Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Im Naturschutzgebiet bei Lautern

befindet sich das Kleine Lautertal, das ganz in unserer Nähe liegt. Auch hierher machen wir gern einen „kleinen Abstecher“.



Wie dieser Tage ... so ganz spontan nach der Arbeit, das war einfach wunderbar.




Dieses Tal mit seinen schönen Wiesen ist eine kleine Oase, in der man die Seele baumeln lassen kann. 




Unter einer großen alten Esche sitzen, direkt an der Kleinen Lauter – einem Nebenfluss der Blau … und dabei kleinen Stromschnellen beim Plätschern zuhören … das ist unbeschreiblich schön und entspannend.




Wie gern lege ich mich da in die Wiese, schau nach oben in das Geäst und beobachte, 

wie die weißen Wölkchen darüber hinwegziehen.


Die Kleine Lauter schlängelt sich durch den Talgrund bis zu ihrem Karstquelltopf in Lautern.




Gegenüber schaut man auf steile Felsenhänge mit ihren Halbtrockenrasen. 




Hier findet man viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Solche Orte machen mich einfach nur froh.




Der Ort selbst – eine sogenannte Einöde – bestand Jahrhunderte nur aus einer Kirche, einem Pfarrhaus, einigen Mühlen und einem Gasthaus. 




Was ich besonders toll finde, … dass dieser Charakter bis heute gewahrt wird.




Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass es in den Wintermonaten nicht immer ganz einfach

ist, an solch einem einsamen Ort zu leben. 

Aber es ist ja nicht weit bis zu der kleinen Stadt.



Ich finde den Gedanken so schön, jederzeit hierher flüchten zu können, wenn es mir andernorts mal wieder zu laut wird. Das hat etwas so Tröstliches.



Der Spätsommer hält bestimmt noch viele schöne Momente für uns bereit ...

ich wünsche es uns!



Morgentau 18.08.2019, 07.10| (4/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Der letzte Urlaubstag

gibt noch einmal alles. Wunderschöner blauer Himmel, auf den Cirren zauberhafte Gebilde zeichnen. Ich liebe diese Federwolken, die so weich und flauschig wirken, in Wirklichkeit aber aus Eis sind. 


Mehr Sommergefühl geht fast nicht. Vor allem am Abend, bevor die Sonne in ihr Nachtlager sinkt ...



Wie schnell diese drei Wochen vergangen sind, obwohl ich nicht verreist bin. Aber ich habe (fast) nichts vermisst, denn es war auch Zuhause wunderschön, dank meiner Kinder und dem kleinen Sonnenschein, dank wunderbarer Sommertage und ganz viel Zeit, diese zu genießen. Bis auf die erste Woche, in der ich krank war. Aber das ist längst vergessen.



So war ich auch mal im See schwimmen … fast allein, nur mit ein paar Blesshühnern und Fischlein, die kurz aus dem Wasser nach Insekten schnappten. Da mochte ich am liebsten gar nicht mehr raus. 

Es ist einfach so herrlich, ungestört und völlig entspannt durch das Wasser zu gleiten ... 

Wenn man so selten die Möglichkeit dazu hat, weiß man solche Momente natürlich besonders zu schätzen.




Apropos Wasser … mein geliebtes Großes Lautertal, in dem ich mich so gern aufhalte und von dem ich hier schon so oft berichtet habe, also eigentlich sein Flüsschen … die Lauter ... hat eine tolle Auszeichnung bekommen ... "Naturwunder  2019". 

Das hat mich sehr gefreut. Ich liebe dieses Flüsschen, das sich so sanft durch das romantische Tal schlängelt. Hier ist alles noch so ursprünglich. Man kann nur hoffen, dass das so bleibt und nicht irgendwelche Menschen in ihrem Wahn meinen, etwas daran ändern zu müssen, wie wir es leider schon an so vielen einstmals idyllischen Orten hinnehmen müssen.




An einem nicht so heißen Vormittag sind wir natürlich auch mal Richtung Wald gewandert. So kann ich euch wenigstens noch ein paar Fotos aus meinem Urlaub präsentieren.



Auch hier überraschte uns die totale Einsamkeit. Es kam - zu meiner Freude - nur zu einigen tierischen Begegnungen.

Die Menschen sind wohl doch alle am Meer oder in den Bergen … halt ausgeflogen. So schlecht ist es also gar nicht, den Urlaub daheim zu verbringen … hihi.



Danke für die schöne Zeit! Ich hoffe, auch ihr hattet (habt) einen schönen Sommer!



Morgentau 09.08.2019, 16.08| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Adamo

Ich mochte seine Songs, seine schöne Stimme, besonders aber die einfühlsamen Texte.


