Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52
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Einträge vom: 29.01.2019

Sodele

eeendlich fließt wieder Blut durch meine Adern und ich kann mal wieder was schreiben.

Ich hab doch sooo viel zu erzählen, was ich alles so erlebt habe in den letzten Tagen.

Das geht schon morgens los, wenn die kleinen Meislein singen, als wüssten sie mehr als wir. Sie scheinen jedenfalls den Frühling schon zu ahnen, oder soll ihn ihr Gesang herbei locken? Das könnte auch sein. Und stellt euch vor, sogar der Storch stand heute früh in seinem Nest. Da hab ich echt nicht schlecht gestaunt. Als ich auf dem Heimweg wieder daran vorbeifuhr, war er allerdings nicht mehr dort. Ich werde es weiterhin beobachten.

Ich habe aufregende Tage hinter mir. Dabei habe ich mir alles so schön friedlich und sanft vorgestellt … voller Hoffnung, „der Tag“ ginge recht spurlos an mir vorbei … quasi heimlich, still und leise, als sei nichts besonderes gewesen. Ein paar Stunden im Kreis meiner Lieben, ganz so, wie ich es mag.

Aber da habe ich die Rechnung ohne meine Familie und Kollegen gemacht, die das ein wenig anders gesehen haben. Von wegen „ein Tag wie jeder andere“ … das sei es halt nicht, waren sie einhelliger Meinung.

So klingelte es morgens an meiner Tür, und bevor ich meinen ersten Gedanken … „die sind aber früh dran“ … zu Ende denken konnte, hieß es, "Koffer packen für eine Übernachtung … in 20 Minuten geht es in die verschneiten Berge!"

Ich kann euch sagen, das war heftig. „Meinen die das ernst?“ Ja, das meinten sie …

Weitere Details erspare ich euch aber … sicher könnt ihr euch vorstellen, wie aufgeregt ich war.

So schnell hab ich noch nie gepackt.

Zunächst ging es in das Tannheimer Tal. Dort wartete die nächste Überraschung auf mich, denn mit der Pferdekutsche ging es durch den Wald zum Vilsalpsee …




Davon habe ich schon immer geträumt. Zum Glück war es nicht so kalt, auch hatte jeder noch eine Decke. Ich hatte den Kleinen auf dem Schoß und hab ihn noch zusätzlich in so eine Decke gewickelt, dass nur noch Nase und Augen herausschauten.




Irgendwie romantisch war die Stimmung am See. Die Berge, Wege und auch der See lagen tief verschneit.




Auf den Gipfeln beobachteten wir kleine Lawinenabgänge. Nur ganz kleine, vom Wind ausgelöst.




Im Tal hatte ich eine lustige Begegnung mit diesem Hundi.




Ganz plötzlich steckte er seinen Kopf tief in den Schnee. Wer weiß, was er dort vermutet hat.




Danach sind wir noch ein wenig durch die Ortschaft spaziert. Das war schön …



Schöne Häuschen ... sicher ist es sehr gemütlich im Innern.




Am Nachmittag fuhren wir dann in unsere Ferienwohnung am Hopfensee …



Im Sommer waren wir hier ja schon öfter. Jetzt hätte ich keine Lust, dort Urlaub zu machen, obwohl das sicher auch seinen Reiz hat. Aber ich bin kein Wintersportler.




Auch in der Nacht wollte ich noch einmal am See entlang spazieren. Mein Sohn hat mich begleitet, denn er wollte ein paar Nachtaufnahmen machen. Es war ganz still und eine wunderbar stimmugsvolle Atmosphäre.



Das seltsame Knacken und Rascheln der Eisschollen und andere unheimliche Geräusche, die durch die Risse auf dem Eis entstanden und irgendwo aus dem tiefschwarzen See zu uns drangen … das war genau meins … wie ich das liebe.




Eine größere Freude hätte man mir wirklich nicht machen können. Geplant war es wohl schon lange und auch gebucht. Dass alle dicht gehalten haben, ist wirklich erstaunlich. Ich hatte echt NULL Ahnung, dabei spüre ich schnell, wenn irgendwas „im Busch“ ist … lach.




Hier seht ihr noch die Aussicht aus unserem Fenster. Am Morgen konnte ich Rehe und einen ziemlich mageren Fuchs beobachten. Der hat mir so leid getan. Wäre er lieber Winterschläfer geworden.




Was meine lieben Kollegen anbelangt, die haben meiner Bitte, den Tag nicht so wichtig zu nehmen, natürlich auch keine Beachtung geschenkt. Aber sie meinten es ja alle nur gut, was ich auch lieb finde, und eigentlich freue ich mich ja nun doch darüber, auch über die schöne Glückskastanie, die nun an meinem Schreibtisch im Büro steht …


Aber nun muss ich mich erst mal wieder erholen von der ganzen Aufregung … puh.



Morgentau 29.01.2019, 20.08| (15/15) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten