Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ingrid
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende en famille :)
1.3.2019-16:52

Ausgewählter Beitrag

Die Gedanken sind frei

keiner kann sie erraten, aber wenn man sie verrät … also mit anderen teilt, dann tut man das meistens, weil sie raus wollen aus dem Kopf … Luft brauchen. So geht es mir zumindest, denn viele behalte ich natürlich auch für mich. Aber manchmal wird es einfach zu eng da oben, dann muss ich Platz schaffen. Deshalb schreibe ich gern. Andere labern gern, ich schreibe lieber.

Und manchmal halt auch hier in meinem Blog. Ich finde es wunderbar.


Dass ich so viel nachdenke, das kann ich nicht verhindern. Die Gedanken fließen permanent … suchen sich ihren Weg in den Kopf, fallen zuweilen auch gleich ins Herz … fühlen sich jedenfalls wohl in meinem Körper. Und von jeder Sorte sind welche dabei. Schöne, lustige, geheimnisvolle, aufregende, traurige, beängstigende und manchmal auch Einfach-so-Gedanken …

Jedenfalls ganz ohne, das klappt so gut wie gar nicht. Höchstens, wenn ich an einer Aufgabe brüte. Dann konzentriert sich alles auf diese Aufgaben und die anderen Gedanken verstecken sich derweil, bis die Aufgaben gelöst sind. Sobald Ruhe einzieht, kommen sie wieder aus ihrem Versteck.


Aber wenn ich so darüber „nachdenke“ (haha), kann ich behaupten, dass die meisten Gedanken meine Freunde sind, denn ich mag sie. Ich mag es, wenn sie durch meinen Kopf huschen. Schon als Kind freute ich mich über die Gedanken, die mich immer zu unterhalten wussten. Vielleicht, weil ich ein Einzelkind war? Kann schon sein, dass es auch damit zu tun hat.


Warum aber nur diese Art? Ich hätte ja auch Wissenschaftsbücher, Altlanten, Fachbücher etc. studieren können. Da gibt es unendlich viel nachzudenken, aber das wollte ich nicht. Komischerweise hat mich so was noch nie gereizt.

Es sind die Gedanken, die mir zufließen. Einfach so. Deshalb liebe ich die Ruhe so sehr, damit ich sie spüren kann. Das wiederum liegt daran, dass meine Sinne immer auf Empfang gestellt sind. Sie betteln um Futter.

Bilder … Musik … Licht … Farben … Melodien … aber auch Gerüche … das brauche ich … all diese Dinge für meine Sinne, die mich dann die vielen Geschichten spinnen lassen. Ja, so muss es sein. Gut, dass ich mal darüber nachgedacht habe.


Leider sind die Nebenwirkungen nicht so doll, dann nämlich, wenn sich die Angst- und Grübelgedanken in den Vordergrund drängen … vornehmlich nachts. Nein, das will ich jetzt nicht näher erläutern, das gäbe diesen Gedanken ja wieder Nährstoff.

Ja, auch diese drängen ohne zu fragen in meinen Kopf. Aber damit muss ich leben. Und das kann ich auch, denn die für mich wertvollen Gedanken, die möchte ich nicht missen. Und wenn ich die nur haben kann, wenn ich die anderen auch anerkenne, dann tu ich das natürlich … was soll`s.


Also macht euch nicht so viele Gedanken, warum ich soviel nachdenke … lach.

Morgentau 05.02.2019, 16.49

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von Liz

Ich hatte vier Schwestern - aber war auch meistens mit meinen Gedanken in mir alleine - denn da ist dann oft kein Platz, Raum und keine Zeit bei so vielen jüngeren Geschwistern. Negative Gedanken nicht haben zu wollen funktioniert auch nicht meiner Erfahrung nach - erst wenn wir sie anerkennen lassen sie uns aus ihrer Umklammerung und wir können uns dem Positiven wieder zuwenden! Ich wünsche Dir von Herzen ein schönes Wochenende :-) Liz

vom 09.02.2019, 20.22
Antwort von Morgentau:

Vier Schwestern hattest du ... das wusste ich noch gar nicht. Wie schön, aber sicher auch
oft recht turbulent, gell?

Es stimmt, erst wenn wir die negativen Gedanken sacken lassen und sie mit etwas
Abstand betrachten, wird es besser und wieder Raum für andere.

Dir auch noch einen schönen Sonntag, liebe Liz!

3. von Anne

... und das ist auch gut so, liebe Andrea! Ich bin augenblicklich mal wieder im "flow", da ich gebeten worden bin, für ein Buch über die 70er einen Artikel (möglichst auch mit authentischem Bildmaterial unterlegt) zu schreiben. Wenn ich dann einmal anfange und auch noch meine Fotoalben wälze, dann schießen mir die Gedanken nur so durch den Kopf; manchmal so schnell, dass ich alles fallen lassen muss und an den PC renne, damit der begonnene Gedanke nicht weg hüpft und festgehalten werden kann ;) ..
Uff - mein Gerüst steht inzwischen, aber wenn ich gerade mal wieder etwas stiller bin, weißt Du, warum**gg!
Winke mal gedanklich zu Dir hinüber - Anne :)

vom 06.02.2019, 20.13
Antwort von Morgentau:

Solche Aufgaben sind wunderbar ... das braucht der Mensch, gell?

Viel Erfolg und Spaß an dem Projekt, liebe Anne!

Und ganz liebe Grüße zu dir!



2. von Mel

Liebe Morgentau,

so ist es auch bei mir mit den Gedanken ..die unermüdlich in meinem Kopf herumflitzen. Ich finde es so schön, wie du schreibst, dass die meisten Gedanken deine Freunde sind. Den Fokus auf das Positive, Schöne legen. Ganz doll danke für diesen Eintrag, der mir genau das wieder einmal bewußt macht ..ich liebe es doch auch, zu denken, zu träumen, die Gedanken frei fließen zu lassen ..manchmal halt gibt es die Phasen, von denen du auch schreibst, wenn die Angst- und Grübel-Gedanken überhand nehmen ...aber eigentlich ist es doch ein großes Geschenk, unsere Gedanken- und Traumwelt, die allein uns selbst gehört ..wo nur wir bestimmen, was wir von uns preisgeben, denn - die Gedanken sind frei :)

Ganz liebe sonnige Fast-Vorfrühlingsgrüße schickt dir
Deine Mel :ok:

vom 06.02.2019, 15.59
Antwort von Morgentau:

Jedenfalls suchen meine Gedanken immer das Schöne, liebe Mel. Wenn sie es nicht können,
verbreiten sie Angst und Schrecken, aber da ich das kaum ertrage, versuchen die guten wieder
in den Vordergrund zu gelangen. Du kannst mir glauben, ich bin so froh, dass das so ist und
ich hoffe von Herzen, dass es ihnen auch weiterhin gelingt ... und es niemals so kommt,
dass die anderen die Oberhand gewinnen.

Ganz liebe Grüße auch zu dir!

1. von Brigitte

Liebe Andrea, ich grüße Dich ganz herzlich und habe Dich auch verstanden. Hast Dein Nachdenken wunderbar beschrieben.
Ich war auch ein Einzelkind und wünschte mir immer ein Geschwisterkind, aber meine Pflegeeltern waren bei meiner Geburt schon 47, die Mutter und 50 Jahre der Vater, mein Großonkel und Großtante. Bin in Familie groß geworden.
Meine Pflegeeltern mußten mir recht deutlich erklären, daß ich kein Geschwisterchen bekommen kann. Darüber war ich als kleines Schulkind, so bis in die 6. Klasse, sehr oft im Nachdenken. Hatte ein sehr liebevolles und fürsorgliches Elternhaus.
Dir alles Liebe, tschüssi Brigitte.



vom 05.02.2019, 17.20
Antwort von Morgentau:

Schön, dass du ein liebevolles und fürsorgliches Elternhaus hattest, liebe Brigitte.
Und trotzdem hätte man sich ein Geschwisterchen gewünscht, gell?

Danke und auch dir alles Liebe!