Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Wo ist nur die Zeit hin

dachte ich heute wiedermal so bei mir, als ich ein paar Dinge in den Schrank räumte, die ich meinen Enkeln zu Weihnachten schenken möchte.
War es nicht erst gestern, dass ich das Gleiche tat? Eben noch hielt ich doch das dicke Naturlexikon für Alexandra in den Händen. Soll das wirklich schon wieder ein Jahr her sein?

Manchmal wird mir regelrecht schwindlig bei der Geschwindigkeit, mit der die Zeit vergeht. Auch an bestimmten Ereignissen und Jahrestagen wird einem das meistens so richtig bewusst. Wie neulich, als in der Zeitung stand, dass unser Stadthaus nun schon das 20-jährige feiert. Manno ... 20 Jahre. Ich weiß noch, wie umstritten der Bau damals war,
wie teilweise gespöttelt wurde. Das soll schon 20 Jahre her sein? Ich fass es nicht.
Damals war ich so alt wie meine jüngste Tochter heute.

Es kann einem manchmal Angst und Bange werden. Ich hab auch so gar keinen Plan bzw. Vorstellung davon, wie meine Zukunft aussehen könnte. Nochmal 20 Jahre und ich ...
Neee, ich lass einfach alles auf mich zukommen. Der da oben oder wer auch immer wirds schon richten. Schließlich hat er jetzt meinen besten Vertreter an seiner Seite ... ;-)

Morgentau 15.11.2013, 17.26 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Abreise

Ich halte seine Hand,
will ihn noch nicht loslassen,
und weiß doch,
dass der Abschied unausweichlich ist.

"Bleib noch ein Weilchen bei uns",
fleh ich ihn an,
und vermisse ihn jetzt schon.

Müde schaut er Richtung Tür.

"Öffne sie nicht ...
weiß ich doch, wer davor steht".


(C) Morgentau


Morgentau 13.11.2013, 18.58 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Wenn ich daran denke,

dass es eine Zeit gab, an dem ich meine Kinder schon um 6.00 Uhr in der Früh in der Kinderkrippe abgeben musste, kann ich mir das jetzt - am zeitigen, kalten, dunklen Morgen - so gar nicht mehr richtig vorstellen. Ich weiß nur noch, dass ich im Rathaus - wo ich damals gearbeitet habe - am Schreibtisch oftmals schier eingeschlafen wäre, weil es um diese Zeit noch so still und ich die einzige im Büro war. Ein Glück, dass manchmal der Hausmeister vorbeikam, der sich zu dieser Zeit um die Heizung kümmern musste, damit wir es schön warm haben. Manno, das waren noch Zeiten ...

Guten Morgen ... habt einen schönen Tag!

Morgentau 12.11.2013, 06.48 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Zuviel

Eigentlich wollte ich noch in den Suma, weil ich dies und jenes noch brauchen könnte.
Ja ... könnte. Genau darauf kommt es an. Ich muss es nicht haben.
Angesichts des Sturmes da draußen und der Tatsache, dass es ein ganzes Stück zu laufen ist, hab ich in meinen Fächern nachgesehen, ob ich nicht vielleicht doch aus dem, das dort bereits lagert, was zaubern kann. Die Antwort war schnell gefunden: Ich kann.

Manchmal hab ich so genug von dem Genug. Dieser Überfluss, diese Verlockungen, denen man selbst so oft erlegen ist und viel zu schnell nachgibt, dafür hasse ich mich manchmal selbst.
Müssen es denn immer soviel Sorten Wurst, Käse, Häppchen und Döschen, ein helles und ein dunkles Brot, vielleicht auch noch eins mit Körnern, grüne und saure Gurken, kleine und große Tomaten ... und von diesen und jenen Spezialitäten ein Pröbchen sein?

