Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
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Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
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Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
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Ausgewählter Beitrag

Wieder eine Lücke

die es in meine Vergangenheit reisst. Wieder ein gewohntes Bild über Jahrzehnte, das sich plötzlich verändert, das es so von nun an nicht mehr gibt.

Wieder wurde ein altes Häuschen gleich hier in der Nähe abgerissen. Da es auf dem Weg zum Tante-Emma-Laden lag bzw. stand, habe ich die Bewohner oft ein- und ausgehen sehen. Kinder wuchsen heran und auch ihre Eltern wurden älter, während die Blümchen vor dem Haus mit den Jahreszeiten wechselten, wie die Wäsche auf der Wäschespinne mit den Größen ihrer Träger.

Das Leben einer Familie, das ich fast nur am Rande mitbekam. Und doch ist etwas hängen geblieben. Nein, nicht auf der Wäschespinne, in meinen Erinnerungen ...
und irgendwie macht es mich grad ein ganz klein wenig traurig.

Morgentau 18.12.2013, 15.36

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Kommentare zu diesem Beitrag

5. von Friederike

Und das Schlimme ist ja (und das, was mich so traurig macht): Die alten Häuschen reißen sie ab und bauen dann für die jungen Familien häßliche Fertighaus-Burgen am Ortsrand, ohne jeden Charme, ohne Ausstrahlung und ohne Atmosphäre. Katalog-Wohnträume von der Stange, statt Omas altes Bauernhaus zu sanieren.

vom 19.12.2013, 14.48
4. von Rocky

Ja, liebe Morgentau - die Vergänglichkeit macht mir auch immer sehr zu schaffen, und solche Veränderungen sind untrügliche Zeichen davon, die einem wieder mal bewußt machen, daß die Zeit verfliegt und manches einfach mit sich nimmt. Traurig, wenn so Vertrautes, das über die Jahrzehnte ein Teil des täglichen Lebens gewesen war - und wenn auch nur am Rande - dann plötzlich weg ist. Und jetzt in dieser Jahreszeit empfinde ich das irgendwie noch schlimmer, weil die ausgleichende Schönheit der immer wiederkehrenden blühenden Natur fehlt. Aber - sie wird wiederkehren .. OK, ich schweife ab ;)

Liebes Winke zu dir,
Rocky :)

vom 19.12.2013, 09.31
3. von Linda

Ich erschrecke auch immer wieder, wenn Gewohntes plötzlich verschwunden ist. Was habe ich schon Frust und Traurigkeit geschoben, als die gute alte Straßenbahn in meinem Heimatort durch die moderne Bahn ersetzt wurde - und einen anderen Weg in die City fuhr als meine ganze Kindheit lang. Sowas geht mir immer total an die Seele. Aber leider, leider, das ist das Leben. Wir sollen unser Herz ja auch nicht an "Güter" usw. hängen. Heißt es. Wir sind zu sentimental. Vielleicht.
Liebe Grüße deine Linda

vom 19.12.2013, 07.51
2. von Sally

Was von uns dereinst wohl bleiben wird?
Ich fühle wie du, wenn ich Veränderungen dieser Art in meinem Umfeld und Leben wahrnehme. Es macht so traurig.

Was mich auch immer sehr betrifft, sind jene Hausauflösungen. Da kommen Rumpelfirmen und fischen ein bisschen Wertvolles aus einem Leben aus Schränken und Vitrinen, der Rest landet in Müllcontainern. Liebevoll gehegte Erinnerungen, Bilder, ach, wertvolles Leben halt, ausgelebt, aber so sehr vergessen?
Ach, ich kann das gerade nicht so ausdrücken, doch ich denke, du verstehst, was ich meine.
Festhalten möchte ich diese Erinnerungen. Sie sind unsere Zeitgeschichte ... doch der Müll ist stärker, die Halden werden größer, bis man 50 Jahre später einzelne jener vermeintlich heute wertlosen Stücke dann für teuer Geld in Antiquariaten wiederfindet. Hohn, irgendwie...

Dezembermelancholie
mit Gruß
von deiner Sally

PS: ICh melde mich bald genauer, die letzten Tage waren etwas stürmisch ....

vom 18.12.2013, 22.46
1. von Ingrid

Ja, ich versteh dich nur zu gut.... wieder ist etwas verschwunden für immer, was irgendwie, wenn auch nur am Rande, zu deinem Leben gehört hat. Es ist die Vergänglichkeit, die sich so schmerzlich bemerkbar macht...
Alles Liebe *umarm*
deine Ingrid

vom 18.12.2013, 17.58