Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


Einträge ges.: 3009
ø pro Tag: 0,8
Kommentare: 14948
ø pro Eintrag: 5
Online seit dem: 23.02.2013
in Tagen: 3573
2022
<<< Dezember >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
   01020304
05060708091011
12131415161718
19202122232425
262728293031 
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3

Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




Captcha Abfrage



Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Hochsensibel

Sonntagsgedanken

Ich weiß nicht, aber heute ist so ein Tag, an dem mir ganz viele Gedanken durch den Kopf gehen. Okay, das tun sie eigentlich jeden Tag, aber heute im Besonderen.
Geht es euch auch so, dass ihr an manchen Tag besonders intensiv fühlt? Mehr als an anderen Tagen? So ein Tag, an dem man irgendwie nah am Wasser gebaut hat. Nein, nicht unbedingt, weil da so Vieles ist an unterdrücktem Seelenschmerz, der nach außen drängt, sondern ebenso wegen eines Glücksgefühls, das man ganz tief im Innern spürt, ohne richtig deuten zu können, woher es kommt und wessen man es zuordnen könnte.
Was auch immer es ist, mein Herz schlägt irgendwie wilder als sonst.

Sehr philosophisch heute, gell? Aber genau das meine ich. Da sind so viele Gefühle in mir, die scheinbar nur darauf warten, herausgelassen zu werden. In welcher Form auch immer.
Oje, ich fürchte, ich rede schreibe in Rätseln (oder Blödsinn). Kann es einfach nicht erklären.
Da liegen z.B. hier neben mir auf dem Schreibtisch die gesammelten Werke - Gedichte - einer meiner Lieblingsschriftstellerinnen. Ein Buch voller Gedanken und Gefühle, die sie einst erlebt und gefühlt hat. Gerade eben wurde mir das so richtig bewusst. Momente ihres Lebens ... Bilder ihres Lebens ... irgendwann von ihr wahrgenommen und in Gedichtform zu Papier gebracht. Für immer festgehalten.

Sie ist nicht mehr, aber ich kann lesen und fühlen, was sie einst fühlte und dachte.
Kann die Welt mit ihren Augen sehen und ihren Empfindungen wahrnehmen.
Das ist so unbeschreiblich schön.
Ich entdecke neue Gefühle dabei, präge mir bestimmte Dinge ein, um mich dann irgendwann darin zu erinnern. Während meiner Wanderung z.B. oder in Situationen,
die sie auch erlebt und gefühlt hat. Ich kann dabei lernen, sehr viel lernen. Noch mehr Dinge zu schätzen im Leben, andere weniger wichtig zu nehmen ... und so vieles mehr.

Überhaupt finde ich es beim Lesen von Gedichten und Erzählungen oder beim Betrachten von Fotos oder Gemälden so wunderbar, dass man so viele Momente, Situationen, Erlebnisse, Gefühle, die anderen Menschen zu irgendeiner Zeit, an irgendeinem Ort widerfahren sind, auf eine gewisse Art wiederbeleben kann ...
Ich kann fühlen, was Goethe einst fühlte, oder es zumindest erahnen und mir ausmalen.
Ist das nicht herrlich?

Ihr wundert euch sicher über meine Gedanken. Ja, ich hab heute etwas Sonne abgekriegt. ;-)
Und ich war ein wenig draußen im Wald. Das ist Droge für mich.
Noch nie sah ich soviel Grün im Winter, auch wenn es "nur" Moos ist. Ich liebe es.


Morgentau 09.02.2014, 19.06 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Ich werde weinen müssen

dachte ich gerade so bei mir, als ich mir den Trailer noch einmal ansah und die Tränen fast nicht zurückhalten konnte. Schon vor geraumer Zeit habe ich davon berichtet, dass ich mir diesen Film im Kino ansehen werde. Morgen ist es soweit und ich bin jetzt schon mächtig aufgeregt. Hoffentlich sitzen nur Menschen um mich herum, die wirklich Interesse an dem Film haben und ihn wie ich mit allen Sinnen genießen und diese wunderbaren Bilder in sich aufnehmen wollen.



Ich bin ein wenig verrückt, ja, denn ich liebe Bäume so sehr.
Manchmal wünschte ich mir, ich wär eine Efeuranke um einen Baum. Ich würde mit ihm wachsen und alt werden, ihn dabei fest umschlingen und mir von ihm was flüstern lassen.

Morgentau 14.01.2014, 19.12 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Folter

Gerade hab ich oberflächlich gelesen, wie brutal der heutige "Abendkrimi" (wiedermal und diesmal offenbar sogar im Besonderen) sein soll. Was ich auf einem Bild und wenigen Wortfetzen gesehen bzw. gelesen habe, reichte aus, dass mein Herz schneller schlug, weil mich so etwas heftig aufwühlt.

Ich versteh es einfach nicht. Warum muss es in Filmen und Serien derart viel Gewalt geben? Warum muss Blut in Strömen fliessen und im Detail gezeigt werden, wie Menschen grausam gequält werden? Und das gleich in Serie.

Steigerungen gehören zum Leben, okay. In vielen Bereichen können wir ihnen nicht ausweichen, müssen den rasanten Fortschritt über uns ergehen lassen und teilweise auch mitmachen, wenn wir nicht auf der Strecke bleiben wollen. Das kann ich ja irgendwo noch akzeptieren, wenn auch nicht in jedem Fall für gut heißen.

Aber immer, wenn man glaubt, dass im Bereich von sogenannter Unterhaltung die absolute Schmerzgrenze (die des guten Geschmacks ist es ohnehin schon längst) erreicht ist, wird noch eins obendrauf gesetzt.

Was mich am meisten erschreckt, dass es so viele Menschen gibt, die sich sowas ansehen. Sind die alle derart abgebrüht oder empfinden womöglich noch ein Lustgefühl dabei?
Ich kapier das einfach nicht.

Es ist ja nicht so, dass ich nur Heile-Welt-Filme sehen kann. Ich mag Grusel, Mystik, Fantasy, schau auch gern gute Krimis und Thriller. Dass es dabei auch mal ordentlich zur Sache geht, ist auch okay. Das gehört dazu und geht in Ordnung, wenn gewisse unvermeidliche Szenen nicht völlig sinnfrei sind und unnötig ausgeweitet werden.

Aber was jetzt mitunter auf Leinwand und Bildschirm abgeht, verfolge ich mit Angst und Schrecken. Vorallem frage ich mich, wie viele Steigerungen es noch geben wird?
Was fällt den Machern noch ein, um dem Publikum ihr Geld aus der Tasche zu ziehen und ob sie dafür irgendwann vielleicht über echte Leichen gehen ...

puh, nee, das ist nicht meine Welt.

Morgentau 12.01.2014, 17.35 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Unser Tigerle

hat einen Schock. Er will sein sicheres Terrain momentan einfach nicht verlassen, dabei ist er normalerweise ganz wild auf einen "Ausflug", sobald der erste von uns nach Hause kommt.

Aber heute morgen kam es zu einer Kettenreaktion, die sein katerliches Weltbild erheblich zerstört zu haben scheint ...

Wie immer am frühen Morgen, ... während meine Tochter und ich uns noch ganz kurz von den Träumen der letzten Nacht erzählen bzw. besprechen, welche Arbeiten heute anstehen oder was es am Abend zu essen gibt,  ... saßen unsere zwei Katzen ganz in unserer Nähe, als wollten sie ja nichts verpassen. Ein wenig müde noch und fast schon wieder am Einschlummern ... 

Plötzlich fiel meiner Tochter - die mit überschlagenen Beinen am Tisch sass - ein Hausschuh vom Fuß, direkt auf Lissys Schwanz. Die ist darüber so erschrocken, dass sie wie eine Rakete davonrannte, dabei das Tigerle mitriss und gegen die Wohnzimmertür knallte. Das alles geschah in einem Bruchteil von einer Sekunde, schepperte und krachte, und löste sofortige Panikattacken bei den Beiden aus.

Lissy verkroch sich unters Sofa und das Tigerle rannte in den Keller.
Was ich auch versuchte, ich konnte sie nicht hervorlocken und musste dann leider wohl oder übel unverrichteter Dinge zur Arbeit gehen.

Inzwischen hat sich Lissy beruhigt. Aber während sie wieder die "Alte" ist, hat sich das Tigerle im Zimmer meines Sohnes verkrochen und denkt nicht daran, dies zu verlassen. Das habe ich noch nie erlebt. So ein Schisser Sensibelchen. Sind wohl alle so in diesem Haus. ;-)

Morgentau 19.12.2013, 16.42 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Faulig

bin ich heute. Es dämmert und am liebsten würde ich mich gleich auf mein schäfchenwollwarmes kuscheldeckebedecktes Sofa kuscheln, die Kerzen anzünden (das müsste ich natürlich vorher tun, also bevor ich mich auf mein schäfchenwollwarmes kuscheldeckebedecktes Sofa kuschel) und nur dem schaurigen Gesang von Xaver lauschen, der durch die Ritzen unseres alten Häuschens zieht. Ich liebe das.

Ganz schnell würde ich einschlummern und vielleicht von einer alten Lokomotive träumen, die auf dem letzten Loch pfeift und irgendwo in den Bergen durch schneebedeckte kleine Orte zuckelt und dabei lauter kleine Schäfchenwolken aus dem Schornstein rausdampft ... die dann mähend im Abendhimmel verschwänden.
Hach, wär das schön. Aber noch muss mein Traum warten.

Müde bin ich wohl vorallem, weil es gestern spät geworden ist. Bin erst gegen halb 12 ins Bett, aber in meinem Bauch war Spätschicht angesagt. Da wollte noch keiner schlafen, zuviel Arbeit stand noch an. Ja, gut gegessen habe ich auf der Weihnachtsfeier, sehr gut. Alles war liebevoll zubereitet und die Köche, die uns die feinen Speisen nach Wunsch auf den Teller legten, hatten sogar immer noch ein Späßchen auf den Lippen. Das fand ich richtig nett.
Ansonsten war es so, wie ich erwartet hatte. Sehr laut und trubelig, aber nach dem zweiten Glas edlen Weines hatte ich zumindest meine Befangenheit soweit im Griff, dass ich mich in die Geselligkeit ganz gut einknüpfen konnte. Das war schön.

Danke fürs Mutmachen und Daumendrücken!!! Das hat mir sehr geholfen. Vielleicht wär ich sonst doch noch im letzten Moment schwach geworden. Aber ich bin jetzt ehrlich froh, dass ich dabei war. Auch, wenn es mit Aufregung und Stress für mein lärmempfindliches Gemüt verbunden war, so hat es mir auch gut getan. Denn irgendwie ist es ein schönes Gefühl, dazuzugehören.
Doch, ich bin echt froh jetzt.

Lasst es euch gut gehen und habt noch einen schönen, gemütlichen, schäfchenwollwarmen Abend! Oder seid ihr gar auf einer Weihnachtsfeier? Dann wünsche ich euch viel Spaß!

Morgentau 06.12.2013, 16.40 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Zwei drei Zeilen

möchte ich hier gern noch hinterlassen. Aber es sind wirklich nur flüchtige Gedanken, die ich einfach mal niederschreiben möchte. Nichts Spektakuläres, Interessantes, Überraschendes. Einfach noch ein paar Zeilen am Abend ... ein paar flüchtige Gedanken. Ja, soweit war ich schon. Wollen sie am Ende nicht raus? Schäm ich mich, sie rauszuschreiben, weil es Gedanken sind, die nur ich mir mache. Noch dazu viel zu viele dieser Sorte. Vielleicht schreibe ich nur ein paar Worte, keine ganzen Sätze, dann klingt es vielleicht nicht so komisch. Ich versuchts mal: Morgen Weihnachtsfeier. Herzklopfen. Blöd.

Und warum? Warum will ich nicht, warum sträube ich mich? Es wird doch sicher lustig.
Meine alten wie meine neuen Kollegen werden dabei sein. Und sie möchten so gern, dass ich wiedermal mitkomme. Schließlich ist es nun vier Jahre her. Eine Ausrede wird also nicht mehr geduldet, sagen sie. Sogar für den Transport ist gesorgt. Und meine Chefin würde sich auch freuen ...
Warum kann ich es nicht, ich dumme Nuss? Alle haben Spaß und sich immer eine Menge zu erzählen. Ja, an dem Punkt waren wir schonmal. Ich bin ein wenig anders.
Viele Menschen ... laute Musik ... und ich immer irgendwie fehl am Platz.