Oft fühle ich mich so erdrückt von all diesem Überfluss ... von diesem viel Zuviel von allem. Nicht nur, was Lebensmittel anbelangt. Nein, mit allem anderen ist es ja genauso.
Schaut euch doch nur mal um in den Läden ... es ist der blanke Wahnsinn. Die Wohnung platzt doch schon aus allen Nähten ... bei wem nicht?
Wer um Himmels Willen soll das denn alles kaufen? Geräte in hunderten Ausführungen ... Klamotten, Bücher, Spielwaren, Sportartikel etc. etc. ... in einer Schwemme sondersgleichen. Ein wahrer Waren-Tsunami schwappt da über uns hinweg. Weihnachten lässt grüßen!

Aber auch dieser unbarmherzigen, gnaden-, rücksichts- und total würdelosen Informationsflut, diesem zunehmenden Dreck in der Unterhaltungsbranche hab ich manchmal einfach nichts entgegenzusetzen. Manchmal klappt es einfach nicht mit der Umlenkung auf das Schöne, Rücksichtsvolle und Sensible auf dieser Welt.
Manchmal ist einfach alles verschüttet. All diesen extremen Sinnes-Vergewaltigungen scheinen wir fast schutzlos ausgeliefert. Manchmal kotzt mich das so an.

Morgentau 02.11.2013, 11.46 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Manche Gedanken

sind verknotet, wie schlecht gebundene Schnürsenkel.
Was ich auch anstelle, sie lassen sich nicht lösen ... 

Morgentau 01.11.2013, 12.37 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Was bin ich froh,

ein warmes trockenes Heim zu haben. Einen Ort, der mir Wärme und Schutz gibt.
Einen Ort, an dem ich bestimmen kann, wem ich Zutritt gewähre und wem nicht.

Hier habe ich das Sagen. Hier kann ich reden und singen, was ich mag. Hier laufen die Filme, die ich liebe, und Nachrichten nur dann, wenn ich bereit dazu bin.
Hier hör ich MEINE Musik in MEINER Lautstärke ... und aus der Küche dringen keine fremden Gerüche.

Hier ist der Treffpunkt für die Menschen, die ich liebe. Hier darf ich für sie kochen und sie verwöhnen, mit ihnen lachen und mein Innerstes nach außen kehren.

Hierher kann ich jederzeit flüchten, wenn mir die Welt da draußen zu laut wird.
Hier finde ich meine Ruhe ... und kann meinen Tränen ihren Lauf lassen.
ER ist immer noch hier.

Und ich kann auch mittags noch im Schlafanzug herumlaufen oder morgens um halb Drei einen Kuchen backen.

Hier warten meine Katzen ... und meine Hausschuhe auf mich!

Ich liebe es.

Morgentau 31.10.2013, 12.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Ich hoffe,

die Ärztin hat das richtige Serum gespritzt. Mann muss den Ärzten vertrauen, dabei liest man so viele Horrorgeschichten, dass man sich nicht wundern muss, wenn man alles mit Skepsis betrachtet. Seit 30 Jahren hatte ich keine Impfung mehr. Das hätte wahrlich auch schief gehen können, aber ich hab da echt nie dran gedacht. Nun bin ich wieder gegen Tetanus geimpft und kann bedenkenlos in meiner Gartenerde buddeln.


Morgentau 30.10.2013, 15.58 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Vermischte Seelen

Es gab eine Zeit, da konnte ich es mir absolut nicht vorstellen, mir noch einen Blog zuzulegen. "Wozu denn auch", dachte ich damals.
Dann kam der große Schnitt in meinem Leben, der so vieles veränderte. Auch meine Art, hier im Netz zu schreiben. Privates wollte ich nicht mehr preisgeben, meine Gefühle in diesem Bereich für mich behalten. Vor die "sonnigen Seiten" schob sich nun eine dicke Nebelschicht, die nur ab und an mal einen Strahl durchblitzen liess.

In meinem Leben veränderte sich sehr viel. Meine Liebe zur Natur wurde mehr und mehr zur Kraft im Kampf gegen den Seelenschmerz. Sie sorgte dafür, dass eines Tages wieder Blut durch meine Adern floss und ich spürte, dass ich nicht mit gestorben war ... nicht ganz.
Aber so weit wollte ich gar nicht ausschweifen.

Mein Blog erwachte zu neuem Leben ... die Waldameise ward geboren.
Es machte mir wieder Freude, über meine Begegnungen in der Natur zu berichten.
Und doch war es irgendwann und irgendwie nicht erfüllend für mich, nur von diesen Dingen zu schreiben, denn das Leben besteht nun mal nicht nur aus Wildblumenwiesen und Schäfchenwolken.
So weckte ich Frau Morgentau, damit sie all ihre spontanen Gedanken los werden könnte ... bei Bedarf.

Aber es passierte, was passieren musste ... die Waldameise in mir demonstrierte ihre Stärke und drängte Frau Morgentau zurück. Ja, sie wollte auch hier das große Sagen haben ... und hatte es letztendlich auch.
Eine ganze Weile schaute sich das Frau Morgentau mit an und liess sie gewähren, ... bis sie es eines Tages satt hatte. Sie verpasste der Waldameise einen Zweitblog ... einen Platz, an dem sie ihre stillen Momente haben und ausleben könnte.

Jetzt ist die Waldameise glücklich. Dieser stille Platz, an dem nur geflüstert werden darf, den hatte sie sich imgrunde schon sooo lange gewünscht.

Oder ist es gar nicht die Waldameise, die sich an dem "stillen Plätzchen" niedergelassen hat? Ist es nicht vielmehr ein Schnecklein, das dort ganz leise und gemächlich ihre fast unsichtbaren Spuren hinterlässt ... ???

Nein, nicht nur zwei Seelen wohnen ... ach, in meiner Brust.
Ja, es gibt die Dominante, ... die leise, zurückhaltende, in sich gekehrte Seele, die soviel Ruhe braucht und ihre Sinne so gern in der Natur ausleben lässt, ja, aber es gibt auch die Interessierte und Begierige, die noch so viel wissen und ausprobieren möchte, oder die Nachdenkliche, die sich über so viele Dinge den Kopf zerbricht und nach Antworten sucht, ... und nicht zu vergessen ... die Lustige mit dem Schalk im Nacken, die das Kind in mir am Leben erhält, ... und war da nicht auch noch die geheimnisvolle Seele, die ... psssst ...

ob es bei drei Blogs bleibt ???

(Hihi, das muss hier keiner verstehen. Ich versteh es ja selbst nicht, wundere mich nur manchmal über mich und die offenbar zahlreichen Seelen in mir ... ;-)

Nein, es wird ganz sicher keinen weiteren Blog geben. Da müssen sie sich schon irgendwie einigen, die Seelen untereinander.

Morgentau 20.10.2013, 19.02 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Unglaublich

wie sich ringsherum alles zu stapeln scheint, wenn man mal zweidreiviertel Tage außer Gefecht gesetzt war. Oder kommt es mir nur so vor?
Ich bin ja an sich ein Mensch, der zwischenrein immer genügend Luft zum atmen braucht, sonst geht gar nichts mehr. Allenfalls auf Arbeit, da hab ich es gern, wenn es ordentlich zu tun gibt und ich das möglichst zügig abarbeiten kann. Da mag und brauch ich Pausen eher weniger, weil ich mich erst richtig wohl fühle, wenn alles seine Ordnung hat und erledigt ist. Ein wenig Stress finde ich hier sogar sehr positiv, was sicher auch daran liegt, dass ich meine Arbeit wirklich sehr mag.

Aber privat stresse ich mich ungern. Was heute nicht ist, wird halt morgen. Aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass ich mir da selbst was vormache ...
Ich weiß gar nicht, wo anfangen. Dies und jenes wollte ich noch machen, sollte ich noch machen. Dabei geht es schon wieder auf Mittag zu ... Hiiiiiilfeeee!

Morgentau 20.10.2013, 11.05 | PL

Augenblick

Das ist das Rührende und Schöne im Menschen,

daß Sehnsucht nach Erwünschtem und nach Verlorenem ihn immer bewahrt,

ausschließlich an dem Augenblick zu haften.


Wilhelm von Humboldt


Morgentau 01.10.2013, 19.11 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL