Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Gute Besserung!
12.2.2022-22:34
Aiste
Hello :ok:
7.8.2021-18:29
Ingrid
Gute Besserung und ein schönes WE :ok:
6.12.2019-9:02
Ingrid
Schönes Bergfest und alles Gute,
wünscht dir die
Ingrid :)
22.10.2019-21:38
Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Die Ankündigung von Unwettern

in letzter Zeit machte mir Angst. Fast jeden Tag bestand die Gefahr … auch für unsere Region, aber meistens wurde nichts daraus. Was für eine Erleichterung. Aber Regen wäre so willkommen gewesen.

Vergangene Nacht nun war es so weit. Ein paar harmlose Brummerle und ganz viel schöner frischer Landregen. Tat das gut.




Kein Wunder also, dass heute ein wunderschöner Tag ist … Postkartenwetter, … klare, wunderbare Luft und angenehme Temperaturen. So ein Traumtag halt, wo einfach alles stimmt.

Schade nur, dass heute niemand Zeit hat, mich in den Wald zu begleiten.




Im Garten ist es natürlich auch schön, aber da geht immer ein Geschimpfe los, weil ein paar Vogeleltern in Sorge um ihre Jungen sind. Einige sind immer noch nicht flügge.

Deshalb bin ich wieder reingegangen, hab die Küche aufgeräumt und Dinge erledigt, die wegen der Schwüle liegen geblieben waren.




Jetzt hab ich aber keine Lust mehr. So frisch ich halt meine Erinnerungen ein wenig auf …




Schon lange wollte ich davon berichten … von einer weiteren Wanderung im Mai. Wir hatten wahrlich Glück mit dem Wetter, dass es auch an dem Wochenende mitgespielt hat.




Entlang des Weges mit der Markierung „hochgehflogen“ wanderten wir Richtung Fluggelände „Rossfeld“. 

Wunderschöne Albtraufpfade zwischen beeindruckenden Baumriesen ging es entlang …




Da wir recht weit oben waren, pfiff der Wind ziemlich ordentlich. So rauschte es in den Baumwipfeln, was für eine mystische Stimmung sorgte. Ich mag das so sehr.




Beeindruckend waren aber auch die vielen Aussichten auf die Ortschaften ringsherum …




Vom Wiesfels und Olgafels z.B. … und ganz oben auf dem Flugplatz Rossfeld …


ein Ausblick wie aus dem Flieger ...




Hoffentlich wird euch nicht schwindlig!



Apropos … wer vielleicht denkt, ich mit meiner Krankheit hätte da oben Zustände bekommen müssen, den kann ich beruhigen. Ich habe keine Höhenangst (so lange alles gesichert ist) und von dem Blick in die Ferne wird mir auch nicht schwindlig. Ich staune selbst über das Phänomen, aber mir wird z. B. schwindlig, wenn ich auf harten Boden laufe, diese Bewegungen, das ist ein einziges Gewaber … oder wenn ich aufgeregt bin, mich zu schnell bewege oder so … vor allem bei seelischem Stress halt. Es ist reine Nervensache, wie auch meine Mutter gesagt hätte. Deshalb geht es mal besser, mal schlechter.




Aber ich schreibe schon wieder viel zu viel, wer will das lesen. Meine Urlaubswoche ist ohnehin zu Ende, dann normalisiert sich das von allein wieder. 




Vor dem offenen Fenster singt eine Amsel … ob sie mir was damit sagen will … oder einfach nur „Pfeif drauf!“ … hihi.


Vielleicht mache ich auch eine kleine Sommerpause, mal sehen.




Noch schnell ein paar letzte Eindrücke von diesen herrlichen Bäumen, wie es sie nur im Frühling gibt. Ich konnte mich nicht satt sehen an den vielen grünen Blättern, die alles zuzuwachsen scheinen. Der Wahnsinn, gell?


Danke, dass ihr mich begleitet habt! 

Jetzt muss ich zum Ende kommen, sonst wird mir doch noch schwindlig ... :-)

Morgentau 25.06.2022, 17.40| (7/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Sommertraum

Golddurchflammte Ätherwogen,
Schwerer Äste grüne Bogen,
Süß verwob'ne Träumerei'n…
Sommer, deine warmen Farben,
Helle Blumen, gold'ne Garben
Leuchten mir ins Herz hinein…



In dem Wald, dem dämm'rig düstern,
Hörst du's rauschen, lispeln, flüstern,
Elfenmärchen – Duft und Schaum…?
Blumenkinder nicken leise,
Lauschen fromm der alten Weise
Von des Waldes Sommertraum…



Und der See, der windumfächelt
Lallend plätschert, sonnig lächelt,
Netzt das Schilf aus lauem Born…
Rosen blühen am Gelände,
Rosenglut, wo ich mich wende,
Und im Herzen tief ein Dorn…

Lisa Baumfeld

Morgentau 24.06.2022, 18.48| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Sommeranfang

Und wieder ging ein Frühling zu Ende. Viel zu schnell. Wie viele werden es noch sein, die ich noch erleben darf … mit allen Sinnen? So schnell kann alles anders sein, ich habe es erlebt und weiß, dass es manchmal auch „vor der Zeit“ passiert. Wobei das auch relativ ist.


Je älter ich werde, je öfter etwas schmerzt oder plötzlich nicht mehr funktioniert, desto öfter habe ich solche Gedanken. Wie viele Sommer … Winter … Geburtstage meiner Kinder, Enkel … sind mir noch vergönnt? Wobei das keine Frage des Alters ist, aber eben naheliegender, wenn man nicht zu den Gesündesten gehört.


Es gibt eine Zeit im Leben, da macht man sich um diese Dinge noch keinen Kopf. Dafür hat man meistens andere Päckchen zu tragen, die auch schwer wiegen. So ist das Leben eben … ich weiß.

Deshalb hat es eigentlich keinen Sinn, immer wieder düstere Prognosen heraufzubeschwören.

Aber wie stellt man das ab, wenn der Knopf dafür schon in der Kindheit fehlte. Seufz.


Keine Angst, es gibt auch immer noch die guten Gefühle, dank wunderbarer Erinnerungen. Und es gibt die guten Tage, wo man sich wohlfühlt und Schönes auch genießen kann. Das Leben ist noch lebenswert, auf jeden Fall. Und ich bin froh, dass ich das wieder spüren darf, denn es war/schien eine kurze Zeit verloren gegangen. Viele von euch kennen solche Phasen sicher auch …


Ja, die Gefühle. Was wären wir ohne sie? Sie machen uns aus … und unser Leben. Wie es auf der Seite hier steht und Marc Aurel schon feststellte … „Wie die Gedanken sind, die du am häufigsten denkst, ganz so ist auch deine Gesinnung. Denn von den Gedanken wird die Seele gesättigt.“


Wobei das „gesättigt“ nicht nur positiv zu verstehen ist. Die Seele kann auch übersättigt werden von quälenden Gedanken … oder Schlimmes anrichten, wenn sie zerstörerisch … toxisch sind. Puh.

Ich bin harmoniesüchtig/hochsensibel und benehme mich deshalb vielleicht oft zu kindisch, naiv. Will damit vielleicht noch das Kind sein, das man vor dem Bösen beschützt. Ja, das könnte sein.


Ich bin halt so und werde mich wohl auch im Alter nicht mehr ändern. Auch wenn es mir so manchen Weg im Leben versperrt hat, so erschlossen sich mir dafür andere, auch geheimnisvolle Pfade, die nicht für jeden zugänglich sind. Und das finde ich schon toll … hihi.



Morgentau 21.06.2022, 16.30| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Hochsensibel

Noch ist es auszuhalten

derzeit hat es so 20 Grad, inzwischen 21 ... aber sehr angenehm. Doch das soll heute nicht so bleiben. Hier nicht und an vielen anderen Orten auch nicht. 
Bevor also die große Lähmung einsetzt, möchte ich euch was zur Erfrischung hier lassen.


Die Fotos entstanden an einem wundervollen Maientag am schönen Blautopf.




Dort fahren wir immer wieder gern hin. Früher träumte ich sogar davon, hierher zu ziehen. Aber inzwischen genügt ein Bsüchle so dann und wann.




Die Farbe des Wassers des Quelltopfes fasziniert mich immer wieder.

Aber auch die Spiegelungen oder der Kontrast zu den hellgrünen Blättern ... so schön.




Die Motive sind ja allgemein bekannt …




... aber immer wieder schön.




Kommt gut durch die heiße Zeit!

Morgentau 18.06.2022, 09.03| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Besetzt

Als wir uns bei einer unserer letzten Wanderungen auf einem Bänkchen ein wenig ausruhen wollten, stellten wir fest, dass es zum Teil schon besetzt war …




Erkannt habe ich die Kleine gleich … das ist doch die Elsa.

Aber wer hatte ihr hier so ein schönes Bettchen gebaut und sie damit zurückgelassen?


Ich vermute mal, dass es ein kleines Mädchen war. Hoffentlich kam bzw. kommt sie bald wieder, bevor womöglich die Bettdecke von einem Reh aufgefuttert wird ...

Morgentau 17.06.2022, 19.30| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Bin froh

dass ich den Einkauf hinter mir habe. Puh, ist das schwül. Dabei soll die große Hitze erst kommen. Waaas, noch größer?

Ein Verkehr auf den Straßen, dabei dachte ich, dass es heute relativ ruhig bleibt … an diesem Brückentag.


Eigentlich wollte mich meine Tochter mit zum Einkaufen nehmen, aber die sitzt im Krankenhaus. Ihr Mann hat wohl eine Blinddarmentzündug. Genaues weiß ich noch nicht.

Plötzlich hatte er schlimme Bauchschmerzen und Fieber. Der Arme. 

Es ist doch wahrlich immer irgendwas …


Ich würde gern untertauchen … ja, sogar im Blautopf …



Morgentau 17.06.2022, 10.45| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Schmerzlich

Schade

wir wollten zu einem schönen Park mit Weiher und großem Spielplatz fahren … nicht allzu weit von uns entfernt, aber eine dicke dunkle Wolke über uns wollte unbedingt ihre Last loswerden. Seit Tagen kein Tropfen, aber ausgerechnet jetzt.

Ich sag`s doch … Murphy mischt sich immer ein, der Spielverderber.




Ist die Hitze schon bei euch angekommen? Bis jetzt fühle ich mich noch wohl. Wärme tut mir schon immer gut, erweitert die Arterien. Lieber so als dunkel und kalt.

Das soll aber nicht heißen, dass mich Hitze völlig kalt lässt … haha.

Morgentau 16.06.2022, 10.46| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Ich wusste es

dass es wieder ein wunderbarer Morgen wird. So ruhig und einladend für viele Gedanken.

Sagt mal, denkt ihr gern nach? Nein, nicht grübeln … sondern einfach so die Gedanken fließen lassen … ?

So eine Mischung aus Denken und Träumen. Das hab ich schon als Kind gern getan. Entweder, ich habe mich dabei auf etwas gefreut, was noch vor mir lag, oder eben über etwas, das zurück lag.


Warum das so war, ich weiß es nicht. Vielleicht, weil ich Einzel- und Schlüsselkind war und ganz viel Zeit nur mit mir allein war. So habe ich oft innerlich mit mir selbst kommuniziert … oder mit einer imaginären Schwester. Ich habe es irgendwie sogar gebraucht.


Vielleicht kann ich mich ja auch deshalb so gut an vieles erinnern, was schon ewige Zeiten her ist. Weil sich alles so festsetzt bei mir. Aus den Augen, aber niemals aus dem Sinn.


Ich tu es noch immer gern und hab deshalb auch irgendwie kein Problem damit, auch mal allein zu sein. Selbst im Bus sitze ich lieber allein, schau nach draußen und lass meine Gedanken fließen. Gerade an solchen Tagen, wo viele Erinnerungen ins Gedächtnis drängen. Es tut mir gut.


Vielleicht ist es auch das Freie … denken zu können, was man mag, und nicht das, was man muss, wie beim Lernen, der Arbeit oder Unterhaltung mit anderen.

Klar besteht dabei auch die Gefahr, dass sich nicht nur freundliche Gedanken in den Vordergrund drängen. Womit ich wieder beim Grübeln wäre. Das kenne ich nämlich leider auch. Und auch das sehr extrem, quälend und manchmal sogar bedrohlich.


Nein, es ist nicht immer gut, sich Gedanken zu machen … aber manchmal schon.



Morgentau 16.06.2022, 08.40| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht

Es ist schon ein schönes Gefühl ...

ein paar Tage frei zu haben, auch wenn ich nicht verreise.

In der Regel kann ich dann auch besser schlafen, aber vergangene Nacht war das nicht der Fall. Ich kam einfach nicht zur Ruhe. Das könnte an den Nudeln gelegen haben, die ich viel zu spät am Abend gegessen habe. Die waren so lecker, dass es auch viel zu viele waren, die den Weg in meinen Magen fanden. Schon lange hab ich mich nicht mehr so abgefüllt (gefühlt)… szzz.


Ja, es schmeckt mir endlich wieder. Nachdem ich einige Monate absolut keinen Appetit hatte, das Essen regelrecht vergessen habe und meinen Gürtel immer enger schnallen musste, finde ich so langsam zu alter Form zurück. Klar sah es toll aus, ein wenig schlanker zu sein, aber ich sag euch ehrlich … nicht zu dem Preis.


Jedenfalls war es eine total unruhige Nacht, wie ich sie auch schon lange nicht mehr durchleben musste, dank der Medikamente, die ich nehme. Es war schon seltsam.

Bis ich spät in der Nacht einen weiteren – zugegeben, beeindruckenden – Übeltäter entdeckte, der vermutlich auch nicht ganz unschuldig an meiner Lage war.

Habt ihr ihn auch gesehen, dieses gigantischen Mond?




Solche Momente faszinieren mich immer wieder. Diese Dunkelheit und absolute Stille in der Nacht, und am Himmel dieser hell leuchtende riesige Himmelskörper. Wow …

In solchen Augenblicken fällt es mir schwer, zu glauben, was „hier unten“ auf diesem Planeten so abgeht …

Morgentau 15.06.2022, 11.31| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Was für ein schöner Juniabend ...

die Luft so klar, das Licht so mild … und die Stimmen des Tages ziehen sich mehr und mehr zurück, wie auch die Menschen. Es wird still, die Vögelchen singen ihr letztes Lied.


Hab noch ein wenig aus dem Fenster gesehen, um die Stimmung einzufangen.

Da kam eine junge Frau auf dem Fahrrad gefahren … mit Latzhose, Ringelshirt und langem offenen Haar, das im Wind fröhlich wehte.


Es muss herrlich sein, wenn man die Straße fast allein für sich hat und dem Abendwind und der untergehenden Sonne entgegenfahren kann …


Ich konnte es ihr ansehen, selbst aus der Ferne. :-)



Morgentau 13.06.2022, 21.02| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Sei nicht dumm

Kurzen Sommer blüht die Blume,
Denn das Schöne währt nicht lang,
Schwach Gedächtnis bleibt vom Ruhme,
Jubel schwindet und Gesang.

Blumen welken, Mädchen altern,
Folgsam ewigem Gesetz,
Jugend bannt man nicht mit Psaltern,
Und die Dauer bleibt Geschwätz.

Deshalb wollen wir zur Neige
Schlürfen jeden Augenblick;
Blau der Himmel, grün die Zweige,
Sei nicht dumm und preis das Glück!

Ferdinand Sauter


Morgentau 13.06.2022, 20.39| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Es war einmal ...

Wenn ich mit meinen Augen über bzw. durch Fotos wandere, erscheint mir manche Erinnerung richtig märchenhaft. Hätte ich diese Bilder nur im Kopf, müsste ich bestimmt oft überlegen, ob ich das nicht vielleicht alles nur geträumt habe.




Die Zeit vergeht so unbeschreiblich schnell und schöne Momente sind in der Regel viel zu kurz. Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal eine längere Urlaubsreise gemacht habe. Mehr als sechs Tage waren einfach nie drin. So hieß es immer dann, wenn man sich an einen Ort gewöhnt hatte und der Urlaub nun eigentlich erst so richtig hätte beginnen können, Koffer packen – Abreise!

Ja, ich wollte es so, denn es zieht mich auch immer wieder nach Hause.




Dennoch wundert es nicht, dass einem danach das Erlebte wie ein Traum vorkommt. 

Manchmal schon wenige Tage später.

Aber ich habe meine Fotos, die tausende Details festgehalten haben. Ganz gleich, wie oft man sie anschaut, bei einigen kann man immer noch neues entdecken. Vor allem am Monitor geht das wunderbar. Das liebe ich. Auf diese Weise geht der Urlaub doch noch in die Verlängerung.




Aber ich weiß noch, wie mühsam es in meiner Kindheit war, die im Vergleich zu heute wenigen Fotos entwickeln zu lassen und in Dia-Rähmchen einzupacken, damit wir die Bilder an der großen Leinwand sehen konnten. Ganz zu Beginn verwendete man noch Glasplättchen dafür.

Ich bewundere noch heute meinen Vater für seine Geduld.




Oder wenn ich ihm in seiner winzigen „Dunkelkammer“ beim Entwickeln von SW-Fotos zuschauen durfte. Das machte riesigen Spaß. Es brauchte nicht lange, und ich habe es selbst versucht.

Danach die Fotos trocknen und zurechtschneiden … was für ein Aufwand. Aber es sind schöne Erinnerungen. Mich faszinierte das.




Ich sehe alles noch vor mir. Am tollsten war der Moment, als das Foto auf dem Papier so langsam Gestalt annahm und man das Ergebnis zum ersten Mal sehen konnte. Wie spannend dieser Augenblick war, kann sich heute kein Mensch mehr vorstellen.




Die heutigen Fotos entstanden bei einem Ausflug an den Bodensee vor ein paar Wochen.

Ich habe noch mehr davon, die zeige ich beim nächsten Mal.



Jetzt geht es erstmal ins Wochenende. Ich wünsche euch, dass es schön und entspannt wird!

Morgentau 10.06.2022, 19.27| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Fluss im Abend

Der Abend
läuft den lauen Fluß hinunter,
Gewittersonne übersprengt
die Ufersenkung bunter.
Es hat geregnet.
Alle Blätter dampfen Feuchte.
Die Weidenwildnis streckt mit hellen Tümpeln
sich ins witternde Geleuchte.
Weiße Nebel
sich ins Abendglänzen schwingen.
Unterm seichten Fließen dumpf und schrill
die mitgezognen Kiesel klingen.
Die Pappeln stehn im Licht, traumgroße Kerzen
dick mit gelbem Honigseim beträuft –
Mir ist, als ob mein tiefstes Glück durch grüne Ufer
in den brennenden Gewitterabend läuft.

Ernst Stadler


Was für ein wunderbares Gedicht. Wie ich mir alles vorstellen kann ... jeden beschriebenen Moment ... jedes Gefühl. Es zeigt mir, dass manche Menschen schon damals dieses Empfinden hatten.
Schade, dass dieser Schriftsteller so früh sterben musste. 
Ich hatte noch nie zuvor von ihm gelesen.

Ein Gefühl zu beschreiben, ist gar nicht so leicht. Ob es der, der darüber liest, nachempfinden kann? Sicher nicht jeder, deshalb interessiert es auch nicht jeden. 
Das ist mit Bildern nicht anders. Oder all dem, das uns umgibt.
Wie oft sehe ich Menschen durch den Wald marschieren, nicht nach links und rechts schauend, dafür lautstark Probleme diskutierend. Okay, jeder, wie er es halt braucht.

Natürlich kann auch meine Probleme der Wald nicht lösen, aber er kann mich auf andere Gedanken bringen, mir zeigen, dass es so viel Wunderbares gibt. Warum also sollte ich meine Sorgen mit in den Wald nehmen? Es genügen meine Augen und mein Herz. Die finden dort so viel Heilendes, Tröstendes, dass ich alles andere vergessen kann.

Solche Orte, wie auf dem Foto. Der spiegelnde Himmel im Wasser ... die weißen Wölkchen ... das sanfte Licht der Abendsonne, das zart golden durch das Blätterwerk blinzelt ... die blühende Wiese davor, die zum Verweilen einlädt ... 

Ich finde, wer das nicht sehen kann oder nichts dabei fühlt, dem geht - ohne es zu ahnen - ein Stück vom Lebenssinn verloren. Aber gut, ihn bewegen dafür vielleicht andere Dinge, bei denen ich nichts empfinden kann. 
Mag sein, aber für mich gibt es nun mal nichts Wertvolleres und Schöneres als diese Stunden mit und in der Natur ... und so wird es wohl auch (hoffentlich) für immer bleiben.

Mich graut jetzt schon vor der dunklen Jahreszeit. Da werde ich wieder in ein Loch fallen.
Vielleicht habe ich sowas wie eine bipolare Jahreszeitenstörung ... aber das ist ein anderes Thema.


Morgentau 08.06.2022, 12.27| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Ein wunderbarer Morgen ... aber Zahnweh

Wie schön, dass wir heute noch frei haben. Es ist gleich um 9 Uhr und noch immer herrscht eine angenehme Stille da draußen. Nur die Vögelchen sind schon aktiv und präsentieren ihr liebliches Morgenkonzert. Nur zu gern bin ich da Gast und genieße diese Stimmung.




Einige Vögelchen kann ich an ihrem Vortrag erkennen, manche nicht.

Es würde mich schon mal interessieren, wer da alles mitwirkt.




Blöd nur, dass immer ausgerechnet an solchen Tagen irgendwas am oder im Körper muckt. Dieses Mal sind es die Zähne, eigentlich das Zahnfleisch, das entzündet ist und mich zur Schonkost zwingt. Wie gut, dass es wenigstens meinen Gästen schmeckt, das entschädigt …

Und der Schwindel hält sich bisher auch zurück, was mich natürlich ganz sehr freut.




Die Fotos entstanden während eines Abendspazierganges an der Donau. Als ich im März dort entlanglief, zeigte sich noch kein einziges grünes Blatt. Aber jetzt … sooo schön.




Ich hoffe, es geht euch gut, und wünsche euch einen angenehmen, schmerzlosen und schönen Pfingstmontag!



Morgentau 06.06.2022, 09.04| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Im warmen Frühling

Ich fühle mich so wohl
Trotz allen meinen Sünden,
Und denke mit dem Himmel
Mich gütlich abzufinden.

Ich hab' nicht eben schlecht,
Nur manchmal dumm gehandelt;
Heut' ist mir alles recht,
Ich bin wie umgewandelt!

Eduard von Bauernfeld



Ich hoffe, ihr könnt das Gefühl von Herrn von Bauernfeld teilen!

Mir geht es jedenfalls so, so lange es solche wunderbaren Himmelsbilder gibt.

Und wie herrlich es duftet da draußen ... nach Holunder- und Lindenblüten ... wie Honig.


Leider soll Unheil nahen, aber im Moment sieht es noch nicht danach aus.

Die Hoffnung stirbt zuletzt ...



Ich wünsche Euch frohe und freundliche Pfingsten!

Morgentau 03.06.2022, 10.32| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Murphys Gesetz

Wer kennt es nicht? Mir passiert es leider so oft, dass ausgerechnet dann etwas schief läuft, wenn es nicht passieren sollte. Oder ausgerechnet genau das passiert, was man eigentlich vermeiden wollte.

Ich könnte da unzählige Beispiele nennen, bin mir aber sicher, dass jeder selbst eine Sammlung von solch missgeschicklichen, peinlichen und manchmal gar fatalen Ereignissen hat.




Später kann man oft sogar darüber lachen. Das Leben wäre doch sonst auch viel zu langweilig. Genau solche Geschichten sind es doch, die gern zum Besten gegeben werden, wenn sich die Familie oder Freunde treffen.




Mir ging es diese Woche so, als ich die ungewohnt vielen gelben Säcke, die unsere Entrümplungsaktion so mit sich brachten, an den Straßenrand stellte. Da ich kein Auto habe und wir mit dem der Kinder schon viele andere Sachen zum Recyclinghof bringen mussten, fand ich diese Möglichkeit geschickt.




Dennoch war es mir ziemlich unangenehm, weil ich eben ein bisschen blöd bin.

In der Regel kommt die Müllabfuhr so zwischen 8 und 9 Uhr, so stellte ich die Säcke erst kurz davor runter. Als ich am Nachmittag von der Arbeit kam, freute ich mich schon bei dem Gedanken, dass diese nun endlich auch entsorgt wären.




Aber Pustekuchen … das war wohl nix, denn überall standen die Säcke noch an den Straßenrändern. So auch meine. Seltsam, von einem Streik war mir nichts bekannt, wo also blieben die?




Die Zeit verging … die Leute kamen so nach und nach von der Arbeit und dachten sich sicher nichts dabei, dass bei mir ein paar mehr von diesen gelben Dingern auf Abholung warteten. Nur ich in meiner Wahnvorstellung malte mir aus, welches Licht das wohl auf mich werfen würde …




Es wurde später und später und ich fürchtete schon, dass es wohl nichts mehr mit der Abholung würde, bis auch der letzte Bewohner aus dem Viertel gesehen hat, wie viel Verpackungsmüll ich zu entsorgen habe.

Gerade, als ich am Überlegen war, ob ich sie stehen lassen soll, fuhr der Müllwagen ums Eck …




Die Fotos gehören noch zu der Wanderung auf dem Löwenpfad Anfang Mai. Damit wollte ich ein wenig das Drama aus der Story nehmen … hihi.

Morgentau 02.06.2022, 13.42| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Morgenlied

Wer schlägt so rasch an die Fenster mir
Mit schwanken grünen Zweigen?
Der junge Morgenwind ist hier
Und will sich lustig zeigen.

Heraus, heraus, du Menschensohn,
So ruft der kecke Geselle,
Es schwärmt von Frühlingswonnen schon
Vor deiner Kammerschwelle.

Hörst du die Käfer summen nicht?
Hörst du das Glas nicht klirren,
Wenn sie, betäubt von Duft und Licht,
Hart an die Scheiben schwirren?

Die Sonnenstrahlen stehlen sich
Behende durch Blätter und Ranken,
Und necken auf deinem Lager dich
Mit blendendem Schweben und Schwanken.

Die Nachtigall ist heiser fast,
So lang hat sie gesungen,
Und weil du sie gehört nicht hast,
Ist sie vom Baum gesprungen.

Da schlug ich mit dem leeren Zweig
An deine Fensterscheiben.
Heraus, heraus in des Frühlings Reich!
Er wird nicht lange mehr bleiben.

Wilhelm Müller


Morgentau 31.05.2022, 07.45| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lustig

Und schon geht auch der Mai

seinem Ende entgegen. Schaue ich die Fotos von der Obstbaumblütezeit an, kommt es mir vor, als sei das nur ein Traum gewesen. Aber im Grunde geht es mir beim Betrachten vieler Fotos so.




Dass man das wirklich alles erlebt hat, scheint oftmals unglaublich. Hat man damals wirklich so gefühlt, wie man jetzt meint? Konnte man diesen Augenblick tatsächlich so genießen, wie es die Fotos suggerieren?




Wie auch immer, all die Aufnahmen haben besondere Momente festgehalten, die auch viel viel später noch beim Betrachten Empfindungen auslösen werden. Wer weiß, vielleicht kommen sogar die Nachkommen irgendwann damit in Berührung …




Genau das liebe ich. Sehen und Fühlen.




Ja, (viiiiel zu) schnell ist die Woche vergangen. Auch meine Kinder hatten ein paar Tage frei genommen, damit wir uns endlich von Dingen trennen konnten, die schon seit Jahren im Verborgenen lagen … unbeachtet, ungenutzt und im Grunde nur wertvollen Stauraum raubend.



Es gab unheimlich viel zu tun, zu räumen und zu putzen. Ich war schon lange nicht mehr so k.o., das kann ich euch sagen. Aber ich bin so froh, der Anfang ist gemacht und hat mich ein gutes Stück vorangebracht. Nun kann es weitergehen, Schritt für Schritt ...




Aber wir haben uns auch immer wieder Zeit für uns genommen … für Gespräche, zu denen man sonst kaum kommt, und für ein paar schöne kleine Ausflüge, über die ich noch berichten werde.




Auch im Garten ist es jetzt so frühlingsschön. Diese Zeit ist einfach seeleheilend für mich.

Viele Vögelchen haben sich eingenistet und wir dürfen dafür ihren lieblichen Gesang genießen.

Das Tigerle war froh, dass wir ganz viel hohes Gras für ihn stehen ließen. Er liebt es, sich hinter so einer kleinen Grasinsel zu verstecken und das Treiben um ihn herum zu beobachten …




Keine Sorge, auch die Vögelchen beobachtet er nur. Und die wissen das auch und lassen sich von ihm schon lange nicht mehr einschüchtern. Und kommt er doch mal einem Nest zu nah, macht er ganz schnell wieder einen Rückzieher, weil er auch hochsensibel ist und das Geschrei der Vogeleltern nicht erträgt. Dann motzt er selbst und will ins Haus.




Es war eine schöne, wenn auch anstrengende Woche. Aber sie hinterlässt ein zufriedenes Gefühl, für das ich sehr dankbar bin. Nun muss ich nur irgendwie ein kleines bisschen Schlaf nachholen …

Morgentau 29.05.2022, 14.48| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Spaziergänge oder Wanderungen

im schönen Allgäu sind für mich immer besondere Highlights. Zum Glück liegt es so nah.




Kann ich dort ein Weilchen nicht sein, wird die Sehnsucht größer und größer.




Vor allem, wenn auch dort die Landschaft endlich ihr bezauberndes Frühlingskleidchen übergestreift hat.




Vergangenes Wochenende konnte diese Sehnsucht endlich gestillt werden.




Einen abwechslungsreichen, schönen Wanderweg hatten wir ausgesucht.

Einen "momfreundlichen" ... sanften, wie mein Sohn es auszudrücken pflegt.




Zunächst ging es durch den frühlingsfrisch gestylten Wald …




… bis zu dem freundlichen Ort Eglofs mit seinen reizenden Häuschen ...




Dieses hier war einst eine Bäckerei …




Wie ich solche Häuschen liebe, so idyllisch gelegen mit liebevoll gestalteten Vorgärten.




In jedem Garten hätte ich mich ein Weilchen aufhalten mögen. 

Einfach sitzen, schauen, atmen und lauschen ...




Schön, dass sie sich den Charme von einst bewahren konnten. 

Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Kindheit.



Gern hätte ich mir alles aus der Nähe angeschaut oder auch mal von innen. 



Aber es war auch schon schön, einen so nahen Blick riskieren zu können ... über den Gartenzaun.




Wie muss es wohl sein, wenn man an so einem Ort leben kann?




Ich stelle es mir wunderbar vor. 

Wo vieles noch wachsen darf, wo es will, nicht alles genormt sein muss 

und auch mal etwas verwittern darf ... nichts geteert oder zubetoniert ist. 

Mir gefällt es so ...



Ach, es gab so viel Wundervolles zu sehen, so viele Details, ich musste alles festhalten.



Und ich möchte es mit euch teilen. Leider sind solche Momente viiiel zu kurz.




Im letzten Drittel unserer Wanderung ging es wieder ins Tal ... 



In der Ferne Schloß Syrgenstein ... 




… vorbei an Bauernhöfen mit ganz viel Muh und Mäh … ich sag euch … Idylle pur.



Viele Wiesen wurden gemäht ... 



... aber man sieht auch immer mehr Blumenwiesen ...




Natürlich qualmten am Schluss meine Füße und auch sonst ging an dem Tag nicht mehr viel, 

aber das war es mir wert. Von solchen Wanderungen zehre ich ein Leben lang.




Vielleicht hat es euch auch gefallen, das würde mich freuen.




Ja, es war ein langer Weg, dafür mach ich jetzt eine kleine Pause hier. 

Es gibt einiges zu tun, da will und muss ich dranbleiben.

Ich wünsche Euch bis zum Wiederlesen alles Gute! Bleibt gesund und habt eine schöne Zeit!



Morgentau 17.05.2022, 19.35| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Die langen Tage

jetzt schenken uns Zeit. Zeit, selbst am späten Abend noch einen Spaziergang zu machen.




An sehr warmen Tagen ist es besonders wohltuend, das inzwischen besänftigte Licht und die eintretende Ruhe genießen zu können.




Die Sonne ist müde von ihrem langen Dienst. Während gegen Mittag alles, was kreucht und fleucht, lieber Schutz im Schatten sucht, lässt ihr mildes Abendlächeln viele von ihnen noch einmal in Erscheinung treten.




Jetzt tut es gut, die angenehme Wärme auf Blättern, Hälmchen, Federkleidern, Pelz und Haut zu spüren oder vom Abendwind gestreichelt zu werden.




Die Vögelchen geben ihr Abendkonzert … die Grillen auf der Wiese stimmen mit ein.




Selbst die Landschaft freut sich auf diese Zeit, bekommt sie doch nun einen besonders schönen Farbanstrich.




Alles wirkt plötzlich so friedlich und entrückt.




Wälder und Felder freuen sich auf die entspannende Kühle und Stille der Nacht ...



Morgentau 16.05.2022, 19.49| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Grün Grün Grün

wohin ich schaue. Man kann sich von dem Anblick gar nicht lösen, will sich nicht lösen. 

Es tut so gut … Auge und Seele.




Ich liebe diese Höhenwege und freue mich über jede Neuentdeckung. Lustig ist, dass wir uns immer wieder vornehmen, genau diesen Weg bald wieder zu gehen, aber meistens wird dann nichts daraus, weil ja noch so unzählig viele auf uns warten.




Dieser gehört zu den „Löwenpfaden“ und ist eine von 16 weiteren Touren.




Im Herbst muss es hier auch herrlich sein. Das würde ich zu gern einmal testen. Schauen wir mal …




Habe ich schon gesagt, wie sehr ich solche Wege liebe?




Unzählige Pflanzen, wunderschöne alte Bäume, Wacholderheiden mit kleinen Blümchen, an vielen Stellen unberührte Natur …




… wunderbare Aussichten …




… immer wieder neue Blickwinkel …




Dank unseres schönen Hobbys, bleiben wir immer wieder stehen und lassen die Umgebung auf uns wirken. Nehmen uns ganz viel Zeit für Details, die im Vorübergehen leicht übersehen werden.




Dies Schnecklein hat wohl die falsche Route ausgewählt und schnell Kehrt gemacht …

oder will es doch zurück in die Höhe?




Erst wollten wir sie in die Wiese tragen, aber man muss der Natur ihren Lauf lassen … sie wird schon zurückfinden … und ist um eine Erfahrung reicher.




So viel mehr gab es wieder zu sehen … und es wundert nicht, wenn mir davon schwindlig wird. 

Aber das ist es mir wert, darauf möchte ich nicht verzichten, so lange es noch möglich ist.




Nein, da gibt es wirklich nichts zu meckern ...

Morgentau 11.05.2022, 12.21| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Bisher zeigt sich der Mai

wahrlich von seiner schönsten Seite. Diese saftig-grünen Wiesen mit ihren gelben Tupfen, überall wächst und drängt das Blattgrün aus den Ästen der Bäume und Sträucher … alles blüht in schönsten Farben und über all dem ein Postkartenwetter-Himmel, wie man ihn sich an rauen Tagen erträumt.




Dazu zwitschern die Vögel um die Wette, dass man sie kaum mehr auseinanderhalten kann. Es krabbelt wieder zwischen den Grashalmen und darüber flattert und summt es, dass das Herz gar nicht anders kann, als ein wenig mitzusummen.




Wenn die Baumaschinen in der Nähe für ein Weilchen schweigen, ist mir fast wie in alten Zeiten. Sogar wie in ganz alten Zeiten, als ich noch ein Kind war. Dieses Wetter legt so viele Assoziationen in mir frei. Wie Schmetterlinge flattern sie durch meinen Bauch bis ins Herz hinein.




Ich bin so froh und dankbar, dass mir diese Erinnerungen nicht verloren zu gehen scheinen. Da kann mich noch so viel betrüben, … so lange ich sie in meiner Seele spüre, ist alles gut.




Gestern hatten wir kleinere Gewitter und auch heute türmen sich die Cumulonimbus schon wieder über der Alb. Wie einst im Mai … im wahrsten Sinn des Wortes.




Ich weiß noch … wir hatten Sportfest und die Lehrer schauten besorgt gen Himmel, weil sich auch damals etwas zusammenzubrauen drohte. Es war schwül und die Wettkämpfe fielen schwer. Wir alle hatten hochrote Köpfe.

So waren wir froh, als es plötzlich donnerte und der Rest des Sportfestes abgesagt wurde.

Das Stadion war in Bernsdorf, wo wir auch einen kleinen Garten hatten. Mit meiner Freundin Barbara konnte ich mich gerade noch so dorthin retten.




In der winzigen Gartenlaube warteten wir das Gewitter ab. Es war herrlich, obwohl uns natürlich auch ein wenig schauerte. Aber als es durchgezogen war, begann alles zu dampfen und auf den Wegen hatten sich Rinnsale gebildet, durch die wir barfuß sprangen. Am Himmel hatten sich spektakuläre Wolkenformationen gebildet … und alles schien aufzuatmen und sich über den nassen Segen von Oben zu freuen.




Und genau an solche Momente denke ich so gern zurück, besonders an Tagen wie diesen …



Morgentau 04.05.2022, 13.03| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Herzensangelegenheiten

Morgentau (quasi in eigener Sache)

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller



Morgentau 03.05.2022, 10.49| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Willkommen, lieber Mai!

Morgentau 01.05.2022, 09.27| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Ich hab`s gewagt

und bin zum ersten Mal wieder allein mit dem Bus in die City gefahren. Und alles ist gut gegangen. Ich bin so so froh, kann euch gar nicht sagen, wie sehr.




Nun hoffe ich auf weitere Fortschritte … und weniger große Steine auf dem Weg und nach Möglichkeit keine Rückschläge. Das wäre schön.




Mehr will ich dazu an dieser Stelle nicht schreiben. Aber das musste jetzt mal raus.




Was mir auch Sorgen macht, ist mein Haar. Es wird immer dünner und fällt aus. Ich weiß, es gibt Schlimmeres, aber fragen kann man ja trotzdem mal …

Hat jemand einen Rat für mich, was ich dagegen tun könnte?




Man kann sich zwar im Internet informieren, aber da steht meistens sooo viel, dass ich am Ende doch nicht weiß, was davon glaubwürdig und wirklich hilfreich ist.

Aber euch kann ich vertrauen. Und vielleicht kennen ja einige sogar das Problem.




Schon wieder Freitag … und der April neigt sich auch schon wieder dem Ende. Wo ist nur die Zeit hin? Überall prangen die Plakate „Tanz in den Mai“. Lang lang ist`s her, als ich diesem Ruf noch gefolgt bin. Bestimmt 30 Jahre. 

Ach ja, wie und was sich doch alles verändert hat seither.




Heute ist es nochmal richtig schön, dann soll der Frühling etwas schwächeln. Schauen wir mal, ob an dieser Prophezeiung was dran ist. Auch da verlasse ich mich schon längst nicht mehr auf die Vorhersagen.




Ich wünsche euch viele schöne Frühlingsmomente!

Morgentau 29.04.2022, 18.30| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte