Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Hallo Omi!
Alles Gute für Mutter und Kind und auch dir :)
20.6.2018-9:08
Ingrid
Bonne nuit :-)
12.4.2018-20:32
Ingrid
Hab ein schönes Wochenende!
Alles Liebe - Ingrid
17.3.2018-11:35
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Einträge vom: 02.06.2018

Das Abendlied der Amsel

und ihrer gefiederten Mitvögel rundet diesen wunderschönen Tagesausklang ab.

Es ist so ein einzigartiges, wunderbares Feeling, wie man es selbst im Sommer nur selten erlebt.

In meinen Erinnerungen waren es diese unbeschwerten Sommertage, die „großen“ Ferien, die ich bei meiner Großmutter verbringen durfte.




An trübe Tage kann ich mich absolut nicht erinnern. Komisch, die muss ich irgendwie ausgefiltert haben.

Solche Tage waren es, wie dieser heute. Schwalben schwirrten durch die Luft, die reifen Kirschen hingen schwer am Baum, überall roch es nach Heu und tausend süßen Blüten … und die Sonne beobachtete das Geschehen von oben mit einem freundlichen Lächeln, das sich am Abend golden färbte und die Wolken ein letztes Mal in rötliches Licht tauchte, bevor diese dann in sich zusammenfielen.




Manchmal strahlten sie noch ein Weilchen zurück auf die Erde, obwohl die Sonne längst am Horizont verschwunden war.

Wie ich das geliebt habe, noch immer liebe … und immer lieben werde.

Morgentau 02.06.2018, 20.10| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Von Wilhelm Busch

habe ich dieses zauberhafte Gedicht entdeckt. Ich kannte es noch nicht und finde es herrlich.
Vielleicht erfreut es auch euer Herz. Und nicht nur das von Junikindern ... ;-)

Zum Geburtstag im Juni

Den Jahreszeiten allen
Selbviert sei Preis und Ehr!
Nur sag ich: Mir gefallen
Sie minder oder mehr.

Der Frühling wird ja immer
Gerühmt, wie sich's gebührt,
Weil er mit grünem Schimmer
Die graue Welt verziert.

Doch hat in unsrer Zone
Er durch den Reif der Nacht
Schon manche grüne Bohne
Und Gurke umgebracht.

Stets wird auch Ruhm erwerben
Der Herbst, vorausgesetzt,
Daß er mit vollen Körben
Uns Aug und Mund ergötzt.

Indes durch leises Tupfen
Gemahnt er uns bereits:
Bald, Kinder, kommt der Schnupfen
Und 's Gripperl seinerseits.

Der Winter kommt. Es blasen
Die Winde scharf und kühl;
Rot werden alle Nasen,
Und Kohlen braucht man viel.

Nein, mir gefällt am besten
Das, was der Sommer bringt,
Wenn auf belaubten Ästen
Die Schar der Vöglein singt.

Wenn Rosen, zahm und wilde,
In vollster Blüte stehn,
Wenn über Lustgefilde
Zephire kosend wehn.


Und wollt' mich einer fragen,
Wann's mir im Sommer dann
Besonders tät behagen,
Den Juni gäb ich an.

Und wieder dann darunter
Den selben Tag gerad,
Wo einst ein Kindlein munter
Zuerst zutage trat.

Drum flattert dies Gedichtchen
Jetzt über Berg und Tal
Und grüßt das liebe Nichtchen
Vom Onkel tausendmal.


Wilhelm Busch



So einen netten und phantasievollen Onkel hätte ich mir auch gewünscht!

Morgentau 02.06.2018, 10.27| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Wenn ich Zeuge werde

durch welche Odyssee manche gehen müssen, weil sie schwer krank sind, dann wird mir immer ganz anders. Hab das ja auch selbst miterlebt innerhalb der Familie und am eigenen Leib. Das vergisst man jedoch schnell wieder, wenn es soweit allen gut geht und keine fortwährenden Termine, Behandlungen oder noch Größeres zu bewältigen ist, das das Leben völlig verändert.

Dabei gibt es nichts Wertvolleres, wenn einem all diese Dinge erspart bleiben.

Was sind dagegen diese Wehwehchen, unter denen man zuweilen zu leiden hat.

Man nimmt seine Medikamente ein und diesen oder jenen Arztbesuch wahr, und lebt ansonsten ganz gut ohne all diese Aufregung, körperliche und seelische Höchstbelastung.

Manno … das ist so so kostbar und man kann nur von Herzen dankbar sein für jeden Tag, den man ohne diese extremen Einschränkungen erleben kann bzw. darf.

Mag sein, dass es der eine leichter nimmt als der andere, aber für mich sind diese Dinge so frappant, ja schlimm und die Angst davor so groß.

Wenn man einen starken Partner hat, der dann an seiner Seite steht und selbst noch genügend Kraft besitzt, den anderen zu stützen, kann man von Herzen froh sein. Aber wo das nicht der Fall ist, ist der Betroffene auf Hilfe von anderen angewiesen. Und das kann jeden treffen, früher oder später.

Man kann sich heute noch völlig gesund fühlen und eines Tages passiert etwas im Innern oder von Außen, das das alles zerstört. Puh, wie oft habe ich das schon erlebt. Das macht Angst und ehrfürchtig. Ehrfürchtig vor dem Leben an sich, denn es zeigt, wie zerbrechlich es ist.

Es zeigt aber auch, wie dumm wir manchmal sind, uns über Belanglosigkeiten den Kopf zu zerbrechen, statt dankbar für jeden „normalen“ Tag zu sein.

Morgentau 02.06.2018, 10.07| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht