingen so. 

So manches dauert auch mal ewig, aber wenn es dann soweit ist, und ich den Willen in mir spüre, dann hält mich nichts zurück.

Naja, abwarten sollte ich eigentlich trotzdem ein Weilchen, bevor ich große Töne spucke. 

Vielleicht handelt es sich ja wirklich nur um eine Phase … hihi. 




Kommt gut in die neue Woche!

Morgentau 17.07.2017, 06.47 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

Ein schöner milder Sommerabend

war das gestern Abend wieder. Noch lange konnten wir draußen sitzen und haben diese
wunderbare Atmosphäre genossen. Aber irgend etwas hat gefehlt ... die Insekten.
Nein, ich hab die stechenden Mücken nicht vermisst - im Gegenteil. Aber dass auch sonst nichts herumflatterte, hat mich erschreckt. Dass es keine Grillen mehr gibt, davon hatte ich ja schon berichtet. Aber gestern fiel mir richtig auf, dass auch sonst nichts wie gewohnt durch den Garten flatterte oder krabbelte. Keine Bienen, Hummeln, Käfer ... keine Schmetterlinge, Wespen, Schwebfliegen ... rein gar nichts. Hab dann, als es dunkel war, nochmal nach draußen gesehen ... aber selbst um die Laternen herum, wo es sonst wie wild flattert, passierte rein gar nichts.

Im Internet habe ich einige Links gefunden, die mich geschockt haben. Ich wusste nicht, wie dramatisch es ist. Hier ein Link vom NABU. Ist das nicht erschreckend? Mir macht das echt Angst. Wie ist es denn bei euch? Kein Wunder, dass die Vögel verhungern. Und nicht nur die.
Aber die Folgen sind weitaus schlimmer ... ich mag es mir nicht ausmalen.

Morgentau 06.07.2017, 07.07 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

Gleich gibt es

Erdäpfelgulasch. Fertig ist er schon, sollte aber noch eine Weile ziehen. Außerdem ist er noch viel zu heiß.

So hab ich noch ein paar Minuten für meine Gedanken …


Traurig bin ich, dass das Katerchen aufhört mit dem Bloggen. Seine (Ihre) Foto-Geschichten mit dem Pauli..mann werden mir besonders fehlen. Das ist schon immer wie ein kleines Sterben, so ein Abschied. Schließlich „kennt“ man sich schon viele viele Jahre, auch wenn es nie zu einem persönlichen Treffen kam.




In solchen Momenten überlege ich auch immer gleich, wie lange ich es wohl noch „machen werde“, ob mir die Freude daran erhalten bleiben oder mein Leben eines Tages in neue Bahnen gelenkt wird, die dafür vielleicht kein Zügle mehr übrig haben … ???

Morgentau 02.07.2017, 12.30 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

War es der Vollmond

oder liegt was anderes in der Luft?
Vergangene Nacht hatte ich einen heftigen Alptraum. So einen von der ganz schlimmen Sorte. So schlimm, dass ich ihn nicht mal erzählen mag. Dabei habe ich weder Nachrichten noch sonst was Brutales vor dem Schlafengehen angeschaut. Aber das, was man jeden Tag so mitbekommt, hinterlässt einen so nachhaltigen Eindruck, dass ich auch Monate danach noch davon träumen kann.
Nur soviel, am Schluss fuhren wir mit einem Schlauchboot aufs Meer hinaus. Hauptsache weg von dem Ort ... einfach weg ... ganz gleich, wohin, nur weg ...



Geweckt hat mich ein Vögelchen, doch die Angst war noch in mir. Mein Atem ging noch eine ganze Weile schwer. Wie kann man nur nachts im Schlaf so heftig fühlen? Verrückt.
Inzwischen ist alles gut. Die Sonne scheint und alles wirkt friedlich. Und doch, wenn ich nachdenke, bleibt diese Angst im Hinterkopf. Ängste von der Art, die ich früher nicht kannte. Jetzt sind sie da. Ob das je wieder anders wird?



Will und muss ich mich deshalb immer ablenken? Hab ich deshalb so oft eine Blockade in mir? Träume ich deshalb so oft vom Tod? Oder lag es wirklich nur am Vollmond? Gern möchte ich das glauben.



Ich wünsche euch (uns) einen guten Tag mit vielen frühlingsgrünen und -zwitschernden Momenten, die dumme Gedanken und anderen Müll aus Kopf und Körper kicken, sofern vorhanden.
Gerne möchte ich dazusetzen: Alles wird gut! (Das lass ich stehen ... sieht so beruhigend aus.)

Morgentau 11.05.2017, 06.55 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Welch Gedankenkarussell

auch nur wenige Worte auslösen können, ist schon beeindruckend und interessant.

Sie können traurig stimmen, nachdenklich, wütend machen, aber auch den Tag retten, weil man sich sofort gut fühlt, wenn man sie hört, liest oder von jemanden gesagt bekommt.

Worte haben soviel Kraft. Ich finde es wunderbar, auf diese Weise ausdrücken zu können, was man denkt und fühlt. Obwohl sie auch viel Schaden anrichten können.

Auch sie beeinflussen im starken Maße unser Wohlbefinden.

Harte Worte machen traurig … freundliche erhellen den Tag.




Und man lernt den Menschen dahinter kennen. So geht es mir auch, wenn ich eure Kommentare lese. Eure Worte formen sich für mich zu einem Bild von euch. Das ist schön und interessant.


Danken möchte ich euch in dem Zusammenhang für eure lieben Gedanken zu meinem letzten Eintrag … dem Sinnspruch von der Marquise du Deffand, die vor 300 Jahren gelebt hat.

Ein kleiner Spruch und doch setzt er offenbar viele Emotionen frei … und jeder empfindet ihn ein wenig anders. Aber das ist ja ganz normal, denn jeder hat sein eigenes Leben, seine eigenen Ansichten, Erfahrungen und Gefühle.




Ich habe euch wieder darauf geantwortet und sage noch einmal DANKE dafür, dass ihr mich an euren Gedanken teilhaben lasst.

Morgentau 28.04.2017, 07.34 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Traum und Wirklichkeit

Was für ein außergewöhnlich stiller, regungsloser und verschwiegener Ostermontag ist das heute. Keine Motorradfahrer, keine Radfahrer, keine Segler am Himmel … keine Kinder, die ihre neuen Rollerblades ausprobieren …

Mit anderen Worten: Das Schweigen im Walde herrscht überall.




Apropos … habe einen schönen Spruch von Ludwig Ganghofer entdeckt:


Wer nur das Wirkliche gelten läßt, an der Sehnsucht nach dem Unmöglichen keine Freude findet und nie eine Minute übrig hat, um sie an einen schönen Traum zu verschwenden – wie arm ist ein solcher Mensch in seiner Seele!




Ist deshalb so mancher verbittert, weil ihm diese Gabe fehlt? Ich denke schon, dass da was dran ist. Sehnsüchte … Träume … Fantasie … für mich ist es kostbares Lebenselixier.

Ganz abgesehen davon, dass ich ohne Wunschbilder das „Wirkliche“ gar nicht aushalten könnte.




Auch uns zieht es heute nicht hinaus. Selbst die „richtige“ Kleidung kann daran nichts ändern.

Wenn gleich die Kerzen auf der Ostertafel brennen, wird es fast so wie vor vier Monaten sein.

Gut, dass wenigstens der Blick nach draußen ein anderer ist. Wenn auch nicht ganz so wie in unserer Wunschvorstellung ...



Morgentau 17.04.2017, 14.49 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Ich werde alt

oder bin alt, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Selbst, wenn ich es manchmal nicht wahrhaben will, weil ich mich innerlich oft noch wie ein Kind fühle und für bestimmte Dinge, Ereignisse und Stars aus meiner Jugendzeit schwärme, die Tatsachen blasen die Gefühlswolken einfach weg.


Es sind die Schlagzeilen, die dafür sorgen. Wie gestern z.B. … dass sich Kurt Cobains Todestag schon zum 23. Mal jährt. Ist das zu fassen?

Und die Steger ist auch schon 70? Ist das wahr?

Heute früh lese ich über Manilow, dass der auch schon 73 ist. Also ist Mandy vielleicht auch schon Uroma.

Hilfeee, ich werde alt …




Und heute Abend sind wir alle wieder einen Tag älter, also „Carpe diem!“

Morgentau 06.04.2017, 07.36 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

Nun dauert es nicht mehr lange

und die Uhr wird umgestellt. Dann ist es bis gegen 20 Uhr hell und morgens wieder stockfinster, wenn wir aufstehen müssen. Der März geht in seine letzte Woche und Ostern rückt in die Nähe.

Danach geht es auf den 1. Mai zu … Pfingsten … die ersten Urlaube … und schon haben wir Sommer. Von einem kleinen Ziel zum nächsten, und eh wir uns versehen, geht ein weiteres Jahr zu Ende. So geht es Jahr um Jahr in viel zu schnellem Tempo.


Dieser Tage starb eine ehemalige Schauspielerin, die ich immer sehr mochte. Dass sie schon 85 Jahre alt war, wollte ich gar nicht glauben. Als ich mich nach ihr erkundigen wollte, erschienen noch weitere Fotos und Artikel von bekannten Stars aus meiner Kindheit und Jugend. Wie viele von ihnen schon nicht mehr bei uns sind, hat mich dann ganz schön erschreckt, ist es doch auch ein bitteres Zeichen, dass die Zeit nicht stehen bleibt, dass so manches, was man für den Augenblick als selbstverständlich erachtet, so schnell vorbei sein oder für immer verschwinden kann.


So hat jede Generation ihre Helden. Und während sie in unseren Köpfen für immer jung bleiben, altern sie natürlich genauso schnell wie wir selbst. In ein faltenzerfurchtes Gesicht zu schauen, das einem noch im Gedächtnis ist als eines, das einem einst das Herz höher schlagen ließ, macht einem erst so richtig bewusst, wie viele Jahre schon vergangen sind ...


Es gibt so Tage, da sind all die Menschen aus meiner Kindheit und Jugend, wie ich sie damals erlebt habe, wieder so lebendig in meinem Gedächtnis, als wäre es erst gestern gewesen. So deutlich sehe ich sie vor mir, dass ich es gar nicht wahrhaben will, dass es schon so lange her ist.

Dann zähle ich immer die Jahre, die seither vergangen sind, zu den heutigen dazu … und mir wird klar, so viele werden es vermutlich nicht mehr sein, dass ich wachen Verstandes bin und über noch einigermaßen gut funktionierende Körperteile verfüge.


Das Leben ist so kurz. Man sollte sich nicht so viele unnütze Gedanken machen müssen ...

Morgentau 22.03.2017, 19.12 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL