Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Einträge vom: 16.11.2017

Unfassbar

wie schnell so ein Tag vergeht, auch wenn man nur Zuhause ist und sich für alles Zeit nehmen kann … oder muss. Aber so richtig Tag scheint es heute gar nicht zu werden. Die Nebeldecke gibt nicht eine winzige Lücke frei und ist wohl auch ziemlich dickwollig heute, weil sie selbst ein Schimmerchen nicht mal ahnen lässt. 

Mir ist es gleich. Hauptsache, es ist schön warm hier drinnen ...


Morgentau 16.11.2017, 14.42| (5/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Zeit für Gefühle

Bei aller Unbill, die dieser blöde Virus über mich bringt, überrascht es mich doch ein wenig, so viele Gefühle in mir zu spüren, dass mein Herz schier überläuft.

Liegt das vielleicht am Kortison oder an der Erkrankung selbst, dass ich diesen Gefühlsrausch in mir wahrnehme und den Wunsch habe, darüber zu schreiben? Ich weiß es nicht, ist mir auch egal. Schreiben war für mich schon immer ein riesiges Ventil, meinen schier unerschöpflichen Gedanken und Gefühlen einen Raum zu geben. Ich liebe es und gerade in diesen Tagen fühle ich, wie sehr ich es vermisst habe, dieses freie Herausschreiben … ohne zu überlegen, was geht und was nicht.

Warum auch? Ich hab nichts zu verbergen … nichts, wofür ich mich schämen müsste. Keine Ahnung, warum man das immer meint und sich zurücknimmt in diesen Dingen, wenn sie einem doch so gut tun.


„Und täglich grüßt der Wackeldackel“ dachte ich heute nach dem Aufstehen, als ich durch die Wohnung torkelte. Das Gute war … es hat mich nicht mehr erschreckt. Wow, ich muss schon sagen, ich staune echt über mich selbst, mich so schnell an mein Schicksal zu gewöhnen. Allerdings fühle ich mich auch relativ sicher in meinen eigenen vier Wänden … kenne jeden Winkel, weiß um jede Hürde, die zu umgehen ist, wenn ich nicht anecken will. Draußen bin ich da um einiges unsicherer und wage auch noch nicht, allein eine Strecke zu gehen. Aber morgen … morgen früh werde ich allein zur Arztpraxis laufen … ganz langsam, Schritt für Schritt. Und dann werde ich hoffentlich auch mehr wissen. Vermutlich steht dann bald ein Termin beim HNO an .. es werden Übungen folgen … etc. Es wird mir bald besser gehen, ganz sicher.


Es tut gut, Zeit für Gefühle zu haben, sie herauslassen zu können, nicht unterdrücken zu müssen. Gefühle wollen leben.

Morgentau 16.11.2017, 09.32| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nachgedacht