Aber ich mag meinen Job sehr und komme echt gut mit meinen Kollegen klar. Er tut mir gut und hat mich aufgefangen in dieser ganz schlimmen Zeit, tut es noch.
Ich bin so froh um all das und möchte es nicht missen. Deshalb werde ich morgen mitgehen, einfach, um ihnen zu zeigen, dass sie es mir wert sind. Und vielleicht wird es ja richtig schön.
Also, liebes Herz, tu mal bissel langsamer ... ist doch alles halb so wild ... oder?

Morgentau 04.12.2013, 20.09 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Warum

bin ich so anders? Warum brauch ich wesentlich mehr Ruhezeiten als andere? Warum geh ich bewusst Begegnungen aus dem Weg, weil ich weiß, dass die mich diesbezüglich unvermeidliche Konversation total ermüden würde? Warum kenne ich in meinem realen Leben im Kollegen- und Bekanntenkreis nur eine einzige Person, von der ich weiss, dass sie auch so fühlt?

Warum ist für mich ein Treffen mit Kollegen in einem Lokal der blanke Stress, während alle anderen offenbar eine riesige Freude daran haben? Warum kann ich nicht so fühlen? Warum ist es mir egal, ob die Tochter der einen ein Brautkleid gekauft hat oder der Sohn der anderen ein neues Studium beginnt? Warum interessieren mich weder Krankengeschichten im Detail, noch Klatsch und Tratsch im Kollegenkreis, während andere richtig begierig darauf sind? Warum stört mich der Lärm ringsum, während andere noch lauter reden, um gehört zu werden?

Warum schreibe ich (in aller Regel) hundertmal lieber, was ich fühle und denke, als jemanden direkt und auf der Stelle Rede und Antwort zu stehen?
Warum hab ich Angst, mich zu blamieren, zu versagen, oder jemanden, den ich mag, zu enttäuschen? Warum bin ich fast krankhaft rücksichtsvoll ... und möchte möglichst niemanden zu Nahe kommen, keine Last sein oder sonstwie nerven, obwohl derjenige das gar nicht so empfindet, wie ich immer befürchte?

Warum halte ich mich bei Gesprächen grundsätzlich zurück, versuche aber dennoch etwas beizusteuern, wenn ich das Gefühl habe, sonst unhöflich zu wirken? Warum kann ich in diesen Dingen nicht spontan sein? Und wenn ich es bin, warum kommt dann vor lauter Aufregung oft total Unsinniges heraus, das ich eigentlich gar nicht sagen wollte?
Warum bin ich so doof, manno?

Morgentau 20.11.2013, 15.17 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Ahaaa

Da musste ich erst so alt werden, um zu mir zu stehen. Dabei hat das mein Mann über Jahrzehnte versucht. Nur wollte ich es ihm wohl nicht so recht glauben, schließlich hat er mich geliebt und erschien mir von daher nicht objektiv genug. Dabei hätte es mir klar sein müssen, dass da wohl irgendwas sein muss, sonst hätte er nicht ausgerechnet mich graues Mäuschen ausgesucht, mit ihm das Leben zu teilen.

Nun endlich, nach mehr als fünf Jahrzehnten meines Lebens stehe ich endlich zu meiner Art. Zumindest versuche ich es mehr und mehr. Und mit jedem Mal werde ich selbstsicherer in diesem Punkt.
Warum lachen Menschen, wenn man ihnen sagt, dass man hochsensibel ist?
Warum halten sie das für einen Fake ... einen Witz oder einfach total übertrieben?
Was ist denn so unnormal daran, so lächerlich? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

"Ich liebe die Stille ... Natur ... Lyrik ... Fotografie", antworte ich jetzt oft auf entsprechende Anfragen ...

"Ahaaa"?

Ja, nur drei Buchstaben ... mehr wissen die meisten nicht darauf zu erwidern.
Schulterzucken, verlegenes Naserümpfen ... Räuspern und vorsichtiges Abwenden, das sind oft die Reaktionen darauf.

All die Jahre wollte ich genau das vermeiden, hab versucht, das aus meinem Leben zu pressen, was irgendwie von Interesse für andere sein könnte. Wie blöd war ich eigentlich?

Da musste ich so alt werden, um zu erkennen, dass in mancher Hinsicht nicht ich fehl am Platze bin, sondern manche Leute in MEINEM Leben.

Morgentau 12.10.2013, 18.33 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Manchmal wünschte ich mir

es gebe noch diese kleinen runden Buttons zum Anstecken. Das war mal total angesagt,
damals in den 70ern. Die meisten waren mit dem Peace-Zeichen versehen.
Daran musste ich heute aus gegebenem Anlass denken. Ich überlegte, wie schön es wäre, man könnte auf diese Art zeigen, was man sich nicht zu sagen traut.
Auf meinem müsste dann stehen "Ich bin eine Träumerin", und jeder, der den Button sieht, wüsste gleich ... "aha, die will nicht quatschen, die will ihre Ruhe ... ihren Gedanken nachgehen ... träumen."
Den würde ich mir dann immer vor und nach der Arbeit anstecken, bevor ich in den Bus steige.

Morgentau 17.09.2013, 16.20 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Was für eine Nacht

mal wieder. Manchmal bin ich schon nah dran, wieder zur Pille zu greifen, weil ich endlich mal wieder richtig durchschlafen möchte. Aber gottseidank kann ich mich noch beherrschen. Manche Nächte sind eh so unheimlich, und in ganz speziellen, die ich nicht zuordnen kann, wache ich schon auf, wenn im Garten eine Ameise hustet.

Vergangene Nacht dann dieser hohe Piepston, der mich sofort aufschrecken liess. Bis ich gecheckt hatte, dass er aus dem Keller kam, schlug mein Herz schon im Hals vor Aufregung. Ein ohrenbetäubender megahoher Piepston. Unerträglich.
Es war gegen 1 und ich am Verzweifeln, weil ich nicht wusste, wie ich ihn abstellen könnte. Dass er irgendwie von der Heizanlage kam, war zwar klar, aber woher genau konnte ich nicht orten, weil er so extrem laut war.
So müssen sich Seefahrer gefühlt haben, wenn die Sirenen sangen, dachte ich so bei mir ... und wunderte mich über mich selbst, dass selbst in solchen Situationen meine Phantasie mit mir durchgeht.
Da es aus irgendeinem Rohr etwas tropfte, stellte ich Heißwasserpumpe - oder wie das Ding heißt - ab. Aber es half nichts. Selbst durch die geschlossenen Türen drang dieser hohe Ton und mir war klar ... die Nacht ist gelaufen. Und während ich noch überlegte, ab wann ich beim Service würde anrufen können, verstummte der Ton plötzlich. Was für eine Erleichterung.

An Schlaf war dennoch nicht mehr zu denken, viel zu aufgescheucht war mein Innerstes. Plötzlich erschien mir auch alles so dunkel, gespenstisch und beklemmend.
Ich bekam Kopfschmerzen und Niesanfälle, musste aller paar Minuten aufs Klo, mein Körper hat total gesponnen. Was bin ich nur für eine begnackte Nuss, stieg es voller Zorn auf mich selbst in mir hoch. Ich vermute, ich hatte wohl sowas wie einen Panikanfall. Aber solche Gedanken verschlimmerten alles noch mehr. Also was tun ... TV einschalten, Film schauen.
Und der war sogar gut, hat mich aber auch nicht wirklich beruhigt, eher das Gegenteil. Wunderbare Schauspieler und ein Thema, das wohl Jeden zum Nachdenken anregen würde. Wen es interessiert, kann HIER nachlesen.

Irgendwann muss ich dann doch eingeschlafen sein ... und als ich heute morgen erwachte, dachte ich, das müsse ich mal hier zum Besten geben, denn solche Nächte erlebe ich öfter. Weitab von morgentäulicher Idylle ... lach.

Morgentau 11.09.2013, 09.16 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL