Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ausgewählter Beitrag

Kleiner Gruß

für euch und ein ganz liebes Danke für all eure mitfühlenden, tröstenden Worte. Es tut so gut, fühlen zu können, man ist nicht ganz allein, da sind liebe Menschen, die denken an dich und hoffen mit dir. Das hilft mir so sehr.

Die meisten von euch haben ihre eigene Geschichte oder ähnliche Erfahrungen sammeln müssen. Ein Leben lang hatte ich Angst davor, dass es eines Tages nicht mehr so ist, wie es vorher war. Schon einmal habe ich das mitmachen müssen … jetzt nun auf eine andere Art, die wieder alles zu verändern scheint.


Krank sein ist so so schlimm. Wenn man nicht mehr tun kann, was man bisher jeden Tag ganz selbstverständlich getan hat, auch viele kleine Dinge, über die man gar nie nachdenkt, weil sie halt einfach dazu gehören. Wenn das plötzlich nicht mehr geht, merkt man erst, wie unwichtig so viele Dinge sind, über die man sich zeitlebens den Kopf zerbrochen hat. Nur noch ein halber Mensch zu sein, aus welchem Grund auch immer, ist wie ein kleines Sterben.


Ich gebe mir Mühe, will mich nicht gehen lassen, trotze diesem blöden Virus, der einfach nicht aufgeben will. Aber ich muss Geduld haben, es ist eine langwierige Geschichte. Allein die Attacken können bis zu vier Wochen auftreten. Die Krankheit selbst wird wohl niemals ganz verschwinden, wie die Ärztin meinte. Gelesen habe ich, dass 40 % durchaus eine Chance haben.


Schlimm aber auch der permanete Schwindel … das unruhige Zucken der Augen die ganze Zeit. Dann die Ängste in mir, die ich spüre, die mich zusätzlich zu Boden zwingen wollen … Herzklopfen, Herzrasen, Herzstechen … vielleicht sind es auch die Medikamente, die den Kampf angetreten haben. Oder doch Panik? Es fühlt sich halt so Sch…. an. Was ist, wenn ich meine Familie allein zurück lasse … es ist doch noch viel zu früh. Dieser hohe Blutdruck, auch er macht mir Angst.

Mannomann, was für ein Mist. Wie stellt man solche Gedanken ab? Der Sturm im Kopf … ist das normal?


Ablenkung … Bewegung tun gut … dazwischen richtig gute Phasen auch, hoffnungsvolle, zuversichtliche … ich kann mich bewegen … bin bei Verstand … es wird alles gut.

Da muss ich jetzt durch …

Morgentau 12.11.2017, 10.34

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Kommentare zu diesem Beitrag

13. von kelly

Liebe Andrea,
ich bin keine gute Trösterin, denke immer es wird schon wieder.
Auch gibt es Jahre da läuft einfach alles schief und danach wieder Jubeljahre.
Wenn es mir so richtig schlecht geht trötet mich der Gedanke:
Die Kinder sind unabhängig, wertvolle Menschen geworden, ich hatte schöne Zeiten und wenn es nun vorbei sein sollte - dann ist es so. Ich weiß verdammt pragmatisch aber auch beruhigend.
Cortison ist schon ein Wundermittel bei Entzündungen, leider fördert es bei mir den Appetit.
Lecker Essen ist eine wunderbare Ablenkung!
Ganz liebe Grüße!
Kelly

vom 13.11.2017, 14.30
12. von Mel

...alles wird gut. Davon bin ich ganz fest überzeugt, liebe Morgentau. Auch wenn es oft sehr schwer ist - und Gedanken und Panik zu stoppen wahnsinnig schwierig ist.

Aber du bist nicht allein, und nun tun auch die Medikamente ihr Werk, so dass es nach und nach aufwärts gehen wird. Ablenkung ist ganz sicher optimal. Hoffentlich wird dieses doofe Wetter mal besser, damit du draußen in der Natur Kraft tanken kannst. Aber ich glaube, es sieht ganz gut aus ..zwar kalt, aber es soll trockener werden.

Du schaffst das, liebe Andrea.. und wir sind alle bei dir *festumarm*

Deine Mel

vom 13.11.2017, 12.46
11. von rena

Guten Morgen - Andrea -
.....gerade alles gelesen - meine Wünsche für dich lass "dumme" Gedanken los - stimme dich auf "frohes" ein - lass aber trotzdem "zu" was dein Körper dir sagen will - es ist eine Phase glaube mir - alles vergeht sei geduldig mit dir selbst
ALLES alles Gute - verbunden mit Herzgrüssen und Rückenwind aus dem Rheinlad *rena*

vom 13.11.2017, 07.26
10. von Inge

Liebe Andrea,
ich habe es gerade erst gelesen, was mit Dir passiert ist. Von ganzem Herzen wünsche ich Dir Kraft, diese schwierige Zeit aus- und durchzuhalten. Sei geduldig mit Dir und nimm Dir alle Zeit, die Du für Deine Genesung brauchst.
Alles Liebe
Inge

vom 12.11.2017, 19.28
9. von Träumerle Kerstin

Danke Andrea, dass du uns ein Zeichen gibst. Und ich kann dir nur von Herzen alles Gute wünschen. Es muss einfach wieder besser werden, du hast es verdient, was anderes kann ich mir gar nicht vorstellen. Warum? Warum trifft es immer die Guten?
Je älter wir werden, desto mehr denken wir auch "was wird wenn ...". Aber wir haben doch noch so viel Zeit vor uns, daran müssen wir glauben. Du hast eine so liebe Familie um dich, die Natur, dein Tigerle. Finde Kraft und Hoffnung!
Ich denke ganz fest an dich.
Liebe Grüße von Kerstin.

vom 12.11.2017, 18.26
8. von Gudrun

Auch ich möchte mich den tröstenden Gedanken hier anschließen, liebe Andrea. Du wirst ganz sicher wieder gesund - das glaube ich ganz fest und das darfst du auch glauben. Ja, positiv denken in allen Lagen ist wohl das Beste und einzig Heilsame, was wir nutzen können.
Ich denke ebenfalls ganz feste an dich und stehe dir gedanklich zur Seite - Gedanken haben eine echt Kraft, die uns alle miteinander verbinden.
Ich drück dich auch ganz lieb - und ich wünsche dir ebenso, dass du Geduld mit dir hast ...
Deine an dich denkende Gudrun :-) :ok:

vom 12.11.2017, 16.42
7. von Ingrid

Liebe Andrea,

bitte hab Geduld mit dir selber. Es dauert seine Zeit, bis die Medikamente greifen, aber alles wird gut. Vertraue darauf und lass dich bitte nicht runter ziehen, Die Angst treibt den Blutdruck in die Höhe, das wird sich auch wieder normalisieren. Und wenn nicht, dann musst du dir ein zusätzliches Blutdruckmedikament verschreiben lassen, bis der Blutdruck dann richtig eingestellt ist.

Wichtig ist, dass du zur Ruhe findest, dass du dich schonst, dass du Geduld hast.

Ich denke ganz lieb an dich und umarm dich fest,
Ingrid

vom 12.11.2017, 16.15
6. von Helga/Rheinland

Deine Worte berühren mich sehr, denn auch ich kenne ähnliche Gedanken und dieses Jahr musste ich mich ebenfalls mit einer gesundheitlichen Schwierigkeit auseinandersetzen. Niemand wird stets gesund und tatkräftig bleiben können; es wird immer dieses bittere Tal geben, durch das wir einmal hindurchschreiten müssen.

Worte von Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945), die mir helfen und auch vielleicht für Dich aufbauend und tröstend wirken.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Sei auch Du wunderbar geborgen, liebe Andrea!
Herzliche Grüße von Helga

vom 12.11.2017, 16.06
5. von Anne

Schön, dass Du Dich gemeldet hast, liebe Andrea! Und auch, wenn heute noch nicht alles gut ist, so blickst Du doch zuversichtlich nach vorne! Und auch das ist gut!
Ich möchte Dir auch eine Portion "Hoffnung und Mut" da lassen - und ein kleines "Trostlied" von Herbert:
Hier klicken
(Bin im Augenblick etwas Grönemeyer "angefixt".... ;) !
Weiterhin alles Liebe für Dich!!! Umärmels!
Anne :)

vom 12.11.2017, 13.59
4. von die Helga

Ach Andrea, es ist doch völlig normal,dass du einen großen Sturm im Kopf hast und dir Sorgen machst. Ich denke, Ablenkung ist gut und tut gut.

Dass du dadurch musst, ist wohl wahr. Letztlich muss jeder seinen Weg finden damit fertig zu werden und auch du wirst ihn finden, weil du eine starke Frau bist.

Jedenfalls drücke ich alle Daumen, dass die Beschwerden nachlassen und alles erträglich wird für dich.

Halte durch!!

Ganz liebe Grüße, Helga

vom 12.11.2017, 13.28
3. von Rose

Ja, die Panik ist vollkommen normal. Es ist leichter gesagt als getan: versuche positiv zu denken. Hab eine positive Lebenseinstellung. Wenn Dich eine Panikanttacke befällt: ruhig ein- und ausatmen. An was schönes denken. Versuche die negativen Gedanken (ich möchte meine Familie nicht alleine lassen) zu verbannen. Damit ziehst Du Dich nur noch weiter runter.

Bei mir war es Krebs, das war auch hart. Auch heute, nach 18 Jahren, fehlt mir die Zeit, die ich nicht für meine Kinder hatte.

LG Rose

vom 12.11.2017, 11.49
2. von Jutta K.

Genauso ist es, wie du schreibst.
Dieses Gefühl der Ohnmacht in allen Dingen.
Mir geht es ja ähnlich wie dir.
Und als Trösterin bin ich wohl derzeit nicht besonders gut.
Lass uns einfach nur hoffen, dass wir es schaffen,
irgendwie, zurück in den Alltag, in ein erträgliches Leben zu finden !
Ganz ♥lichst Jutta

vom 12.11.2017, 11.27
1. von Linda

Ja, das ist schlimm, wenn einfach nichts mehr geht von dem, was eigentlich so normal ist. Und das Älterwerden bringt uns immer mehr und mehr solcher Veränderungen, die dazu noch Angst machen. Ich wünsche dir sehr, daß es wieder gut wird. Daß du die Geduld nicht verlierst und die Hoffnung.
Viele liebe Umärmels Linda

vom 12.11.2017, 11.00