Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ausgewählter Beitrag

Wenn ich Fotos betrachte

kommen mir manchmal die Tränen. Die Sehnsucht, diesen Moment noch einmal erleben zu können, brennt wie Feuer in meiner Brust.

Aber sie sind vorbei … für alle Zeit vorbei. Alles, was wir auf den Fotos sehen, sind ja nur flüchtige Momente. Festgehalten und doch sofort Vergangenheit, unwiederbringlich.




Ich könnte jetzt z.B. ein Foto machen. Strahlend blauer Himmel, weit und breit kein Wölkchen, ein Vögelchen nippt an der Tränke, Bienchen fliegen von Blüte zu Blüte, ein Schmetterling tut es ihm gleich, die Landschaft erstrahlt in der Sonne … ein idyllischer Frühlingstag.

Eine zauberhafte Stimmung, die ich immer wieder fühlen könnte, wenn ich das Foto später betrachten würde. Man würde nie vermuten, dass vielleicht nur ein paar Stunden später alles anders war, als das Unwetter über das Land zog und eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. 




Und so ist es mit den meisten schönen Fotos, die einen glücklichen Moment darstellen. Irgendwann danach war vielleicht alles anders. Je älter ein Bild, umso wahrscheinlicher ist es. Nicht nur, dass die Zeit vergangen und man älter geworden ist, oft ändern sich auch Lebensumstände … verbunden natürlich mit vielen Gefühlen, die sich dadurch auch verändern.

Und manchmal tut es einfach nur weh, ein Foto zu betrachten, weil nichts mehr ist, wie es war ...

Morgentau 06.06.2018, 10.18

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Ellen

Wenn ich alte Fotos angucke, dann ist da für mich meist wie ein ganz fremdes Leben. Ich erkenne mich zwar auf den Fotos und meine Kinder usw., aber es kommt mir so unwirklich vor, wie aus einem anderen Leben, das nicht meins ist ...
Liebe Grüße Ellen

vom 07.06.2018, 07.29
Antwort von Morgentau:

Ja, als hätte man mehrere Leben gehabt. Stimmt eigentlich, wenn ich es mir überlege.
Das Leben Kindheit ... das Leben Familie ... und nun geht es irgendwie in das 
letzte Leben ... 

Liebe Grüße zu dir!

2. von Frau Sonnenhut

Liebe kleine Waldameise,
das klingt traurig.
Bei mir läuft es anders ab. Wenn ich meine Fotos betrachte, dann kann ich diesen Glücksmoment wieder spüren, den ich damals empfunden habe und er klingt nach. Mir geht es einfach wieder gut und ich bin dankbar über das Erlebte. Kann mich quasi noch einmal daran freuen. Sozusagen konservierte Freude, die ich jederzeit mithilfe der Fotos wieder aufrufen kann *zwinker*.

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag mit ganz vielen Momenten, die dich glücklich stimmen und zum Lächeln bringen.



vom 06.06.2018, 12.37
Antwort von Morgentau:

Es stimmt, liebe Uschi, das klingt traurig, dabei meinte ich nur bestimmte Fotos,
vorallem die, als mein Mann und meine Eltern noch lebten und die Kinder noch klein
waren. Als halt alles noch anders war ... auch andere Zeiten.
Natürlich habe auch ich jede Menge Fotos, an denen ich mich immer wieder erfreuen
und die Gefühle von einst noch einmal aufleben lassen kann.
Das genieße ich auch sehr, wie meine Naturfotots.

Danke für deine lieben Wünsche, die ich gern zurückgebe!

1. von Ingrid

Beim Lesen deines Eintrages ist mir dieses Gedicht eingefallen, vor allem die letzte Strophe bringt es auf den Punkt...
Hier klicken

So ist das Leben... alles geht so schnell vorbei...

vom 06.06.2018, 12.08
Antwort von Morgentau:

Das Gedicht ist wunderbar. Ja, so ist es, alles ist nur geliehen ... und kein Besitz.
Soviel Schönes gibt es zu sehen und zu entdecken, wenn wir uns die Zeit
dafür nehmen und nicht meinen, alles mögliche HABEN zu müssen ...