Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Ausgewählter Beitrag

Es könnte ein Winter wie 2010 werden

hab ich heute von einem Wettermann gehört. Gleich musste ich mal nachschauen, was ich damals zu dieser Zeit (Waldameise) gebloggt habe.



Dabei habe ich diesen Eintrag gefunden, den ich sehr gern noch einmal gelesen habe.
Es geht dabei um unseren ehemaligen Tante-Emma-Laden bzw. die Besitzerin, die damals in Rente ging.

In der Zeitung stand ein Artikel darüber. Erst 20 Jahre war "Tante Emma" alt, als sie 1965 gemeinsam mit ihren Eltern den damaligen Laden eröffnete . Ganz am Anfang hat man noch mit dem Kopf gerechnet, stand da zu lesen. Damals stand sie noch hinter der Ladentheke, wog lose Mehl, Rosinen, Salz und Nüsse und andere Lebensmittel ab und reichte sie über den Tresen.

Kann man sich das heute noch vorstellen? Wie genügsam müssen die Menschen damals noch gewesen sein, dass diese kleinen Läden ausreichten, um die Bedürfnisse zu erfüllen.
Da ich zu der Zeit Kind war, kann ich mich auch noch so gut erinnern. Ich habe es geliebt und nichts vermisst.



Wie viel Zeit hatte man noch, sich anzustellen und zu warten, bis man an der Reihe war. Freitagnachmittag beim Bäcker, allein da stand ich über eine Stunde an für die Wochenendesemmeln. So gute möchte ich heute nochmal essen. Sie waren groß und noch heiß. Bestimmt fast so heiß, wie in der Backstube. Und wie sie dufteten ...

Auch erinnere ich mich daran, dass meine Mutter mit mir in die Molkerei ging, wo frische Milch in eine Kanne abgefüllt wurde. Überhaupt war Einkaufen immer ein Erlebnis für mich. Oder der Weg zum Schuster ... wie mochte ich den Geruch von Leder. Auch daran kann ich mich erinnern. Ich glaube, der Schuster reparierte die Schuhe gleich vor Ort. Zumindest bei kleineren Sachen. So sehe ich ihn noch vor mir, wie er die Nägel in den neuen Absatz klopfte.

Es gab so viele kleine Läden gegenüber unserer Straße. Wie gern schaute ich aus dem kleinen Fenster (mein winziges Reich war eine ehemalige Bodenkammer) im 4. Stock hinunter auf das Geschehen auf Straße und Gehweg, wie die Leute in den Läden aus- und ein gingen … bzw. umgedreht.
Heute würde man sagen, wie armselig ich da wohl gehaust haben mag. Aber ich habe es wirklich nie so empfunden. Zumal ich das Kleine mag, in vielen Dingen. Außerdem gab es so viel zu sehen. Wenn ich jetzt so überlege, war das ein großes Glück für mich, da ich so gern meine Augen schweifen lasse. Damals schon.

Ein Laden hatte es mir besonders angetan. Dort gab es Scherzartikel und Bastelsachen, kleine Figürchen und so Krimskrams. Was hab ich mir an dem Schaufenster die Nase plattgedrückt, denn einfach mal hineingehen und was kaufen, das war natürlich nicht drin, aber es sehen und träumen zu können, das war schön. Ach ja, da könnte ich ewig in Erinnerungen schwelgen.
Manchmal denke ich, träumen zu können, ist noch schöner, als sie sich zu erfüllen.

Ich weiß es noch wie heute, wo welcher Laden stand. Der Handarbeitsladen ... der Heimwerkerladen ... Spielwaren ... Friseur ... Schuster, Bäckerei am Eck ... und und und. Alles im Vergleich zu heute sehr sehr klein. Und genauso gemütlich hab ich sie in Erinnerung. Wie gern würde ich dort jetzt noch einmal hineingehen … die Filzdecken am Eingang rüberziehen, damit das Glöckchen zum Klingeln bringen … ach ja.
Geht es euch auch so?



Nun soll der Winter Einzug halten. Es wurde also Zeit für die vermutlich letzten Fotos in Farbe …hihi.
Schauen wir mal ...

Morgentau 23.11.2023, 18.31

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Kommentare zu diesem Beitrag

8. von Helga F.

Liebe Andrea,
danke für deine wundervollen Fotos und Erinnerungen.
Meine Kindheitserinnerungen sind größten teils nicht so angenehm. Ich bin am Ortsrand aufgewachsen nur wenige Meter von meinem geliebten Wald entfernt, dort war ich am glücklichsten.Wenn es meiner Mutter nicht so gut ging, durfte ich manchmal auf einem Bauernhof mit Kindern und vielen Tieren leben.Da war das Leben leicht und fröhlich, ich dufte den Traktor bei der Ernte lenken. Einmal im weit entfernten kleinem Kramerladen, haben wir 5 Kinder etwas eingekauft, dann hat die Verkäuferin jedem von uns etwas von der ausgelaufene Bonbonmasse aus dem Glas, auf ein Papier geschmiert und geschenkt. Diesen wundervollen Geschmack von Himbeerbonbon habe ich nie vergessen.
Ja liebe Andrea, manchmal gehen die Gedanken in die Vergangenheit, aber am schönsten finde ich mein jetziges gemütliches Leben.
Alles Liebe wünscht dir
deine Helga


vom 30.11.2023, 11.31
Antwort von Morgentau:

Oh, liebe Helga, das tut mir so leid, was du von deinen Kindheitserinnerungen schreibst.
Ich finde es sehr traurig, wer keine schöne Kindheit hatte. Dass der Wald ein Zufluchtsort
für dich war, kann ich mir nun noch besser vorstellen. Mich zog es dort auch immer hin,
wie du weißt. Dort fühlte ich mich immer geborgen und sicher. Auch mochte ich damals
schon die Ruhe, die Natur, Pflanzen, Wälder und Tiere. Das hat sich nie geändert.

Es freut mich sehr, dass du jetzt ein schönes, gemütliches Leben hast! So soll es bleiben!

Liebe Grüße!

7. von C Stern

Ich kann mich nur meinen Vorschreiberinnen anschließen, liebe Andrea! Deine Erinnerungen sind herzerwärmend und einfach zum Genießen!
(Eine Frage bleibt offen, wie soll denn der Winter diesjährig werden? Was für einer wird prognostiziert? Ich persönlich gebe ja nichts auf so langfristige Prognosen, mehr auf Beobachtungen von alten Menschen ... Und letztendlich müssen wir ohnehin nehmen, was kommt!)
Wie immer erfreust Du mich auch sehr mit Deinen einzigartig schönen Fotos!

Ich bin ein Kind der 1970er Jahre und auch mir bedeuten Erinnerungen mit zunehmendem Alter immer mehr. Ich hoffe, dass sie lange bleiben, diese Erinnerungen, denn manchmal habe ich Sorge, dass sie versickern könnten. Dabei habe ich gerade so schöne Erinnerungen von meinem (zweiten) Leben am Land. Aufgewachsen bin ich in der Stadt, das Einkaufen war auch dort einfacher. Lebhaft erinnere ich mich auch noch, dass es damals noch den "Konsum" gab, die Geschäfte am Samstagmittag geschlossen wurden und dann wirklich Wochenende für alle war - auch für die Verkäufer*innen. Heute fragt doch niemand mehr nach einem freien Samstag, in sozialen oder medizinischen Berufen ist ein freies Wochenende ohnehin kein Thema, auch Produktionen stehen nicht still.
Was dieses Hamsterrad mit uns Menschen macht, ist weithin ersichtlich. Ich verwehre mich gegen diese Geschwindigkeiten, werde aber wohl auch nicht immer verstanden.
Ich unterschreibe Dich, die Augen schweifen lassen (können) ist ein großes GLÜCK! Das empfinde ich auch so - wie auch Deine Bemerkung meine selbst nachempfundene Zustimmung findet, dass ich das Kleine in vielen Dingen mag. So finde ich es auch viel schöner, ein Geschenk für jemanden zu erwerben, das wenig Geldwert hat, aber trotzdem große Bedeutung. Wenn Menschen viel Geld ausgeben für Geschenke, befremdet mich das zunehmend. Es befremdet mich auch, wenn Geschenke nicht auf Augenhöhe ausgetauscht werden, sondern gönnerhaft: Solche Geschenke, die mir aufgedrängt werden (und wo ich schon lange kundgetan habe, dass ich bitte keine Geschenke mehr haben möchte, weil ich alles habe, was ich brauche und möchte), wandern nun manchmal weiter, ohne schlechtes Gewissen.
Den Schuster, wo es noch nach Leder riecht, den gibt es immer noch in der Stadt, kombiniert mit einem schönen Geschäft mit lieben Dingen, in ein räumliches Ambiente eingebettet, das absolut stimmig ist. Dort bekommt man auch antiquarische Bücher. Ich glaube, das ist ein Ort, der Dir gefallen würde, ein alter Laden ...
Bei Oma und Opa im Mühlviertel (am Lande) habe ich immer die schönsten Zeiten meines Lebens verbracht, in Frieden eingebettet, mit Tieren, Wiesen und Feldern. Dorthin reisen meine Erinnerungen gerade in den letzten Monaten und Wochen auffällig oft. Die Milch und den Rahm mussten wir in meinen frühesten Kindheitsjahren nicht zukaufen, diese kamen meist von der Kuh im Stall. Später, als Opa nicht mehr lebte (was für mich ein herber Schicksalsschlag war, da er mir rund um Weihnachten von einem betrunkenen Autofahrer entrissen wurde), fuhr ich oft mit dem Rad zum Einkaufen, da musste man schon ein bisschen strampeln, denn den Nahversorger ums Eck gab es nicht.

Ich danke Dir für Deine wunderschönen Erinnerungen und wünsche Dir eine kostbare Adventszeit!
Herzliche Grüße aus Oberösterreich, C Stern


vom 29.11.2023, 09.22
Antwort von Morgentau:

Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar bzw. für deine vielen, schönen
Erinnerungen, die ich mit großem Interesse und Freude gelesen habe!
Die offene Frage ... der Winter ist am Kommen und wird wohl bleiben. Der Herbst hat
offenbar keine Chance mehr. Zumindest in sehr vielen Regionen. Aber es bleibt spannend,
denn sicher ist nur, dass nichts sicher ist! :-)

Dir geht es also auch wie mir. Je älter man wird, umso bedeutungsvoller werden unsere
Erinnerungen. Obwohl ich schon als Kind viel am Träumen und Erinnern war ... und
geneigt, alle schönen Momente für immer festzuhalten. Und ich bin so dankbar dafür.

Auch mit den Geschenken sehe ich es wie du. Es muss von Herzen kommen, das muss ich
spüren können, und ich kann das auch spüren. Wie du kann ich auf diese Pseudo-Dinge gut
verzichten. Das gilt auch für andere Bereiche. Künstliches Gehabe ... schrecklich.
Entweder, das Herz ist involviert oder man lässt es ganz. So sehe ich das.

Dass dein Opa auf so tragische Weise ums Leben kam, tut mir so leid. Das sind natürlich
Erinnerungen, die immer wieder schmerzen. Du kannst sie nur damit mindern, wenn du an
die gemeinsame, schöne Zeit denkst. 

Auch ich danke dir für deine schönen Erinnerungen und wünsche dir eine gemütliche,
friedliche Adventszeit!

6. von Silberdistel

Na, liebe Andrea, das hast Du mich aber eben ganz weit in die Vergangenheit zurück katapultiert. An all das, was Du aufzählst, kann ich mich auch noch so gut erinnern. Ich mochte diese kleinen gemütlichen Lädchen auch sehr gern. Da wurde auch noch viel geschwatzt nebenher beim Verkaufen. Alles ging viel ruhiger und entspannter zu. Jedenfalls ist es so in meiner Erinnerung.
Ganz liebe Grüße schickt Dir die Silberdistel

vom 26.11.2023, 18.59
Antwort von Morgentau:

Ja, liebe Silberdistel, je älter ich werde, umso öfter blicke ich auf die Vergangenheit zurück.
Ich denke, das geht vielen Menschen so. Und in der Zeit jetzt, vor Weihnachten, ist es ganz
extrem.

Ganz liebe Grüße zu dir!


5. von Gudrun

An die Waldameise und ihren Blog kann ich mich noch gut erinnern. So lange kennen wir uns nun schon, liebe Andrea.
Ich kann mich an solche kleinen Läden auch noch erinnern, an den Bäcker, den Frisör, den Schneider und an die Molkerei. Dort habe ich mit meiner Mutter frische Milch geholt. Quark und Käse hat sie selber gemacht. Kartoffelstärke haben wir nie gekauft. Die fiel beim Kartoffelreiben an. Stollen wurden beim Bäcker gebacken. Wenn der mit dem Brot fertig war, schob er die Stollen der Leute in den Backofen hinein. Beim Gärtner musste man mit raus auf die Beete gehen und das Gemüse selber aussuchen, welches man haben wollte. Vieles haben die Dorfbewohner aber auch einfach untereinander getauscht.
Schon lange haben mich solche Erinnerungen eingeholt. Ich mache wieder vieles selber und ich fühle mich gut dabei.
Deine Ort hast du so fein beschrieben. Schön war es, davon zu lesen.
Ganz liebe Grüße an dich.

vom 26.11.2023, 01.48
Antwort von Morgentau:

Ja, liebe Gudrun, wir kennen uns schon sehr lang. Da waren wir noch einiges jünger und fitter,
vor über 20 Jahren. Jetzt ist meine Tochter so alt, wie ich damals. Schon verrückt, gell?

Du hast auch schöne Erinnerungen, die auch bei mir weitere hervorrufen. Sogar an die Zeit,
als meine Großeltern noch jung waren, denn von ihnen weiß ich auch so viele schöne 
Erzählungen. Die haben sich auch ins Gedächtnis gebrannt.

Jetzt beginnt einfach diese Zeit, wo man es sich gemütlich macht und gern erinnert.

Liebe Grüße zurück zu dir!

4. von Träumerle Kerstin

Genau so war es auch bei uns. Du hast deine Kindheit so liebevoll beschrieben liebe Andrea.
Wir sind auf dem Dorf aufgewachsen, da gab es neben einem Bäcker und einem Fleischer nur noch Konsum und HO.
Anstellen, mit nur einem Korb einkaufen, Stoffbeutel und Netze am Fahrradlenker nach Hause befördern. So war es.
Die Verkäuferinnen hatten jeden Preis im Kopf, der war ja überall gleich. Dennoch bewundernswert.
Und es gab bei uns auf der nächsten Straße einen winzigen Laden, privat geführt. Da standen die Glasbehälter mit den Süßigkeiten und genau wie in deiner Beschreibung wurde alles lose verkauft, abgewogen, eingetütet.
Ja, ich möchte heute auch noch mal da durchschlendern.
Liebe Grüße ins kalte Wochenende von Kerstin.

vom 24.11.2023, 16.36
Antwort von Morgentau:

Ich bin in der Stadt aufgewachsen, aber meine Großeltern väterlicherseit lebten ganz weit
am Rande der Stadt, was dann schon einen dörflichen Charakter hatte. Und nicht weit weg
davon begannen auch die Wälder, durch die wir so oft gewandert sind.

Ja, als diese Netze aufkamen, die ganz klein waren und doch mit den Einkäufen wuchsen,
das war eine tolle Sache.

Bei uns hat es auch geschneit, liebe Kerstin, aber das Wenige schmilzt schon wieder dahin.

Liebe Grüße!

3. von Traudi

Liebe Andrea,
nun hast du es geschafft, dass ich, was dieses Thema betrifft, in meinen Erinnerungen krame.
Ich kann mich auch noch gut erinnern, dass ich, meist mit meiner Oma, im "Konsum" einkaufte. Er war nicht größer wie ein Tante Emma-Laden.
Zum Milch holen wurde ich immer mit einer Milchkanne zum Bauern geschickt. Die Milch stand schon in Milchtöpfen im Korridor bereit, ich musste sie nur noch in die Kanne füllen. Das war immer spannend, ich musste aufpassen, dass ich nichts danebenschütte. Auf dem Heimweg trank ich manchmal schon aus der Kanne. Und es machte Spaß, die Milchkanne im Kreis zu schleudern (Fliehkraft)...

Liebe Grüße ins Wochenende
Traudi

vom 24.11.2023, 15.00
Antwort von Morgentau:

In den Konsums kaufte ich mir oft eine kleine Schleckerei, wenn ich aus der Schule kam.
Da gab es mehrere auf meiner Strecke. Damals ist man noch einige km zu Fuß gegangen.

Ach ja, es gäbe noch vieles zu erzählen, gell? Aber das hat eigentlich schon meine Waldmeise
gemacht.

Liebe Grüße zurück, liebe Traudi!

2. von Kelly

Erstmalig freute ich mich heute über den Steppmantel mit Kapuze, hier ist der Winterwind bereits.
Bei den Erinnerungen sind meine ähnlich.
Oma kam aus Haushalt mit Bäckerei, Laden und Gastraum.
Akripisch wure die von mir eingeholten Tüten begutachtet, Herr Kaufmann falzte die Zuckertüten genau wie sie es kannte, abfällige Kommentare gab es über Frau Kaufmann, sie lernt es nicht mehr...
Sirup wurde mit einem Weckglas abgefüllt, die Waage hatte immer meine volle Aufmerksamkeit, faszinierende Tätigkeiten.
Einen Milchmann hatten wir noch in den 70ern im Ort.

Ich fürchte diese Zeiten ohne Sorgen mit Zufriedenheit sind vorbei, nun muss alles schnell gehen.
Wie war nun der Winter 2010? Ich hab so keine Aufzeichnungen, myblog ist unwiderruflich weg.
Egal, wir müssen eh da durch!
Liebe Grüße!


vom 24.11.2023, 11.18
Antwort von Morgentau:

So ging es mir auch, liebe Kelly, ich hab am Wochenende auch meinen gesteppten Anorak bevorzugt.
"... sie lernt es nicht mehr" ... lach, ja dieser Satz war ziemlich gebräuchlich und wurde bis ins Heute
überliefert. 

Das andere habe ich auf deinem Blog beantwortet.

Liebe Grüße!

1. von Elena

Das sind wunderschöne Erinnerungen, die Du mit uns teilst!
Und ja, auch ich denke zurück und sehe mich in kleineren Geschäften einkaufen, oft zusammen mit der geliebten Oma.. Zudem war der Geruch wirklich meist sehr einprägsam - und immer angenehm, etwa beim Schuster; oder in der Bäckerei..
Auch an die örtliche Molkerei erinnere ich mich noch, dort war es immer ziemlich kühl; und wohlriechend, ich freute mich auf die frische Milch oder das damals ganz neue FruFru :-)

Ich wünsche Dir eine bunte, fröhliche und doch auch ruhige Zeit

GlG E.

vom 23.11.2023, 19.30
Antwort von Morgentau:

Dankeschön für deine lieben Wünsche, liebe Elena! Die gebe ich dir gern zurück!

Es freut mich sehr, dass du auch so schöne Erinnerungen hast. Mir geht es auch so,
sehr viel verbinde ich mit Gerüchen. Manche fehlen mir. Die findet man heute nicht mehr.
Schade.

Liebe Grüße!