Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Alles weiß

heute morgen. Vom Himmel rieselte leise der Schnee an diesem stillen 3. Advent, wahrlich wie im oft besungenen Weihnachtslied. Die Straßen verlassen … kein Mensch, kein Auto war zu sehen … alles schien vom Schnee bedeckt. Auch Lärm, "Kummer und Gram“. 

Für einen Moment nur … einen glitzekleinen Moment war es so, wie es sich Millionen für die Vorweihnachtszeit erträumen.




Inzwischen ist das Wolkenband weitergezogen, viel wird nicht übrig sein von dem Schneezauber. Das Pulver ist schon wieder verschossen. Also keine Angst all denen, die sich davor fürchten, das war es wohl schon …

Morgentau 16.12.2018, 08.52| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Freitagabend

Da nehme ich mir doch gern noch ein paar Minütchen, um ein paar Zeilen zu schreiben.

Danke nochmal für eure lieben Kommentare. Deshalb mag ich diesen kleinen Kreis – hier fühle ich mich verstanden. Eure Gedanken und Worte tun gut und lockern mich oft auch ein wenig auf, so dass ich alles nicht mehr als das unüberwindliche furchterregende Gespenst sehe.




Nur kurz: Es war genau so, wie ich befürchtet hatte, was den Lärm anbelangt. Wir sind sogar 300 Leute … vielleicht könnt ihr es euch vorstellen, welche Geräuschkulisse das ist, wenn die alle loslegen. Ich fürchte, ich war der einzig leise Mensch in dem Saal. Ich könnte gar nicht so laut reden, selbst, wenn ich mir die größte Mühe geben würde. Das wäre Anstrengung pur für mich … oder ich müsste schreien. Nee, geht gar nicht.




Aber es ging mir gut. Fragt mich nicht wie, aber ich habe durchgehalten. Das Essen war gut und dieses Mal gab es auch kein Gedränge, weil alles gut zugänglich war. Das fand ich super. Aber dennoch bin ich so froh, dass es hinter mir liegt. Je lauter die Musik spielte, desto lauter unterhielten sich die Menschen. Boah, das war so krass. Was haben die alle im Ohr, dass denen das nix ausmacht, und wie machen die das, dass die auch noch verstehen, was sie sich erzählen? Ich kann mich noch so mühen, meistens versteh ich nicht ein Wort.

Aber wie gesagt … es ist überstanden. Und ein ganz klein wenig fühl ich mich, als hätte ich einen Kampf gewonnen. Ganz sehr freue ich mich, dass ich keine Kopfschmerzen bekommen habe. Gestern Abend hab ich vorsorglich eine Tablette genommen, vielleicht war das ne kluge Entscheidung. Oder ich hab einfach mal Glück.




Ganz schön kalt ist es geworden. Hab grad den Biomüll rausgebracht, das war ein richtiger Schock, so ohne Jacke … bibber. Aber umso gemütlicher ist es drinnen im Stübchen.

Jetzt freu ich mich auf das Wochenende. Morgen hab ich Mittagsgäste, da mach ich Erdäpfelgulasch, und am Sonntag werde ich die Geschenke einpacken. Darauf freu ich mich auch schon.

Musik in untermalender Lautstärke dazu … der Duft aus Räucheromas Kaffeekanne … vielleicht noch passendes Schmuddelwetter draußen, dann wäre die Stimmung perfekt. Bin nämlich eigentlich nicht so der Verpacker, aber mit ausreichender Motivation klappt es dann doch ganz gut.




Ich wünsche euch ein gemütliches Wochenende und einen heimeligen 3. Advent!

Morgentau 14.12.2018, 19.23| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Aha

mal wieder kein Internet. Dann nutze ich die Zeit und schreib einen Text vor für den Blog – auch gut. Die nächsten Tage wird es eh wieder eng. Unfassbar, dass wir schon wieder den 12. 12. haben, dabei hat doch der Dezember gerade erst begonnen. Wie hab ich das früher alles gemacht, als wir noch zu sechst waren? Verrückt.




Gestern kam ein Brief aus Österreich … die Adresse in goldener Schrift und eine wunderschöne Weihnachts-Briefmarke anlässlich 200 Jahre „Stille Nacht“ … sooo schön.

Von der lieben Familie in Tirol, bei dir wir diesen Sommer fünf Tage gewohnt haben. Von dem französischen Ehepaar aus dem Elsass von der Pension „Rose“ bekomme ich auch immer Weihnachtspost. Ich freu mich immer sehr darüber, obwohl unser Kurzurlaub dort schon so viele Jahre her ist. Meistens ist ein Bild von ihrem verschneiten kleinen Garten dabei. Dort hat es mir auch gefallen. Die beiden haben selbst gekocht, das war so köstlich. Die Kräuter standen auf der Fensterbank und Rose gab sie immer frisch dazu … ich mochte das. 

Als es meiner Tochter mal nicht gut ging und sie nicht mit zum Essen kam, machte Rose gleich einen Tee und brachte ihn zu ihr. Ihre Gastfreundlichkeit war überwältigend, das werde ich nie vergessen.

Aber Tirol liegt mir trotzdem mehr. Viel viel mehr. Es ist so schön dort, ich fühle mich jedes Mal sofort heimisch, ganz bestimmt werde ich dort noch einmal Urlaub machen.




Morgen ist die Weihnachtsfeier. Wie mich davor graut. Die meisten können das nicht verstehen, deshalb versuche ich gar nicht mehr, es erklären zu wollen. Augen zu und durch. Wenn es nur so einfach wäre. Weder die Augen und schon gar nicht die Ohren kann man da verschließen. Genau das ist das Problem. Zu viele Menschen, zu viel Lärm, Wärme, Gedränge … Horror für mich. Ich werde drei Tage später noch Kopfweh haben.

Ja, ich weiß, ich sollte zu mir stehen und einfach sagen, dass es nicht mein Ding ist, aber die enttäuschten Gesichter meiner Kollegen zu ertragen, fällt mir genau so schwer. Ich fühl mich so wohl in dieser kleinen Gemeinschaft und möchte einfach auch, dass das so bleibt.

Also doch … Augen zu und durch.




Vor Weihnachten gibt es noch einiges zu tun. Aber ich hab ja noch genug Zeit dafür, kann es mir einteilen. Nein, ich lass mich nicht verrückt machen. Das hab ich noch nie. Und doch frage ich mich, wie ich das früher bewältigt habe, als die Kinder noch klein waren und die Großeltern über diese Tage zu Besuch kamen. Ich glaube, da lagen die Nerven schon manchmal blank. Aber die meisten Erinnerungen sind schön. Und nun freu ich mich auf die Erinnerungen von morgen … hihihi … oder besser hohoho.

Morgentau 12.12.2018, 10.34| (12/12) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Wie ich die Ruhe genieße

an diesem 2. Advent. Bald wird es schon wieder dunkeln, dann zünde ich meine Lichtlein an und lass die Kaffeekanne meiner Räucheroma dampfen.

Mit den Jahren haben sich so viele weihnachtliche Holzfiguren und Schmuck angesammelt, dass ich längst nicht mehr alle hervorhole. Früher, als die Kinder noch klein waren, hab ich da zuweilen echt übertrieben. Einfach auch, weil ich mich nicht entscheiden konnte zwischen der Schneemannfamilie, den Bergleuten, dem Nussknacker, den Wichteln, Tieren und Engeln …

alle sollten für diesen einen Monat im Jahr ihren Platz in der warmen Stube haben.

Dann kamen die Schwibbögen … später Lichterketten.


Im Erzgebirge war das übrigens so üblich, dass jeder Raum mit Holzkunst ausgeschmückt wurde. Ich kann mich noch gut daran erinnern. 

Ihr könnt mir glauben, so manche Wohnung wäre da als Museum durchgegangen. Da war meine Auswahl noch harmlos dagegen.

Ob das heute noch so ist, kann ich nicht beurteilen.


Jedes Jahr kommen neue Figuren auf den Markt, Schwibbögen gibt es quasi in jeder Preisklasse … und überhaupt, wer sich mal damit beschäftigt, wird genau so überwältigt bzw. überfordert sein, wie von allen Dingen, die es im Übermaß gibt. Aber offensichtlich ist der Bedarf ungebremst hoch.

Meiner ist jedenfalls bestens gedeckt, obwohl ich bei schönen Windlichtern einfach nicht widerstehen kann …



Wie dieses hier. Ich entdeckte es gestern in einem Gartenmarkt. Es ist nicht sehr groß, das täuscht auf dem Foto.

In Wirklichkeit sieht es noch viel stimmungsvoller aus ... als würde hinter dem Wald die Sonne aufgehen ... ;-)

Morgentau 09.12.2018, 15.41| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Was ich noch sagen wollte

Wie unbeschreiblich süß

und lieb ist DAS denn? Ich hab es eben erst entdeckt ... hach. 

Könnt ihr die Tränchen zurückhalten? Bei mir lief die erste schon nach drei Sekunden ...

Morgentau 09.12.2018, 15.02| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gesehen - Gehört