Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Als gegen Morgen

die Kühle kam, hab ich gleich durchgelüftet und in bin noch einmal richtig tief eingeschlafen.

Von einem Möbelhaus habe ich geträumt. Die Verkäuferinnen betreuten die Kunden vor Ort, aber auch über Headset. Es war ein einziges Gebabbel, weil alle durcheinander redeten. Und ich dachte so bei mir, dass sich auch an solchen Orten alles verändert hätte und mir diese Welt einfach nicht mehr gefällt. Natürlich traf ich auch mal wieder meinen Mann in meinem Traum bzw. er war bei mir, denn eigentlich hatten wir vor, Stühle für den Esstisch zu kaufen, aber keiner von den Verkäufern hatte Zeit für uns, weil sie ständig mit den Kunden an der Strippe diskutieren mussten …




Zum Glück war auch mal wieder das Tigerle im Spiel, denn der befreite mich laut maunzend von meinem Traum, weil er dringend mal raus musste … hihi.

Ich weiß, es gibt schlimmere Träume, und doch sagt er soviel aus. Meine Traurigkeit über die negativen Veränderungen auf der Welt … in meinem Leben. Natürlich versuche ich, das auszublenden, und zum Teil gelingt es ja auch ganz gut. Manchmal schäme ich mich sogar innerlich wegen dieser negativen Gefühle und Gedanken, denn eigentlich kann ich doch sehr zufrieden sein.

Bin ich auch … von Herzen dankbar für das Schöne. Ihr wisst, dass es so ist, ich erwähne es oft, denn ich spüre es ja auch wirklich. Meine Familie, mein Job und die vielen Gaben der Natur, für all das bin ich von Herzen dankbar, denn es gibt nichts Wertvolleres.

Und doch ist da soviel Angst vor der Zukunft, so vieles, was mir leider auch missfällt, mich gar schockt und erschreckt.

Früher hatte ich ein Bild vor Augen, wenn ich an die Zukunft gedacht habe. Wir hatten Pläne und konnten uns vorstellen, wie sich alles entwickeln könnte. Heute geht das nicht mehr.




Aber ich will nicht mit trüben Gedanken abschließen und wieder an das Schöne denken. Bald kommt meine Tochter mit dem Kleinen. Der ist so lustig, der kleine Kerl. Eigentlich hätte ich gut Lust, meinen Blog mit Bildern von ihn zu tapezieren … lach. Das geht natürlich nicht.

Aber ab und an ein Foto, das ich dann wieder lösche, das werde ich beibehalten.




Die Fotos von diesem Eintrag zeigen noch einmal Ausschnitte einer wunderbaren Bergwanderung aus dem Zillertal. Ich hab noch so so viele Fotos von dort, wie immer, wenn ich unterwegs war. Meine Ordner sind prall gefüllt, aber irgendwann denke ich immer, ihr habt genug davon, und hör dann einfach auf, welche zu zeigen. Da kann ich auch nicht aus meiner Haut. Überhaupt, dieses Gefühl, jemanden zu nerven, das hab ich so schnell, dann zieh ich mich lieber ein Weilchen zurück.




So auch jetzt wieder. Eine kleine Pause muss sein. Das Wochenende steht vor der Tür und dann ruft der Alltag wieder. Mal schauen.

Ihr seid sicher alle schon am Durchschnaufen. Die frische Luft ist herrlich. 

Genießt sie … und das Wochenende. Habt eine schöne Zeit!



Morgentau 10.08.2018, 09.36| (4/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Hinab ins Tal, mit Rasen sanft begleitet,
Vom Weg durchzogen, der hinüber leitet,
Das weiße Haus inmitten aufgestellt,
Was ist's, worin sich hier der Sinn gefällt?

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Erstieg ich auch der Länder steilste Höhen,
Von wo ich könnt die Schiffe fahren sehen
Und Städte fern und nah von Bergen stolz umstellt,
Nichts ist's, was mir den Blick gefesselt hält.

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Und könnt ich Paradiese überschauen,
Ich sehnte mich zurück nach jenen Auen,
Wo Deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt,
Denn der allein umgrenzet meine Welt.


Bettina von Arnim


(Foto: JanObi)

Morgentau 09.08.2018, 20.50| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Ich schwöre

ich hatte den Rechner runtergefahren und war Willens, etwas „Vernünftiges“ zu tun.

Bissel hier und da gegruscht hab ich auch … aber nur das, was eh immer läuft, also keine Extras, die dringend auf Erledigung warten, wie das Beseitigen der Spinnweben z.B., das Bügeln und Aufräumen der gewaschenen Klamotten, die sich langsam auf dem Sofa türmen, ganz zu schweigen vom Putzen der Fenster, was ich schon seit Beginn der Schönwetterphase vor mir herschiebe.

Ihr wisst ja, wie lange die jetzt schon anhält. Seit April, soweit ich mich erinnere, … und schon damals war es eigentlich dringend. Und das ist nur die Spitze des Eis … ähm Haushaltsberges, der stetig anwächst. Glaubt mir, die Liste ist lang … sehr lang.


Schon immer waren mir solche Aufgaben lästig und Menschen ein Phänomen, die scheinbar immer mit Enthusiasmus an diese Dinge herangehen, die immer eine aufgeräumte und geputzte Wohnung haben und trotzdem andere lebensinhaltliche Dinge nicht vernachlässigen, wo einfach immer alles geleckt aussieht … innen wie außen. Ich kenne hier niemanden, wo das anders ist. Es ist normal. Ich bin es nicht, weiche also auch hier total von der Norm ab. Und so sehr ich mir auch von Zeit zu Zeit beruhigend oder trotzig einrede, dass es eben nun mal ist, wie es ist, und ich mir keinen Kopf machen soll, weil jeder so leben sollte, wie er mag, schlägt mich doch immer wieder das schlechte Gewissen. Die Scham, was denken andere von mir, dabei ist das denen bestimmt wurscht oder es gibt ihnen sogar ein gutes Gefühl, weil sie ihr Leben offensichtlich im Griff haben …


Schon als Kind war ich lieber am Träumen und mich mit Dingen beschäftigen, die mich interessierten. Aber schon damals hab ich mich insgeheim geschämt und unwohl gefühlt, aber nie so stark, als dass sie mir Antrieb gegeben hätten, dies zu ändern.

Es ist also meine Natur, faul zu sein. Dabei stimmt das auch nicht, denn meinen Job mach ich gern und auch gewissenhaft, sehr sogar. Auch die Sorge um meine Familie stand immer an erster Stelle.

Aber für gewisse Dinge fehlt mir einfach total die Lust und letztendlich auch die Kraft.

Und doch gibt es viele Menschen, denen es ähnlich geht und die sich trotzdem immer einen Ruck geben und tun, was getan werden „muss“. Vielleicht ist es ja genau dieses „MUSS“, was mir so sauer aufstößt, aber ein „Wollen“ wird daraus wohl auch niemals werden. Ich bin ein hoffnungsloser Fall. Mir fehlt es einfach an Vernunft und Disziplin oder was auch immer …

Morgentau 09.08.2018, 12.27| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Bissel Bammel

hab ich vor den angekündigten Unwettern, denn die könnten richtig heftig ausfallen. Entsprechende Vorwarnungen wurden schon ausgegeben. Noch wirkt alles friedlich da draußen, aber der Blick auf die Karte verheißt in der Tat nix Gutes. Ich möchte bitte, dass alles heil bleibt. Bitte, bitte!




Noch ist alles friedlich draußen, die Vögelchen zwitschern lieblich und den Himmel zieren kleine zarte Federwölkchen, ganz so, wie ich es liebe. Auch die Temperatur ist (noch) angenehm, und so versuche ich, die momentane Stimmung zu genießen.




Danke für eure lieben Kommentare. Dass ihr nicht müde werdet, bei mir zu lesen und zu schauen, obwohl ich mich ja in der Themenwahl oft wiederhole, freut mich natürlich sehr. Aber das sind halt meine Gedanken und Gefühle, über die ich berichte. Jeder Mensch hat halt seine eigenen Prioritäten. 




Vergangene Nacht konnte ich etwas besser schlafen, hab aber auch wieder total wirr geträumt.

Vielleicht wüsste ich es am Morgen gar nicht mehr, hätte mich nicht das Tigerle aus dem Traum gerissen. Manchmal finde ich es schade, wie vergangene Nacht. Der Traum war so spannend, dass ich gern noch weiter geträumt hätte. Aber die Blase hat eh gedrückt … und wo was raus geht, musste auch wieder was rein … lach, insofern war es okay.




Die Fotos in diesem Eintrag sind noch einmal von Krimml und den Wasserfällen.

Damit wünsche ich euch einen schönen Tag und dass ihr heute alle Wasser abbekommt, aber bitte ohne Paukenschlag!



Morgentau 09.08.2018, 10.33| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Endlich

zieht Ruhe ein. Es war ein lauter Tag … viele Fahrzeuge hin und her, dabei dachte ich, mindestens die Hälfte sei jetzt ausgeflogen.

Mein Urlaub nähert sich so langsam dem Ende. Die fünf Tage in Tirol, im schönen Zillertal, werden in besonderer Erinnerung bleiben, denn wenn ich die Fotos betrachte, spüre ich schon wieder ganz viel Sehnsucht. Hier habe ich schon viele wunderbare Tage mit meiner Familie verbracht, und immer wieder zieht es mich dahin.




Dabei könnte ich nicht sagen, wo es mir besonders gefallen hat, denn jede Gegend hat ihren eigenen Reiz und Charme … und ganz wunderbare Natur. Und Österreich hat eine hervorragende Küche, von der ich auch jedes Mal begeistert bin.




Ich bevorzuge allerdings abgelegene Unterkünfte, die Stille und Naturnähe garantieren, auch wenn das oft eine längere Anfahrt bedeutet. Aber das nimmt man gern in Kauf, und schon am zweiten Tag kommt es einen gar nicht mehr so weit von den Ortschaften entfernt vor.

Wer das Nachtleben liebt, für den ist das allerdings nichts.

Versteht mich richtig, ich liebe das Nachtleben auch, aber halt am Waldrand und möglichst auf dem Berg, wo kein Licht stört und nur die Stimmen der Natur zu vernehmen sind …



Morgentau 08.08.2018, 19.34| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Erschöpft

Heute ist es wirklich sehr angenehm. Vorhin musste ich sogar dünne Söckchen überziehen, weil ich kalte Füße hatte. Ich konnte es selbst nicht glauben. Schönen sanften Regen hatten wir auch schon.

Ohne Donnerwetter. Ich hoffe, da kommt auch nichts mehr nach, also donnerwettermäßig, regnen darf es gerne noch ganz ganz viel und ausgiebig.

Jedenfalls fühle ich mich seit langer Zeit mal wieder richtig wohl … und spüre auch, wie nun die Erschöpfung kommt. All die Nächte, die ich kaum geschlafen habe, fordern nun ihren Tribut.




Deshalb werde ich mich heute Mittag ein wenig hinlegen. Es tut auf eine Art richtig gut, diese Müdigkeit zu spüren und ihr nachgeben zu können. Kein Wunder, dass die Südländer gern Siesta halten, wenn sie immer mit solchen Wetterextremen leben müssen.

Ob uns das auch bald blüht?

Massive Unwetter könnte es heute noch geben. Im Moment ist auf den Karten noch nichts zu sehen. Hoffen wird, dass es weniger schlimm kommt, als befürchtet.

Habt einen schönen Nachmittag!

Morgentau 08.08.2018, 12.19| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Die Amsel

Es gibt Leute, die an der Amsel im Gartengebüsche achtlos vorübergehen. Dann gibt es Leute, die sich an der Amsel und ihrem ewigen Regenwurmmord erfreuen. Dann gibt es Leute, die ganz ohne weitere böse Absicht das Leben und Treiben der Amsel ernst-sachlich genau beobachten, sie lernen zu, vergrößern den Kreis ihrer Erfahrungen. Dann gibt es Leute, die die Amsel beobachten, um darüber zu schreiben, meistens ein kleines Gedicht. Dann gibt es Leute, die sich an dem Gehaben der Amsel erfreuen, sie interessiert beobachten, ja fast gerührt, und dennoch nicht darüber schreiben. Aber diese Leute sind heutzutage selten, gleich ich gehöre, wie Sie sehen, nicht dazu.


Peter Altenberg (eigentlich Richard Engländer – österr. Schriftsteller)



Hihi ... ich auch nicht. Dieser Peter, der eigentlich Richard hieß, ist genau 100 Jahre vor mir geboren.

Morgentau 08.08.2018, 10.25| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Perlschrift

Die meisten verstehen nur die Frakturschrift im Buche der Schöpfung

und übersehen die kleine Perlschrift

auf Wiesenblumen und Schmetterlingsflügeln.


Adalbert Stifter



Morgentau 08.08.2018, 09.46| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Jetzt fällt mir ein

vergangene Nacht hab ich von Fledermäusen geträumt. Wir hatten ein großes Loch unter dem Dach entdeckt zu einer Kammer, in der sie an der Decke hingen. Es waren so viele, dass ich richtig erschrocken bin … lach. Wie der Traum weiterging, weiß ich leider nicht mehr, vermutlich wurde ich mal wieder wach.

Ganz so weit hergeholt ist das aber gar nicht, denn wenn wir abends auf der Terrasse sitzen und es fast schon dunkel ist, sehen wir immer welche durch den Garten fliegen. 

Ich denke, es sind nicht mehr als zwei. Dunkle Schatten, die an uns vorbeihuschen. 

Ich mag diese lautlosen kleinen Nachtgespenster sehr.

Neulich habe ich mich gefragt, wo die wohl tagsüber ihr Quartier haben.

Ich sollte mal unter dem Dach nachsehen … ;-)

Morgentau 08.08.2018, 08.16| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Die ersten Gewitter

sind schon wieder unterwegs. Oder sind es die letzten von gestern? Jedenfalls ging es andernorts auch in der Nacht ordentlich ab. Jetzt kommt auch wieder was auf uns zu. Hoffentlich nicht zu aggromäßig …

Die Luft ist um einiges frischer, so könnte es bleiben, es ist wunderbar.

Leider hab ich meinen Kaffee zweimal gesüßt. Das geht gar nicht. Also werde ich mir nochmal einen machen müssen. Ganz ungesüßt mag ich ihn nicht so, aber ein zwei Süßstofftabletten für eine große Tasse, das ist okay. Aber was solls … es gibt Schlimmeres … lach.

Ich trinke ja seit Jahren nur noch den löslichen Kaffee mit Kaffeeweißer. Früher undenkbar. Ja, so ändert sich so manches … und leider auch vieles, das mich belastet und nervt … wie diese schlaflosen Nächte.

Morgentau 08.08.2018, 08.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Als es nur noch tröpfelte

bin ich schnell zur Ortsmitte gelaufen, um endlich meine Wege zu erledigen.

Eigentlich Ortschaften-Mitte, denn den Markt, auf dem sich die Geschäfte befinden, teilen sich die zwei Ortsteile. Aber das nur nebenbei.

Ich musste ganz schön aufpassen, dass ich nicht auf eine Schnecke trete. Die waren zum Teil ganz aus dem Häuschen, als der lang ersehnte Regen endlich einsetzte. Ein paar nahmen ihr Häuschen auf ihre Futtersuche einfach mit. Da war besondere Vorsicht geboten, denn es macht echt keinen Spaß … dieses knackende Geräusch unter seinen Füßen und die Entdeckung, wen man da ums Leben gebracht hat. Mir ist das schon passiert und ich fand es einfach nur schrecklich. Seither bin ich vorsichtig.

Morgentau 07.08.2018, 15.58| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Panik

Da war sie wieder, aufgetaucht aus dem Nichts. Ich hab wieder gemerkt, dass mein Körper verrückt spielt, wenn etwas Unvorhergesehenes, Bedrohliches passiert.

Was passiert ist?

Ich hab euch doch erzählt, dass um uns Unwetter oft einen Bogen machen … und viele Gewitter vorbeiziehen. Oder aber, es trifft nur uns. Und so war es heute morgen.

Gerechnet hatte ich nicht damit, denn Gewitter waren allenfalls für den Nachmittag angekündigt, aber als es immer dunkler wurde und zu donnern begann, zog ich gleich die Stecker.

Noch ahnte ich nichts Böses, als ein greller Blitz und gleichzeitig Donner wie ein Kanonenschlag bei uns einschlug. Ich spürte, das muss ganz in der Nähe gewesen sein … vielleicht sogar im Garten. Gleich darauf folgte ein zweiter von gleicher Stärke. Ich zitterte am ganzen Körper, bekam Herzrasen, Gribbeln und schwindlig wurde mir auch. Allein davon ging es mir noch beschissener … ich steigerte mich in Panik.


Mein einziges Glück war, dass das Gewitter schnell aufgab und keine Einschläge mehr kamen. So konnte ich mich schnell wieder beruhigen … puh.

Inzwischen konnte ich auch auf den Karten nachschauen, die im Moment keine Gefahr mehr erkennen lassen. Gottseidank. Aber weitere Gewitter sind vorhergesagt für die nächsten Tage.

Hoffentlich geht alles gut.

Eigentlich hab ich keine Angst vor Gewittern, mag sogar die Stimmung oder den zu erwartenden Regen, der die Erde aufatmen lässt, also diese sanften Wolkengewitter, die sich mehr oder weniger im Himmel abspielen und uns nicht mit ihren elektrischen Stacheln kitzeln und stechen. Aber diese fiesen Gewitter, die zerstören wollen, vor denen hab ich echt Angst. Vor allem, wenn sie mir zu nahe kommen …

Morgentau 07.08.2018, 09.33| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel

Heute

fiel mir ein Foto in die Hände ... aus dem kleinen Schrebergarten meiner Eltern.

Zu sehen meine Kinder, die damals bei ihren Großeltern die Ferien verbrachten und im Garten ihren Spaß hatten, … und im Hintergrund meine Mutter, wie sie lächelt …


Ich schaute auf der Rückseite nach und der Stempel verriet mir, dass die Aufnahme vor ziemlich genau 21 Jahren geschossen wurde. Damals war meine Mutter gerade mal 7 Jahre älter als ich heute und noch niemand dachte daran, was in 20 Jahren sein würde. 

In jenem Moment gab es nur das Heute und das Gefühl, es würde niemals anders werden … niemals enden.


21 Jahre ist eine lange Zeit, aber wenn ich sie so sehe, dann ist mir, als wäre es erst vor ein paar Jahren gewesen … so gefühlte fünf Jahre meinetwegen … genau kann ich es nicht sagen. Sie ist noch so lebendig in meinem Gedächtnis, als hätte es die vielen Jahre seit jenem Augenblick gar nicht gegeben.

Die Schürze, die sie trägt, ihre Brille … ihre Art, sich zu bewegen, alles sehe ich genau vor mir, alles ist noch da. Ich seh sie das Geschirr spülen … auf dem kleinen Tisch vor der Gartenlaube, wie sie danach das Spültuch auf die Leine hängt, die mit dem Sauerkirschbaum verbunden ist … alles, alles sehe ich vor mir, jedes noch so kleine Detail ist in meinem Gedächtnis haften geblieben. Ich könnte alles haargenau beschreiben. Auch die Geräusche von einst … oder ihre Worte … ihre Gebaren …


Es tut so weh, weil all das nicht mehr ist, aber es ist auch schön, zu spüren und zu wissen, dass sie irgendwo immer weiterleben wird … in meinen Gedanken, Erinnerungen … 

in meinem Herzen.

Morgentau 06.08.2018, 20.41| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Wasser

hatte schon immer etwas Magisches für mich. Vermutlich fühlte ich mich schon im Fruchtwasser wohl. Dank meines Vaters, der diese Liebe von Beginn an filmisch und fotografisch festgehalten hat, gibt es auch ausreichend Beweise dafür.

So wollte ich schon als Baby nicht aus dem Zinkasch oder später der Wanne … und die erste Bekanntschaft mit dem Freibad im zarten Alter von 1,5 Jahren endete auch mit Tränen und einem Wutanfall, weil man mich aus dem kleinen Plantschbecken zog, aus dem ich einfach nicht mehr heraus wollte. Dass es aus Sorge geschah, verstand ich natürlich noch nicht. 

Für mich muss es ein Herausreißen aus dem Paradies gewesen sein, so, wie ich es in dem Alter halt empfand und reagiert habe.




Aus gesundheitlichen Gründen und dem Anraten der Ärzte, schickten mich meine Eltern sehr früh in einen Schwimmverein. Ich glaube, eine bessere Erkrankung konnte ich nicht haben, wenn ihr mich richtig versteht. Dadurch lernte ich schon so früh das Schwimmen, was mir Zeit meines Lebens nur Freude gebracht hat, zumal ich ansonsten nicht gerade eine Sportskanone bin und es zu keinen hervorragenden Leistungen brachte.

Natürlich nagt so etwas am Selbstwertgefühl, aber als ich später beim Schwimmunterricht allen anderen sozusagen davon geschwommen bin, hatte ich wenigstens in dem Moment das Gefühl, nicht ganz ungelenk und lasch zu sein … hihi.




So, wie ich gern in den Wald gehe, die Ruhe und Einsamkeit liebe, so genieße ich es auch, ganz weit hinaus zu schwimmen … mich vom Wasser tragen zu lassen oder auf dem Rücken liegend die Wolken zu beobachten, während mir kleine zarte Wellen um die Ohren schwappen …

Ich brauch diesen Ganzkörperkontakt zum Wasser … Bootsfahrten reizen mich eigentlich gar nicht so. Schön ist allein der Blick auf das Meer oder dem See, aber meine Liebe gehört dem Wasser, das mich trägt und erfrischt …

Ach ja, welch wunderbares Thema an diesen heißen Tagen … ;-)



Wie unbeschreiblich dankbar ich für diese Liebe bin. Es ist so wichtig, sich das hin und wieder einmal bewusst zu machen. Dieses Empfinden, dieses große Glück ...

Von ganzem Herzen danke dafür!

Morgentau 06.08.2018, 18.26| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Bin nur

in den Tante-Emma-Laden, der jetzt den Sommer über wenigstens vormittags geöffnet hat.

Leider gibt es dort kein Obst und Gemüse mehr, wie einst, als noch Toni die Besitzerin war.

Aber frische Backwaren und ein paar Griller konnte ich mitnehmen. Sollte was dahaben, falls mein Sohn nach der Arbeit doch vorbeischaut. Ich selbst hab ja NULL Hunger.

Morgen werde ich ganz ganz früh in den Suma gehen … also keine Schlaftablette kommende Nacht … hihi.


Gottseidank ist es wieder schön windig heute, das macht es erträglicher. Aber die Schwüle bleibt spürbar. Bei der geringsten Anstrengung ist Schweißausbruch angesagt.

Nur dem Jüngsten scheint das alles nichts auszumachen. Klar, wer im Jahrhundertsommer geboren ist ...

Morgentau 06.08.2018, 11.22| (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Nachdem

ich auch vergangene Nacht einfach nicht zur Ruhe kommen wollte, hab ich mit einer halben Tablette nachgeholfen. Es war die richtige Entscheidung, denn keine Viertelstunde später bin ich eingeschlafen, habe tief und fest und ohne jegliche Unterbrechung bis halb 9 durchgeschlafen.

Welch eine Wohltat. Wenn es doch auch ohne Nachhilfe klappen würde ... seufz.

Ich hätte noch liegen bleiben können und sicher wäre ich gleich noch einmal eingeschlafen, wenn da nicht der Termin für die Tonne für Zeitung und Pappe im Kalender eingetragen wäre, die ich noch an die Straße stellen musste.




Gut so, denn verschlafen möchte ich meinen Urlaub auch nicht unbedingt.

Die letzte Woche ist angebrochen. Überlegt habe ich schon, ob es sinnvoll war, drei Wochen am Stück zu nehmen. Das habe ich schon ewig nicht mehr. Meistens habe ich mir eine für den Oktober aufgehoben, was auch wirklich schön war. Aber so drei Wochen am Stück hat auch was. Vor allem in diesem Jahr, als hätte ich geahnt, dass diese Zeit lähmend wird.




Gestern waren wir hier in der Nähe an einem Baggersee. Er ist glaub der größte und doch weniger bekannt als die anderen. Ich hatte nur einen Wunsch … hinein ins Wasser. Es war herrlich und ich wollte gar nicht wieder heraus. Eigentlich sind es zwei Seen, die miteinander verbunden sind, so dass man von dem einen in den anderen schwimmen kann. Das habe ich getan … es war soooo wohltuend. Über mir der blaue Himmel mit weißen Wölkchen und weit und breit nur Wasser um mich herum.




Es wundert mich immer wieder, dass so wenige Menschen schwimmen können oder wollen. Die meisten kommen zum See, um sich in Ufernähe aufzuhalten oder auch nur wenige Meter entfernt davon im Wasser zu planschen. Die Leute, die im oder den See durchschwimmen, kann man an der Hand abzählen. Dabei ist das so ein intensives, gutes Gefühl, erst recht bei diesem Wetter und Badetemperaturen, wie man sie wahrlich ganz selten hat.


Dafür konnte ich wieder ein paar Hunde beobachten. Einige sprangen voll Freude ins kühlende Nass … ihrem Frauchen hinterher, aber es gibt auch die Wasserscheuen. Einer versteckte sich zwischen dem Schilf. Aus Angst oder Scham, ich weiß es nicht … lach.

Er hat mir so leid getan.




Nun sollte ich dringend mal in den Suma, aber ich hab so gar keine Lust. Auch müsste ich zur Bank und Apotheke. Wann soll ich das tun, wenn nicht jetzt, wo man noch Luft bekommt.

Mal schauen …


Kommt gut in die neue Woche!

Morgentau 06.08.2018, 09.28| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Endlich Wind

nachdem die Luft mal wieder in den Räumen stand vergangene Nacht. Da kann man öffnen, was man will, da bewegt sich einfach nichts. Es ist der Wahnsinn. Zum Glück hab ich diesen herrlichen kleinen Ventilator von meinem Sohn, der mit solchen Stoffbändern wedelt und kaum Geräusche macht. Dennoch konnte ich nicht schlafen, aber vielleicht hab ich auch die Nacht davor zu lange geschlafen und mittags dann ja auch nochmal zwei Stunden. Ich war einfach platt.




Aber nun bläst endlich wieder der Wind durch die Wohnung und die Temperaturen sind auch noch okay. Es tut gut. So könnte es bleiben. Auch ist es noch sehr diesig, so dass die Sonne wie durch eine Milchglasscheibe illern muss. „Bäh“ möchte man ihr da zurufen.

Ein bisschen schuldig fühle ich mich ja auch, ehrlich gesagt. Zu oft hab ich wohl erwähnt und geklagt, wie sehr sie mir fehlt … an all den dunkeltrübnassen Tagen, die scheinbar kein Ende nehmen wollten.




Vermutlich war ich nicht die einzige, so dass sie irgendwann ihre „goldene Nase“ voll hatte und es uns einfach zeigen musste, wie es ist, wenn sie unseren Wünschen nachkommt.

Ehrlich … ich hätte nie gedacht, dass sie so aggro sein kann, wo man sich doch jemanden mit einem „sonnigen Gemüt“ friedlich und nett vorstellt. Nach diesem Sommer bekommt diese Bezeichnung eine andere Bedeutung.




Gestern Vormittag waren wir im lieblichen Glastal auf der Alb bei Hayingen.

Der Hasenbach, der das Glastal durchfließt, zeigte auch sehr wenig Wasser.




Dennoch entwich dem Flüsslein etwas Nebel. Ich mag diese Stimmung sehr.

Überhaupt ist dieser Ort so wunderbar. Vorallem morgens und abends, wenn nur noch wenige Menschen unterwegs sind und man die Stimmen der Natur so richtig genießen kann.




Dieses zauberhafte Murmeln des Hasenbächleins … Wasseramseln, die über es hinwegfliegen oder darin eintauchen … Schmetterlinge, die zwischen vielen Pflanzen am Wegesrand flattern … Hummeln und Bienen, die Nektar sammeln in den Blüten der Disteln und anderen Blümchen … ich liebe es.




Habt einen schönen Sonntag!

Morgentau 05.08.2018, 10.51| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Ich klebe

am Tisch und der Tastatur fest ... es hat keinen Wert, ich fahr den Rechner wieder runter.
Bin froh, dass noch Wasser aus der Leitung fließt, sonst müsste ich an den Baggersee ziehen.
Kommt gut durch das Wochenende! Vielleicht melde ich mich ... weiß es noch nicht.
Passt auf Euch auf ... und danke für Eure lieben Kommentare. Bald wieder mehr!


Morgentau 03.08.2018, 17.06| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte