Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Fragen über Fragen ...

Frag` den Grashalm, der der Sonne
Regenschwer entgegenzittert,
Ob er heute wünschen möchte,
Daß es gestern nicht gewittert.

(Wilhelm Müller - *1794 - Liederdichter)



Morgentau 24.09.2014, 21.24 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Mir fällt es nur so schwer

den Sinn hinter dem Ganzen zu erkennen. Offensichtlich wurden wir so konstruiert, dass ein friedliches Miteinander auf Dauer nicht möglich ist. Vermutlich, weil es uns nicht voranbringen würde.
Doch welchem Zweck dient diese Entwicklung, die uns in vielen Bereichen auch immer wieder zurückwirft. Sind vermeintliche Erfolge nur Trugschlüsse und dienen einem ganz anderen Hintergrund? Aber wenn es so ist, warum ist das so und wer hat etwas davon?
Es muss wohl sowas wie der Test oder das Ziel sein. Herauszufinden, was möglich ist mit dem Bauteil "Gehirn" - unserer Steuerung. Wie lange es dauert, bis wir uns selbst zerstören, oder ob der Verstand doch irgendwann siegt und der Mensch umlenkt und somit diese Selbstvernichtung im letzten Moment verhindert. Vielleicht geht es um den Versuch, wie lange es dauert, bis dies geschieht oder ob am Ende doch alles zum Scheitern verurteilt ist.
Aber da sind noch so viel mehr Fragen. Warum wurde diese wunderbare Natur geschaffen, diese unvorstellbare Vielfalt und Fülle an Farben, Formen und Arten, wenn so vielen Wesen offenbar das Empfinden für die Schönheit und Faszination all dieser kleinen und großen Wunder fehlt.
Warum haben wir all diese wunderbaren Sinne, wenn sie bei vielen Menschen zum Großteil verkümmert zu sein scheinen?
Ich begreife einfach den Sinn dieses "Experimentes" nicht, wenn es denn eines sein sollte.

Morgentau 24.09.2014, 11.33 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Gestern Abend

hatte ich noch einen umfangreichen Eintrag geschrieben. Viele Gedanken, die mich beschäftigten. Leider hatte ich nicht gemerkt, dass ich zwischenzeitlich irgendwann aus dem Netz gefallen war. Es kam, wie es kommen musste und der Text war futsch. Dass ihr heute hier alles lesen könnt, hängt auch damit zusammen, dass ich öfter zwischengespeichert habe. Normalerweise mache ich das immer, wenn ich längere Texte schreibe, aber gestern sah ich wohl die Gefahr nicht kommen. Es passiert ja in der Regel auch nicht. Aber vielleicht sollte es ja so sein. Manchmal lässt man zu tief in sein Herz blicken, was nicht immer gut ist, wenn man öffentlich bloggt. Nicht mehr in der heutigen Zeit. Nicht, dass ich aus meinem Herzen eine Mördergrube machen möchte, aber ab einem gewissen Punkt muss man seine Gedanken schützen.
Manchmal möchte ich auch meine Augen schützen, weil es schmerzt, was sie sehen. Ein Blick kann genau so heftig schmerzen, wie ein lauter Knall. Grell und durchdringend. So oft fallen mir Veränderungen in meinem Umfeld auf, die diese Wirkung haben. Das erschreckt mich. Wie froh bin ich dann, wenn ich ihnen aus den Weg gehen und mich den sanften, friedlichen Dingen des Lebens zuwenden kann. Und doch habe ich auch Angst um diese Erde und um all das Friedliche, das so oft nur noch im Verborgenen zu finden zu sein scheint.

Morgentau 23.09.2014, 19.06 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Gestern Abend

bin ich noch ein wenig am Waldrand und den Feldern entlang spaziert. Da das hier gleich am Ortsrand war, begegneten mir viele Herrchen und Frauchen mit ihren vierbeinigen Lieblingen, die dort immer ihre Hunderunden drehen. Wenn ich so allein unterwegs bin, denke ich oft, wie schön es wäre, auch so einen Freund an meiner Seite zu haben. Ich hätte mehr Spaß, würde mich sicherer fühlen und hätte auch immer Grund, bei Wind und Wetter nach draußen zu gehen. Eigentlich ideal für mich. Irgendwann werde ich mir diesen Wunsch erfüllen, das weiß ich. Einem Tier Liebe und Fürsorge schenken zu können, ist eh eines der schönsten Erfahrungen im Leben. Erst recht, wenn man keinen Lebenspartner mehr hat.

Morgentau 18.09.2014, 15.53 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Wo ist sie nur

diese Fröhlichkeit und Energie, wie ich sie zu Beginn des Sommers in mir gespürt habe?
Der viele Regen scheint sie weit weggespült zu haben. Immerzu fühle ich mich schlaff und irgendwas scheint meinen Blick zu trüben. Das will einfach nicht besser werden. Was ist das nur? Wie schon gesagt, ist es nichts, was mir Angst macht oder so, aber es nervt langsam. Ich sollte endlich mal Fenster putzen und auch sonst einiges mal auf Vordermann bringen, was im Argen liegt. Aber immer warte ich auf den dazu nötigen Energieschub. Selbst wenn sich nach langer Zeit die Sonne mal wieder zeigt, wird es nicht wirklich besser.
Zwei Urlaubstage habe ich noch und mir diesbezüglich schon überlegt, ob ich sie diese oder nächste Woche nehme. Jetzt soll es noch einmal schön werden, richtig sommerlich, heißt es. Wobei wir auch heute wieder bis 16.00 Uhr dichten Nebel hatten und Gewitter sind auch schon angekündigt. Außerdem geht es grad rund bei uns im Büro, da möchte ich meine Kollegen nicht im Stich lassen. Auch wenn ich ihnen bei vielen ihrer Arbeiten nicht wirklich helfen kann, so sind es oft auch die Kleinigkeiten, die unterm Strich dann doch ins Gewicht fallen. Also hebe ich sie doch bis Oktober auf ... da gibt es sicher auch noch paar schöne Tage, wie vergangenes Jahr ...

Morgentau 16.09.2014, 19.26 | (10/10) Kommentare (RSS) | PL

Farben

und Licht. Wie sehr ich das brauche. Ein wenig Bedenken habe ich, ob sich der Herbst dieses Jahr auch so farbenfroh leuchtend zeigt, wie in anderen Jahren. Leider sieht man überall viele kranke Blätter, die schon vor der Zeit abfallen. Das war eh ein ganz verrücktes Jahr. Abweichungen gibt es in jedem Jahr. Auch Extreme. Aber dieses Jahr schien gar nichts so zu sein, wie es sollte oder eigentlich typisch ist. Und ich bin schon gespannt, aber auch besorgt, wie das weiter geht und was wir für einen Herbst und Winter bekommen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich plötzlich wieder normalisiert, zumindest nicht auf Dauer.
Ich weiß, jetzt werdet ihr denken, wenn ich keine anderen Sorgen habe ...
Die habe ich wohl, aber diese Dinge geben mir halt auch zu denken.

Eigentlich wollte ich das Thema Farben in einem ganz anderen Zusammenhang erwähnen. Was haltet ihr von der neuesten Herbst-/Wintermode? Findet ihr auch, da hat jemand die Farben gefressen? Ich weiß nicht, aber mich spricht da gar nix an. Vielleicht schau ich ja auch an den falschen Adressen, mag sein. Und so wichtig ist es mir auch gar nicht, da ich eh den sportlichen Style bevorzuge, der zeitlos ist, wie ich finde. Ein Rolli, darüber eine Weste und ein schöner Schal und schon fühl ich mich wohl.

Zum Abschluss noch ein Foto aus farbenfreudigeren Zeiten ... von St. Ives auf Cornwall.

Morgentau 13.09.2014, 14.18 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Irgendwo

kräht ein Hahn, baggert ein Bagger und der Rettungshubschrauber landete auch schon wieder in unserer Nähe. Da draußen geht das Leben seinen Gang. Aber ich sitze hier an meinem Schreibtisch in der kleinen Zimmerecke und bin froh, noch ein wenig Zeit für mich und meine Gedanken zu haben.
Letzte Nacht habe ich wie ein Stein geschlafen, nachdem ich dann doch wieder zur Tablette gegriffen habe. Warum soll ich mich quälen, wenn es doch diese Hilfe gibt. Allen Unkenrufen zum Trotz.
Natürlich hab ich auch wieder verrückt geträumt und dabei die neuesten Nachrichten, Bilder aus der Vergangenheit und Gegenwart im wirren Geflecht verarbeiten müssen, oder welchen Zweck sie auch immer zu erfüllen haben.
Dabei tauchte immer wieder der Komponist Schostakowitsch auf. Selbst als ich wach wurde, war dieser Name sofort wieder in meinem Gedächtnis. Ich kann mich jedoch an keinen Zusammenhang erinnern, hab in letzter Zeit weder eine Sendung über ihn gesehen, noch meine ich, irgendwo etwas über ihn gelesen oder über ihn gehört zu haben. Gestern sowieso nicht, da wollte ich nur noch absolute Stille. Seltsam.

Aber solche Dinge lassen mir keine Ruhe. Deshalb musste ich heute morgen gleich recherchieren und mich über ihn und seine Werke informieren. Dabei bin ich auf Bemerkenswertes gestoßen, das mich überlegen lässt, ob nicht doch irgendwo sein Name gefallen ist, da er durchaus im Zusammenhang mit dem aktuellen Zeitgeschehen steht.
Ich musste unweigerlich daran denken, wie oft sich Geschichte wiederholt, was ich erstaunlich und erschreckend zugleich finde.
Nur scheint der Mensch irgendwie nichts daraus zu lernen.

Morgentau 10.09.2014, 09.50 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Erschreckend

sind diese Stark- und Dauerregen schon, die sich in diesem Sommer immer wieder gebildet haben. Auf Elba erlebten wir ja auch so einen heftigen Tag, an dem die Welt unterzugehen schien.
Die Einwohner dort erzählten auch, dass sie sich nicht erinnern könnten, je so einen extremen Hagelschauer erlebt zu haben.
Ausgerechnet an dem Tag, an dem wir eine Wanderung auf den höchsten Berg machen wollten. Überall lag cm-hoch der Hagel in den Straßen und Gassen, der soviel Schaden angerichtet hatte. Auf manchen Bäumen hing kein einziges Blatt mehr, aber auch Blumenkübel lagen überall in Scherben, alles sah ganz traurig aus ... es war echt schlimm.



Der Blick auf das Meer war auch schwer getrübt. Aber ich bin zu einem neuen Regenschirm gekommen ... für 7 Euro.

Morgentau 03.09.2014, 12.28 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Kognitive Dissonanz oder was auch immer

Da ich wieder mal beim Philosophieren bin, muss ich gleich ein paar Gedanken loswerden. Warum in alles in der Welt wiederholt sich der Mensch so gerne? Warum kaut er bestimmte Themen wieder und wieder durch, resümiert nach jeder Diskussionsrunde, dies nun als geklärt zu sehen und einen Schlussstrich unter die Sache ziehen zu wollen, wenn er sie nach ner Weile doch wieder auf den Herd stellt, um das Süppchen zum wiederholten Male aufzuwärmen.
Klar, man könnte meinen, dass die Sache eben doch noch nicht geklärt war, was auch stimmt. Aber was das für Zeit kostet, wie das die eigenen und die Nerven von anderen strapaziert, die dem ausgesetzt sind. Zeit, in denen man soviel Wichtigeres und Interessanteres aufnehmen und überdenken könnte. Es gibt noch soviel zu lernen und zu entdecken, auszuprobieren, aufzunehmen und zu erleben, da sollte man sich wirklich nicht immer wieder mit der gleichen Thematik befassen, deren Analyse ja doch immer wieder zu dem selben Ergebnis führt. Zumal sich mit einem Schlag alles in Luft auflöst, sobald die Karten neu gemischt werden, aus welchen Gründen auch immer. Plötzlich ist das total unwichtig und nichtig geworden, wovon erst noch das Seelenheil abhängig schien. Warum bekommen wir manches einfach nicht aus dem Kopf? Das ist doch keine greifbare Materie, die man verformen könnte. Nur Gedanken, die nichts verändern. Einzig allein Taten können das.
Und das Schlimmste: Obwohl einem das sehr wohl bewusst ist, tut man es immer und immer wieder.

Versteht mich richtig, ich rede hier nicht von Problematiken, die die Welt bewegen.
Dass es sehr wohl Themen gibt, die immer aktuell sind und nicht oft genug in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden können, steht außer Frage. Darum geht es nicht.
Es geht um die persönlichen Dinge, eigene Empfindungen, Verhaltensweisen und Ansichten, die man wieder und wieder ausdiskutieren möchte. Dabei geht es oft nur darum, von anderen eine Bestätigung oder gar ein Alibi zu bekommen, um sein eigenes Gewissen beruhigen zu können oder dass man richtig liegt mit seiner Ansicht. Das hilft dann für diesen Moment zwar, aber nur bis der Tag kommt, wo es wieder zuschlägt ... weil eben doch was faul an der Sache bzw. seinen Gefühlen zu sein scheint. Aber was du nicht selbst im Innern fühlst, kann auch kein anderer für dich fühlen. Das geht einfach nicht. So schön es ist, Zeit zum Nachdenken zu haben, zuviel davon in die falsche Richtung jedoch schadet nur. Lieber handeln, damit der düstere Gedankenstrudel für immer versiegt.

Was bedeutet diese Erkenntnis für mich? Dass es nichts bringt, sich in manchen Dingen was vorzumachen, schon gar nicht, um die eigenen Schwächen und Fehler zur Seite schieben zu können. Sie liegen dann vielleicht im Eck oder hinter der Tür, aber sie sind da und stehen irgendwann wieder im Weg rum.
Aufräumen ist die einzige Chance, um den Teufelskreis zu durchbrechen.
Im Kopf, im Herzen und im Leben überhaupt.

Womit ich eigentlich schon beim nächsten Thema bin. Warum der Mensch Dinge nicht sehen will, die offensichtlich sind und jedem anderen klar zu sein scheinen, nur selbst will man sie einfach nicht wahrhaben.

Immer und immer läuft es letzendlich auf das Gleiche hinaus, das schon mein Mathelehrer immer so treffend zu beschreiben wusste: Jeder belügt sich selbst am liebsten!
Aber jetzt habe ich gelesen, dass diese kognitive Dissonanz, unter der wir alle mehr oder weniger leiden, diesen Selbstbetrug heraufbeschwört, um unsere Seele zu schützen.
Okay, das leuchtet natürlich ein. Kann ja eigentlich auch nur so sein.
Also bleibt am besten alles beim Alten ... frohen Selbstbetrug! :-)

Morgentau 27.08.2014, 08.16 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Wohl oder übel

Komisch ist die Sache mit dem Wörtchen "Wohl", das ich ganz gern benütze.
"Wohl" bedeutet ja eigentlich etwas Gutes, z.B. wenn ich auf das Wohl eines Freundes trinke oder jemanden wünsche, dass er sich wohl fühlt.
Und doch findet man das Wort überall, selbst in den grusligsten Sätzen ...

"... in seinen Taschen fand man ein blutiges Messer. Es wird sich wohl um den Mörder handeln ..." ;-)

Morgentau 19.08.2014, 17.21 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL