Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Aha

mal wieder kein Internet. Dann nutze ich die Zeit und schreib einen Text vor für den Blog – auch gut. Die nächsten Tage wird es eh wieder eng. Unfassbar, dass wir schon wieder den 12. 12. haben, dabei hat doch der Dezember gerade erst begonnen. Wie hab ich das früher alles gemacht, als wir noch zu sechst waren? Verrückt.




Gestern kam ein Brief aus Österreich … die Adresse in goldener Schrift und eine wunderschöne Weihnachts-Briefmarke anlässlich 200 Jahre „Stille Nacht“ … sooo schön.

Von der lieben Familie in Tirol, bei dir wir diesen Sommer fünf Tage gewohnt haben. Von dem französischen Ehepaar aus dem Elsass von der Pension „Rose“ bekomme ich auch immer Weihnachtspost. Ich freu mich immer sehr darüber, obwohl unser Kurzurlaub dort schon so viele Jahre her ist. Meistens ist ein Bild von ihrem verschneiten kleinen Garten dabei. Dort hat es mir auch gefallen. Die beiden haben selbst gekocht, das war so köstlich. Die Kräuter standen auf der Fensterbank und Rose gab sie immer frisch dazu … ich mochte das. 

Als es meiner Tochter mal nicht gut ging und sie nicht mit zum Essen kam, machte Rose gleich einen Tee und brachte ihn zu ihr. Ihre Gastfreundlichkeit war überwältigend, das werde ich nie vergessen.

Aber Tirol liegt mir trotzdem mehr. Viel viel mehr. Es ist so schön dort, ich fühle mich jedes Mal sofort heimisch, ganz bestimmt werde ich dort noch einmal Urlaub machen.




Morgen ist die Weihnachtsfeier. Wie mich davor graut. Die meisten können das nicht verstehen, deshalb versuche ich gar nicht mehr, es erklären zu wollen. Augen zu und durch. Wenn es nur so einfach wäre. Weder die Augen und schon gar nicht die Ohren kann man da verschließen. Genau das ist das Problem. Zu viele Menschen, zu viel Lärm, Wärme, Gedränge … Horror für mich. Ich werde drei Tage später noch Kopfweh haben.

Ja, ich weiß, ich sollte zu mir stehen und einfach sagen, dass es nicht mein Ding ist, aber die enttäuschten Gesichter meiner Kollegen zu ertragen, fällt mir genau so schwer. Ich fühl mich so wohl in dieser kleinen Gemeinschaft und möchte einfach auch, dass das so bleibt.

Also doch … Augen zu und durch.




Vor Weihnachten gibt es noch einiges zu tun. Aber ich hab ja noch genug Zeit dafür, kann es mir einteilen. Nein, ich lass mich nicht verrückt machen. Das hab ich noch nie. Und doch frage ich mich, wie ich das früher bewältigt habe, als die Kinder noch klein waren und die Großeltern über diese Tage zu Besuch kamen. Ich glaube, da lagen die Nerven schon manchmal blank. Aber die meisten Erinnerungen sind schön. Und nun freu ich mich auf die Erinnerungen von morgen … hihihi … oder besser hohoho.

Morgentau 12.12.2018, 10.34| (11/11) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Wie ich die Ruhe genieße

an diesem 2. Advent. Bald wird es schon wieder dunkeln, dann zünde ich meine Lichtlein an und lass die Kaffeekanne meiner Räucheroma dampfen.

Mit den Jahren haben sich so viele weihnachtliche Holzfiguren und Schmuck angesammelt, dass ich längst nicht mehr alle hervorhole. Früher, als die Kinder noch klein waren, hab ich da zuweilen echt übertrieben. Einfach auch, weil ich mich nicht entscheiden konnte zwischen der Schneemannfamilie, den Bergleuten, dem Nussknacker, den Wichteln, Tieren und Engeln …

alle sollten für diesen einen Monat im Jahr ihren Platz in der warmen Stube haben.

Dann kamen die Schwibbögen … später Lichterketten.


Im Erzgebirge war das übrigens so üblich, dass jeder Raum mit Holzkunst ausgeschmückt wurde. Ich kann mich noch gut daran erinnern. 

Ihr könnt mir glauben, so manche Wohnung wäre da als Museum durchgegangen. Da war meine Auswahl noch harmlos dagegen.

Ob das heute noch so ist, kann ich nicht beurteilen.


Jedes Jahr kommen neue Figuren auf den Markt, Schwibbögen gibt es quasi in jeder Preisklasse … und überhaupt, wer sich mal damit beschäftigt, wird genau so überwältigt bzw. überfordert sein, wie von allen Dingen, die es im Übermaß gibt. Aber offensichtlich ist der Bedarf ungebremst hoch.

Meiner ist jedenfalls bestens gedeckt, obwohl ich bei schönen Windlichtern einfach nicht widerstehen kann …



Wie dieses hier. Ich entdeckte es gestern in einem Gartenmarkt. Es ist nicht sehr groß, das täuscht auf dem Foto.

In Wirklichkeit sieht es noch viel stimmungsvoller aus ... als würde hinter dem Wald die Sonne aufgehen ... ;-)

Morgentau 09.12.2018, 15.41| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Wie unbeschreiblich süß

und lieb ist DAS denn? Ich hab es eben erst entdeckt ... hach. 

Könnt ihr die Tränchen zurückhalten? Bei mir lief die erste schon nach drei Sekunden ...

Morgentau 09.12.2018, 15.02| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gesehen - Gehört

Ui

jetzt geht`s aber ab da draußen. Für die Adventsmärkte und ihre Besucher tut es mir leid.
Mir schmeckt mein Tee doppelt so gut, während die Regentropfen gegen die Scheiben platschen.
Es macht halt doch Spaß, vom Wetter zu schreiben ... hihi. 
Mal ein etwas anderer Adventssonntag. Bei mir sowieso. Zum Mittagessen gab es Spiegelei auf Brot, und Wäsche hab ich auch schon gewaschen und eben aufgehangen. Mini-Wäsche. Als würde ich Puppenkleidung aufhängen ... sooo süß.
Doch, es geht mir gut ... ;-)

Morgentau 09.12.2018, 14.38| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Adventswarten

Es ist das ganze Leben
Für den, der Jesus kennt,
ein stetes, stilles Warten
auf seligen Advent.

Er kommt, heißt unser Glaube,
er kommt, heißt unser Trost,
wir hoffen in der Stille
und wenn das Wetter tost.

Wir schauen auf im Kampfe,
wir seufzen oft im Dienst:
Ach, daß du kämst, Herr Jesu,
ach, daß du bald erschienst!


Hedwig von Redern



Morgentau 09.12.2018, 12.13| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Lückenlos

ist unser Leben geworden. Dass sich alle wundern, wie schnell die Zeit vergeht, erklärt sich für mich nur so. Die meisten haben keine Lücken mehr … keine Phasen der Ruhe, in der sie mal Zeit zum Nachdenken und Träumen haben. Sie haben nie das Gefühl, dass alles erledigt ist. Immer gibt es etwas zu tun, denn der Möglichkeiten sind unbeschreiblich viele. Und sei es auch nur, nachzuschauen, wer geschrieben hat oder welche Neuigkeiten es gibt.




Ich wüsste zu gern, über was ich mich früher auf dem Schulweg mit meiner Schulkameradin unterhalten habe. Leider hab ich daran so gar keine Erinnerungen. Aber über irgendwas müssen wir gesprochen haben, schließlich liefen wir 3 km nebeneinander her. Ohne Smartphone.

Oder mit den anderen in den Pausen. Einen Fernseher kauften meine Eltern erst, als ich 12 war.

Für mich gab es also nur meine Helden aus den Büchern … und gottseidank schon damals meine Träume. Hab ich deshalb so viel Fantasie, weil ich so unendlich viel Zeit zum Nachdenken hatte als Kind?




Klar wollte ich mich auch beschäftigen und nicht nur herumlungern. Und ich hatte auch kein Problem damit, denn der Möglichkeiten gab es damals genau so viele, nur eben andere.

Und doch hatte ich nie das Gefühl, etwas zu versäumen. Ich konnte auch ruhige Momente genießen, etwas beobachten, meinen Gedanken nachgehen, träumen.

Zum Glück habe ich das nicht verlernt … und ich tu alles dafür, dass das so bleibt. Dazu gehört auch, mich nicht immerzu verführen zu lassen, was manchmal nicht leicht ist. Nicht zum Sklaven der Moderne machen lassen …




Natürlich machen die neuen Möglichkeiten auch viel Spaß und bringen auch Vorteile und Erleichterungen im Leben, vor allem auch für das Seelenheil. Der Austausch ist toll und ich möchte ihn auch nicht mehr missen. Man muss halt echt nur aufpassen und wissen, wo die Grenzen sind.

Bla … bla, ich hör schon auf zu labern. Wollte halt nur mal paar Gedanken loswerden, die sich nicht auf das Wetter beziehen … lach.

Morgentau 09.12.2018, 09.20| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Ganz schön stürmisch

draußen. Bin froh, dass ich nicht mehr raus muss heute … und am Wochenende auch nicht unbedingt. Aber meine Kinder haben morgen Abend Weihnachtsfeier. Ausgerechnet in der Nacht soll es besonders arg stürmen. Da mag ich den Gedanken gar nicht, dass sie unterwegs sind.

Hoffentlich kommt es nicht so arg, wie angekündigt.

Regen und ein kleines Stürmchen kann für gemütliche Stimmung sorgen, aber wenn es gefährlich wird, hört der Spaß auf.




Wie ich gehört habe, ging es einigen so in der vergangenen Nacht. Da lag also doch was in der Nachtluft, dass an Schlaf nicht zu denken war. Seltsamerweise bin ich noch immer nicht müde.

Hab mir grad bissel Musik auf meinen alten mp3-Player gespielt. Ja, er ist schon sooo „alt“, aber mir immer noch der liebste. Er hat einfach einen wunderbaren Sound, da kommen all die neumodischen Sachen nicht mit. Kapier auch nicht, warum etwas ständig verändert werden muss, was eigentlich super war. Wie meine olle Diggi. Auch die ist unübertroffen für mich, und deshalb bleiben wir Freunde, so lange wir leben.




Was habt ihr für Pläne für das Wochenende, oder macht ihr es euch auch im warmen Stübchen gemütlich? Ich bin froh, dass mal nichts auf dem Programm steht, so schön es auch immer ist. Dann kann ich mich ganz chillig meinen Weihnachtsvorbereitungen widmen. 

So mag ich es.

Und sicher schau ich auch hier mal vorbei …

Ich wünsch euch noch einen schönen Abend!

Morgentau 07.12.2018, 17.16| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Eine kurze Nacht

war das mal wieder, als hätte ich gestern Abend drei Tassen Kaffee getrunken. Ich war einfach nicht müde und wurde es auch nicht. Trotzdem bin ich irgendwann gegen halb Vier eingeschlafen. Wenigstens zwei einhalb Stunden Schlaf. Kann ja morgen und übermorgen ausschlafen, falls Bedarf vorhanden ist. Schon komisch manchmal. An was das wohl liegt? … frag ich mich nicht mehr.

Es ist halt so. Gibt ja so einiges, was wir wohl oder übel hinnehmen müssen, weil das ewige Rätselraten oder die Antworten darauf auch nicht wirklich was ändern. Und manches, das auf den ersten Blick übel erscheint, stellt sich an anderer Stelle als gut heraus. Also versuche ich, alles als das zu sehen, was für mich die beste Erklärung wäre, … dass es irgendwo schon Sinn macht.

Sagen wir, ich will es mal glauben … hihi.




Der Kaffee ist jedenfalls wieder sehr stimulierend, wie ihr an meinem seltsamen Schreibfluss erkennen könnt. Macht aber irgendwie Spaß grad … und übertüncht den Gedanken, gleich in die Dunkelheit raus zu müssen.


„Während du schliefst“ hab ich neulich mal wieder gesehen. Was für ein liebenswerter, schöner Film. So sanft, so nett … so retro. Mir fehlen solche Filme. Diese einfach gestrickten mit einer Handlung, die der Seele einfach gut tut. Ohne grobe Worte, ohne all dieses Extreme und Sinnfreie, das reingepackt wird, damit so viele wie möglich schauen. Filme, die trotzdem eine Botschaft haben und unterhaltsam sind … ach ja.

Morgentau 07.12.2018, 07.39| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Ich mag es

an Abenden wie diesen aus dem Fenster zu schauen. Das Licht im Raum gelöscht, so dass mich niemand sehen kann.

Die Nacht hat etwas Friedliches, auch Beschützendes, wenn nur noch die Laternen den Weg beleuchten und überall Ruhe einkehrt.

Der Wind drückt mir ein paar Regentropfen ins Gesicht, während mein Bauch die Wärme der Heizung genießt.

Die Wolken ziehen schnell vorbei. Ich kann sie sehen, da sie vom Licht der Stadt angestrahlt werden. Schön, ihnen eine Weile zuzuschauen, den Wind und die Tropfen im Gesicht zu spüren ...




Es hat so etwas Geheimnisvolles, dem schaurigen Gesang zu lauschen, der durch das Geäst der Bäume heult. Ob sie die Dunkelheit ebenso genießen wie ich? Das Gefühl, von niemandem beobachtet zu werden … einfach da zu sein … zwischen Wind und Regen … als wären sie meine Brüder … und zu verstehen, was sie mir erzählen …



Morgentau 03.12.2018, 20.05| (10/10) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Nun beginnt sie bald

die Adventszeit. Viele Advents- und Weihnachtsmärkte öffnen in diesen Tagen und warten auf die vielen Gäste, die sich vergnügt in das Getümmel stürzen.

Rostbratwürsteln, Schupfnudeln, Zuckerwatte, Bratäpfel, Glühwein und was es halt so alles gibt, werden zuhauf verdrückt, während dem großen beleuchteten Tannenbaum ganz schwindlig wird so mitten drin in dem Geschehen.




Was mich anbelangt, so liebe ich mehr die kleinen, beschaulichen Märkte auf dem Dorf oder kleinen Burganlagen … zwischen alten Gemäuern und dieser besonderen Atmosphäre, die an alte Zeiten erinnert. Kleine Marktbuden mit schöner Handwerkskunst und allerlei anderen handgefertigten Dingen, ein Stand mit frischem Brot und Sauerteigfladen aus dem Backofen … umsäumt von dezent beleuchtetem Tannengrün und einem kleinen Bäumchen in der Mitte, das gefällt mir sehr.




Wenn dann noch eine kleine Blaskapelle weihnachtliche Musik spielt und so dem Ganzen einen gemütlichen Rahmen gibt, bin auch ich in Adventsstimmung. 

Dann macht es auch nichts, wenn der Schnee fehlt, mit dem alles noch verzauberter wäre.



Bei uns blieb der für heute angekündigte Schneefall aus, aber es kamen uns einige Autos mit weißen Dächern entgegen.

Aber keine Sorge, ihr Autofahrer, es wird wieder milder.


Viel erkennt man leider nicht auf den Fotos, aber dieses sanfte, stimmungsvolle Licht ist genau das, was für Wärme im Herzen sorgt.



Auf Arbeit sind wir ziemlich ausgedünnt, viele sind krank. Auffallend ist, wie hartnäckig diese Erkrankungen mit den Bronchien sind. Manche kriegen den Schleim und Husten einfach nicht los, über Wochen nicht. Das ist belastend und irgendwo auch erschreckend, und alle, die es zum Glück noch nicht erwischt hat, denken sich und hoffen, dass der Kelch an ihnen vorbei gehen möge. Ja, ich gehöre dazu. Die Gefahr ist groß, sich irgendwas zu holen, vor allem in Bus und Bahn.

Hoffen wir, dass alles gut geht.




Vom Gartenmarkt hab ich mir wieder einen Topf mit Christrosen mitgebracht. Ich freu mich darauf, ihm noch einen weihnachtlichen Touch zu verpassen … mit rotem Band und kleinen Christbaumkugeln. Auch möchte ich noch ein weiteres Gesteck für draußen zusammenstellen.

Thuja, Tanne, Buchs und Moos hab ich im Garten … eine Kerze dazu, vielleicht etwas Engelshaar oder Hagebuttenzweige … ich freu mich darauf. Anregungen gab es genug in meiner Lieblingszeitschrift. Es wird …




Da ich mich vermutlich erst in einer Woche wieder melde, wünsche ich euch bis dahin eine gute Zeit und schon heute einen gemütlichen, stillen 1. Advent!

Morgentau 27.11.2018, 17.30| (13/13) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Eisig kalt

war es heute. Ich glaube gefühlt so Minus 10 Grad. Der Reif auf Dächern und Wiesen hielt sich hartnäckig und die Sonne ebenso zurück.

Wie haben es die Menschen früher ausgehalten, bei so einem Wetter in ihren oft bitterkalten Behausungen, in denen oft nur ein Raum beheizt wurde, in dem man sich dann aufgehalten oder sogar mit anderen getroffen hat, um gemeinsam zu singen oder Handarbeiten zu erledigen?

Ich erinnere mich … im Erzgebirge hieß es dann „Ruck mer nazamm“ … was soviel heißt wie „Rücken wir zusammen“ …




Aber auch, was meine Mutter aus ihrer Kindheit in dem Zusammenhang erzählte, hat mich allein schon von der Vorstellung her erzittern lassen.

Wie gut es uns da jetzt geht, bei Kälte nicht frieren zu müssen. Im Gegenteil, wir können es so richtig genießen, wenn wir fröstelnd von draußen herein kommen und von wohliger Wärme empfangen werden. Das sind alles so Dinge, für die ich immer wieder dankbar bin. Das wird niemals selbstverständlich für mich.




Ich brauche Wärme, bin auch kein Wintersportler. Allenfalls ein schöner Winterspaziergang kann mich reizen, eben weil ich weiß, wie schön es danach im warmen Stübchen bei einer Tasse Tee sein wird. Vor allem natürlich in der Vorweihnachtszeit.




Habt ihr schon nach Geschenken Ausschau gehalten oder habt ihr diese Tradition abgeschafft?

Einfach ist es wirklich nicht, so haben auch wir innerhalb der Familie schon oft beschlossen, uns „nur noch“ Zeit zu schenken. Aber bisher konnten wir dieses Vorhaben nie in die Tat umsetzen. Plötzlich entdeckt man halt doch dies und das, was dem oder jenen gefallen könnte. Nicht lange überlegt und schon lag es im Einkaufskorb.




Ob es wirklich immer den Nerv des Beschenkten getroffen hat, werden wir wohl niemals erfahren. Vermutlich nicht, denn wenn ich an mich selbst denke und daran, wie oft ein Geschenk meiner Eltern für immer im Schrank verschwand, weil mein Geschmack halt doch etwas von dem ihren abhob, dann ist davon auszugehen, dass das öfter der Fall ist.




Was soll`s … die Spannung und Vorfreude, die war jedenfalls immer echt und gehörte einfach dazu zur Weihnachtszeit … zu Heiligabend. Und die Erinnerungen daran geben mir das gute Gefühl, dass es schön und richtig so war.


Ich freu mich darauf und auf all das, was dazugehört. Und ich möchte sie meiner Familie und mir bewahren ... diese Vorfreude.

So viele Gefühle sterben aus. Der wunderbare Zauber von einst erlischt ... erstickt am Übermaß und wir ersticken mit.

Das dürfen wir nicht zulassen. Jeder hat es selbst in der Hand, ein kleines Stück Kindheit zu retten. 



Ein lieber Gruß euch allen!

Morgentau 21.11.2018, 20.04| (15/15) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Das Leben

ist so schön … so schwer … so anstrengend. Vollgepackt mit Gefühlen. So voll, dass ich oftmals nicht zum Luftholen komme. Ich kann halt nur ganz oder gar nicht. Freud wie Leid empfinde ich extrem. Ihr wisst das ja schon.

Mein Herz wünschte sich auch manchmal, mein Gehirn würde weniger intensiv wahrnehmen und nicht alle Signale, die es empfängt, in dieser Stromstärke weiterleiten. Mal ein Weilchen ganz normal schlagen, das wäre einfach entspannender und bestimmt auch gesünder. Seufz.




Es geht nicht.

Dass ich mich noch einmal so sehr verlieben könnte, hätte ich auch nicht für möglich gehalten.

Aber mein Herz brennt für den kleinen jungen Mann, das ist unglaublich.

Er ist aber auch ein Sonnenschein. Ob er lacht, brabbelt oder motzt, ich kann nicht genug davon bekommen.

Unglaublich, wie schnell sich so ein Menschlein entwickelt. Bei den eigenen Kindern hab ich das glaub gar nicht so wahrgenommen.

Nun isst er schon Brei und kann das Köpfchen halten. Er ist an allem interessiert.


Interessiert bin ich auch, aber manchmal sind es zu viele der Nachrichten, die man zu verkraften hat. Das ist sehr anstrengend. Dann wünschte ich mir diese fünf Tage in Tirol zurück … ohne jegliche Informationsquelle … einfach nur Natur pur und alles andere außen vor. Das tat so gut.



Aber all die Katastrophen auf der Welt … eine jagt die nächste und immer gibt es Bilder und Meinungen, das ist oft einfach zu viel. Aber die Augen davor verschließen, geht halt auch nicht so leicht.


Kein Wunder, dass der Kopf keine Ruhe gibt. Fast jeden Tag plagt er mich und Tabletten helfen nur eine kurze Zeit. Dazu dieser permanente Nebel hier. Und doch gab und gibt es auch ein paar schöne Stunden zwischendurch. Die konnte ich aufsammeln. Für die bin ich sehr dankbar.




Ach ja … jetzt hätte ich es bald vergessen, euch zu erzählen, wie es im Kino war.

Also der Film ist ein MUSS für alle Queen-Fans. Die Musik (in Dolby-Atmos) war wie erwartet grandios, die Story bewegend und die Darsteller überzeugend. Vor allem der Darsteller von Freddie … echt genial. Es hat sich wirklich gelohnt, diesen Film auf der großen Leinwand zu sehen … und natürlich auch wegen dieser unvergleichlichen Musik.




Diese Stunden, in denen die Welt noch in Ordnung ist … drinnen wie draußen, die geben mir immer wieder Kraft.




Nur mit dem Bloggen, das klappt derzeit irgendwie nicht mehr. Ich finde einfach nicht die Ruhe und Motivation, die ich dazu brauche. Ihr wisst … ganz oder gar nicht.

So wird es wohl auch weiterhin ruhig bleiben bzw. werden meine Einträge nicht mehr so regelmäßig zu finden sein. Aber vielleicht (bestimmt) geht diese Phase doch irgendwann zu Ende.




Heute werde ich den Garten sozusagen winterfest machen, denn die Kälte klopft an. Obwohl ich vorerst keinen großen Unterschied bemerken werde. Durch den Nebel war es hier schon die ganze Zeit recht frisch. Aber bald soll es auch Frost und vielleicht sogar Schnee geben.




Im Advent ist die Taufe von unserem kleinen Brabbler. Darauf freue ich mich schon. Die kleine Dorfkirche wird dezent dekoriert sein mit Kerzen und Tannengrün … das wird sicher sehr berührend und mein Herz wird wieder im Hals schlagen.




Ich melde mich wieder und werde berichten. Es wird nur wieder ein Weilchen dauern.

Vielleicht konnte ich euch ja mit diesem Eintrag ein wenig (ver)trösten.


Habt eine schöne Zeit bis zum nächsten Mal und bleibt gesund!



Morgentau 14.11.2018, 10.43| (23/23) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten