Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Ich hoffe,

die Ärztin hat das richtige Serum gespritzt. Mann muss den Ärzten vertrauen, dabei liest man so viele Horrorgeschichten, dass man sich nicht wundern muss, wenn man alles mit Skepsis betrachtet. Seit 30 Jahren hatte ich keine Impfung mehr. Das hätte wahrlich auch schief gehen können, aber ich hab da echt nie dran gedacht. Nun bin ich wieder gegen Tetanus geimpft und kann bedenkenlos in meiner Gartenerde buddeln.


Morgentau 30.10.2013, 15.58 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Vermischte Seelen

Es gab eine Zeit, da konnte ich es mir absolut nicht vorstellen, mir noch einen Blog zuzulegen. "Wozu denn auch", dachte ich damals.
Dann kam der große Schnitt in meinem Leben, der so vieles veränderte. Auch meine Art, hier im Netz zu schreiben. Privates wollte ich nicht mehr preisgeben, meine Gefühle in diesem Bereich für mich behalten. Vor die "sonnigen Seiten" schob sich nun eine dicke Nebelschicht, die nur ab und an mal einen Strahl durchblitzen liess.

In meinem Leben veränderte sich sehr viel. Meine Liebe zur Natur wurde mehr und mehr zur Kraft im Kampf gegen den Seelenschmerz. Sie sorgte dafür, dass eines Tages wieder Blut durch meine Adern floss und ich spürte, dass ich nicht mit gestorben war ... nicht ganz.
Aber so weit wollte ich gar nicht ausschweifen.

Mein Blog erwachte zu neuem Leben ... die Waldameise ward geboren.
Es machte mir wieder Freude, über meine Begegnungen in der Natur zu berichten.
Und doch war es irgendwann und irgendwie nicht erfüllend für mich, nur von diesen Dingen zu schreiben, denn das Leben besteht nun mal nicht nur aus Wildblumenwiesen und Schäfchenwolken.
So weckte ich Frau Morgentau, damit sie all ihre spontanen Gedanken los werden könnte ... bei Bedarf.

Aber es passierte, was passieren musste ... die Waldameise in mir demonstrierte ihre Stärke und drängte Frau Morgentau zurück. Ja, sie wollte auch hier das große Sagen haben ... und hatte es letztendlich auch.
Eine ganze Weile schaute sich das Frau Morgentau mit an und liess sie gewähren, ... bis sie es eines Tages satt hatte. Sie verpasste der Waldameise einen Zweitblog ... einen Platz, an dem sie ihre stillen Momente haben und ausleben könnte.

Jetzt ist die Waldameise glücklich. Dieser stille Platz, an dem nur geflüstert werden darf, den hatte sie sich imgrunde schon sooo lange gewünscht.

Oder ist es gar nicht die Waldameise, die sich an dem "stillen Plätzchen" niedergelassen hat? Ist es nicht vielmehr ein Schnecklein, das dort ganz leise und gemächlich ihre fast unsichtbaren Spuren hinterlässt ... ???

Nein, nicht nur zwei Seelen wohnen ... ach, in meiner Brust.
Ja, es gibt die Dominante, ... die leise, zurückhaltende, in sich gekehrte Seele, die soviel Ruhe braucht und ihre Sinne so gern in der Natur ausleben lässt, ja, aber es gibt auch die Interessierte und Begierige, die noch so viel wissen und ausprobieren möchte, oder die Nachdenkliche, die sich über so viele Dinge den Kopf zerbricht und nach Antworten sucht, ... und nicht zu vergessen ... die Lustige mit dem Schalk im Nacken, die das Kind in mir am Leben erhält, ... und war da nicht auch noch die geheimnisvolle Seele, die ... psssst ...

ob es bei drei Blogs bleibt ???

(Hihi, das muss hier keiner verstehen. Ich versteh es ja selbst nicht, wundere mich nur manchmal über mich und die offenbar zahlreichen Seelen in mir ... ;-)

Nein, es wird ganz sicher keinen weiteren Blog geben. Da müssen sie sich schon irgendwie einigen, die Seelen untereinander.

Morgentau 20.10.2013, 19.02 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Unglaublich

wie sich ringsherum alles zu stapeln scheint, wenn man mal zweidreiviertel Tage außer Gefecht gesetzt war. Oder kommt es mir nur so vor?
Ich bin ja an sich ein Mensch, der zwischenrein immer genügend Luft zum atmen braucht, sonst geht gar nichts mehr. Allenfalls auf Arbeit, da hab ich es gern, wenn es ordentlich zu tun gibt und ich das möglichst zügig abarbeiten kann. Da mag und brauch ich Pausen eher weniger, weil ich mich erst richtig wohl fühle, wenn alles seine Ordnung hat und erledigt ist. Ein wenig Stress finde ich hier sogar sehr positiv, was sicher auch daran liegt, dass ich meine Arbeit wirklich sehr mag.

Aber privat stresse ich mich ungern. Was heute nicht ist, wird halt morgen. Aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass ich mir da selbst was vormache ...
Ich weiß gar nicht, wo anfangen. Dies und jenes wollte ich noch machen, sollte ich noch machen. Dabei geht es schon wieder auf Mittag zu ... Hiiiiiilfeeee!

Morgentau 20.10.2013, 11.05 | PL

Augenblick

Das ist das Rührende und Schöne im Menschen,

daß Sehnsucht nach Erwünschtem und nach Verlorenem ihn immer bewahrt,

ausschließlich an dem Augenblick zu haften.


Wilhelm von Humboldt


Morgentau 01.10.2013, 19.11 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Drei Blätter hat er noch

der Kalender, wenn ich in wenigen Tagen die September-Seite nach hinten klappe.
Seit mein lieber Mann nicht mehr bei mir ist, habe ich viel Zeit zum Nachdenken.
Für stille Momente habe ich genügend Raum. Seit ich so heftig zu spüren bekam, wie schnell das Leben vorbei sein kann, gebe ich mir große Mühe, das Leben bewusster wahrzunehmen. Vorallem sind meine Prioritäten ganz anders verteilt. Ich genieße jeden "freien" Moment draußen in der Natur oder für die Dinge, die mir Freude machen.

Ich nehme mir Zeit für Musik, wenn mir danach ist, für meine anderen Hobbys - das Schreiben und Fotografieren z.B. - und lass dafür anderen Dingen ihren natürlichen Lauf.
Ich genieße bewusst. Oberflächlichkeit ist so sinnlos. Quantität zerstört die Qualität.
Was nützt es, wenn ich "soviel wie möglich" von allem mitnehme und vor lauter Eile, dass dabei ja nichts durch die Lappen geht, die Perlen am Wegesrand des Lebens übersehe?
Für all das wahrhaft Schöne, für das man sich Zeit nehmen muss, wenn man es wirklich erfassen will.
Wie bei einem Stück feinster Schokolade, das man auf der Zunge zergehen lässt.
Kein Mensch würde stattdessen lieber eine Schoko-Pille nehmen und runterschlucken.



Viele Menschen haben auf ihrer Jagd nach dem nächsten Kick den Blick und den Sinn verloren für dieses bewusste Wahrnehmen ... für das wirklich Schöne.
Es ist so schwer in unserer heutigen Zeit, den Versuchungen zu widerstehen. Zu verlockend und ausgeklügelt sind die Tricks, auf die wir reinfallen. Ich nehme mich da nicht aus. Auch ich habe Augen und Träume. Aber ich lerne, zu widerstehen.

Die Menschen haben viel mehr, als sie zum Leben brauchen, und doch fehlt ihnen oft das Wesentlichste. Dankbarkeit ... Besinnung ... Zurückhaltung ... Genügsamkeit ... Mitgefühl ... ja, manchem sogar das Herz.
Das Schlimme ist, dass es viele gar nicht merken. Von Zeit zu Zeit spüren sie diese innere tiefe Traurigkeit. Aber statt sich der Stimme in ihrem Innern einmal anzunehmen, statt in sich zu gehen und zu lauschen, was sie sagen will, verdrängen sie diese Gefühle und machen in diesem selbstzerstörerischem Rythmus weiter.

Ob wir nochmal die Chance bekommen, es anders zu machen? Vielleicht ... vielleicht auch nicht. Vielleicht ist das unsere einzige ... und vielleicht ist das nächste schon unser letztes Jahr. Wer weiß das schon ...

Morgentau 21.09.2013, 17.38 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Neue Lieder

Ein Seufzen geht durch Wald und Flur,
die Zeit des leisen Sterbens
hat eingesetzt. Die Sonnenuhr
verliert die ersten Scherben.

Die Sommermelodie verstummt,
verrauschende Akkorde.
Ein letzter Ton noch in uns summt,
der Wind spricht harte Worte.

Schwermut liegt auf dem Abschiedsgang,
die Wolken tragen Trauer.
Gespenstisch klingt der Wehgesang
im schalen Regenschauer.

Mystische Strahlen, die im Wald
durch Nebelbänke dringen,
stimmen uns froh, weil wir schon bald
die neuen Lieder singen.

(C) Morgentau


Morgentau 12.09.2013, 20.25 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Erinnerungen und die Hoffnung

... auch in diesem Herbst solche Augenblicke erleben und genießen zu dürfen ...


Morgentau 10.09.2013, 19.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Keine vier Monate

ist es her, als wir uns übermaß freuten, dass der Frühling endlich Einzug gehalten hatte.
Endlich drang überall zartes Grün durch die Erde und junge Knospen aus den frischen Trieben der Bäume. Wie glücklich begrüßten wir nun jeden Tag, der neues Leben brachte, nutzten jeden Sonnenstrahl der Blütezeit, um uns daran zu erfreuen ...



Die schönsten Tage lagen noch vor uns ... der Sommer noch ein ganzes Stück weit entfernt.
Als ich die Fotos anschaute und nachrechnete, dass das wirklich erst vier Monate her ist, konnte ich es fast nicht glauben. Wo ist nur die Zeit hin? Warum vergeht alles so schnell? Vorallem die schönen Momente.

Tja, es ist wohl nicht zu ändern. Ich kann nur immer wieder daran erinnern, die vielen kleinen Geschenke des Lebens nicht unbeachtet zu lassen, am Leben nicht vorbei zu laufen, Prioritäten zu setzen und ab und an daran zu denken, dass kein einziger Tag wiederholt werden kann ...

Morgentau 09.09.2013, 20.03 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Man müsste nochmal 26 sein ...

        ... seufz ;-)

Morgentau 08.09.2013, 14.55 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Sorbstwintling

Da ich den Kreislauf der Natur gern beobachte, ist mir in den letzten Tagen aufgefallen, wie sich die Jahreszeiten zu vermischen scheinen.
Plötzlich blühen wieder Frühlingsblümchen, die Wiese zieren ein paar Löwenzähnchen, und heute habe ich sogar gelesen, dass in einigen Regionen die Apfelblüte wieder eingesetzt hat. Daran sei das ruppige Unwetter im Sommer schuld, das den Bäumen ihre Äpfelchen weit vor der Reife abgerissen hat. Nun stehen die Bäumchen total unter Stress, weil sie meinen, die Blüte schnell nachholen zu müssen. Dabei ist garantiert, dass spätestens der erste Frost auch diesem Vorhaben wieder ein vorzeitiges Ende bereiten wird. Arme Apfelbäumchen ...

An anderen Bäumen hat die vorzeitige Färbung eingesetzt, vermutlich aufgrund der Trockenheit in diesem Sommer. Ich vermute leider auch, dass es gar nicht zu so einer schönen Färbung kommt dieses Jahr, wie wir das im vergangenen erleben durften.
Ja, alles scheint ein wenig durcheinander. Es geht halt auch den Jahreszeiten wie den Menschen ... ;-)


Morgentau 05.09.2013, 14.17 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL