Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Vom Kommen und Gehen

Man kann den Frühling im Jahre nicht festhalten, aber man kann jung bleiben in der Seele bis an sein Ende, wenn man die Liebe lebendig erhält in seinem Herzen für die Menschen, die der Liebe würdig sind, und das Auge offen behält für das Schöne, Große, Gute und Wahre.


Fanny Lewald




Ja, leider ist es schon wieder soweit. Ist es nicht erst gestern gewesen, als ich voll Bange daran dachte? Daran, dass der Frühling so schnell wieder Abschied nimmt? Aber so ist es auch in diesem Jahr …




Seine Tage sind gezählt, die Ablöse steht schon bereit ... 

bzw. zeigt in manchen Regionen schon, wo der Hammer hängt. 

Und zwar auf keine höfliche Art und Weise.

Hoffen wir, dass er sein Temparament noch zügelt, meistens bringt auch er schöne Dinge mit, die unser Herz erfreuen.




Aber das Liebliche, Zarte, all das, was ich so ganz besonders liebe, das vermag uns der Sommer kaum zu geben. 

Er ist willensstark und unerschrocken, schießt gern über das Ziel hinaus und sorgt - wie bereits gesagt - nicht nur für freundliche Überraschungen. 

Deshalb liegt mir der Frühling wesentlich mehr am Herzen.



Aber ich mag seine Wärme, seine Ausdauer, seine Farben und die milden Abende.

Auch mit ihnen verbinde ich schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Deshalb will ich ihn auch nicht ganz madig machen ... ;-)




Der Abschied vom Frühling fällt mir dennoch jedes Jahr besonders schwer.

Es war so schön mit dir, du Lieber, von Herzen danke für all die wundervollen Gaben, die du uns geschenkt und den Trost, den du uns gespendet hast.



Ich werde nichts davon vergessen und freue mich jetzt schon auf deine Rückkehr im kommenden Jahr … und auf jedes Jahr, das ich noch hier sein werde. Auch deinetwegen.




Und nimm es dem Sommer nicht übel, dass er es schon wieder so eilig hat und dich am liebsten vor der Zeit vom Thron stoßen will. Er ist nun mal ein Heißsporn, du kennst ihn ja. Den ändern wir nicht mehr.




Lebe wohl, lieber Frühling, und danke für die zauberhaften Momente und Erinnerungen!




Mein Leben ist wie ein Spiel im Frühling. Ich will so leben, wie es mir gefällt: ich will mit euren steifen Sitten und matten Bräuchen nichts zu tun haben. Blau ist der Himmel, grün die Wiese und Flur, frisch die Quellen, heiter die Flüsse, und von herrlicher Gastlichkeit sind Sonne und Sterne. Ich will mein Spiel zu Ende spielen. 


Ralph Waldo Emerson



Morgentau 14.06.2019, 18.06| (6/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Nun geht auch

dieses lange Wochenende schon wieder zu Ende. 

Es regnet und gewittert leicht. Die Luft ist wunderbar. Schön, wenn Sturm und andere 

Unbilden ausbleiben. So kann man es genießen.




So schnell geht das immer, aber die Tage sind halt auch ausgefüllt. Arbeit im Garten, Liegengebliebenes, Vorbereitendes … all das will zunächst erledigt sein.




Und dann kommen ein paar schöne Stunden mit der lieben Familie … und wenn Wetter und Gesundheit mitspielen, auch draußen in der Natur. 

Heute hat der Wettergott in einigen Gegenden einen Strich durch diese Rechnung gemacht. 

Seine Handlungen sind halt unberechenbar.




Leider hatte es mich gestern aus dem Rennen genommen, so dass ich mich nicht lange bei meiner Tochter aufhalten konnte. Aber Schwiegersohn meinte, dass wir das bald nachholen würden.

So lag ich ein paar Stündchen flach, aber das Schlimmste scheint überstanden.

Ja, auch das Wohlbefinden ist unberechenbar ... es ist schon ein großes Glück, wenn alles stimmt.




Dennoch war ich sehr traurig, hatte ich mich doch so sehr darauf gefreut. Und wieviel Arbeit in den Vorbereitungen steckte, kann ich mir nur ausmalen. 

So ein Mist ... aber nicht mehr zu ändern. 




Ganz zu schweigen von meinem kleinen Enkelsohn, der nicht verstand, warum ihn die Omi dieses Mal nicht auf den Arm nehmen und abknuddeln wollte.




Das hängt mir alles noch schwer nach, aber bald schon werde ich zumindest das Knuddeln nachholen … aber sowas von.


Deshalb habe ich auch diesen Eintrag geschrieben, wollte einfach auf andere Gedanken kommen ...




Ich hoffe, bei euch ist alles im grünen Bereich und ihr konntet schöne, unbeschwerte Stunden verbringen.




Da ich keine aktuellen Fotos habe, zeige ich euch heute noch ein paar von einem unserer letzten Ausflüge in den frühen nebligen Morgenstunden.


Ich hatte hier schon einmal fotografiert. Ein wunderschönes Tal mit Kloster. Aber zu diesem Zeitpunkt ragte nur die Spitze vom Kloster Obermarchtal aus dem Nebel, wie ihr auf dem vierten Foto sehen könnt.


So sieht es dort aus, wenn sich der Nebel gelichtet hat ...

(wie gesagt ... im Vergleich zu Foto-Nr. 4!)




Damit wünsche ich euch alles Gute,

auf dass das Licht immer den Weg durch den Nebel finden möge ... 




... und eine schöne Woche!

Morgentau 10.06.2019, 20.04| (9/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Morgenstimmungen

sind einfach wunderbar, ich liebe sie. 

Allein schon die Stille ... der Geruch zu dieser Zeit, alles scheint mich zu tragen ...

meine Seele schwebt. Wie kostbar sind solche Momente ... 




Ganz besonders natürlich an solchen Tagen, wenn das Wetter so günstig ist, dass es dieses einmalig schöne Licht gibt.




Nach einer Regennacht  z. B. oder einem Gewitter am Vorabend.

Schon, wenn die Sonne noch hinter dem Horizont liegt, taucht sie den Himmel in wunderbare zarte Farben.




In den Tälern bildet sich dann meistens am Ende der Nacht etwas Nebel. Nur ganz sanfter Nebel … Nebelschwaden, die die Landschaft in Watte zu packen scheinen.




Dies zu erleben und zu genießen, ist nicht ganz einfach, denn so früh schon aufzustehen, damit man auch keinen Moment davon verpasst, kostet meistens enorme Überwindung. 

Das Verlangen, im Bett zu bleiben und selig weiterzuschlummern, 

muss man bezwingen können ... 




Aber es gibt so Tage, da lohnt es sich wirklich. Dann heißt es nur eins … raus aus dem Bett und hinaus in die Natur, sofern es nicht gerade an einem Arbeitstag ist ... 

was ja auch vorkommt. Nicht immer passt es so wunderbar.




Es gehört schon etwas Glück dazu.

Der Lohn für die Besiegung des inneren Schweinehundes sind solche Augenblicke …




die man einsaugen möchte. Die Landschaft in Gold getaucht.




Wenn sich dann der rote Ball aus seinem Nachtlager erhebt, schlägt mein Herz etwas schneller ...

Immer wieder faszinierend. Ich liebe diese Silhouetten, die plötzlich entstehen.




Leider vergehen diese Momente viel zu schnell, deshalb möchte man am liebsten an so vielen Orten zur gleichen Zeit sein, um es überall wahrnehmen und genießen zu können, was nur eben leider nicht möglich ist.




Aber ich sage mir dann immer … was soll`s, es gibt ganz sicher ein nächstes Mal ...



Habt einen schönen Tag!

Morgentau 05.06.2019, 06.52| (12/12) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Es war einmal

vor langer, langer Zeit. Noch bevor der erste Lichtstrahl auf die Erde fiel, begrüßten zarte, federleichte Vögelchen mit ihrem lieblichen Gesang den erwachenden Tag.
Neugierig blinzelte Frau Sonne über dem Hügel und berührte ihn dabei ganz sanft.



Auf den Wiesen begann langsam das Leben. Während sich Hummeln und Bienen auf ihren Morgenflug vorbereiteten, rüsteten sich Käfer und Ameisen für die gemeinsame Joggingrunde.
Alles geriet in Bewegung. Ein Krabbeln, Summen und Brummen begann ... und hunderte Tautropfen funkelten ein letztes Mal, bevor sie Frau Sonne genussvoll aufschlürfte.
Eine Köstlichkeit, die sie sich gern am Morgen gönnte, wie der Mensch seinen Kaffee.



Im Wald lüfteten Elfchen mit langen goldenen Haaren nach gründlicher Morgentoilette die Moosbettchen und befreiten sie von den Tannennadeln und Blättern, die in der Nacht von den Bäumen gefallen waren.
Herr Hirschkäfer kam von seinem ersten Waldlauf zurück und eine kleine Gruppe von Waldameisen bereitete sich auf den Weg zur Waldschule vor. 



Auf den Weiden sammelten sich inzwischen die Kühe … und die Menschen schnürten ihren Rucksack für ihre Wanderungen. 




Der Himmel sang seine Lieblingsmelodie, während sich sein Blau in den Seen und Flüssen spiegelte. Bäume, Sträucher und Blümchen räkelten und streckten sich der Sonne entgegen.



Der Tag war so wunderschön, dass alle Menschen und Tiere gute Laune hatten und keiner dem anderen ein Leid zufügte.



Das freute auch Frau Sonne so sehr, dass ihre Strahlen selbst am Abend noch mit der gleichen Freundlichkeit und Leidenschaft leuchteten, wie sie es schon den ganzen Tag getan hatten. Irgendwie schien sie nicht müde zu werden.



Ja, glaubt es nur, an diesem Tag war es so. Oder war es doch nur ein Märchen?

Morgentau 29.05.2019, 19.25| (12/12) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Wie jedes Jahr zu dieser Zeit

komme ich mit dem Berichten gar nicht hinterher. Die Tage sind einfach so ausgefüllt, dass ich oft nicht mehr weiß, wie ich meine Prios setzen soll. Oft kommen neue Fotos hinzu, obwohl ich die anderen noch gar nicht alle gezeigt habe, wie ich es eigentlich vorhatte. Meine Ordner sind voll von ungezeigten Fotos. Mit einigen kann ich die Lücken in fotoarmen Zeiten füllen, andere bleiben leider vergessen. Das ist schade, aber es geht halt nicht anders.




Auch am vergangenen Wochenende verbrachten wir ein paar schöne Stunden in der Natur.

Zunächst ging es ins Allgäu zum Hopfensee …




Zuletzt waren wir dort im Januar ... vielleicht erinnert sich der eine oder andere.

Dieses Mal folgten wir einem ausgeschriebenen schönen Wanderweg, der über einen herrlichen Aussichtspunkt …




Richtung Forggensee führte. Es war kein Traumwetter, aber schön genug, um die Aussicht von dort genießen zu können.

Ich liebe solche Wege. Das tut den Augen sooo gut ... und der Seele natürlich auch.




Auf den Wiesen unzählige Pusteblumen … so schön.




Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir vergangenes Jahr am Forggensee waren, als er kaum Wasser hatte. Dieses Jahr ist alles wieder gefüllt. Der Vergleich war wirklich interessant.




Eigentlich waren Gewitter gemeldet, aber wir hatten Glück, denn die kamen zumindest an diesem Ort erst, als wir schon wieder Zuhause waren.



Morgentau 28.05.2019, 18.06| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte