Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ausgewählter Beitrag

Müde und erschöpft

bin ich heute. Mal wieder zu intensiv gefühlt am Wochenende. Noch in der Nacht zum Montag wollte mein Herz nicht nachlassen mit dem auffälligen Geklopfe da drinnen in meiner Brust.

Ich konnte es richtig spüren. Es klopfte so verrückt, dass ich mehrmals durchschnaufen musste, damit es sich ein wenig einkriegte. Das wird nie anders, ich kann nur so. Ob Freude, Trauer oder Angst – da ist dieses Feuer in mir.




So konnte ich wieder einmal keinen Schlaf finden. Dementsprechend knülle bin ich jetzt. Vielleicht ist auch der Nebel mit schuld, der sich heute einfach nicht auflösen will.

Es ist wesentlich kühler als angekündigt, weil es sie Sonne nicht schafft, den gräulichen Herbstgeist zu vertreiben. Heute scheint es ihm zu gefallen, breitflächig über der Donau zu schweben und das Licht von uns fernzuhalten.




Dafür hatten wir ein ganz wunderbares Wochenende mit vielen schönen, herbstbunten Stunden.

Ach, da ging mir das Herz auf. Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie sehr. Die Natur vermag es immer wieder, mich alles andere vergessen zu lassen.

Der Schlag meines Herzens begleitete jeden meiner Schritte. Die führten mich durch Täler, Höhen und einen geheimnisvollen Tobel. Wir merkten gar nicht, wie die Zeit vergeht, und ich hätte sie am liebsten angehalten.




Und heute erscheint mir alles wie ein Traum. Warum nur ist das so? Ich habe so intensiv gefühlt, habe aufmerksam auch die kleinen Dinge am Wegesrand beachtet und bewundert, und mich so sehr an all diesen wunderbaren Details um mich herum erfreut, und doch scheint alles schon wieder so weit entfernt und meine Sehnsucht unstillbar zu sein.

Morgentau 08.10.2018, 17.56

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von kelly

Uiiiih…
Es war sehr fingerkalt gestern auf dem Rad und ohne Handschuhe geht nichts mehr. Die Sonne lockt und all diese bunte Herbstpracht ist vor dem Fenster und teils auf dem Rasen ;) .
Liebe Andrea,
lauwarmes Leben ist nicht deines und wer über 100% gibt ist danach fix und foxi. Entspannungsübungen sind für mich als Stierkind einfach, mitten im Chaos mache ich Atemübungen, Augen zu und träumen. Wie eine Katze kann ich alles ausblenden, Hauptsache der Kühlschrank ist voll ;) .
Schlafstörungen sind leider normal in der Jetztzeit, auch für mich.
Viele gute Wünsche und liebe Grüße!


vom 09.10.2018, 06.45
Antwort von Morgentau:

Du findest immer so treffende Worte, liebe Kelly. Nein, lauwarmes Leben, das ist wohl
bei mir nicht drin. Und das trifft sogar auf meinen Körper zu, der oft nur heiß und kalt
kennt und nicht so recht weiß, was er will.
Augen zu und träumen, das tu ich allerdings auch sehr gern und oft.

Ich fürchte, auch heute hat uns der Nebel wieder fest in seinen Griffeln. Hier an der
Donau ist das für diese Jahreszeit leider ganz normal. Rekord waren mal 9 Wochen am
Stück ... nicht ein Sonnenstrahl. Ich hoffe nur, der Herbst will den Rekord nicht brechen.

Hab einen schönen Tag ... liebe Grüße!

1. von Elena

Jedoch: die Erinnerung, die bleibt; und viele schöne, beglückende Eindrücke.
Und schließlich auch die wunderbaren Photos...

Tausend liebe Grüße
E.

vom 08.10.2018, 20.05
Antwort von Morgentau:

Ja, die Erinnerung bleibt ... und meine Fotos unterstützen mich dabei.

Ganz liebe Grüße zu dir zurück, liebe Elena! ;-)