Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ausgewählter Beitrag

Ein schöner milder Sommerabend

war das gestern Abend wieder. Noch lange konnten wir draußen sitzen und haben diese
wunderbare Atmosphäre genossen. Aber irgend etwas hat gefehlt ... die Insekten.
Nein, ich hab die stechenden Mücken nicht vermisst - im Gegenteil. Aber dass auch sonst nichts herumflatterte, hat mich erschreckt. Dass es keine Grillen mehr gibt, davon hatte ich ja schon berichtet. Aber gestern fiel mir richtig auf, dass auch sonst nichts wie gewohnt durch den Garten flatterte oder krabbelte. Keine Bienen, Hummeln, Käfer ... keine Schmetterlinge, Wespen, Schwebfliegen ... rein gar nichts. Hab dann, als es dunkel war, nochmal nach draußen gesehen ... aber selbst um die Laternen herum, wo es sonst wie wild flattert, passierte rein gar nichts.

Im Internet habe ich einige Links gefunden, die mich geschockt haben. Ich wusste nicht, wie dramatisch es ist. Hier ein Link vom NABU. Ist das nicht erschreckend? Mir macht das echt Angst. Wie ist es denn bei euch? Kein Wunder, dass die Vögel verhungern. Und nicht nur die.
Aber die Folgen sind weitaus schlimmer ... ich mag es mir nicht ausmalen.

Morgentau 06.07.2017, 07.07

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Kommentare zu diesem Beitrag

10. von Rena

Guten Morgen, Andrea, nein die Beobachtung mache ich nicht *Alle*
Sind da... Wildbienen, die schon die Holzscheiben eingenommen haben, fette Hummeln, die sich volltanken an den Stockrosen, Mücken, nach der Gewitterschlacht gestern im Rheinland....Zaunkönig, der noch immer seine Nester besucht und natürlich Herr & Frau Amsel, die schon ihre zweite Brut in der Hecke großziehen.... was für eine wunderschöne Vielfalt der Natur ... warte ab, Andrea vielleicht ist es nur ein kleinerAusfall
Liebe Grüsse und einen bunten frohen Sommer
*rena*

vom 07.07.2017, 09.59
Antwort von Morgentau:

Das ist nicht nur ein kleiner Ausfall - siehe meinen neuen Eintrag!
9. von Helga/Rheinland

Liebe Andrea,
wir hatten gestern Nachmittag schwülheiße Gewitterstimmung und die Mücken waren angriffslustig. Die emsigen Mauersegler flogen sehr tief und verspeisten einige dieser Quälgeister. Ich verfolge gerne die akrobatischen und pfeilschnellen Flugkünste dieser Vögel, aber da sie nie auf dem Boden landen, kann ich sie auch leider nie fotografieren.
Danke auch für den Link zum NABU, den ich mit Interesse durchlesen werde. Das Thema liegt auch mir sehr am Herzen!
Ein freundlicher Gruß von mir zu Dir.
Helga

vom 07.07.2017, 07.40
Antwort von Morgentau:

Leider gibt es noch viel mehr Berichte darüber, liebe Helga. Ich hab sie auch erst
diese Woche entdeckt.
8. von Elke

Wo bitte wohnst du? Ich ziehe sofort um. Bei uns drückende Hitze und stechende und saugende, beißende Viecher en masse. Aber auch Schmetterlinge, Bienen, Hummeln - alles da. Wespen leider auch.
Ich beneide dich grad ein bisschen.
Liebe Grüße
Elke

vom 06.07.2017, 19.02
Antwort von Morgentau:

Da gibt es nichts zu beneiden, glaube mir. Es ist einfach nur erschreckend.
Jedenfalls empfinde ich das so.
7. von Liz

Ich finde es auch erschreckend und habe deswegen auch an insektenfreundlichen Pflanzen gepflanzt, was möglich ist. Im Schmetterlingsbusch und bei mir auf dem Balkon ist daher auch Einiges los :-)

vom 06.07.2017, 14.32
Antwort von Morgentau:

Das ist so schön, liebe Liz, das freut mich!
6. von Mathilda

In meinem Garten findet man jetzt vorwiegend insektenfreundliche Pflanzen und da ist dann schon eine Menge los.
Am späten Abend kam noch eine Amsel und nahm ein Bad, das kleine Mäuschen suchte Haferflocken, der Igel durchstreifte den Garten und die Fledermäuse flitzen durch die Luft.
Aber stimmt schon, habe ewig keine Biene mehr gesehen und Schwebefliegen gibt es jetzt erst und ganz viele Rapsglanzkäfer.

Liebe Grüße von Mathilda

vom 06.07.2017, 10.11
Antwort von Morgentau:

Ein schönes Szenario beschreibst du, das freut mich sehr.
5. von Silberdistel

Liebe Frau Morgentau, ich schrieb es ja auch bereits bei mir im Blog, dass nicht nur Bienen und Hummeln weniger geworden sind, auch die sonst so zahlreichen Schwebfliegen vermisse ich in meinem Garten. Sonst schwirrte die Luft regelrecht von ihnen. Jetzt freue ich mich beinahe schon über die Blattläuse, die noch da sind. Zumindest sind auch sie Nahrung für die Vögel. Aber ansonsten sieht der Insektensommer bisher auch hier sehr ärmlich aus. Ich finde es auch sehr beängstigend. Ich hoffe, wir Menschen werden nicht erst klug, wenn nichts mehr zu retten ist.
Einen lieben Gruß schickt Dir die Silberdistel

vom 06.07.2017, 09.59
Antwort von Morgentau:

Ja, liebe Silberdistel, man freut sich fast schon über jedes Insekt, das man entdeckt. Ich hoffe von Herzen,
dass es wieder anders wird. Das Zirpen der Grillen am Abend ... das Summseln von Bienen und Hummeln, all das fehlt mir so sehr.
Es ist wie in einem SiFi-Film ... :(
4. von Hanna

Der Mensch ist fâhig vieles zu zerstören!
Trotz Warnungen von vielen kompeten Seiten wird nicht umgesteuert! Ich habe auch einen Bericht gelesen,wo über diese Thematik geschrieben würde! Mir persönlich ist es jetzt auch noch nicht so aufgefallen,aber mein Mann der täglich einige Stunden in der Natur verbringt hat schon erzählt,dass er so einiges vermisst!

vom 06.07.2017, 09.38
Antwort von Morgentau:

Ich kann nur hoffen, dass sich das wieder normalisiert. Aber ich glaube es fast nicht ... alles scheint immer noch schlimmer zu werden. Schlimm ist das, so schlimm.
3. von Gudrun

Ja, Andrea, es ist erschreckend, was alles an Pestiziden zugelassen, das heißt, nicht überprüft wird. Hab gerade den Text gelesen und ich finde gut, dass du uns darauf aufmerksam machst. Beim Joggen gestern im Wald habe ich zwar einige Schmetterlinge herumflasstern sehen, aber das ist sicher schützendes Gebiet. Aber auf Wiesen und Feldern sieht das wieder ganz anders aus. Das müsste auch für usnere Regierung ein Thema sein, aber das ist ja alles nicht so wichtig - Hauptsache man (frau) kann sich auf dem Klimagipfel profilieren. Es ist so traurig - überhaupt das ganze Ausmaß des Artensterbens weltweit. Mir fällt gerade das Mittel Glyphosat ein, das ja von der Regierung wieder weiter zugelassen werden soll ... unverantwortlich, weil man micht weiß, ob es krebserregende Stoffe beinhaltet- vielleicht will man das auch aus wirtschafltichen Gründen und dem Lobbyimus nicht wissen ... hoffentlich gibt es bald ein Erwachen, bevor es zu spät ist ... ich grüße dich herzlich - Gudrun :)

vom 06.07.2017, 09.25
Antwort von Morgentau:

So danke für deine interessanten Ausführungen, liebe Gudrun. Du bringst es auf den Punkt.
Das ist alles so schrecklich. Manchmal glaube ich, ich bin im falschen Film ... und frage mich, wie das weitergehen und wo es enden wird. Der Mensch lernt nicht und die wenigen, die die Gefahr sehen und etwas ändern wollen, werden überrannt. Ja, es ist unsäglich traurig. Das sehe ich auch so.
2. von kelly

Moin Andrea,
als Morgenmensch ist es mir logischerweise noch nicht aufgefallen. es ist erschreckend, sofort hab ich für die nächste Saison Insektenfutterpflanzen notiert. Es ist doch so einfach, kein Gift und natürliche Gärten.
LG Kelly

vom 06.07.2017, 08.29
Antwort von Morgentau:

Selbst Fliegen sind rar, das gab es noch nie. Und die vielen Krebstoten ...
das alles kommt nicht von ungefähr.
1. von Linda

Ist mir noch nicht so sehr aufgefallen, da wir ja keinen Garten mehr haben.
Liebe Grüße Linda

vom 06.07.2017, 07.37
Antwort von Morgentau:

Also mir fällt es auch außerhalb meines Gartens auf.