Diesen hier fand ich ganz besonders schön. Da kommen mir heute noch die Tränen.

Wenn ihr dem Link folgt, könnt ihr auch den Text lesen.



Ich wünsche euch eine schöne Woche! 

Meine Blogrunde muss ich leider auf ein andermal verschieben ... also bis ganz bald!

Morgentau 05.08.2019, 15.22| (8/8) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gesehen - Gehört

Werde wieder

wie ein staunendes Kind, das die Welt entdeckt.
Jeden Augenblick neu.

(Aus Tibet)

(Foto gelöscht)

Morgentau 03.08.2019, 08.19| (12/12) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Einen Stadtbummel

findet man hier in der morgentäulichen Wiese eher selten bis gar nicht. Das kommt einfach daher, weil mich Städte schon lange nicht mehr reizen und ich sie eher meide.




So richtig haben sie das eigentlich nie, denn meistens sind sie mir eine Nummer zu groß, zu füllig, hektisch und viel zu laut.



Was ich sehr mag, sind kleine mittelalterliche Städte, romantische überschaubare (begehbare) Ortschaften mit vielen alten Gebäuden und historischem Flair.




Auch in Ulm gibt es ein Viertel, das ich sehr mag. Es ist das Fischerviertel. 




Eigentlich das Fischer- und Gerberviertel, denn hier waren einst diese Handwerker zuhause. Heute ist dieses Altstadtviertel eher ein Touristenmagnet, denn in den schnuckligen alten Fachwerkhäusern sind viele traditionsreiche Gaststätten und schöne, kleine Läden und Galerien untergebracht.




Deshalb wollte ich euch heute mal zu einem kleinen Bummel einladen. 




Er endet an dem schönen alten Rathaus, über das allein es schon so viel zu erzählen gibt, dass ihr bei Interesse HIER viel darüber nachlesen könnt.



Ein wahrlich beeindruckendes Gebäude, an dem es unglaublich viel zu entdecken gibt.



Langsam tun mir die Füße weh. Sie bevorzugen halt doch eher die Waldwege ... 



Morgentau 02.08.2019, 12.42| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Die ganze Nacht

hat es geregnet. Wunderbar sanfter Landregen – ein Segen für die sonnenverbrannte Landschaft. Überall regt sich das Leben wieder. Auf mich wirkte das zarte Fallen der Tropfen wie ein liebliches Schlaflied. Ich musste nicht lange lauschen, um in wunderbaren Schlummer zu fallen … ach, hat das gut getan.

Es war allerdings auch schon weit nach Mitternacht, denn ich hatte noch diesen zauberhaften Film gesehen. 

Von Pierre Richard hatte ich eigentlich seit „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ nichts mehr gehört. Kann mich jedenfalls nicht erinnern. Aber in diesem Film spielt er wunderbar.



Wie ich eben nachgelesen habe, hat er durchaus viele Filme gemacht und auch als Regisseur gearbeitet. Schon seltsam, dass manche Dinge irgendwie an einem vorbei gehen. So geht es mir manchmal, wenn ich von einem bekannten und beliebten Künstler höre oder lese, dessen Namen mir gar nichts sagt, weil ich noch nie etwas von ihm gehört habe. Aber man kann halt nicht alle kennen. Deshalb ist es immer wieder schön, wenn man solche Entdeckungen macht.




Eigentlich wollte ich heute mit meiner Tochter und dem kleinen Weltentdecker einen kleinen Ausflug machen. Nicht weit entfernt … nur hier im nahegelegenen Wald. Mal schauen, ob etwas daraus wird …


Jedenfalls geht nun auch der Juli zu Ende. Überall trifft man schon auf herbstliche Werbung, ja, sogar auf weihnachtliche. Ist das zu glauben? Ja, ist es, denn es ist ja jedes Jahr so … mit dem August beginnt für manche offenbar schon die Herbst- und Wintersaison. Schlimm finde ich das. Ich kann es zwar ignorieren, aber ganz entgehen kann man dem Ganzen ja leider nicht. Wie so vielen überflüssigen Informationen, denen man nicht ausweichen kann. Die Bilder sind schneller im Kopf, als einem lieb ist.




Jetzt musste ich erstmal aus dem Fenster schauen, weil es da draußen so "lärmt" ... lach.

Auf der Stromleitung sitzen ganz viele Stare und putzen ihr nasses Federkleid. So schön ...


Viele schöne Bilder und gute Gedanken wünsche ich Euch!

Morgentau 31.07.2019, 08.30| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Viel geschlafen

habe ich auch vergangene Nacht nicht. Einmal träumte ich, es würde im Wohnzimmer poltern ... Einbrecher? Ich wurde wach, spürte mein Herz heftig schlagen und die Angst, puh, das war richtig krass. Ich lauschte in die Nacht. Das Poltern erklärte sich gottseidank schnell ... es donnerte. Die Luft stand noch immer in den Räumen. Eine Weile blieb ich am Fenster stehen und beobachtete das Himmelsschauspiel. Da ging es ordentlich ab, zum Glück nicht bei uns, obwohl ich mir den Regen so sehr wünschte. Nicht aber Sturm und Hagel, davor habe ich echt große Angst. Natürlich auch vor Blitzeinschlägen. 



Obwohl ich Gewitter wirklich mag, aber so, wie sich Seefahrer immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel wünschen, wünsche ich mir immer den nötigen Abstand, damit der Blitz nicht zu nahe kommt. Schön sind die Wolkengewitter, wenn sich eine Cumulonimbus aufbläht und die Blitze in ihrem dicken Bauch behält. So ein Schauspiel in der Nacht finde ich grandios. 




Leider kommt das nicht so oft vor. Eigentlich kann ich mich nur an eine einzige Nacht erinnern, als die Kinder noch klein waren und wir alle auf unserer Terrasse saßen und so ein tolles Schauspiel beobachten konnten. Die Wolke blähte sich direkt vor uns auf und blieb dort die halbe Nacht im Himmel stecken. Die Blitze schafften es nie bis zur Erde, alles fand da oben statt.

Das werde ich nie vergessen, wie faszinierend das war. Jeder Blitz ließ die Wolke in anderem spektakulären Licht erscheinen. Das war fantastisch. Ach, wie gern ich so etwas noch einmal erleben möchte.




Jedenfalls hat es gegen Morgen dann endlich auch bei uns ordentlich geregnet. Es ist herrlich draußen, die Natur atmet auf. Manches ist leider nicht mehr zu retten. Viele Wiesen haben ihr Grün verloren. Erinnert ihr euch, wie sehr ich um das Frühjahrsgrün fürchtete? Leider waren meine Ahnungen mal wieder berechtigt. Mir scheint, wir werden uns daran gewöhnen müssen.



Der einzige Vorteil – den ich allerdings sehr genieße - ist diese Ruhe. Kein Rasenmäher … nicht ein einziger nerviger Motor. Es ist fast surreal. Hoffentlich bleibt es so.




In diesem Sinne … genießt das Wochenende. Inzwischen ist es richtig schön geworden. Angenehme Temperaturen … blauer Himmel mit weißen Wölkchen. Wer sagt es denn … geht doch!



Morgentau 27.07.2019, 11.27| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Der letzte Hitze-Tag

so wird es uns jedenfalls versprochen. Hoffentlich kommt die Wende nicht zu arg daher. Bitte keinen Hagel und Sturm, nur Regen und etwas Abkühlung … danke.



Ich habe derzeit Urlaub, bin aber zuhause. Gleich die erste Woche wurde ich krank. Typisch, den ganzen Winter habe ich durchgehalten und jetzt, ausgerechnet in meinem Sommerurlaub, meint so ein blöder Virus, sich bei mir einnisten zu müssen. Vielleicht sieht er meinen Körper als eine Art Ferienwohnung. Jedenfalls fühlt er sich hier scheinbar sehr wohl. Aber nicht mehr lange, ich spüre schon, wie er schwächelt und dass er sich wohl bald eine neue Pension wird suchen müssen. Wie gut, dass die immer nur auf Durchreise sind.



Ein lieber Gruß in die Runde!

Morgentau 26.07.2019, 08.03| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Im Sommer

O komm mit mir aus dem Gewühl der Menge,
Aus Rauch und Qualm und tobendem Gedränge,
Zum stillen Wald,
Dort wo die Wipfel sanfte Grüße tauschen,
Und aus der Zweige sanft bewegtem Rauschen
Ein Liedchen schallt. 




Dort zu dem Quell, der durch die Felsen gleitet
Und dann zum Teich die klaren Wasser breitet,
Führ ich dich hin.
In seinem Spiegel schau die stolzen Bäume
Und weiße Wolken, die wie sanfte Träume
Vorüberziehn. 



Dort laß uns lauschen auf der Quelle Tropfen
Und auf der Spechte weit entferntes Klopfen,
Mit uns allein.
Dort wollen wir die laute Welt vergessen,
An unsrem Herzschlag nur die Stunden messen
Und glücklich sein!


Heinrich Seidel



Morgentau 21.07.2019, 19.16| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte