

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.

Wie die Gedanken sind,
die du am häufigsten denkst,
ganz so ist
auch deine Gesinnung.
Denn von den Gedanken
wird die Seele gesättigt.

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Des Menschen Leben …
ist der vorbeihuschende Augenblick
des Lebendigen,
ist unser Kinderspiel auf Erden,
ein Lichtschatten,
ein
fliegender Vogel,
Spur eines fahrenden Schiffes,
Staub, Nebelhauch,
Morgentau und aufbrechende Blume.

Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.
Morgentau

Captcha Abfrage
| Ingrid |
| Gute Besserung! |
| 12.2.2022-22:34 |
|
|
| Aiste |
Hello |
| 7.8.2021-18:29 |
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| Ingrid |
Gute Besserung und ein schönes WE |
| 6.12.2019-9:02 |
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| Ingrid |
|
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die Ingrid |
| 22.10.2019-21:38 |
|
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| Ingrid |
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille |
| 1.3.2019-16:52 |
|
|
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Nachgedacht
Gedankenversunken

Ich lausche gern in mein Inneres auf die Sprache meiner Seele zu tausenden Themen, die mir durch den Kopf gehen.
Wie schnell neigen wir dazu, Tatsachen als gegeben hinzunehmen oder zu glauben, was wir hören oder lesen. Aber schon als Kind habe ich vieles hinterfragt oder mir darüber den Kopf zerbrochen. Ich muss zugeben, in vielen Dingen bin ich sogar misstrauisch, ob es wirklich so ist, wie es scheint. Dabei muss ich nicht immer Recherchen einholen, um die wahren Hintergründe zu begreifen. Oft genügt schon mein Gefühl oder mein eigenes Wahrnehmungsvermögen.

Aber oft fallen mir auch viele schöne oder gar verrückte Sachen ein, die ich einst selbst erlebt habe. Da genügt ein Geräusch … ein Geruch … und sofort laufen Bilder oder Filme in meinem Kopf ab. So kann es sein, dass ich mich plötzlich an Situationen erinnere, die schon ca. 60 Jahre zurückliegen und eigentlich für immer zu schlummern schienen. Urplötzlich sehe ich eine Situation wieder vor mir. Ja, manchmal kann ich sogar den Geruch von damals wahrnehmen. Wie es bei meiner Großmutter in der Küche roch oder ihre Seife. Oder ich habe wieder Bilder vor Augen, die ich beim Blick aus dem Fenster hatte, wenn ich bei meinen Großeltern war … oder aus dem Schulgebäude. Häuser, die dort teilweise längst nicht mehr stehen. Aber wie oft fiel der Blick hinaus … das vergisst man halt nicht. Ich finde das so schön, dass wir uns das bewahren können. Scheinbar ganz banale Dinge eben.
Aber ich glaube, das geht allen Menschen so, je älter sie werden. Auf diese Weise werden Erinnerungen an die nächsten Generationen weitergegeben. Gerne erinnere ich mich daran, was mir meine Großeltern und Eltern aus ihrem frühen Leben erzählt haben, als es mich noch nicht gab. Nur zu gern habe ich ihren Geschichten gelauscht. Manche haben mich so tief berührt, dass ich auch sie nie vergessen werde.

Nun kam mir in den Sinn, wie schön es wäre, all meine direkten Vorfahren einmal bei einem riesigen "Familientreffen der Generationen" sehen und sprechen zu können. Meine Großeltern, Urgroßeltern, Urur ... Ururur ... und ein paar Ur-Großeltern mehr.
Mich würde brennend interessieren, wo unsere Linie beginnt, wie haben meine Vorfahren gelebt, wo gewohnt, wie sahen sie aus, wie fühlten sie, was arbeiteten sie, welche Interessen hatten sie, wie alt wurden sie ... u.s.v.m.
All das wüsste ich nur zu gern. Leider gehen nur ganz wenige Informationen über meine Urgroßeltern hinaus.
Wie weit zurück reichen Eure Informationen zu eurem Familienstammbaum?
Morgentau 20.03.2026, 00.00 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL
Glück ist ein kurzer Moment





Morgentau 02.02.2026, 00.00 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL
Eine neue Idee
Nachdem ich nun schon das dritte Kalenderblatt umblättern konnte, kam mir eine Idee. Warum nicht die schönen (gemeinfreien) Verse von da aufgreifen und mit ein paar Gedanken und vielleicht auch Fotos versehen? So wäre garantiert, dass ich wenigstens einmal in der Woche hier etwas poste.
Oh ja, das würde mir Spaß machen. Ob es funktioniert, kann ich natürlich nicht einschätzen. Aber der Versuch ist es doch wert, oder?
Die Wunder sind da, überall um uns herum, wir müssen sie nur in den Fokus nehmen …
Morgentau 12.01.2026, 10.06 | (9/9) Kommentare (RSS) | PL
Die Ruhe nach dem Sturm
Vom Lärm der Silvesternacht ist nichts mehr zu spüren. Draußen herrscht Stille, eisige Stille. Es ist bitterkalt geworden. Die Schneeflöckchen, die der Nordwind zu uns blies, haben für zarte weiße Decken auf Dächern, Bäumen und Wiesen gesorgt. Ein klein wenig Winterzauber.
Ich liebe diese Stimmung, das Licht, die Ruhe. Zeit zum Nachdenken.
Je älter ich wurde, umso größer war meine Angst vor dieser Zeit. Vor der Dunkelheit, der Kälte, dem Erstarren. Den Verlust von Farben, Licht und Wärme galt und gilt es auszugleichen. Seit die Zeit so schnell vergeht, tröste ich mich mit dem Gedanken, dass es doch eigentlich gar nicht mehr lange dauert und erste Blümchen den Weg ans Licht finden werden. Es ist also alles halb so schlimm.
An meinen neuen Kalendern kann ich morgen früh schon das erste Blatt umblättern. Manchmal tut es mir leid, wenn etwas besonders Schönes abgebildet ist. Aber ich bin immer gespannt, was auf dem neuen zu sehen ist. Und so ist es doch im Leben auch. Wir müssen und dürfen uns überraschen lassen, was es für uns bereithält. Immer in der Hoffnung, dass es etwas Gutes ist.
Morgentau 04.01.2026, 09.53 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL
Alle Dinge sind im ewigen Fluss
Heraklit von Ephesus
Man sagt, heute sei Neujahr. Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Aber so einfach ist das nicht. Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr.
Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.
Johann Wilhelm Wilms
Morgentau 31.12.2025, 00.00 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL
Wenn es zu unserer Zeit
… also in meiner frühen Jugend … schon Handys und Internet gegeben hätte, wie vieles wäre da vermutlich völlig anders gelaufen?
Dieser Gedanke kam mir neulich in den Sinn. Wie viele Kontakte wären womöglich bestehen geblieben, wenn es zu einem Austausch gekommen wäre. Ich weiß … hätte, hätte …
Aber egal, ich finde es trotzdem interessant.

Ein Telefon hatte ich nie. Zumindest nicht in meiner Jugend und als die Kinder noch ganz klein waren. Unvorstellbar, gell? Aber es war so, und ich habe es überlebt.
Ich war zwar immer eine fleißige Briefeschreiberin, aber bis so ein Brief beim Empfänger eintrudelte, waren die darin erwähnten Begebenheiten oft schon wieder Geschichte.

Heute geht der Austausch ganz schnell. Eine Frage – eine Antwort! Jederzeit und überall erreichbar.
Ehrlich, ich bin so froh, dass ich in meiner Sturm-und-Drang-Zeit nicht immer erreichbar war … und mich so auch nie habe meinen Eltern erklären zu müssen. Puh, das dürfte auch nicht ganz einfach sein für die Jugend von heute. Wobei die eher unerschrocken sind. Die wachsen damit auf und kennen es nicht anders.

Was ich damals viel viel schöner fand, ist das Erleben der Vorfreude, die heute so oft genommen wird durch diese ständige Präsenz und Informationsmöglichkeit. Es wird immer schwerer. Auf etwas Warten … eine Begegnung, ein Erlebnis … sich darauf freuen, innerlich brennen … ach, war das schön. Obwohl das eher auch anderen Aspekten zuzuschreiben ist. Nun gut … nichts bleibt wie es war.

Heute wie versprochen noch ein paar Fotos aus Südtirol. An diesen Koppeln musste ich immer stehen bleiben und schauen …

Die Pferdis und anderen Weidetiere haben es wahrlich schön dort. Ganz viel Platz und schöne Wiesen. Man hat es ihnen auch angemerkt, wie sie sich bewegt haben.

Der kleine Esel hat es auch gut ...

Herrlich ist natürlich auch dieses frische Grün im Frühling. Ich wusste oft gar nicht, wo ich hinschauen sollte. In die Ferne oder einfach Richtung Himmel … alles weitet das Herz.

Ganz weich waren diese Lärchennadeln.

Auch der Blick nach oben ... für mich immer wieder atemberaubend ...

So danke für diese wundervollen Momente!
Morgentau 28.05.2024, 00.00 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL
Es ist doch erstaunlich,
wie schnell man überlegen muss, wann dieses oder jenes Ereignis war, obwohl es noch gar nicht so lange zurück liegt. Also mir geht es zumindest so, dass ich schon nachdenken müsste, was genau ich an welchen der letzten Tage getan habe. Wie sah mein Mittwoch aus oder mein Donnerstag? Da kann man sich (ich mich) so leicht verschätzen.

Nun frage ich mich, ob das schon immer so war oder mit dem Alter zu tun hat? Oder liegt es doch daran, dass der Kopf noch voller als früher ist. Und das, obwohl ich keine Kinder mehr erziehen und versorgen und auch nicht mehr jeden Tag zur Arbeit gehen muss. Hm … keine Ahnung.

Sind wir seit zwei Wochen zurück aus Südtirol oder erst seit einer? Mir kommt es vor, als wäre es schon sooo lange her. Genau genommen sind es heute 10 Tage. Dann wird es Zeit, dass ich euch noch weitere Fotos zeige, bevor wieder soviel Zeit vergeht, dass es irgendwie nicht mehr passt.

Hab so oft noch weitere Bilder versprochen und sie letztendlich doch nie gezeigt. Und wenn auch keiner danach fragt, dann ist es halt vergessen. Wie zuletzt die von Zermatt, die warten immer noch auf ihre Präsentation, dabei liegt die Busfahrt bald zwei Jahre zurück. Ist das zu fassen? Das Leben läuft uns davon. Oder wir dem Leben?

Aber heute möchte ich noch ein paar Fotos von Südtirol zeigen. Was auch schön an Fotos ist, dass man ihnen nicht ansieht, wie es einem in dem Moment ging. So dachte ich bei jedem Foto, dass es mich dann zuhause sicher erfreuen wird. Ich kann den Moment noch einmal fühlen, ohne den Schmerz von damals … wie es hätte sein können. Wie sehr ich es genossen hätte. Irgendwann werde ich die Fotos betrachten und nur noch Gutes dabei fühlen. Das ist schön.

Was mir alles so durch den Kopf geht, gell? Zu viel, zu viel … ich weiß. Ein riesiger Denkberg, der bis an den Himmel reichen würde, wäre jeder Gedanke ein Tannenzapfen oder eine Himbeere oder was auch immer. Die Erde müsste schwer tragen. Aber nein, das kann man sich eigentlich nicht vorstellen.

Und doch überlege ich so oft, warum das so ist, warum ich so viel nachdenke, wer das so eingerichtet hat und warum?
Vieles, von dem, was ich denke, ändert absulut nichts am Leben. Warum muss bzw. will man dennoch so viel wissen?
Ja, um das Wissen weiterzugeben. Aber ist das überhaupt noch nötig, wo es heute so viele andere Möglichkeiten hat?
Ob das vorhersehbar war, als die Menschheit entstand?
Jetzt wird es zu kompliziert ... also Schluss mit dem Thema.

Die Fotos lasse ich heute für sich sprechen. Ein Teil ist nochmal aus den Gärten von Schloss Trauttmansdorf, die anderen von unseren kleinen Wanderungen oder meinen Spaziergängen.

Ich hab noch ein paar, also bis bald ...
Morgentau 21.05.2024, 00.00 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL
Es ist schon seltsam manchmal
Das erlebe ich immer mal wieder. Dass mir eine Name nicht mehr einfällt, das ist ja noch okay, aber ihn gar nicht zu kennen, obwohl ich die Person seit Jahrzehnten kenne, finde ich schon merkwürdig.
Heute ist Michael Emmet Walsh im Alter von 88 Jahren gestorben.
Ihr wisst nicht, wer M. E. Walsh ist? Dann könnten wir uns die Hände reichen, ich wusste es bis eben auch nicht. Erst, als ich die Nachricht las und Fotos von ihm zu sehen bekam, dämmerte es mir. Ach, das ist doch der aus …….
Ich kenne ihn von unzähligen Filmen und Fernsehserien, was nicht wundert, da er in Filmen von 1969 bis 2022 mitgespielt hat. Und wenn ich die große Liste sehe, waren einige dabei, die ich gesehen habe. Und ich fand ihn toll in seinen Rollen, er konnte jeden Charakter spielen.
Oft wunderte ich mich sogar, dass es ihn immer noch gibt, und fragte mich, wie alt er wohl sein mag. Hab aber nie nachgesehen.
Nun kommt kein neuer Film mehr mit ihm. Dass ich seinen Namen nicht kannte, liegt vielleicht auch daran, dass ich nie was über ihn gelesen habe oder ihn nie in einer Talkshow etc. gesehen habe, wie andere Schauspieler. Vermutlich wollte er diesen Hype nicht.

Morgentau 21.03.2024, 09.45 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL
Zeit
Morgen wird mein Sohn so alt, wie ich es im Jahr 2000 war.
Ich kann mich noch gut an die Jahre davor erinnern, als wir uns ausmalten, wie es dann wohl sein würde, was sich verändern würde bis dahin und welche Wünsche wir uns vielleicht endlich erfüllen könnten.
Aber die Jahrtausendwende kam und von den Erwartungen wurden nur wenige erfüllt.
Vieles kam sogar anders.
Die Zeit fließt dahin, manchmal fast unbemerkt.
Oft heißt es Abschied nehmen. Von geliebten Menschen, Tieren, Gewohnheiten, Gegenden,
ja sogar Ausblicken und Beobachtungen.
Eines Tages ist plötzlich alles anders. Je älter man wird, um so öfter erscheint es so.
Das ist sehr traurig, aber auch der Lauf der Zeit. Und es ist wohl gut so, dass einem das Vergängliche in jungen Jahren noch nicht so bewusst ist.
Ein Fluß, der aus dem Werdenden hervorgeht,
ein reißender Strom ist die Zeit.
Kaum war jegliches Ding zum Vorschein gekommen,
so ist es auch schon wieder weggeführt,
ein anderes herbeigetragen,
aber auch das wird
weggeschwemmt werden.
Marc Aurel

Morgentau 11.01.2024, 12.49 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL
Kalt ist es geworden
Vergangene Nacht lagen wir nah der Frostgrenze. Nicht viel hat gefehlt und die Vogeltränke wäre wieder zugefroren gewesen. Aber so ist halt der April, unberechenbar.

Da haben die Schäfchen Glück, die bisher ungeschoren davongekommen sind.

Wie schön, dass ich von seinen froh gestimmten Zeiten noch ein paar Andenken habe.

Wenn man bedenkt, dass das, was man hier sieht, nur Momentaufnahmen sind, dass jeder Schritt, der darauf folgte, bereits neue Eindrücke hervorbrachte, und nichts so bleibt, wie man es hier sieht, ist das schon sehr bewegend, finde ich.

Alles verändert sich … fortwährend. Von morgens bis abends.

Die Wolke löst sich auf oder zieht weiter, die Schatten verschwinden oder werden zur Nacht, die Tiere laufen zu ihrem Stall, die Vögelchen fliegen in ihr Nest, das Bächlein versiegt langsam, Knospen schließen sich …

Und von alldem bekomme ich schon nichts mehr mit, da ich längst auf dem Heimweg bin.

Am anderen Morgen beginnt alles von vorn. Ein neuer Tag mit neuen Bildern.

Wenn ich Glück habe, kann ich wieder ein paar davon festhalten.
Morgentau 27.04.2023, 06.16 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL




