Morgentau
 

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.


Gottfried Keller




Wie die Gedanken sind,

die du am häufigsten denkst,

ganz so ist

auch deine Gesinnung.

Denn von den Gedanken

wird die Seele gesättigt.


Marc Aurel


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Des Menschen Leben …

ist der vorbeihuschende Augenblick des Lebendigen,

ist unser Kinderspiel auf Erden,

ein Lichtschatten,

ein fliegender Vogel,

Spur eines fahrenden Schiffes,

Staub, Nebelhauch,

Morgentau und aufbrechende Blume.


Gregor von Nazianz




Wenn die Stimmen
des Alltags
schweigen,
beginnt meine Seele
zu erzählen.

Morgentau




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Ausgewählter Beitrag

Als Kind

bin ich immer gern mit dem Karussell gefahren, sehr gern sogar. Dieses Gefühl, über den Dingen zu schweben, die Welt zu überfliegen, mochte ich sehr. Mir wurde auch nie schlecht dabei. Riesenrad, Achterbahn, das waren tolle Sachen. Herrlich … dieses Kribbeln im Bauch, dieser Rausch im Kopf.

Rückwärts fahren … unter Wasser tauchen – kein Problem.

Aber wenn das Karussell nicht mehr anhält, das ist … ach, einfach ein riesiger Berg Mist.


Nun geht das schon fast eine Woche so und ich konnte mich zumindest an den Gedanken gewöhnen, dass da jetzt was ist, was mich kirre machen will. Den Schrecken hat dieses Bewusstsein etwas nehmen können, was ich gut finde. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und wenn er keine Wahl hat, muss er sehen, wie er mit den neuen Umständen klarkommt. Das wurde wohl so eingerichtet, was gut so ist, aber nicht wirklich tröstet. Bitte, halte an, du blödes Karussell … bitte!


Drei Nächte kaum geschlafen und doch nicht müde. Heute ganz schön erschöpft, aber ich kann es ja langsam angehen lassen. Warum brauch ich soviel Ruhe, warum habe ich keine Energie und warum rast mein Herz dennoch wie blöd? Nein, ich frag das nicht wirklich. Ist halt so. Abfinden damit, akzeptieren, weiterleben und meinem Motto treu bleiben … das Beste aus Allem machen, die Möglichkeiten nutzen, auf gute Phasen hoffen, sie genießen. Vorallem, nicht aufhören, an das Gute zu glauben, auf die Dinge aufmerksam machen, die mehr und mehr verloren gehen.


Draußen ist dichter Nebel, passend. Und doch liebe ich diese Atmosphäre gerade besonders, wie sie alles zu verschlucken scheint … hektische Bilder und Lärm. Übrig bleibt nur ein kleines Stück leise Welt. Sanftmütig, so schön.

Morgentau 14.11.2017, 10.43

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Kommentare zu diesem Beitrag

8. von Linda

Ich mochte das noch nie, nicht mal als Kind, mir wurde da übel. Ich hatte manchmal auch schon Schwindel, meist vermutlich seelisch bedingt, weil sonst sah ich keinen Grund dazu. Ich wünsche dir so sehr, daß das aufhört. Dich abzulenken ist gut, denn ich denke, es wird sonst nur schlimmer, aber man bekommt eben auch Angst und Panik dabei, und da ist es schwer, sich selbst zu beruhigen. Der ganze Körper ist davon betroffen, wie Rob auch schreibt, das stimmt.
Alles Liebe und gute Besserung!
Linda

vom 14.11.2017, 17.42
7. von Silberdistel

Och Menno, liebe Frau Morgentau, ich habe eben erst von Deinen Sorgen und Problemen gelesen. Schwindel ist eine äußerst eklige und unangenehme Sache. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, allerdings nicht so langanhaltend und schlimm. Dass dabei dann auch der Blutdruck steigt und das Herz rast, ist wohl so betrachtet dann schon fast wieder normal, denn man macht sich Sorgen und hat panische Angst. Ich kenne das von Herzrhythmusstörungen her, mit denen ich schon viele Jahre lebe. Erst, als mir ein Arzt in einem sehr beruhigenden Gespräch erklärte, dass ich diese Störungen sicher als beängstigend und im wahrsten Sinne des Wortes als störend empfinde würde, sie aber nicht lebensbedrohlich sind und ich mir im Grunde genommen keine Sorgen machen müsse, erst da wurde ich ruhiger und eigentlich wieder ein richtiger Mensch. Die panischen Zustände bei jedem Stolperer wurden weniger und ließen schließlich ganz nach. Heute kann ich gut damit leben. Und zu meiner Freude sind aus unzähligen Stolperern pro Tag vergleichsweise sehr, sehr wenige geworden. Manchmal spüre ich wochenlang gar nichts. Ich glaube, meine innere Ruhe wiederzufinden, hatte sicher einen nicht gerade kleinen Anteil daran.
Wie Du selbst schreibst, gewöhnt man sich an so manche Unzulänglichkeiten. Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen. Ich glaube, wichtig ist momentan für Dich, zu versuchen, Dir selbst die Angst zu nehmen. Rede Dir einfach ein, dass alles gut wird. Das kann enorm helfen. Unser Gehirn lässt sich auch in diese Richtung beeinflussen, nicht nur in die mit panischer Angst. Ich weiß nicht, ob Du es schon einmal mit autogenem Training versucht hast. Mir hat das sehr geholfen, solche Angstattacken zu bekämpfen.
Andererseits weißt Du, wie viele schöne Dinge es gibt, die Dir Mut machen können, die Dich ablenken können von all diesen dunklen Gedanken, Dinge die Dich wieder ruhiger und entspannt machen können. Du schaffst das - ganz sicher. Nur nicht den Mut verlieren!!!
Liebe Grüße und einen ganz lieben Drücker schickt Dir die Silberdistel

vom 14.11.2017, 16.59
6. von Elena

:)

vom 14.11.2017, 16.58
5. von Elena

Liebe Andrea,
meine Ärztin und Freundin sagt immer wieder, daß wir Gelassenheit walten lassen sollen in vielen Dingen.
Geduld, auch wenn`s schwerfällt; und Zuversicht.
Was Deine Situation anbelangt meine auch ich, daß es einfach Zeit braucht, bis die Medikamente wirken, mal ganz abgesehen davon, daß Viren sehr oft zu Langwierigkeit in Sachen Bekämpfung/Überstehen tendieren..

Weiterhin alles Gute, gönne Dir genau die Ruhe, die Du brauchst und gib Deinem Körper die Zeit, die er offenbar haben will..

GLG E.

vom 14.11.2017, 16.26
4. von Jutta K.

Roberto hat einen wunderbaren Kommentar geschrieben.
So, wie er es ausdrückt, so wo ist es wohl.
Das werde ich mir auch einverleiben, das passt auch zu meinen Problemen.
Allerdings frage ich mich oft nach dem tieferen Sinn, der hinter all den Problemen steckt.
Warum gerade die Beschwerden.
Was will uns unser Körper damit mitteilen ?
Es ist halt einfach schwer, alles zu akzeptieren.
Bleiben wir stark.
Dir wünsche ich , dass es bald besser wird mit der Schwindelei ♥lichst Jutta



vom 14.11.2017, 15.06
3. von Birgit

Liebe Morgentau,

dein Körper und Geist sind ganz sicher total angestrengt durch das ständige "Drehen" ..das erschöpft dann sehr. Ich stelle mir das absolut horrormäßig vor (sagt eine, die ein Karussell nicht mal anschauen kann, all diese Dinge niemals fahren konnte, nichtmal im Auto hinten sitzen kann und Busfahren möglichst überhaupt nicht ..) und ich wünsche dir so sehr, dass das bald wieder aufhört.

Ja, das mit dem Gewohnheitstier stimmt wirklich - und da habe ich auch schon öfters gedacht, dass ich froh bin, dass die Natur das für uns so vorgesehen hat. Dennoch - es streßt extrem.

Ich finde es einfach nur wahnsinnig stark, wie du dich trotzdem auf das Positive konzentrierst, liebe Andrea ..dennoch an das Gute denkst und deinen Glauben nicht verlierst. Und genau deswegen wirst du es auch schaffen, davon bin ich hundertprozentig überzeugt. Es wird besser werden, die Medis werden nach und nach ihre Wirkung entfalten ..

Oh ja, so eine Nebelstimmung mag ich auch unheimlich..sie hat wirklich etwas Beruhigendes, Sanftes ..

Alle guten Wünsche für dich und viele liebe Gedanken,
Birgit

vom 14.11.2017, 12.49
2. von die Helga

(Andrea)

vom 14.11.2017, 12.10
1. von Roberto

Ach liebe Morgentau,

Du bist müde und erschöpft weil der Schwindel deinen ganzen Körper und Geist streßt. Daher auch der Blutdruck. Man kann sich dem nicht wirklich entziehen. Also nicht hinterfragen, dondern hinnehmen. Dein Köper hat eine absolute Streßsituation zu meistern, daher auch viel Adrenalin und das Wachsein, nicht Müdesein, der Blutdruck. Auch wenn Leute, die das noch nie hatten, denken: Es ist doch nur Schwindel...
Laß Dich da nicht beirren.
Es ist Scheiße, das darfst Du auch so sagen und Dein Körper zeigt es Dir auch gerade. Es ist keine "Übelkeit" bei der Du Dich dranstellst. Dein Körper funktioniert gerade überhaupt nicht wie er soll. Durch den Schwindel werden die Augen, der Gleichgewichtssinn, Dein ganzen Energiezentrum durcheinandergebracht und das ist harte ARBEIT für Deinen Körper, der verzweifelt versucht sich an den Schwindel anzupassen. Von daher, auch wenn es schwerfällt: Durchatmen, es geschehen lassen und bloß nicht versuchen, Dich für irgendwas zu rechtfertigen.

Meine Gedanken und guten Wünsche sind bei Dir.

Ganz liebe Grüße
Rob

vom 14.11.2017, 11.23