Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Hochsensibel

Es ist so schön

für alles Zeit zu haben, sich keinerlei Druck machen zu müssen.

Ein Leben lang musste ich nach solchen Momenten lechzen.

Schon immer brauchte ich für die Dinge des Lebens viel mehr Ruhe und Zeit als andere.

Früher hab ich es nicht verstanden, dass es an meinem Wesen liegt. Immer habe ich mich mit anderen verglichen und fühlte mich dann schwach und minderwertig. „Ach, wäre ich doch … könnte ich doch auch so wie andere … „


Heute genieße ich es, Zeit und Ruhe zu haben, besonders an solchen Tagen, die ich mir selbst einteilen kann. Und ich suche sie mir bewusst, solche Momente, gönne oder verordne sie mir, wenn ich spüre, dass ich sie nötig habe. Auch wenn das oft Verzicht bedeutet. Aber so ist es nun mal … man kann nicht alles haben. Und ich will es auch gar nicht … im Gegenteil.

Aber Ruhe und Zeit, die brauche ich, um leben zu können.


Morgentau 15.04.2017, 15.05 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Er ist da

der angekündigte Regen. Mit dem Sturm hält es sich bisher in Grenzen. Es wedelt zwar zeitweise ordentlich, aber bisher auf ungefährlichem Niveau. Das ist okay. Ich muss halt dabei auch an die vielen Störche denken, die hier in der Gegend ihre hochgelegenen Nester bezogen haben.




Das viele Wasser scheint den Vögeln nichts auszumachen. Im Gegenteil, hab sogar das Gefühl, sie freuen sich darüber. Jedenfalls herrscht ein munteres Treiben vor meinem regenbetropften Fenster. Sogar ein Star versucht sich an der Meisenknödel-Station.




Mir geht es heute besser und dank Regen ist es auch relativ ruhig draußen.

Gestern war ich noch auf der Alb, um ein wenig runter- und auf andere Gedanken zu kommen.

Meine größte Angst ist, dass diese Ruheinseln auch noch Gefahr laufen, diese Bezeichnung zu verlieren.



Ich liebe menschenleere Plätze und -freie Momente. Nur die Stimmen der Natur und ansonsten nur STILLE ...

Morgentau 18.03.2017, 15.11 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Mein Herz

schlägt immer noch im Hals. Ich will einfach nicht zur Ruhe kommen. Da war ja die Aufregung am Donnerstag, die trotz schneller Aufklärung ihre Spuren hinterlassen hatte, dann dieser schöne Freitag, der meinem Herz auch alles abverlangte - wenn auch vor Freude und Glücksempfinden, aber eben auch viel zu heftig. Der gestrige Abend brachte den Rest.
Schon meine Mutter kannte diese Ängste und heftigen Gefühle. Sie nahm auch Medikamente dagegen, aber das will ich nicht, denn ich schiebe darauf auch die Schuld für ihre schlimme Erkrankung. Aber das ist ein anderes Thema.

Entschuldigt, ich will hier nicht ständig nur von meinen Ängsten schreiben. Aber es hilft mir ein wenig. Hab auch auf eure lieben Kommentare geantwortet und danke euch noch einmal von Herzen dafür. Das hilft mir so sehr. Das Gefühl, verstanden zu werden, und die vielen tröstlichen lieben Worte, das tut einfach gut in so einer Situation.
Aber nun muss auch mal wieder Schluss sein.

Dieses Katerle ist uns im Lautertal hinterher gelaufen und hat immerzu gemaunzt. Auf dem Foto wirkt es wie Fauchen, aber es war wirklich nur ein sanftes Maunzen ...



Leider hab ich nicht verstanden, was es wollte. Aber es gehörte dort sicher zu einem der Häuser, denn es war sehr gepflegt, wohl genährt und trug ein Glöckchen. Irgendwann blieb es stehen und schaute uns nur noch hinterher ...



Zu gern hätte ich gewusst, wo es hingehört, dann wäre ich beruhigter gewesen.
Klar hätte ich es am liebsten mitgenommen, wie die Eselchen. Wenn es nach mir ginge, lebte ich eh inmitten von vielen Viechlein ... Vierbeiner, Fellträger, Zweiflügler und und und.
Vielleicht im nächsten Leben.

Morgentau 10.01.2017, 19.14 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Schwindlig

ist mir heute morgen. Hab natürlich total schlecht - wenn überhaupt - geschlafen.
Der Vorfall gestern hat wohl mal wieder mehr ausgelöst als erträglich für mich ist. Er hat meine alten Ängste freigesetzt und die mischen mich grad so richtig auf. Herzrasen, Unruhe, Zittern ... der Kopf voller blöder Gedanken. Was ist, wenn ...
In manchen Zeiten mein stetiger Begleiter. Erst recht, seit mein größter Alptraum wahr wurde. Ihr wisst ...



Schluss damit. Komm endlich auf andere Gedanken, Frau Morgentau. Denk an die Eselchen. Die kennen solche Gefühle nicht, aber ganz sicher haben sie anderen Kummer.
Jeder hat sein Päckchen, ob Mensch oder Tier. Das ist ganz normal. Außerdem gibt es keine Probleme. Das sind nur momentane Situationen, jawoll.
Ich wünsch euch einen guten, angst- und sorgenfreien Tag!

Morgentau 10.01.2017, 07.18 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

So danke

für eure mitfühlenden Worte und das Daumendrücken. Ich musste mir vorhin Luft machen, war kurz vor einem Panikanfall.
Ich weiß, dass ich bei solchen Ereignissen viel zu heftig reagiere. Passieren sie anderen, dann bin ich gut im Beruhigen und Besänftigen, aber mich selbst hab ich nie im Griff. Ich zittere am ganzen Körper und alles in mir scheint zusammenzubrechen. Das ist sowas von übel, aber ich kann da nicht aus meiner Haut.
Hab mir vorgestellt, wie es ist, wenn die Heizung länger ausbleibt und womöglich noch mehr Rohre lecken oder kaputt gehen ... keine Ahnung. Und das bei der Kälte. Nicht auszudenken.

Was bin ich froh, dass es noch so zuverlässige Leute gibt, die nicht groß reden und auch nach ihrem langen Tag vorbeikommen, um zu helfen. Herr K. ist die Ruhe selbst - ich bewundere ihn dafür. Aber sobald er da ist, werde auch ich ruhiger. Endlich Hilfe.
Und er hat geholfen, hat einen Rohrbogen eingebaut, damit alles wieder dicht ist, und die Heizung wieder laufen kann. Und das tut sie, gottseidank!!!!! Eine größere Reparatur muss dann aber doch mal noch sein, aber das hätte Zeit bis zum Frühjahr. Hab ihn gefragt, ob ich morgen zuhause bleiben soll, um die Heizung zu "überwachen". Ich glaube, so ne Kundin hatte der noch nie ... hihi.

Das musste ich euch jetzt schnell noch erzählen, damit auch ihr Bescheid wisst. 
Ich bin jetzt völlig erschöpft, aber auch erleichtert ... pffff.



Da hat`s doch so ein Eselchen gut ...

Morgentau 09.01.2017, 21.51 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Vor freien Tagen

hab ich besonders Schiss vor schlechten Nachrichten oder Hiobsbotschaften, die mich persönlich betreffen.

Zum einen, weil sie mir die freien Tage zunichte machen können, weil ich den Gedanken an sie nicht mehr losbekomme und mich deshalb mies fühle, zum anderen, weil man meistens – wenn es sich um irgendein Problem handelt, bei dem was zu klären ist, bis zum nächsten Werktag warten muss und ich deshalb einfach vorher keine Ruhe finde.


Als ich heute nach Hause kam, war eine solche Nachricht auf dem AB. Bitte um Rückruf – Frage bzgl. auffälliger Kontobewegungen. Ich kann hier nicht schreiben, worum es ging. Nur soviel, es handelte sich zum Glück um ein Missverständnis. Ein Missverständnis, das für mich zum Alptraum hätte werden können. Um ein Haar (da ist es schon wieder, dieses eine Haar) hätte ich mir drei Tage lang das Hirn zermartet, vermutlich nicht schlafen können und meine Laune wäre auch am Nullpunkt gewesen vor lauter Elend. Vermutlich hätte ich meine Familie endlos genervt und womöglich sogar das Tigerle nicht so nett als üblich behandelt … lach.


Nur durch einen Zufall (ich hab ausnahmesweise mal genau das Richtige getan in so einer Situation) klärte sich die Angelegenheit schnell auf.

Ein Glück, dass ich die Dame, der dieser Fehler passiert ist, noch erreicht habe … puuuh.

Was bin ich jetzt froh.

Solche Dinge machen mich fix und fertig. Manches seh ich total locker, wo sich andere aus der Ruhe bringen lassen, aber bei solchen Geschichten, wo mir mutwillig Unrecht angetan oder erheblicher Schaden zugefügt wurde, finde ich nicht eher meinen Frieden, bis die Sache geklärt ist.


Wie gesagt … zum Glück hat das keine drei Tage dauern müssen. Alles ist geklärt und in Ordnung!


Jetzt brauch ich erst einmal einen Kaffee. Melde mich später nochmal ...


(Vielleicht könnt ihr jetzt auch verstehen, warum ich zuhause nicht gern telefoniere! Aber es gibt auch Post, die ich besser nicht vor Feiertagen bekommen möchte.)

Morgentau 05.01.2017, 15.29 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Ein Weichei

bin ich. Das hab ich während meiner Busreise wieder deutlich zu spüren bekommen.

Während den restlichen Teilnehmern so ein Tag voller Eindrücke nichts auszumachen schien, sehnte ich mich nur noch nach meinem Zimmer und totaler Ruhe. Ich war auch immer die erste, die sich verabschiedete.

Diese gemeinsamen Essen waren eh das Anstrengendste der ganzen Reise für mich. Für HS die Hölle. Das kann sich keiner vorstellen.

Aber die Damen und Herren, die teilweise 20 Jahre älter waren als ich, die drehten erst so richtig auf, ließen sich das Essen schmecken, tranken Bier und Wein und wurden immer lauter und fröhlicher, während ich an meinem Wasserglas nippte, kaum einen Bissen herunter bekam und nur noch an Flucht dachte.

Auch morgens hatte ich keinen Appetit und ließ das Frühstück auch mal ausfallen. Ich kann auch immer nur staunen, wie viel sich andere aufladen können, was sie schon morgens verdrücken können. Boah.

Wo wandert das hin? In meinen Magen würde das gar nicht reinpassen, ganz zu schweigen, welche Kraftanstrengung die Verarbeitung für meinen Körper wäre. Das klingt jetzt vielleicht sarkastisch, aber ich frage mich das wirklich. Zumal ich nicht gerade dünn bin.

Ich muss krank sein.

Morgentau 26.10.2016, 10.40 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Erschöpft

und randvoll mit Eindrücken kam ich gestern zurück in meine Welt, wo ich mich erst einmal wieder zurechtfinden musste. So richtig wieder da bin ich noch immer nicht. Dabei war ich nur sieben Tage weg von zuhause.

Für andere ein Klacks, aber für mich eine enorme Kraftanstrengung. Da stürmen so wahnsinnig viele Gefühle und Empfindungen auf mich ein, dass ich wirklich alle Kraftreserven benötige, um das durchzustehen. Im Guten wie im weniger Guten. Ganz einfach, weil mir schlichtweg der Filter fehlt und ich nicht anders kann, als alles mitzunehmen. 

All die unzähligen neuen, unbekannten Eindrücke. Ich kann halt nur intensiv wahrnehmen … das alte Problem … seufz.


Dennoch, es hat sich gelohnt, wahrlich gelohnt. Mir bleiben meine Fotos und Erinnerungen, und gegen die verblassen die weniger schönen „Nebenwirkungen“.

Außerdem wusste ich es ja schon vorher, hatte mich darauf eingestellt und bin nicht gleich wieder in Panik geraten, wie beim ersten Versuch, so eine Busreise mitzumachen.

Alles gut.


Das Beste war: Wir waren nur 17 Leute … in einem Bus für 48 Personen. Ich hatte quasi das letzte Busdrittel für mich und konnte fotografieren, was das Zeug hielt. Mal links, mal rechts und auch ab und an aus dem hinteren Fenster. Ich hatte Platz für meine sieben Sachen, konnte schlafen, wenn ich wollte … hatte meine Ruhe. Zumindest dort … lach.


Die Fotos, die ich aus dem Busfenster heraus geschossen habe, sind natürlich nicht so schön, allein schon wegen der störenden Spiegelung. Ich muss das auch nicht erklären, ihr werdet es ja sehen. Aber ein paar muss ich euch einfach zeigen, wie dieses hier aus dem Rückfenster. Ich liebe diese Pinien-Alleen …




Aber es gibt natürlich auch ne Menge Fotos, die ich direkt vor Ort schießen konnte … also keine Sorge.

Ach ja, ihr wisst ja noch gar nicht, wo ich war. An der blauen Küste … der Cote d`Azur. 

Schon so lange träumte ich davon, dort noch einmal hinzureisen. Nun war es soweit.



Unglaublich, wie viel sich verändert hat. Der Reichtum ist überall spürbar und überwältigend. Und die Landschaft ist wunderschön. Kein Wunder, dass sich selbst die Franzosen im Sommer alle dort aufhalten. Ich könnte diesen Trubel nicht verkraften. Es sei denn, ich hätte selbst eine Villa oder Yacht dort und könnte mein Ding für mich machen … lach.




Es ist wirklich eine völlig andere Welt, die man gesehen haben muss, um sie ein wenig besser zu verstehen. Mit Worten kann man das nicht erklären oder beschreiben, absolut unmöglich.

Mag sein, dass das die meisten locker wegstecken und nicht so gigantisch wahrnehmen wie ich.

Für mich waren das jedenfalls alles überwältigende Dimensionen, die es zu verarbeiten galt.



Morgentau 23.10.2016, 12.06 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL

Vorhin

hörte ich vor dem Fenster ein aufgeregtes Zwitschern und Schwatzen. Ich wusste gleich, da müssen Stare in der Nähe sein. Und wirklich … da saßen sie aufgereiht auf der Stromleitung und hatten es gar wichtig. Ich hab die Gardine nicht berührt, damit ich sie nicht vertreibe, und sie ein Weilchen beobachtet.

So viele waren es, dass ich überlegt habe, wie viele es wohl sein mögen.

Ich schätzte, dass es an die 100 waren … und wollte es schließlich genau wissen und habe nachgezählt. Und tatsächlich waren es genau so viele … vielleicht auch 99 oder 101, auf jeden Fall ne Menge, was nicht zu überhören war.

Doch ganz plötzlich … für zwei drei Sekunden war es total still. Nicht ein einziger gab auch nur einen winzigen Pieps von sich. Eigenartig. Was das wohl zu bedeuten hatte?


Kalt ist es geworden, sehr herbstlich. Und das mitten im August. Das passt zu meinem Seelenzustand momentan. So langsam wird mir mehr und mehr bewusst, dass wieder ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Ist es schon mein letzter?

Mich hat so gefroren, dass ich dicke Socken angezogen habe. Tut das gut, wenn man plötzlich wieder Wärme spürt.

So anstrengend die vielen Gespräche in den letzten Jahren, seit meine Mutter an dieser unbarmherzigen Krankheit erkrankte, oft auch für mich waren, waren sie nie so schlimm und unerträglich, wie dieses ewige Schweigen jetzt. Daran muss ich mich erst gewöhnen.


Hab so so Angst vor morgen. Manchmal hab ich das Gefühl, mein Herz will jetzt schon aus meiner Brust springen, wenn ich daran denke.

Manno, warum bin ich nur so weichlich. Manche Menschen müssen noch ganz andere Dinge aushalten und durchstehen und dürfen da auch nicht schlapp machen.

Ich hatte gehofft, es bildet sich langsam sowas wie ein Schutzpanzer, aber dafür ist meine Haut wohl zu dünn.


Am meisten Angst hab ich vor Begegnungen mit kalten Menschen. Das verkrafte ich gar nicht, wenn einer kein Herz hat, weil ihm das, was er tut, eigentlich zuwider ist, oder weil er selbst unzufrieden ist und es andere spüren lassen will. Ganz schlimm sind die, die Notsituationen von anderen Menschen ausnutzen, um sich damit eine goldene Nase zu verdienen. Das ist die übelste Sorte. Die macht mich richtig krank. Das sind auch solche Dinge, die man nie im Leben vergisst. Solche Begegnungen. Selbst, wenn man sie verdrängt, sie schlummern nur irgendwo, um dir irgendwann mit ihrer hässlichen Fratze ins Gesicht zu lachen. 

Schon als Kind hatte ich Ängste und Alpträume, wenn ein Lehrer zu hart und zu streng war. Das hat sich wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen. Mit cholerischen oder despotischen Menschen könnte ich weder zusammenleben noch -arbeiten. Da wär ich ganz schnell krank und lebenslahm. Auch Sarkasmus und Arroganz lähmen mich. Ich hab dann meistens nicht die Kraft, mich dagegen zu wehren. Blöd, dass ich mich so schnell von so was beeindrucken lasse. Zum Glück kommt es selten zu solchen Begegnungen.


Ich muss aufhören, soviel zu denken. Jetzt mach ich mir eine schöne Tasse Tee und versuch, mein Vertrauen zu stärken.



Morgentau 10.08.2016, 16.01 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Was bin ich froh

zuhause zu sein. So sehr ich den Sommer liebe, das Wetter jetzt schlaucht mich irgendwie total.

Es ist diese anhaltende Schwüle, diese schwere Luft, die auch auf meinen Schultern zu drücken scheint, denn mein Rücken schmerzt und selbst den aufrechten Gang finde ich irgendwann anstrengend.

Vielleicht war es auch wieder der Heimweg, der noch eins drauf setzte. Ein stickiger alter Bus, ein schwerhöriger Fahrer mit schlechtem Musikgeschmack und hinter mir eine laute Person, die ihrer Sitznachbarin en dètail erzählte, warum sie einfach keinen Job bekommt, obwohl sie doch „alles“ versucht habe. Vielleicht hätte sie ihre Kleidung und Haare vorher mal waschen sollen. Ob das allerdings ausgereicht hätte, über ihr Auftreten hinwegzutäuschen … ?

Sorry, eigentlich bin ich nicht so böse, aber hättet ihr sie „erlebt“, kämen euch sicher auch solche Gedanken.

Für mich sind solche Minuten reinste Folter. Vorallem, wenn ihnen schon Stunden Stadtlärm voraus ging. Jedenfalls war die Bustür für mich wie das Tor zum Himmel, als sie sich endlich öffnete und ich aussteigen konnte.

Selbst meine Handtasche war mir zu schwer, die Sonnenbrille lästig … die Schuhe zu warm.

Wie herrlich, alles ablegen zu können, aus den Klamotten zu steigen, das Gesicht unter kaltes Wasser halten und durchatmen zu können.

Dann nur 10 Minuten das kühle Laken fühlen, den Körper fallen lassen und dem Regen lauschen, der plötzlich eingesetzt hat ... 


Morgentau 28.07.2016, 15.46 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL