Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Einträge vom: 03.02.2019

Da hatten wir echt Glück

vor einer Woche. Dieses Wochenende hätte ich nicht unterwegs sein wollen in dieser Region.

Letzten Sonntagvormittag blinzelte sogar die Sonne einmal kurz zwischen den Wolken hervor. Just in dem Moment, wo ich einen letzten Spaziergang dort machte, bevor es auf die Heimreise ging.



So im Nachhinein betrachet, hatten wir überhaupt totales Glück, dass alles gut ging. Und ich bin heilfroh, dass alle dicht gehalten haben und mir keiner vorher was verraten hat. Ich hätte sicher an nichts anderes denken können, und da oben, in meinem Stübchen wäre es noch turbulenter zugegangen, als es das ohnehin schon tut. 

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Ein toller Spruch und so wahr. Der erklärt auch, warum mir manchmal nachts so heiß wird ...

Ich wüsste vieles lieber nicht, aber man kann es sich nicht immer aussuchen. 


Hier noch ein Foto aus der Nacht davor, das wollte ich euch auch noch zeigen ...



Am Ufer des Hopfensees. Ihr wisst schon, wo ich die unheimlichen Geräusche vernahm.


Ach, und das Hundi wollte ich euch auch nicht vorenthalten. Der hat sicher nicht gefroren in seinem dicklockigen Fellmantel ...



Ich weiß gar nicht, was das für eine Rasse ist. Ich stellte mir nur vor, wie schön es sein muss, mit ihm zu kuscheln.


Soweit noch eine kleine Nachlese vom letzten Wochenende ...


Inzwischen geht nun auch schon wieder das erste Februarwochenende zu Ende.

Gestern war ich bei meinem Sohn. Wir haben einen Wohnzimmerschrank zusammengebaut und aufgestellt. Es hat alles geklappt, wir konnten es kaum glauben. Jede Schraube, jeder Dübel und alle Zubehörteile waren genau abgezählt. Unfassbar. Da durfte nichts schiefgehen. Aber gefehlt hat auch nichts, welch ein Glück. Alles passte.

Das wollte ich einfach mal erzählt haben, schließlich erzählt man oft genug, was mal wieder schiefgelaufen ist …


Aber nun genug für heute. Wer hier in diesem Blog alles liest, scheint wirklich mein Fan zu sein ... oder angehender Psychologe ... lach.

Morgentau 03.02.2019, 18.01| (10/10) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

So einen Lazy Sunday Afternoon

weiß ich doch immer wieder zu schätzen. Das Wetter könnte schlechter nicht sein. Ähm … ich meinte natürlich „besser“ … es könnte besser nicht sein, um es sich herinnen gemütlich zu machen. Zeit haben für Dinge, für die man sich meistens zu wenig davon nimmt, weil man das Gefühl hat, etwas Wichtigeres zu verpassen. Aber was letztendlich wirklich wirklich wichtig ist … für einen selbst, das schätzt man oft total falsch ein. Man macht sich selbst etwas vor, traut seinen eigenen Gefühlen nicht, weil sie ungewöhnlich sind bzw. scheinen, wenn man sie mit denen der anderen vergleicht.




Aber genau das sollte man (ich) nicht tun. Dieses Vergleichen. Jedenfalls nicht, wenn es mit negativen Gefühlen behaftet ist. Dann ist es keine Inspiration, sondern Gift. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Bewunderung und Nacheifern wollen … und dem blöden Gefühl, nichts zu können im Vergleich zu anderen, die mit Gaben gesegnet zu sein scheinen.

Ersteres ist toll. Sich motiviert zu fühlen und die eigenen versteckten Talente aus sich herausholen zu lassen, das ist wahres Glück, tut der Seele gut und kann das ganze Leben bereichern und prägen.




Das andere … dieses ungute Gefühl, das ist schlecht und bewirkt eher das Gegenteil.

Aber wie stellt man es ab? An sich selbst und den Menschen glauben, die es gut mit einem meinen, die ehrlich sind und denen man vertrauen kann. Ja, so ist es. Und immer, wenn man wankelmütig wird, muss man sich das wieder vor Augen halten.




Man macht sich das Leben oft selbst schwer … sieht alles viel zu eng, ist zu streng mit sich selbst, macht sich viel zu viele Gedanken um im Grunde unwichtige Details.

Was heißt „man“ … ich rede hier von mir. Seufz …


Eigentlich haben sie doch Recht, die small Faces … lach. 


Die Fotos sind vom letzten Sonntagvormittag, aufgenommen von der Burgruine bei Hopfen am See.

Morgentau 03.02.2019, 16.00| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

... zum Dritten!

Ja, das geht wie beim Brezelbacken, und wenn es nicht ausufern soll, so rein gefühlsmäßig, aber auch gesundheitlich, da heißt es, bei wachem Verstand bleiben, richtige Entscheidungen treffen, ausfiltern und das Beste davon als Konzentrat wahrnehmen.

Zu kryptisch geschrieben? Sorry, aber wer mich kennt, weiß schon, was und wie ich es meine, und alle anderen dürfen rätseln oder es einfach ignorieren … womit ich schon wieder beim Thema wäre … lach.


Es wird immer schwieriger, zu filtern. Für einige mag das gar nicht so wichtig sein oder sie lassen eh alles ganz automatisch fallen, was nicht interessiert. Ja, manche können das. Wir Hs können das nicht, was manchmal gut ist, aber eben auch belastend oder sogar gefährlich werden kann, dann nämlich, wenn auch die Gesundheit darunter leidet. Das kann sich keiner vorstellen, dem es nicht so geht. Was für uns ein weiteres Problem darstellt, da wir von Andersfühlenden selten wirklich verstanden werden.


Ein Grund, warum wir meistens alles versuchen, uns unsere Mentalität nicht anmerken zu lassen, oder zumindest, sie insoweit zu verbergen, dass wir nicht auf Unverständnis stoßen und wieder einmal blöden Fragen und dummen Bemerkungen ausgesetzt sind oder gar belächelt werden. Gerade Letzteres macht mir oft zu schaffen. Den Mut zu haben, zu erklären, wie man drauf ist, das ist schon eine große Leistung für mich, aber die Reaktionen sind überwiegend die gleichen. Die meisten können damit nichts anfangen und halten es sogar für einen Witz.


Vielleicht liegt das einfach auch daran, dass wir quasi immer in eine Rolle schlüpfen und uns die Mitmenschen dadurch völlig falsch einschätzen. Und wer seine Introvertiertheit auslebt und nicht bestrebt ist, sich anderen gegenüber irgendwie anzupassen, wird halt ignoriert. Manchen macht das nichts, aber ich bin ein Mensch, ich will mit denen gut auskommen, mit denen ich zu tun habe.

Also bleibt mir oft nichts anderes übrig, als mich anzupassen, was jedoch extrem schlaucht.


Womit ich wieder beim Ausfiltern wäre. Wenn ich nicht krank werden will, muss ich mich von den Gedanken lösen, Erwartungen erfüllen zu müssen. Ich muss damit leben lernen, dass andere ein falsches Bild von mir haben und enttäuscht reagieren, wenn ich zu mir stehe und zu begründen versuche, warum ich anders bin. Auch wenn sie es dann trotzdem persönlich nehmen. Das darf mich nicht mehr berühren. Ich kann sie nicht ändern und muss mir vor Augen halten, dass sie es vielleicht gar nicht wert sind, dass ich mir so viele Gedanken mache. Wer sich in den anderen nicht hineinfühlen kann, auf dessen Wohlwollen kann man doch auch getrost verzichten, oder nicht?

Das zu erkennen und danach zu handeln, das sollte ich endlich lernen und umsetzen.

Noch mehr filtern, viel mehr filtern, denn die Zeit rast und jeder Tag ist kostbar.

Morgentau 03.02.2019, 11.11| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel